Zwiebel schneiden ohne Tränen
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Beim Schneiden von Schalotten sind Augenreizungen normalerweise weniger stark als beim Schneiden von anderen Zwiebeln. Foto: dpanitf3

Zwiebel schneiden ohne Tränen - so geht's

Berlin (dpa/tmn) - Zwiebeln sind das wohl fieseste Gemüse. Schließlich treiben sie uns innerhalb von Sekunden Tränen in die Augen, wenn wir sie verarbeiten. Geht es auch anders?


Der erste Schnitt in die Zwiebel geht noch, doch beim zweiten und dritten beißt es bereits in den Augen: Wie können wir vermeiden, dass beim Kochen die Tränen kullern?

Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) rät, ein besonders scharfes Messer beim Schneiden von Zwiebeln zu benutzen. Denn dadurch werden weniger Zellen verletzt - und das kann dafür sorgen, dass weniger Reizstoffe entstehen.

Denn dass wir beim Zwiebelschneiden weinen müssen, liegt an zwei Stoffen in dem Gemüse, Isoalliin und Alliinase. Sie treffen aufeinander, wenn Zellen in der Zwiebel zerstört werden. Das Ergebnis: eine chemische Verbindung, die in den Augen beißt.

Übrigens: Auf diese Weise versucht die Zwiebel, sich vor Fressfeinden zu schützen, wie das Kuratorium Gutes Sehen auf seinem Portal »seh-check.de« schreibt.

Vorher in kaltes Wasser tauchen

Doch es gibt noch weitere Tricks, die Sie ausprobieren können: Messer, Brettchen und Zwiebel vor dem Schneiden kurz in kaltes Wasser tauchen etwa. Das soll laut »seh-check.de« die Reizstoffe binden.

Was laut dem Portal ebenfalls hilfreich sein kann: beim Zwiebelschneiden eine Brille tragen, denn das schützt die Augen vor den Reizstoffen. Das gilt übrigens auch für Kontaktlinsen.

Gut zu wissen: Schon die Sorte kann einen Unterschied dabei machen, wie viel Freude uns das Zwiebelschneiden bereitet. Schalotten etwa sind milder und brennen beim Verarbeiten weniger in den Augen als die klassische bräunliche Speisezwiebel.

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