weather-image

Die Deutschen essen immer weniger Fleisch

3.0
3.0
Fleischkonsum in Deutschland gesunken
Bildtext einblenden
Der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch ist 2020 auf einen Jahrzehnte-Tief gesunken. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/ZB Foto: dpa

Im vergangenen Jahr wurde hierzulande so wenig Fleisch konsumiert wie noch nie. Auch bei der Beliebtheit bestimmter Fleischarten hat sich einiges geändert. Das zeigen Zahlen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft.


Berlin (dpa) - Der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch ist 2020 in Deutschland auf ein Jahrzehnte-Tief gesunken. Mit 57,3 Kilogramm pro Person war der Konsum so niedrig wie noch nie seit Berechnung des Verzehrs im Jahr 1989.

Anzeige

Das geht aus den vorläufigen Angaben der Versorgungsbilanz Fleisch hervor, die das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) vorgestellt hat. Demnach wurden im Vergleich zum Jahr 2019 pro Person insgesamt 750 Gramm weniger Fleisch gegessen. Unterschiede gibt es aber je nach Art.

Vor allem der Konsum von Schweinefleisch ging zurück und macht sich mit einem Minus von 940 Gramm pro Kopf in der vorläufigen Statistik bemerkbar. Auch bei Rind und Kalb waren es 40 Gramm weniger als 2019. Der Verzehr von Geflügelfleisch nahm dagegen um 180 Gramm zu.

Auch die Fleischproduktion und der Außenhandel verzeichneten einen Rückgang. 2020 wurde den Angaben zufolge Fleisch mit einem Schlachtgewicht von 8,5 Millionen Tonnen erzeugt - rund 1,6 Prozent weniger als 2019. Beim Schweinefleisch gab es einen Produktionsrückgang um 2,4 Prozent, bei Rind und Kalb waren es 2,7 Prozent weniger. Die Nettoerzeugung von Geflügelfleisch stieg aber analog zum Konsum um 1,7 Prozent.

Import und Export von Fleisch nahmen im Pandemie-Jahr spürbar ab. So importierte Deutschland im vergangenen Jahr lebende Tiere mit einem Schlachtgewicht von knapp 653.000 Tonnen - und damit 14,8 Prozent weniger als 2019. Auch beim Export - knapp 453.000 Tonnen - gab es einen Rückgang um elf Prozent. Die Importe und Exporte von Fleisch, Fleischwaren und Konserven sanken gegenüber 2019 jeweils um 7,8 und 6,5 Prozent.

© dpa-infocom, dpa:210323-99-935420/3

Einstellungen