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Lawinengefahr ist erheblich

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Der Schnellcheck im Gelände soll das Risiko minimieren.

Momentan herrscht in den Berchtesgadener und Chiemgauer Alpen oberhalb von 1700 Metern Warnstufe drei auf der fünfstelligen Skala, die an Gefahrenstellen wie eingewehten Rinnen sogar noch deutlich höher sein kann. Kombiniert mit Sonnenschein und Neuschnee ist das eine Situation, in der die Bergwacht erfahrungsgemäß zu den meisten Lawinenunfällen ausrücken muss, da trotz der erheblichen Gefahr sehr viele Menschen unterwegs sind und den frischen Pulverschnee erleben wollen.


Der Lawinenlagebericht beinhaltet zwar wichtige Informationen, gibt aber nur den groben Rahmen für die Tourenplanung vor, wobei sich die Gefahr mit jeder Stufe verdoppelt. Man müsse an sich arbeiten, sich laufend intensiv mit dem Thema Lawine auseinandersetzen, viele Erfahrungen im Gelände sammeln und trotz des Wissens auch immer noch auf sein Gefühl hören, um ein gutes Risikomanagement zu entwickeln, betonte Peter Geyer.

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Oft herrsche nur eine Parkplatz-Mentalität vor, warnt er: »Man fährt irgendwo hin und rennt ab dem Auto blind einer Spur den Berg hinauf nach, die ein anderer angelegt hat, ohne die eigenen Augen aufzumachen und sich für die reale Situation zu sensibilisieren. Risikomanagement ist auch trotz Bergführer immer eine Gemeinschaftsaufgabe; jedes Gruppenmitglied muss im Rahmen seiner Möglichkeiten dazu beitragen, damit einem im schlimmsten Fall der Berg nicht auf den Kopf fällt.« ml