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Hinauf auf das Wahrzeichen

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Das Watzmannhaus (rechts) wurde 1888 erbaut. Da der Watzmann bei Bergsteigern ein sehr beliebtes Ziel ist, bietet es mittlerweile 210 Schlafplätze. Schon von dort oben hat man einen wunderschönen Blick ins Tal und auf die umliegenden Berge. (Fotos: Brenninger)

Er ist der König der Region und mit 2713 Meter auch der höchste Gipfel des Berchtesgadener Landes: der Watzmann. Und eines ist in den Sommermonaten auch klar: Alle wollen auf das Wahrzeichen hinauf – bis zum Watzmannhaus ist dies auch kein Problem, sofern man eine gute Kondition und Ausdauer hat. Doch auch für diese Bergtour sollte unbedingt gelten: Man muss sich im Vorfeld gut vorbereiten und unbedingt auf das Wetter achten.


Der Deutsche Alpenverein, die Bergführer, die Bergwacht und der Nationalpark Berchtesgadener Land warnen eindringlich vor einer falschen oder unzureichenden Vorbereitung – und das aus einem guten Grund: Denn gerade am Watzmann kommt es immer wieder zu Notlagen und Unfällen mit teils schwierigen Bergrettungseinsätzen – wie jüngst etwa die 14 Indonesier, die in einer aufwendigen Rettungsaktion vom Berg geholt werden mussten. Der Watzmann wird von zahlreichen Bergsteigern einfach stark unterschätzt. Eine gründliche Tourenplanung und eine gute Fitness senken das Risiko da schon erheblich.

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Die Tour hinauf zum Watzmannhaus – es sind rund 1300 Höhenmeter zu bewältigen – startet man am besten von der Wimbachbrücke – aber natürlich gibt es auch noch andere Startmöglichkeiten. Am Startpunkt sind übrigens rund vier Stunden Gehzeit angegeben, in drei bis dreieinhalb Stunden ist die Tour für fitte Bergsteiger aber durchaus machbar.

Vom Parkplatz geht es zunächst links über die Brücke und dann rechts hinein in den Wald. Es geht gleich einmal knackig los – und schon am Ausgangspunkt sollte man sich bewusst werden: Bei der Tour auf überwiegend guten Wegen muss man zwar keine allzu großen Schwierigkeiten bewältigen, aber die Strecke ist fast durchgehend steil. Nach wenigen Metern kommt man auf eine Forststraße, der muss man ein kleines Stück folgen, ehe der eigentliche Hüttenweg (Nummer 441) rechts abzweigt – und weiter geht's durch den Wald hinauf.

Man kommt an der Stubenalm vorbei und der Weg windet sich weiter zur Mitterkaser-alm. Im Zick-Zack folgt man dem Pfad – vorbei an der Wetterstation – und man macht schnell weitere Höhenmeter. Der Weg wird jetzt auch immer alpiner – aber er ist trotzdem gut machbar. Für die Strapazen wird man erstmals an der Falz-alm so richtig belohnt: Hier hat man einen wunderschönen Blick auf den kleinen Watzmann – und es wird mit der Aussicht oben noch besser. Davor stehen aber noch ein paar Schweißtropfen, denn der letzte Anstieg zum Watzmannhaus hat es nochmals richtig in sich.

Übrigens: Wer nicht nur aufs Watzmannhaus hinauf will, sondern eine Gipfeltour aufs Hocheck oder gar eine Überschreitung plant, sollte sich vorab den Flyer »Der Watzmann – Sicher auf den König der Berchtesgadener Alpen« unbedingt anschauen. Er ist im Internet unter anderem auf der Seite des Deutschen Alpenvereins abrufbar. Darin gibt es viele nützliche Tipps, was man beachten muss. Zudem sollte man daran denken, dass man bei einer Übernachtung auf dem Watzmannhaus rechtzeitig telefonisch einen Platz reservieren sollte – erst dann kann man seine Tour auf den König des Berchtesgadener Landes so richtig genießen. SB