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Hightech am Kopf

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Die Abfahrt genießen – das geht nur, wenn nichts blendet oder die Gläser der Brille beschlagen. (Foto: Alpina)

Sie sind schützende Begleiter – doch in Zukunft sollen sie noch viel mehr können als das. Helme und Brillen werden Hightech-Geräte für die Piste. »Es geht darum, diese Spielwiese Wintersport auf allen Ebenen weiterzuentwickeln«, erklärt Christoph Ebert vom Kompetenzzentrum Sport, Gesundheit und Technologie. Was ist damit gemeint?


Künftig könnten Helm und Brille etwa mit dem Smartphone verknüpft sein. Auf der Brille erscheint dann ein Hinweis: Jemand ruft an. Aber nicht nur das: Auch Service-Hinweise könnten auf der Brille auftauchen, nach dem Motto: »In der nächsten Skihütte gibt es heute Schinkennudeln für zwei Euro«, gibt Ebert ein Beispiel. »Das vernetzte Skigebiet, das kommt.« Neben solchen Informationen spielen natürlich auch sicherheitsrelevante Informationen eine Rolle.

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Doch noch gibt es solche Produkte nicht auf dem Markt. Denn eine Brille mit diesen Möglichkeiten herzustellen, die im Schnee, mit den auf sie wirkenden Kräften und mit Stürzen klarkommt, sei eine Herausforderung, sagt Ebert. Außerdem bleibe abzuwarten, wie Skifahrer mit solchen Produkten zurechtkommen. »Die Anforderung an den Menschen wird höher«, schätzt der Experte: Der Skifahrer müsste nicht nur die Abfahrt meistern, sondern gleichzeitig die eingehenden Informationen verarbeiten.

Rahmen werden schlanker, das Sichtfeld wird weiter

Momentan gehen die Entwicklungen bei den Brillen noch in eine andere Richtung: Die Hersteller drehen an verschiedenen Stellschrauben, um die Sichtbarkeit zu verbessern. Eine Stellschraube ist die Form: Die Rahmen werden schlanker, das Sichtfeld weiter: »Weniger Kunststoff, mehr Glas«, fasst Andreas König vom Deutschen Skiverband (DSV) die Entwicklung zusammen. Eine andere wichtige Stellschraube sind die Gläser. Sie dürfen nicht beschlagen und müssen sich vor allem den Lichtverhältnissen anpassen können.

Bei den Helmen wird der Komfort ganz groß geschrieben. »Gewicht, Gewicht, Gewicht«, fasst Alexander Dillig vom Deutschen Skilehrerverband (DSLV) das große Thema zusammen: Helme werden insgesamt leichter. Gleichzeitig sollen sie maximalen Schutz bieten. Dafür werde etwa die In-Mold-Technologie genutzt, bei der die Innenschale unter Druck fest mit der Außenschale verbunden wird – so sind In-Mold-Helme leichter als Hartschalen-Varianten.

Neben dem Gewicht spielen die Passform und der Klimakomfort eine wichtige Rolle, sagt Ebert. Einen anderen Fokus hat der Helm »Uvex p.8000 Tour«: Er ist ein hybrider Helm. Und passt auch damit zu einem Trend – nämlich dem, dass ein Produkt möglichst viele Einsatzfelder abdecken kann. Der Helm ist gleichzeitig Ski-, Kletter- und Radhelm. Er erfüllt die jeweiligen Normen in den Bereichen. Lea Sibbel