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Genusskletterei in südländischem Flair

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Beim Anstieg zu den Sonnenplatten waren dabei (hinten, von links): Philipp Josten, Florian Wurm, Josef Irlinger, Lisa Kurz, Benjamin Eder sowie (vorne, von links) Veronika Mergenthal, Annette Koretzky-Vogt, Katja Glas und Max Seidl. (Foto: Mergenthal)

Zehn Kletterer aller Generationen, von 21 bis über 60 Jahren, erkundeten in einem Kletterwochenende mit dem DAV Berchtesgaden einige der schönsten Klettergebiete rund um den Gardasee. Untergebracht war die Gruppe in der bewährten Familien-Pension in Torbole. Mit exzellenter Pasta, dick belegten Pizzas und vitaminreichen Salaten konnten sich die Kletterer genug Kraft für die Touren »anessen«.


Max Seidl, C-Trainer im Alpinklettern, hatte vorher geeignete Touren und die Zustiege ausgekundschaftet. Ziel war, den Teilnehmern aus Berchtesgaden, Bad Reichenhall, Ramsau, Anger und München wichtige Grundlagen für den Standplatzbau, das Klettern in einer Seilschaft und das Abseilen mitzugeben. An genussvollen Klettertouren konnten die Kletterer das in einem Vorbereitungswochenende im Kletterzentrum Berchtesgaden bereits in Theorie und Trockentraining Geübte vertiefen.

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An den »Sonnenplatten« im Dro-Tal bewältigten die Teilnehmer einige leichtere und kurze Plaisierrouten, wie »Via del Parallelo« im IV. Schwierigkeitsgrad, »Via Gino Gianna« (IV+) und »Via Cane del Trippa« (V-). Am nächsten Tag ging es schon mehr zur Sache. Zwei Seilschaften, die bereits fortgeschrittenere Alpinkletterer waren, erklommen »Little John« (V) an der Piramide Lakshmi und die »Via Nereidi« (V+) im Klettergebiet San Paolo, beide unweit vom Dorf Dro.

Die restliche Gruppe entschied sich für die Neun-Seillängen-Route »La Bellezza della Venere«, durch die Max Seidl alle gut durchbrachte. Zwar ist diese Route mit IV+ relativ leicht bewertet. Doch der alpine Charakter mit teils sehr ausgesetzten Stellen und luftigen Querungen waren für alle durchaus eine Herausforderung, sowohl von den Nerven als auch von der Kondition her. Dadurch, dass die Route stark frequentiert war, mussten die Berchtesgadener Seilschaften öfter vor den Standplätzen warten, sodass die Durchsteigung sich bis in den Nachmittag hinzog. Doch der Genuss kam angesichts des doch recht kompakten Felsens, der abwechslungsreichen Kletterei und der beeindruckenden Ausblicke nicht zu kurz.

Am Abfahrtstag fiel die Wahl auf den Klettergarten nahe Nago, da das Wetter nicht stabil genug für eine Mehrseillängen-Tour war. Hier konnte sich jeder nochmal nach Herzenslust entsprechend des eigenen Könnens auspowern, bevor man mit schönen Erinnerungen den Rückweg antrat.

Max Seidl bietet über den DAV Berchtesgaden am 18./19. August auch eine Ausbildung zum Thema »Von der Halle an den Fels« an. Anmeldung sind über den DAV per E-Mail an info@dav-berchtesgaden.de ab sofort möglich. vm


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