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Eiskalte Kunstwerke überall

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Die Waginger Bergsteiger machten ihre Wintertour auf den Hochstaufen bereits zum 53. Mal. (Fotos: Frumm-Mayer)
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Den Bergsteigern boten sich immer wieder traumhafte Ausblicke.

Das hätten sich die Waginger Bergsteiger vor über 50 Jahren auch nicht träumen lassen: Ihre damals aus einem Jux geborenen Idee am Dreikönigstag den Hochstaufen zu besteigen, ist mittlerweile zur festen und guten Tradition geworden. Damals wollte man übrigens nur die beiden Bergkameraden überraschen, die aus Trainingsgründen für eine geplante Expeditionstour am Gipfel des Hochstaufen eine Nacht biwakierten.


Auch in diesem Jahr machten sich wieder zehn Waginger Bergsteiger und eine Bergsteigerin auf, den Hochstaufen im Winter zu besteigen. Bei minus zwölf Grad Celsius wurde bei traumhaften Schnee die Strecke von Adelgaß bis zum Holzlager der Staufenhütte auf den Tourenschiern zurückgelegt.

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Der Aufstieg über den Weg an der Nordwestkante, im Sommer ein wunderschöner und interessanter Steig, verlangte aufgrund des vielen Neuschnees dem Tourenleiter Sepp Rehrl einiges an Wühlarbeit ab – aber die hatte sich gelohnt: Denn so konnte nach gut drei Stunden der Gipfel von allen Teilnehmern erreicht werden. Verlangt der Weg schon im Sommer stellenweise Trittsicherheit und Aufmerksamkeit, so ist für die Besteigung bei solchen Verhältnissen die volle Aufmerksamkeit und ein gewisses Maß an Erfahrung nötig. Geradezu mystisch erschien dabei immer wieder der Blick auf den benachbarten Zwiesel.

Interessante Motive boten im Auf- und Abstieg auch die von Frost, Raureif und Schnee an Latschen, Sträuchern und am Gipfelkreuz geschaffenen eiskalten Kunstwerke. Am Gipfel selbst herrschte fast völlige Windstille, sodass trotz der zweistelligen Minustemperaturen eine kurze Rast möglich war.

Auch der Abstieg verlief Dank der Umsichtigkeit und Erfahrung der Teilnehmer ohne Probleme. Im Anschluss wurde – wie es ebenfalls seit 53 Jahren Brauch ist – gemeinsam im Wirtshaus Adelgaß eingekehrt. Und auch die Wirtsleute ließen es sich nicht nehmen, ihre Dreikönigstags-Stammgäste wie jedes Jahr auch heuer wieder mit einem Schnapserl zu begrüßen. mfm