weather-image

Die Zugspitze als Auftakt

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die vier jungen Bergsteiger Maxi Ebert, Daniel Sommer sowie die Brüder Jonathan und Pascal Auer – hier am Gipfel der Zugspitze – haben sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt.

»Seven Summits« der Alpen: In dieses Bergabenteuer haben sich die vier jungen Bergfreunde Maxi Ebert aus Katzwalchen, Daniel Sommer aus Tyrlbrunn sowie die Brüder Jonathan und Pascal Auer aus Schnaitsee gestürzt. Ziel ist es, die jeweils höchsten Gipfel der sieben Alpenländer so schnell wie möglich zu bezwingen: also die Zugspitze in Deutschland, den Großglockner in Österreich, den Triglav in Slowenien, die Vordere Grauspitz in Liechtenstein, die Dufourspitze in der Schweiz, den Gran Paradiso in Italien und den Mont Blanc in Frankreich.


Angefangen haben die vier jungen Männer mit ihrem Heimatgipfel, der Zugspitze. Sie haben schon mehrere gemeinsame Bergabenteuer als Pfadfinder hinter sich. Zuletzt schafften sie 2014 die Alpenüberquerung – von daheim bis nach Venedig. Dieses Mal sind sie nicht als Pfadfinder unterwegs, aber dennoch bei ihren Aktionen ganz auf sich gestellt.

Anzeige

Im September soll es bereits weiter gehen

Entdeckt hat das »Seven-Summits«-Programm Maxi Ebert, der es dann seinen Freunden gezeigt hat – und so war schnell klar: »Das machen wir!« Die Burschen bereiteten sich in den Osterferien auf die erste Tour vor – eine Woche Übungsklettern am Gardasee stand auf dem Programm. Sie kauften sich dafür noch Seile und liehen sich beim Alpenverein unter anderem Steigeisen und Haken aus. Gerade für Schüler, die noch kein Geld verdienen, ist der Kauf von Seilen und sicherer Ausstattung eine große Ausgabe, soweit man die Sachen nicht vom Alpenverein leihen kann. Aber auch diese Hürde meisterten sie und so konnte es losgehen.

Als Erstes war die Zugspitze mit 2962 Meter an der Reihe. Mitte Juli reiste die Gruppe nach Garmisch-Partenkirchen, campierte eine Nacht am Parkplatz und startete frühmorgens die Tour auf Deutschlands höchsten Berg. Sie gingen bei schönem Wetter zehn Stunden übers Höllental, kletterten bis zum Gipfel. Dabei mussten sie erstmals einen größeren Gletscher überwinden. Oben angekommen, waren sie überwältigt vom majestätischen Anblick des Zugspitzgipfels.

Über Nacht waren sie in einer Hütte. »Aber es war dort ziemlich teuer«, meinten sie hinterher, was aufgrund des Andrangs verständlich ist. Angesichts der vielen Menschen auf Deutschlands höchstem Berg sagten die jungen Bergsteiger aber, »wenn man mit der Seilbahn hinauffährt, war man eigentlich nicht oben«. Auch die Bebauung dort oben fanden sie »greislich«, jedenfalls nicht so, wie es auf einem Berg eigentlich sein sollte.

Wie auch immer. »Die Strapazen haben sich gelohnt«, betonen sie. Tags darauf machten sich die Burschen wieder an den Abstieg, dieses Mal ging es über das Eibseegebiet. »Der Aufstieg ist immer deutlich spannender«, sagt Maxi Ebert.

Die nächste Tour haben sie auch bereits geplant. Es soll der Triglav in Slowenien mit 2800 Meter bestiegen werden. Vorausgesetzt, dass das Wetter passt, wollen sie das im September durchziehen. Die übrigen Seven-Summits-Gipfel haben großteils eine Höhe von über 4000 Meter und sollen nach und nach in Angriff genommen werden. Wobei man auch darauf achten will, alle sieben Gipfel zügig zu absolvieren. Dabei will man pro Gipfel jeweils ein Wochenende einplanen, den Triglav könnte man eventuell an einem Tag schaffen. Der Mont Blanc wird mindestens eine Woche in Anspruch nehmen, da man sich in dieser Höhe akklimatisieren muss. cw