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Auf den Spuren des weißen Goldes

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Herrliche Ausblicke – wie hier bei einer Rast auf der Zwieselalm am Dachstein – sind garantiert, wenn man am SalzAlpenSteig wandert. (Foto: Wanderregion Dachstein West, Strasser)
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Grüne Bergspitzen auf gelbem Untergrund: Der Premium-Weitwanderweg ist durchgängig mit diesen markanten Schildern ausgeschildert. (Foto: Berchtesgadener Land Tourismus, Wurm)

233 Kilometer und 18 moderate Tagesetappen: Der SalzAlpenSteig ist der erste grenzüberschreitende Premium-Weitwanderweg im deutsch-österreichischen Alpenraum und ab sofort begehbar – auch wenn die offizielle Eröffnungsfeier erst für den 21. Mai geplant ist.


Der Weitwanderweg folgt der Spur des Salzes – von Prien am Chiemsee über den Chiemgau und den Königssee im Berchtesgadener Land bis zum Hallstätter See im Salzkammergut. Durch Moore und Schluchten, über Almen und an Seen entlang erschließt der Steig die besondere landschaftliche Dramaturgie dieser Region, die einst diesseits wie jenseits der Grenze die Staatskassen mit »weißem Gold« füllte.

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Fünf Partnerregionen haben zusammengearbeitet

Im Vorübergehen gewinnen Wanderer Einblicke in die einzigartige Geschichte der Landstriche. Grüne Bergspitzen auf gelbem Untergrund – SalzAlpenSteig-spezifische Markierung an Bäumen, Schildern und Pfosten – weisen vor Ort den Weg. Die fünf Partnerregionen haben gemeinsam mit einem Planungsbüro die Streckenführung des SalzAlpenSteigs ausgearbeitet, der im Rahmen eines sogenannten »Interreg-Projekts« mit europäischen Fördermitteln aus der Taufe gehoben wurde.

Entstanden ist ein moderater Weg, den man auch mit durchschnittlicher Kondition meistert. Weil es die Spur des Salzes sozusagen schon immer gab, bestand die wesentliche Herausforderung in der Verbindung der Teilbereiche. »Dabei ist es uns gelungen, ein wirklich beeindruckendes Wandererlebnis zu schaffen und Eingriffe in die Natur so gering wie möglich zu halten«, sagt Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp, der für den SalzAlpenSteig verantwortlich zeichnet.

Zu den schönsten Abschnitten gehört unter anderem der Weg nach Bad Reichenhall. Er führt entlang der ersten Soleleitung Deutschlands, die aus dem 17. Jahrhundert stammt und als Prototyp moderner Pipelines bezeichnet werden kann. Tipp: ein Abstecher in die Alte Saline. Hier steigt man hinunter in das unterirdische mystische Stollennetz zum Ursprung der Alpensole-Quelle. Im angrenzenden Salzmuseum mit Salz-Shop erfahren Besucher mehr über die Bedeutung, Gewinnung und Förderung des »weißen Goldes«.

Anziehungspunkt in der Region Chiemsee-Alpenland ist etwa Herrenchiemsee, das Prunkschloss des bayerischen Märchenkönigs. Im Chiemgau lockt unter anderem auch das Kloster Seeon mit hochkarätigen Kulturveranstaltungen.

Wer im Berchtesgadener Land unterwegs ist, kann sich im Salzbergwerk Berchtesgaden – am Fuße des Watzmanns – untertage auf Salzzeitreise begeben, während sich im Tennengau die »Kelten-Erlebniswelt« offenbart. Und die Region Dachstein-Salzkammergut, deren salzige Geschichte sich über 7000 Jahre zurückverfolgen lässt, punktet nicht nur mit dem ältesten Salzbergwerk der Welt in Hallstatt, sondern auch mit dem bekannten Dachstein-Gletscher und seinen Eishöhlen sowie der legendären Aussichtsplattform »5fingers«.

Es gibt auch 25 SalzAlpenTouren

Wer nach ein paar Tagen Ruhe wieder vom Wanderfieber gepackt werden sollte, entscheidet sich vor Ort vielleicht noch für eine der 25 SalzAlpenTouren: Das sind Rundwanderungen, die das Angebot des SalzAlpenSteigs perfekt ergänzen. Fehlen nur noch die SalzAlpenWege: Sie binden abseits vom zentralen Steig gelegene Orte wie Rosenheim und Traunstein, die über eine bedeutende Salzhistorie verfügen, in die wanderbare Welt des weißen Goldes mit ein.

Detaillierte Tourenbeschreibungen, GPS-Daten zum Runterladen und Pauschal-Arrangements gibt es unter www.salzalpensteig.com im Internet. fb