Arbeitseinsatz der Sektion Achental zwischen Vorderalm und Hinteralm

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Markierungsaktion auf der Verbindungsstrecke von der Vorderalm zur Hinteralm: Fünf Stunden waren die Männer der DAV-Sektion Achental beschäftigt. (Foto: Sektion)

Rund 50.000 Kilometer Bergwege werden in den österreichischen und bayerischen Alpen von den Wegewarten des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins (DAV und ÖAV) in ehrenamtlichen Arbeitseinsätzen betreut.


Diese sind sehr unterschiedlicher Art: mit Mountainbikes befahrbare breite Forst- und Almwirtschaftswege, gemütliche Wald- und Almwiesenwege, schmale Steige und Pfade. Sie befinden sich im alpinen oder hochalpinen Gelände, wo nur noch geeignete Markierungen die Gehrichtung vorgeben. Diese schwierig begehbaren Strecken sollten den versierten und trainierten Wanderern und Tourengehern vorbehalten bleiben oder unter erfahrener Führung bewältigt werden.

Die Alpenvereinswege sind nach eigener Systematik durch grundsätzlich dreistellige Wegnummern gekennzeichnet. Im Falle der Chiemgauer Alpen sind es allesamt Nummern aus der 200er Gruppe. Die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade der Wege sind mit blau, rot und schwarz – ähnlich der Kennzeichnung der Skipisten im Winter – klassifiziert.

Die Sektion Achental des DAV mit Sitz in Marquartstein betreut insgesamt elf Alpenvereinswege. »Unterstützung bei unseren ehrenamtlichen Tätigkeiten erfahren wir dankenswerterweise zum Beispiel durch die Gemeinden, die Bayerischen Staatsforsten und durch die Almbauern oder die Senner«, informiert Gerfried Bock, der Wegereferent in der Sektion Achental. Als jüngste Maßnahme erfolgte eine Markierungsaktion auf der Verbindungsstrecke von der Vorderalm zur Hinteralm. »Dieses letzte Teilstück des DAV-Wegs 231 erfreut sich seit geraumer Zeit zunehmender Beliebtheit«, weiß Bock.

Die Markierungselemente wurden zunächst in etlichen Stunden »Heimarbeit« vorbereitet. Vier Mann waren dann vor Ort aktiv. Die Sennerin der Hinteralm brachte sie, das Material und das benötigte Werkzeug mit dem Auto in die Höhe. Dann ging es zu Fuß zu den jeweiligen Einsatzstellen weiter. »Wobei natürlich Werkzeug und Material getragen werden mussten«, betont der Wegereferent. »Wir haben mehrere Pfosten gesetzt und mit Steinpyramiden gestützt. An geeignet stehenden Bäumen brachten wir die Markierungselemente an.«

Doch damit nicht genug: »Mit Leihwerkzeug – Pickel und Spitzschaufel – von der Alm verbreiterten wir darüber hinaus besonders schmale Stellen des Steigs in den steilen, teils Wasser führenden Rinnen.« Nach dem knapp fünfstündigen Arbeitseinsatz gab es auf der Hinteralm eine bewährt gute Brotzeit als Lohn für die mühevolle Arbeit.

»Die nunmehr angebrachten rot-weiß-roten Zwischenmarkierungen sollten die wiederholt aufgetretenen und berichteten Orientierungsprobleme an einigen Stellen der Vergangenheit angehören lassen«, sagt Bock. »Ungeachtet dessen muss trotzdem und wieder einmal an die Eigenverantwortung, auch im Hinblick auf Trittsicherheit und Schwindelfreiheit der Wandernden, appelliert werden. Schließlich handelt es sich hier um einen durchaus anspruchsvollen Steig der roten Klassifizierung durch den Wald und die steilen Bergflanken des Hochgernmassivs querend.«

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