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Achtung am Abgrund

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Einen grandiosen Ausblick auf das Salzkammergut hat man vom Schober aus. Die Tour ist nicht sonderlich lang, aber durchaus anspruchsvoll, da es im Bereich des Gipfels ausgesetzte, aber mit Drahtseil gesicherte Stellen gibt. (Foto: Brenninger)

Ein Stolperer, ein unachtsamer Moment – schon kommt der Abgrund erschreckend nah. Wanderer müssen in den Bergen extrem vorsichtig unterwegs sein. Und die Wandersaison ist, obwohl viele Hütten bereits geschlossen haben, noch nicht vorbei. Fünf Tipps für eine unfallfreie Wandertour:


• Gut vorbereiten. Wanderer sollten ihre Touren gut planen: Wie ist die Wetterlage, wie lang die Etappe, wie viele Höhenmeter sind zu überwinden und wie gut ist die Kondition? Anfänger sollten ausschließlich leichte bis mittelschwere Wanderrouten auswählen. Wolfgang Wabel vom Deutschen Alpenverein (DAV) rät: »Wer sich nicht sicher ist, kann immer auf den Hütten anrufen. Die Wirte kennen die Wege und können Auskunft über das Wetter in den Bergen geben.«

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• Die richtige Ausrüstung mitnehmen. Am wichtigsten sind gute Wanderschuhe, die schon ein wenig eingelaufen sind. »Man sollte auf keinen Fall eine lange Wandertour mit neuen Schuhen machen«, sagt Thomas Griesbeck von der Bergwacht Bayern. In jeden Wanderrucksack gehören eine Wanderkarte oder ein GPS-Gerät, ein Handy für den Notfall, eine Erste-Hilfe-Tasche, Sonnenschutz, genügend Proviant und ausreichend Flüssigkeit. Griesbeck rät an heißen Wandertagen zu mindestens drei Litern. In seinem Wanderrucksack ist außerdem immer ein Feuerzeug, ein Taschenmesser und eine Taschenlampe für den Notfall zu finden.

• Stolpern vermeiden. »Augen auf. Wanderwege sind nicht asphaltiert. Man sollte sehr genau gucken, wo man hintritt«, rät Wolfgang Wabel. Sein Tipp: Nicht auf wackelnde Steine treten, sondern immer dazwischen. Wer müde ist, stolpert mehr. Wabel empfiehlt deshalb, kleinere Touren zu planen. Für den sicheren Halt können Wanderstöcke helfen.

• Herz-Kreislauf-Problemen vorbeugen. Oft wird die Anstrengung beim Wandern unterschätzt: Herz-Kreislauf-Probleme gehören mit zu den häufigsten Unfallursachen. »Man sollte generell besser unter- als übertreiben«, sagt Wabel. Vor allem ist es wichtig, schon vor der Wandertour seine Kondition zu trainieren.

• Klaren Kopf beim Unfall bewahren – das ist die wichtigste Regel. »Man sollte direkt einen Notruf absetzten, die Mobilnetzabdeckung ist eigentlich gut in den Bergen«, beruhigt Wabel. Bis die Rettungskräfte kommen, sollten die Begleiter den Verletzten warmhalten und gut zureden.