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Nach Mord in Prien: 200 Trauergäste bei Beerdigung

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Blumen, Kerzen und Briefe liegen vor dem Supermarkt in Prien, vor dem am 29. April 2017 eine 38-jährige Mutter niedergestochen wurde. Foto: Florian Eckl/dpa
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Prien – Rund 200 Trauergäste haben am Donnerstag in Prien der erstochenen vierfachen Mutter aus Afghanistan gedacht. Ein Landsmann soll die 38-Jährige am Samstag vor den Augen ihrer Kinder in dem Kurort erstochen haben. Die Ermittler halten es für möglich, dass das Verbrechen religiös motiviert war. Die Frau, die bereits seit Jahren in Prien lebte, war nach ihrer Flucht vom muslimischen Glauben zum Christentum konvertiert. Der mutmaßliche Täter ist Muslim.

Christen und Muslime müssten gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt setzen, sagte der evangelische Seelsorger Karl-Friedrich Wackerbarth bei der Beerdigung. Auch ein Geistlicher einer afghanisch-christlichen Gemeinde sprach.

Die evangelisch getauften Buben der Getöteten im Alter von fünf und elf Jahren waren auch bei der Trauerfeier auf dem Priener Friedhof. Sie hatten den Angriff auf ihre Mutter vor dem Lidl-Supermarkt mitangesehen. Die 38-Jährige starb wenig später im Krankenhaus.

Der tatverdächtige 29-Jährige ist laut Polizei geständig. Er wird den Angaben zufolge in einer Nervenklinik behandelt.

Hintergründe und Ermittlungen:

red/dpa/lby