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TVT-Basketballer Florian Pavic (links, hier im Duell gegen den Wackerianer Luis Berisha) hatte mit seinem Team gegen die Wacker Knights keinen leichten Stand, am Ende siegten die Chiemgau Baskets aber doch mit 64:49. (Foto: Weitz)

Umkämpfter Sieg der Chiemgau Baskets gegen Wacker Burghausen

Die Chiemgau Baskets machten es spannend: Erst nach verlorener erster Halbzeit wachten die Bayernliga-Korbjäger des TV Traunstein auf und schlugen im ersten Heimspiel nach zwei Monaten Pause vor 70 Zuschauern die Wacker Knights Burghausen mit 64:49.


Mit 93:38 hatten die Traunsteiner das Hinspiel an der Salzach gewonnen, und dieser deutliche Sieg verleitete sie offenbar dazu, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Unkonzentriert und ohne den notwendigen Einsatz gingen sie in die Partie gegen das junge Team von Wacker-Trainer Enes Tadzic. Sie leisteten sich unnötige Ballverluste und litten unter einer schwachen Wurfausbeute. Ganz anders die Wackerianer, die hellwach agierten und angeführt von ihren Topscorern Goran Simic und Luis Berisha schnell das Kommando in der AKG-Halle übernahmen. 8:2 für Burghausen hieß es nach drei Minuten. Ein Dreier von Markus Haindl schien für die Traunsteiner das Signal zur Aufholjagd zu sein. In der Folge kamen sie dank sechs Punkten von Jakob Kock auch auf 11:12 heran. Doch nach einem Dreier von Dominik Anderl gaben die TVTler das Heft wieder aus der Hand. 19:11 für die Knights stand es nach dem ersten Viertel.

Wenn die Traunsteiner Fans gehofft hatten, dass das zweite Viertel die Wende bringen würde, wurden sie enttäuscht. Die TVTler spielten weiterhin zu fahrig und ohne die nötige Einstellung in der Defensive. Die Burghauser gingen mit einer 31:24-Führung in die Pause. Nach der Halbzeit schien sich das Bild zum Entsetzen der Traunsteiner Zuschauer zunächst fortzusetzen. Wacker konnte seinen Vorsprung sogar leicht ausbauen: Nach 23 Minuten stand es 34:26 für den Gast. Doch dann gelang den Baskets endlich die ersehnte Serie. Sie spielten aggressiver, provozierten Ballverluste des Gegners und legten durch Kameron Rooks und Kenan Biberovic elf Punkte hintereinander in den Korb – die Führung für das Heimteam! Entscheidend absetzen konnten sich die Spieler um Kapitän Thomas Weber in der Folge jedoch immer noch nicht. Mit einer Zwei-Punkte-Führung (43:41) beendeten die Baskets das dritte Viertel.

Im abschließenden Abschnitt machten die Chiemgau Baskets dann schnell Nägel mit Köpfen. Nach acht Punkten hintereinander lagen sie in der 34. Minute mit 51:41 in Front. Dann markierte Thomas Weber einen Dreier, den Burghausen in Gestalt von Neven Erkic allerdings postwendend ebenfalls mit einem Treffer von jenseits der 6,75-m-Linie beantworteten. Dem unwiderstehlichen Finish von Florian Pavic hatten sie dann jedoch nichts mehr entgegenzusetzen. Neun Punkte sammelte der 20-Jährige in den letzten Minuten und setzte auch den Schlusspunkt zum 64:49-Endstand. Dank des neunten Siegs verteidigten die Baskets ungeschlagen ihren zweiten Tabellenplatz. Burghausen fiel auf Rang zwölf zurück.

»Wir haben Wacker anfangs total unterschätzt und nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten«, gestand Baskets-Headcoach Luis Prantl. Burghausen habe dagegen mutig gespielt und nichts zu verlieren gehabt. Er sei froh, dass sein Team in der zweiten Halbzeit eine positive Antwort gegeben habe. »Ich denke, wir haben für die nächsten Spiele daraus gelernt«, wertete er den schwachen Auftritt in der ersten Hälfte als Weckruf zur richtigen Zeit.

Nächsten Samstag (20 Uhr) müssen die Chiemgau Baskets beim FC Bayern München IV antreten. Am 5. Februar (18.30 Uhr) folgt dann das schwere Heimspiel gegen Slama Jama Gröbenzell, gegen die der TVT im Hinspiel erst in der Verlängerung gewinnen konnte.

Chiemgau Baskets: Kameron Rooks (17 Punkte), Jakob Kock (13), Florian Pavic (11), Kenan Biberovic (7), Markus Haindl (5/1 Dreier), Valentin Rausch (5/1), Thomas Weber (3/1), Stefan Gruber (2), Felix Schwankner (1), Dean Enns, Julian Rosnitschek.

SV Wacker Burghausen: Luis Berisha (16), Goran Simic (11), Neven Erkic (5), Sebastian-Brian Foltys (5), Dominik Anderl (4), Christian Peter Schneider (4), Tarik Coralic (2), Alex Schöndorfer (2), Philipp Neudecker, Elvis Ymeri.

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