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TVT-Ringer verlieren nach großem Kampf

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Eine Spitzenleistung zeigte der Traunsteiner Tobias Einsiedler (blaues Trikot), der sich in einem spannenden Mattenduell gegen den erfahrenen Aichacher Felix Boussard durchsetzte. (Foto: Wittenzellner)

Der TV Traunstein hat das Landesliga-Mattenduell beim ehemaligen Bayernliga-Rivalen TSV Aichach nach großem Kampf mit 24:26 verloren. Wieder fehlten den Traunsteinern mit Plamen Petrov und Alexej Patalaschko zwei Ringer, die in ihren Gewichtsklassen immer für die maximale Punktzahl gut sind. Auch Ben Wittenzellner fehlte erkrankt.


So standen die Chancen von Beginn an nicht besonders gut. Bei den folgenden 14 Duellen bekamen die 100 Zuschauer in der Aichacher Schulturnhalle größtenteils aber richtig spannende Begegnungen zu sehen, die dem Spitzenduell in Bayerns dritthöchster Liga gerecht wurden. Die Athleten auf beiden Seiten kämpften verbissen um jeden Punkt und den Sieg – mit einem leicht besseren Ausgang für die Gastgeber, die alle Gewichtsklassen besetzen konnten, während der TVT eine Klasse leerlaufen lassen musste.

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Daniel Flemmer (57 kg) hatte mit Julian Bräuer einen körperlich stärkeren Gegner vor sich und zeigte gute Ansätze. Dennoch musste er ihm in den beiden über die komplette Dauer gehenden Mattenduellen zweimal den Sieg überlassen. Yusuf Raiskhel (61 kg) hatte gegen den bislang ebenfalls unbesiegten Obaidullah Besmella einerseits einen Gewichtsvorteil, andererseits musste er bis direkt vor Wiegebeginn noch zwei Kilogramm »abkochen« was ihm im Greco-Duell bei seinem Punktsieg anzumerken war. Der Aichacher verletzte sich hier, sodass im freien Stil die Punkte kampflos auf das Traunsteiner Konto wanderten.

Im Freistil-Leichtgewicht präsentierte sich Tobias Einsiedler gegen den erfahrenen Felix Boussard bärenstark und siegte mit 13:2, nachdem sich die beiden sechs Minuten mit allen fairen Mitteln bekämpft hatten. Im klassischen Stil gelang Andreas Rasumny gleich ein Schwunggriff gegen Roberto Pira, um ihn anschließend mit einem Klemmgriff im Boden zu schultern.

Bärenstark zeigte sich Andreas Dik gegen Moritz Oberhauser. In dem ausgeglichenen Mattenduell fehlte dem Traunreuter Kraftpaket etwas die Erfahrung, als er bei einem Angriffsversuch geschultert wurde. Im freien Stil versuchte Saba Mansuri sein Glück gegen Oberhauser musste aber ebenfalls aufs Blatt.

Der Gewichtsnachteil war ursächlich für die beiden Niederlagen, die sich Luca Zeiser als vom Welter- und Mittelgewicht aufgerückter Ringer gegen Florian Stöckelhuber und Max Noder einhandelte. Gut zwei Minuten effektive Zeit brauchte Traunsteins Zoltan Keri, um im Halbschwergewicht (98 kg) Dawid Walecki zu drehen und vier Wertungspunkte durch technische Überlegenheit einzufahren, was er im Schwergewicht trotz 25 Kilogramm Gewichtsnachteil noch in der ersten Runde gegen Matthäus Gschwendtner wiederholte.

Während der TVT – der zulässigen Ausländerquote geschuldet – das Freistil-Schwergewicht leerlaufen lassen musste, zeigte Igor Dereszewski im Freistil-Halbschwer gegen Sebastian Ziegler eine starke Leistung und besiegte diesen mit 6:1 Punkten. Trotzdem reichte es nicht zum Sieg für den TVT, Aichach konnte mit dem 26:24-Sieg ungeschlagen die Tabellenspitze verteidigen, der TVT (3.) weist zwei Niederlagen auf. »Natürlich hätten wir gerne gewonnen«, zeigte sich TVT-Abteilungschef Hartmut Hille enttäuscht, der wie sein Team schon auf den Rückkampf gegen die Schwaben brennt. Gleichzeitig weiß man auch bei den Traunsteinern, dass es auch bei einer gelungenen Revanche für die Meisterschaft nun noch mindestens einen Ausrutscher der Aichacher braucht.

Hille gibt sich trotzdem zuversichtlich: »Abgerechnet wird erst Ende November.« Das Team um Coach Petar Stefanov hat jetzt zwei Wochen Kampfpause, bevor es in der heimischen Ludwig-Thoma-Halle am 2. November gegen den TSV Trostberg geht.

Auch die Nachwuchsringer des TVT mussten einige Ausfälle verkraften. So war beim 8:32 in Anger nicht viel zu holen. Lediglich Tommy Dik (42 kg) und Georg Rasumny (63 kg) konnten mit einem Schultersieg die jeweils Maximalpunktzahl für das von Alex Patalaschko betreute Team holen. Während Rasumny seinen Angerer Kontrahenten nach gut eineinhalb Minuten aufs Blatt legte, war Dik nach einer halben Minute fertig und schulterte seinen Gegner. awi