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MSG-Basketballerinnen gehen in drittes gemeinsames Jahr

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Ilona Höglauer und Sebastian Kösterke freuen sich über die Verlängerung der Zusammenarbeit zwischen dem SV Saaldorf und dem TV Traunstein. (Foto: Schwaiger)

Im Sommer 2018 haben sich die Damen-Teams des TV Traunstein und des SV Saaldorf entschlossen, ein gemeinsames Projekt zu starten. Nun geht die Mannschaftsspielgemeinschaft im Basketball bereits in ihre dritte gemeinsame Saison. In den ersten beiden Jahren konnte jeweils die Bezirksliga erfolgreich gehalten werden und auch spielerisch war eine deutliche Entwicklung erkennbar. Seit einem Monat läuft nun die Vorbereitung auf die neue Spielzeit, für die man sich einiges vorgenommen hat.


Kösterke: »Ein Herzensprojekt«

Sebastian Kösterke, der das Kooperationsteam seit seiner Gründung als Trainer betreut, freut sich auf ein weiteres Jahr: »Für mich ist die MSG zum Herzensprojekt geworden. Es macht sowohl aus sportlicher, aber auch aus menschlicher Sicht unglaublich viel Spaß, mit dieser Gruppe zu arbeiten. Dazu war und ist es für zwei Basketball-Abteilungen, die wie viele andere bayerische Basketball-Standorte mit weiblichen Nachwuchsproblemen zu kämpfen haben, eine große Chance.«

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»Auch aus Saaldorfer Sicht ist die MSG mittlerweile gar nicht mehr wegzudenken«, betont SVS-Abteilungsleiterin Ilona Höglauer, »für uns war daher klar, dass wir weiter machen wollen.« Vor allem spielerisch sei laut der Co-Kapitänin eine tolle Entwicklung zu sehen, individuell aber auch als Team. Auf dem Feld könne man mittlerweile fast schon von einem blinden Verständnis reden. Aber auch abseits der Basketballhalle ist der Zusammenhalt spürbar: »Wir sind zu einer Mannschaft zusammengewachsen«, sagt Höglauer.

Groß war daher die Freude bei den Korbjägerinnen, als Ende April die Nachricht des Klassenerhalts die Runde machte. Der Corona-bedingte Saisonabbruch hatte die MSG mitten aus dem Abstiegskampf gerissen. Zwar hatte man als damaliger Fünfter eigentlich nichts mit dem Tabellenkeller zu tun gehabt, allerdings führte die angekündigte Zusammenführung der beiden Bezirksliga-Staffeln zu einer Ausnahmesituation. Demnach konnten sich nur die ersten vier des Tableaus für die folgende Spielzeit in Sicherheit wiegen. Nach Prüfung der Anwartschaften entschied der Bezirk Oberbayern, dass in der kommenden Saison aus Fairnessgründen – zwei Spieltage wären noch angestanden – mit Überhangligen gespielt werde.

Für die Spielzeit 2020/21 bereitet sich die MSG bereits seit einem Monat auf den Traunsteiner Freiplätzen vor. Stand bisher noch viel Techniktraining auf dem Programm, darf aufgrund der neuen Verordnung des Freistaates seit Mittwoch nun auch wieder mit Kontakt trainiert werden. Sofern die letzte Lockerungsstufe zeitnah in Kraft tritt, geht man bei den heimischen Korbjägerinnen von einem regulären Saisonstart im Herbst aus. »Dann wollen wir den nächsten Schritt in unserer Entwicklung setzen und uns in der oberen Tabellenhälfte festsetzen«, sagt der MSG-Trainer.

Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit der Vereine weiter intensiviert werden. Seit Herbst 2018 unterstützt Sebastian Kösterke bereits den SVS in der Gestaltung des Jugendtrainings. Nun wird auch generell für die weiblichen Jugendbereiche eine Kooperation angestrebt. Diese soll zunächst als Trainingsgemeinschaft anlaufen. Mit Doppellizenzen soll ehrgeizigen Jugendspielerinnen zudem die Möglichkeit geboten werden, mehr Spielpraxis sammeln zu können.

Höglauer: »Eine super Sache«

»Eine super Sache«, findet Ilona Höglauer. »Wir als kleine Abteilung profitieren damit natürlich von der tollen Entwicklung des TVTBB und den zahlreichen Angeboten.« So waren etwa die Saaldorfer Jugendtrainer regelmäßig Gäste bei den Traunsteiner Trainer-Fortbildungen.

Aber auch beim Kreisstadt-Club liegen die Vorteile der Kooperation auf der Hand: »Uns war und ist es ein Anliegen, eng mit den umliegenden Vereinen zusammenzuarbeiten und den Basketball in der ganzen Region zu pushen«, betont Kösterke, »neben der MSG oder bei den Coach-Clinics durften wir im Frühjahr erstmals auch Saaldorfer Spielerinnen bei unseren Jugendcamps in Traunstein begrüßen. Es freut uns sehr, dass unsere Angebote so gut ankommen.« SK/IH