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Auch die jungen Spieler aus dem eigenen Nachwuchs des TV Traunstein kamen beim Saisonabschluss wieder zum Zug und punkteten: Auch Aris Ipate war im Spitzenspiel bei der TS Jahn München erfolgreich. (Foto: Weitz)

Erneute Niederlage für die Chiemgau Baskets

Bittere Pille für die Chiemgau Baskets: Nachdem sie zuletzt schon die Heimpartie gegen die TS Jahn München verloren hatten, unterlagen die Korbjäger des TV Traunstein beim Saisonabschluss auch im direkt folgenden Rückspiel deutlich mit 77:108. 


Die ungeschlagenen Landeshauptstädter standen nach ihrem 81:64-Sieg in Traunstein in der Vorwoche schon vor der Partie als Meister der Bayernliga Süd fest und schonten in dem für die Tabelle bedeutungslosen Rückspiel einige Stammkräfte. Im Vergleich zur ersten Begegnung nominierte Jahn-Coach Timo Heinrichs fünf neue Spieler – und bewies damit, aus welch einem tiefen Reservoir ein Verein wie TS Jahn München schöpfen kann, dessen U 16 und U 19 in der Jugend- bzw. in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga spielen. Denn während mit Jan Pürschel, Torsten Walter und William Bessoir die drei stärksten Punktesammler des Hinspiels fehlten, punkteten auch einige der »Neuen« wie Alan de Vries oder Kyle Varner zweistellig. Übertroffen wurden sie allerdings von Jahn-Topscorer Benjamin Voit, den die Baskets nie in den Griff bekamen und der 31 Punkte zum Erfolg beisteuerte, darunter fünf Dreier.

Nach einem holprigen Start von beiden Seiten rissen die treffsicheren Münchner vor einer spärlichen Kulisse von knapp 30 Zuschauern die Partie an sich und setzten sich schon früh zweistellig ab. 26:16 führte der Favorit nach dem ersten Viertel. Trotz der teilweise schönen Passstafetten der Baskets, bei denen im Vergleich zum ersten Spiel neben Markus Haindl und Jakob Kock auch Timo Endlmaier fehlte, fanden zu wenige Würfe ihr Ziel. Mit 48:38 für die Münchner ging es in die Pause.

Wie schon im Hinspiel setzte sich die Misere für die Baskets in der zweiten Spielhälfte fort. Vor allem leisteten sie sich zu viele Turnover. Die Münchner münzten diese Ballgewinne in viele einfache Punkte um. Zudem fanden die TVTler kein Mittel gegen die starken Distanzschützen des Jahn, die im Laufe der Partie, nach zwölf Dreiern in der Vorwoche, sogar 21 Drei-Punkte-Würfe versenkten. 75:57 hieß es nach dem dritten Spielabschnitt.

Beide Trainer rotierten kräftig durch und verteilten die letzten Minuten der Saison auf ihren gesamten Kader. Bei den Traunsteinern punkteten mit Florian Pavic, Ante Bandov, Felix Schwankner, Aris Ipate und Jonas Keil alle jungen Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, die Coach Zoltán Lippay im Kader hatte. Am Ende stand ein 108:77 für die TS Jahn München zu Buche und das Heimteam feierte die verdiente Meisterschaft sowie den Aufstieg in die 2. Regionalliga. Die Traunsteiner beenden eine lange Saison, die von vielen Unterbrechungen aufgrund der Corona-Pandemie geprägt war, nach 19 Siegen und drei Niederlagen auf dem zweiten Tabellenplatz. Damit spielen sie auch nächste Saison in der Bayernliga Süd. »Die Jungs haben Vollgas gegeben, aber leider hat das nicht zum Gewinnen gereicht«, resümierte Lippay. »Wir haben eine gute Saison hinter uns und dürfen stolz auf den zweiten Platz sein.«

TS Jahn München: Benjamin Voit (31 Punkte/5 Dreier), Jakob Sperber (15/5), Alan de Vries (15/4), Kyle Varner (11/3), Pirmin Gaißer (8), Mateo Jukic (8/1), Julian Hecht (7/2), Toni Sperber (6), Jonas Hartmann (5/1), Alexander Herrmann (2), Harald Schmitt.

Chiemgau Baskets: Kameron Rooks (15), Kenan Biberovic (12/2), Valentin Rausch (11/1), Florian Pavic (10), Stefan Gruber (8), Ante Bandov (5/1), Thomas Weber (5/1), Felix Schwankner (2), Aris Ipate (2), Jonas Keil (1), Julian Rosnitschek.

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