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Der TV Traunstein bleibt unter seiner bewährten Führung

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Schatzmeister Dr. Georg Thurmayr (von links), 3. Vorsitzender Franz Feldner, Vorsitzender Otto Baur und 2. Vorsitzender Helmut Otillinger führen den TV Traunstein auch in den nächsten drei Jahren zusammen mit ihrem Vorstandsteam. (Foto: Brenninger)

Auch die nächsten drei Jahre kann der TV Traunstein auf seine bewährte Führung setzen: Bei der Hauptversammlung in der AKG-Turnhalle bestätigten die anwesenden Mitglieder am Freitagabend das Vorstandsteam um den Vorsitzenden Otto Baur.


Er bedankte sich nach der Wahl für das Vertrauen. Baur kündigte aber auch gleich an, dass nach dieser Amtsperiode Schluss für ihn sein werde. »Diese drei Jahre werden wir also auch dazu nutzen, um eine junge Dame oder einen jungen Herrn zu finden, die oder der mich als Vorsitzender dann ablösen kann. Es wäre auch gut, wenn es auf ein paar Posten eine Verjüngung geben könnte. Wir schauen, dass es auf jeden Fall weitergehen wird«, versprach er der Versammlung.

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Neben Otto Baur wurde auch sein Stellvertreter Helmut Otillinger und der 3. Vorsitzende Franz Feldner in ihren Ämtern bestätigt. Als Schatzmeister fungiert weiter Dr. Georg Thurmayr und als Schriftführerin wurde Dr. Tanja Klaus-Joerger erneut gewählt. Beisitzer bleiben Manfred Kösterke, Erika Vitzthum, Stefan Schwankner und Dr. Ralf Joerger. Rechnungsprüfer sind Alexander Linz und Andre Wiegand. Tobias Steinberger von der SG Trauneck führte durch die Wahl.

Nutzungsvertrag ist jetzt in trockenen Tüchern

Am Beginn der Versammlung hatte Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer ein paar Grußworte an die Mitglieder gerichtet. Er ging dabei zunächst auf die neue AKG-Halle ein, die ja auch die neue Heimstätte des TVT ist. »Diese Halle ist ein ganz, ganz großer Gewinn«, freute er sich. Er sei auch sehr froh darüber, dass in Sachen Nutzungsvertrag nun alles in trockenen Tüchern sei. »Das ist ein großes Werk«, hob er hervor. Danach ging Hümmer noch auf die Corona-Krise ein. »Für die Vereine ist die Krise doppelt anstrengend«, äußerte er. Er sei aber froh darüber, dass es dank Hygienekonzepten nun möglich sei, wieder Sport zu treiben.

Auch von Otto Baur gab es deshalb ein Lob an alle Mitglieder. »Es ist hervorragend, welche Disziplin unsere Mitglieder gerade jetzt an den Tag legen«, lobte er. Der Vorsitzende blickte ebenfalls noch einmal auf die durchaus schwierige Ausarbeitung des Nutzungsvertrags zurück. Der TVT war mit dem ersten Vorschlag seitens der Stadt ja ganz und gar nicht einverstanden, denn im Vorfeld war etwas anderes vereinbart worden.

»Wir haben lange verhandelt und es hat mich sehr gefreut, dass sich der Turnverein letztlich fast in allen Punkten durchgesetzt hat und ansonsten ein tragfähiger Kompromiss erarbeitet wurde.« Baur betonte aber auch ausdrücklich: »Wir haben deswegen im Rathaus kein Tischtuch zerrissen und wir sind sehr dankbar, wie wir von der Stadt unterstützt werden.« Jetzt freue man sich sehr, dass man eine hervorragende Sportstätte habe, die ihresgleichen im Landkreis suche, hob er noch hervor.

Ein größerer Punkt im vergangenen Jahr sei auch die Ausarbeitung des neuen Belegungsplans für die Halle gewesen. »Das war nicht ganz einfach und wir mussten viele Einflüsse berücksichtigen«, betonte Baur. Er betonte auch: »Dieser Terminplan ist jetzt nicht in Stein gemeißelt, sondern er lebt.« Zudem wurden 2019 für die Turnabteilung neue Geräte angeschafft. Auch in diesem Punkt sei sehr viel Vorarbeit nötig gewesen.

Der TVT, der aktuell 1178 Mitglieder hat, hat seit 1. Mai auch eine neue Geschäftsführerin. Nicole Anderl hat sich beruflich verändert. Für sie ist jetzt Andrea Maier neu im Amt. Otto Baur dankte Anderl für ihre geleistete Arbeit. »Sie hat ihre Arbeit gut gemacht. Sie war die Perle im Geschäftszimmer.« Ihre Nachfolgerin sei »unter außergewöhnlichen Umständen gestartet, aber es läuft gut«, freute sich Baur. Maier selbst stellte sich dann ebenfalls kurz vor und betonte: »Es macht mir viel Spaß. Ich freue mich sehr, ein Teil des Vereins zu sein.«

Schatzmeister Dr. Georg Thurmayr stellte den Kassenbericht vor. »2019 war ein Jahr des Umbruchs. Es war geprägt durch den Umzug«, betonte er. Auch deshalb schloss der Turnverein das vergangene Jahr im Minus ab. Allerdings fiel dieses deutlich geringer aus als kalkuliert. »Die Nebenkosten waren weit weniger, als wir befürchtet hatten. So sind wir mit einem blauen Auge davongekommen.« Der Verlust belief sich auf rund 8464 Euro. Kalkuliert hatte der TV Traunstein mit 29 628 Euro.

Erfreulich war, dass das Beitragsaufkommen stabil geblieben sei, führte Thurmayr weiter aus. Und auch die Zuschüsse flossen konstant. Das Spendenaufkommen sei allerdings im vergangenen Jahr rückläufig gewesen, ergänzte er. Erfolgreich sei das Projekt Hallen-Euro gewesen. Dabei kamen 12 000 Euro in den vergangenen elf Jahren zusammen. Geld, das man nun gut gebrauchen konnte. Von den Kassenprüfern gab es nichts zu beanstanden.

Dr. Georg Thurmayr stellte dann noch den Haushalt für 2020 vor. Auch aus diesem Jahr wird der TVT mit einem Verlust rausgehen. Der Schatzmeister rechnet mit rund 15 971 Euro. Thurmayr wies noch da-raufhin, dass das Corona-Jahr »für uns alle eine Herausforderung ist«. Er hofft, dass ab September wieder durchgehend ein Sportbetrieb möglich sein werde.

Es wird in diesem Jahr auch keine Abteilungsbudgets geben. »Wir müssen aktuell auf Sicht fahren«, betonte der Schatzmeister. »Wenn es etwas gibt, dann setzen wir uns zusammen und schauen, dass wir es finanzieren können«, versprach er den Abteilungen.

Der Turnverein wird 2021 wohl auch das Wahlalter von 18 auf 16 Jahre heruntersetzen. Einem entsprechenden Antrag haben die Mitglieder einstimmig zugestimmt. Der Vorstand muss nun die Änderung ausarbeiten und die Mitglieder werden im nächsten Jahr dann erneut über diese abstimmen. Baur hob hervor, dass die Vorstandschaft dem Antrag sehr positiv gegenüberstehe. »Viele Jugendliche übernehmen als Übungsleiter auch schon früh Verantwortung, deshalb sollten sie auch wählen dürfen.«

Dann gab es noch Berichte aus den Abteilungen des TVT. Ulrike Neckar-Rank von der Badminton-Sparte hob hervor, dass man von der neuen Halle begeistert sei. Für die Basketballer sagte der frisch gewählte Abteilungsleiter Franz Buchenrieder, dass man sehr glücklich mit der derzeitigen Entwicklung sei. Aktuell haben die TVT-Basketballer elf Teams am Start und freuen sich über 200 Mitglieder.

Franz Putzhammer von der Judo-Abteilung gab bekannt, dass er derzeit einen Nachfolger für sich suche. Erste Gespräche diesbezüglich laufen bereits. Helmut Otillinger berichtete für die Leichtathleten. Aktuelles Problem sei, dass die Sparte zu wenig Übungsleiter habe. 80 Kinder trainieren aktuell und fahren viele Erfolge ein. »20 Kinder haben wir aber in der Warteschleife.« Hartmut Hille von den Ringern blickte auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück. Das Herren-Team wurde Meister in der Landesliga Süd. In der neuen Saison wird man auf einen Start aufgrund der Corona-Krise verzichten. »Wir wollen kein gesundheitliches Risiko für unsere Ringer und für unsere Zuschauer eingehen«, betonte er. »Wir hoffen jetzt auf ein erfolgreiches Jahr 2021.«

Dank an Erika Vitzthum und Helmut Köppl

Erika Vitzthum gab zum letzten Mal den Bericht für die Rhythmische Sportgymnastik ab. Über 100 Kinder und Jugendliche sind aktuell in der Abteilung. »Bei Wettkämpfen sind wir immer ganz vorne dabei«, sagte die Ehren-Abteilungsleiterin stolz. Helmut Köppl von den Schwimmern berichtete, dass aktuell das Training wieder aufgenommen wurde. Otto Baur dankte Köppl und Vitzthum für ihre jahrzehntelange Arbeit für den TV Traunstein.

Armin Hohenadler von der Triathlon-Abteilung gab ebenfalls bekannt, dass der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen wurde. Den größten Erfolg 2019 fuhr Christian Vordermayer für die Abteilung ein. Er qualifizierte sich in Malaysia für die Ironman-WM auf Hawaii. Auf seinen Start muss er jetzt allerdings bis Oktober 2021 warten, denn auch der Klassiker auf Kona musste in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden.

Matthäus Stepak von den Turnern betonte, dass man sich in der neue Halle sehr wohlfühle. Er dankte dem Gesamtvorstand, für die Beschaffung der neuen Geräte. Man hoffe, dass man den abgesagten Tag der offenen Tür bald nachholen könne, um die neuen Errungenschaften auch einer breiten Mehrheit präsentieren zu können. Zum Abschluss der Versammlung betonte Otto Baur: »Nach Corona geben wir wieder richtig Gas.« Bis dahin, so der Vorsitzende weiter, gelte die Devise: »Haltet zusammen, helft zusammen und macht weiter so.« SB