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Der Klassenerhalt ist perfekt

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Die TVT-Herren II um Benedikt Riedel (Nummer 14) sahen sich im Relegationsrückspiel gegen die Seeon Lakers deutlich mehr Widerstand gegenüber, dennoch behielten sie letztlich die Oberhand und machten den Klassenerhalt perfekt. (Foto: Kösterke)

Genau eine Woche nach dem deutlichen 81:52-Sieg im Relegationshinspiel konnte die junge Bayernliga-Reserve des TV Traunstein den Klassenerhalt nun endgültig perfekt machen.


Trotz personeller und technischer Überlegenheit hatte das Heimteam mit den Seeon Lakers jedoch deutlich mehr Mühe als am vergangenen Sonntag, wodurch das Endergebnis mit 65:56 doch deutlich geringer ausfiel, als im Vorfeld zu vermuten war. Besonders Gästecenter und Spielertrainer Stefan Dangl war von der Traunsteiner Defensive nur schwer zu halten und hielt die Gäste mit 20 Punkten lange in der Partie.

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Erfreulicherweise konnte Benedikt Aumeier, der bei den Relegationsspielen für den TV Traunstein an der Seitenlinie stand, erneut auf ein breites Aufgebot zurückgreifen. Die Traunsteiner Jungspunde, die vom erfahrenen Kapitän Hartmut Belser angeführt wurden, sahen sich im Gegensatz zum Hinspiel einer deutlich dezimierten Seeoner Mannschaft gegenüber. Lediglich acht Akteure konnte der Traditionsverein aus dem Norden des Chiemsees in der Ludwig-Thoma-Halle aufbieten. Diesen vermeintlichen Vorteil wollte das Heimteam durch eine neuerlich aggressive Ganzfeldverteidigung ausnutzen.

Bereits in den Anfangsminuten offenbarte sich jedoch, dass sich dieses Unterfangen deutlich schwieriger gestalten sollte als noch vor Wochenfrist. Zu ungestüm agierten die jungen TVTler in der Verteidigung, was durch das erfahrene Schiedsrichterduo prompt mit zahlreichen Pfiffen quittiert wurde. So hatten mit Florian Pavic (4), Frederik Jürgens (4), Hartmut Belser (3) und Niklas Joerger (3) bereits vier Schlüsselspieler mit früher Foulbelastung zu kämpfen. Am Ende einer zerfahrenen ersten Halbzeit konnte sich das Heimteam dennoch etwas absetzen, beim Stand von 42:31 ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel bot sich dem Traunsteiner Publikum ein ähnliches Bild. Auch wenn nach wie vor wenig Spielfluss aufkommen wollte, gelang es dem Heimteam dennoch, die Lakers ohne große Mühe auf Distanz zu halten. Die Ganzfeldverteidigung provozierte immer wieder Ballverluste im Spielaufbau, die der TVT in einfache Punkte aus Schnellangriffen ummünzen konnte. Zu Beginn des Schlussabschnittes war der Kräfteverschleiß beim Kreisligisten dann deutlich erkennbar, der Turnverein lag in dieser Phase bereits mit 18 Punkten in Front. Dies gab Benedikt Aumeier zum Ende hin die Gelegenheit, auch die bisher noch wenig eingesetzten Nachwuchskräfte Jakob Michlbauer und Lars Stepputat aufs Feld zu schicken.

Mit Ertönen der Schlusssirene zeigte die Anzeigetafel ein Ergebnis von 65:56 aus Sicht der Gastgeber und die Spielpartner schüttelten sich die Hände. Trotz aller Brisanz, die ein Relegationsderby mit vielen alten Bekannten so mit sich bringt, waren beide Begegnungen von großer Fairness geprägt. Geschenkt wurde sich freilich dennoch nichts auf dem Feld.

Während die Seeon Lakers nun einen weiteren Anlauf auf den Aufstieg nehmen wollen – durch das Abschaffen der Relegation würde hierfür in 2019/20 schon eine Wiederholung der Vizemeisterschaft genügen – darf der TVT sein »Future Team« erneut in der Bezirksklasse ins Rennen schicken. Mit konstant reifen Vorstellungen, wie sie vor allem im Hinspiel gegen Seeon gezeigt wurden, sollte die Reserve in der kommenden Spielzeit den Abstiegskampf schon frühzeitig ad acta legen können.

Für den TV Traunstein II spielten: Niklas Joerger (14 Punkte), Ante Bandov (10), Felix Schwankner (9/ 1 Dreier), Florian Pavic (8), Lukas Schwankner (7/1), Frederik Jürgens (7), Hartmut Belser (5), Benedikt Riedel (3), Nils Joerger (2), Jakob Michlbauer und Lars Stepputat.

Für die Seeon Lakers spielten: Stefan Dangl (20/1), Thomas Pfaffenzeller (12), Edgar Gaspar (9/1), Peter Linner (6), Andreas Guggenberger (5), Benjamin Rosnitschek (4), Daniel Martin und Simon Kosanovic. SK