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Der Kapitän bleibt an Bord

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Sportdirektor Franz Buchenrieder (rechts) freut sich, dass Kapitän Thomas Weber weiter macht. (Foto: Schwankner)

Thomas Weber wird bei den Basketballern des TV Traunstein für eine weitere Spielzeit die Geschicke im Spielaufbau leiten. Per Handschlag fixierte der neue Sportdirektor Franz Buchenrieder – die veränderte Führungsstruktur war kürzlich auf der Abteilungsversammlung vorgestellt worden (wir berichteten) – die Zusage. Vor vier Jahren verlieh Thomas Webers Rückkehr zum Turnverein, bei dem er in jungen Jahren die Basketball-Grundschule durchlaufen hatte, der bereits positiven Entwicklung noch zusätzlichen Schwung. Als Kapitän und Aufbauspieler hatte Weber schließlich einen großen Anteil an den Aufstiegen in die Bezirksoberliga (2016) und die Bayernliga (2018).


»Wir sind glücklich, in Tom einen bayernligaerfahrenen Führungsspieler weiter in unseren Reihen haben zu dürfen«, erklärt Franz Buchenrieder. »Als Leader hat er in der Vergangenheit nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz Verantwortung übernommen und damit maßgeblich dazu beigetragen, dass die Klasse gehalten werden konnte.«

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Der 31-Jährige, dessen Vater Jürgen schon die erfolgreiche Oberligazeit des Vereins bis in die 80er Jahre geprägt hatte, ist ein gefährlicher Dreierschütze, bissiger Verteidiger und ballsicherer Aufbauspieler. »Obwohl wir mit dem Erreichen des Top Four im Bayernpokal gezeigt haben, zu was wir fähig sind, kann das vordergründige Ziel weiter nur Klassenerhalt heißen«, betont Thomas Weber. »So ist bekanntlich das zweite Jahr für einen Aufsteiger oftmals das schwerste und die vergangene Hinrunde sollte als mahnendes Beispiel dienen.« Im Herbst wurde den zuvor erfolgsverwöhnten Traunsteiner Korbjägern schnell vor Augen geführt, wie schnell sie durch Verletzungspech und Frust über knappe Niederlagen in den Abstiegsstrudel geraten können.

Für seine Entscheidung, ein weiteres Jahr dran zu hängen, musste der gelernte Physiotherapeut nicht lange nachdenken: »Als ältester Traunsteiner im Team ist das für mich natürlich eine Herzensangelegenheit. Sehr gerne möchte ich den eingeschlagenen Kurs weiter mitgestalten und vor allem den vielen jungen Spielern mit Rat und Tat zur Seite stehen«, sagt Thomas Weber. Laut ihm braucht es gerade in jenen Vereinen, die sich derart konsequent der Jugendförderung verschrieben haben wie der TVT, »erfahrene Stützen, die Verantwortung übernehmen und somit die Zeit überbrücken, bis die Nachwuchskräfte bereit sind, selbst das Ruder zu übernehmen«.

Dass die nächste Generation zukünftig dazu in der Lage sein wird, hat sie bereits eindrucksvoll bei der Zweiten Mannschaft angedeutet. In der Relegation, die dem TVT zunächst ein Gastspiel bei den erfahrenen Seeon Lakers bescherte, bewiesen die U-20-Akteure kühlen Kopf und zeigten sich auch unbeeindruckt von der großen Zuschauerkulisse. Im Rückspiel am morgigen Sonntag (14 Uhr, Ludwig-Thoma-Halle) will die junge Mannschaft des Turnvereins nun nicht nur den Klassenerhalt in der Bezirksklasse endgültig perfekt machen, sondern nach dem 81:52-Hinspielerfolg noch ein weiteres Ausrufezeichen setzen. SK