Chiemgau Baskets stellen Hallen-Trainingsbetrieb ein

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Auf diese Bilder müssen die Basketball-Fans in der Region länger verzichten: Die TVT-Korbjäger um Kenan Biberovic dürfen ab Montag vorerst wieder nur noch virtuell trainieren. (Foto: Weitz)

Mit der politischen Entscheidung ist am Mittwochabend auch für Basketballer festgestanden, dass der Spielbetrieb im November ruhen muss. Um einen Beitrag zu leisten, Kontakte zu reduzieren und somit das Infektionsgeschehen im Land in den Griff zu bekommen, ergriff die Basketball-Abteilung des TV Traunstein bereits am Donnerstag erste Maßnahmen. So wurde der Trainingsbetrieb in allen Gruppen mit sofortiger Wirkung eingestellt. Bereits vorab hatte man sich mit der SG Heising-Kottern darauf verständigt, auch das für heute Abend geplante Bayernliga-Spiel abzusagen.


»Uns ist mehr als bewusst, dass der abrupte Wegfall von regelmäßigem Sport und den damit im Zusammenhang stehenden sozialen Kontakten, einen schmerzhaften Eingriff in unser Leben darstellt«, sagte Abteilungsleiter Franz Buchenrieder, »zudem wurde in den letzten drei Monaten seitens der Basketball-Abteilung und der Aktiven viel investiert, um unser Programm organisatorisch und personell weiterzuentwickeln. Dennoch scheint es uns jetzt das Gebot der Stunde, dazu konstruktiv beizutragen, die gesellschaftspolitischen Herausforderungen der Pandemie zu bewältigen, indem wir Kontakte reduzieren.«

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Der Verband reagierte ebenfalls. So wird der Spielbetrieb in den bayerischen Ligen nach dem Allerheiligen-Wochenende im Jahr 2020 nicht mehr aufgenommen. »Selbst wenn im Dezember Wettkampfsport wieder erlaubt sein sollte, kann man nach vier Wochen Trainingsverbot keinen Spielbetrieb starten«, sagte BBV-Sportreferent Robert Daumann. Sollte durch den Gesetzgeber die Erlaubnis erteilt sein, wird der Spielbetrieb in allen Ligen nach den Weihnachtsferien wieder aufgenommen. Wie die weitere Saison ab Januar verläuft, wie die Modalitäten in den Ligen festgelegt werden und wie die ausgefallenen Spieltage gegebenenfalls nachgeholt werden, werden die einzelnen Veranstalter in den nächsten Tagen entscheiden.

Bei den Chiemgau Baskets will die Führungsebene nun gemeinsam mit dem Trainerstab so schnell wie möglich Strategien entwickeln, um die Spieler fit und in Kontakt zu halten. Wie schon im Frühjahr sollen dabei Homeworkouts und Videotreffen zum Einsatz kommen. Auch die Herren I wird sich in der kommenden Woche virtuell zusammenfinden, um die nächsten Schritte zu besprechen. Headcoach Luis Prantl und Athletiktrainer Philipp Junge feilen bereits an der Ausarbeitung passender Trainingspläne. Aktivität statt Stillstand lautet also einmal mehr das Gebot der Stunde, um die Corona-Krise zu bewältigen. SK