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Bau der Turnhalle für das AKG in der Endphase

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Traunstein: Bau der Turnhalle für das AKG in der Endphase
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Die Arbeit ist – fast – vollbracht: Über die bevorstehende Fertigstellung der neuen Turnhalle für das Annette-Kolb-Gymnasium freuen sich auch Martin Aschauer (links), der Sachgebietsleiter Hochbau im Landratsamt, und Architekt Tobias Aiblinger. (Fotos: Pültz)

Traunstein – Da hämmern und schrauben die einen Arbeiter, dort pflastern die anderen: In den letzten Zügen liegt der Landkreis in diesen Tagen mit dem Bau der Dreifachturnhalle für das Annette-Kolb-Gymnasium in Traunstein. Noch gut eine Woche benötigt er, dann hat er das Werk vollbracht. Wie geplant öffnet er am ersten Schultag nach den Sommerferien – am Dienstag, 10. September – die Türen der neuen Sportstätte.


Baubeginn war im November 2016. Anfänglich ergaben sich Verzögerungen: Während der Aushubarbeiten stieß man auf mit Schwermetallen und Altöl belastetes Erdreich, das man dann zeit- und kostenintensiv eigens entsorgen musste. Fast drei Jahre später erhält die Schule nun die Halle, die sie sich schon lange wünscht. Nur noch Restarbeiten sind in der nächsten Woche auszuführen, ehe das Gymnasium – und nach dem täglichen Unterricht dann auch der Turnverein Traunstein – die Halle nutzen kann.

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Die vom Landkreis beauftragten Architekten Hermann und Sohn Tobias Aiblinger vom Büro Aiblinger & Aiblinger in Traunstein berichteten dieser Tage auf einem Rundgang durch die Dreifachhalle, dass in der nächsten Woche unter anderem noch die neuen Geräte geliefert werden. Die alten in der Einfachhalle, die die Schule bis jetzt genutzt hatte, seien nach vielen Jahren und Jahrzehnten verschlissen gewesen. So bekomme die Schule natürlich nicht zuletzt auch die »Klassiker« im Sportunterricht – das Pferd, das Reck und den Barren – »nigelnagelneu« in die Geräteräume gestellt.

Während innen die Räume ihren letzten Schliff erhalten, zum Beispiel wird auch noch an der Boulderwand gearbeitet, muss außen vor allem noch die Straße, die sich um die Halle schlängelt, fertiggestellt werden. Sie müsse noch asphaltiert werden, sagt Martin Aschauer, der Sachgebietsleiter Hochbau im Landratsamt, der die Bauarbeiten begleitet.

Stolze Ausmaße hat der neue Sporttempel: 45 Meter lang ist die Turnhalle, 27 Meter breit. Wenn die beiden Trennwände herunter gelassen werden, dann ergeben sich drei Einheiten, die unabhängig voneinander genutzt werden können. Und wenn Veranstaltungen stattfinden, dann ist viel Platz für Zuschauer gegeben. Bei Bedarf kann man eine Tribüne für insgesamt 300 Gäste ausfahren. Auf der Empore können außerdem etwa 200 Besucher sitzen und stehen.

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Den letzten Schliff erhält in diesen Tagen auch die Boulderwand.

Wie viel die neue Turnhalle kostet, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Die letzten Arbeiten laufen, die Schlussrechnung wird der Landkreis erst noch erstellen. So gilt vorerst immer noch die letzte Schätzung: Anfang des Jahres war das Landratsamt davon ausgegangen, dass sich die Ausgaben auf etwa zwölf Millionen Euro belaufen werden.

Nicht allein der Landkreis greift tief in seine Tasche. Große finanzielle Anstrengungen unternimmt auch die die Stadt Traunstein. Sie übernimmt, so die Abmachung, rund die Hälfte der Kosten. Der Grund: Die Halle dient künftig nicht nur dem Schulsport, sondern auch dem Vereinssport in Traunstein und als Versammlungsstätte. So hatte sich die Stadt etwa auch gewünscht, dass sie mit ausziehbarer Tribüne rund 500 Plätze bietet.

Wenn kein Sportunterricht auf dem Stundenplan steht – also werktags am späten Nachmittag und am Abend sowie an den Wochenenden –, dann nutzt der Turnverein Traunstein (TVT) die Halle.

Bereits vor einiger Zeit hatte er seine alte Heimstätte verlassen: die Franz-Eyrich- und die Kurt-Binder-Halle in der Au. Rund eineinhalb Jahre musste er in Übergangsquartieren ausharren, jetzt ist die Freude unter den Sportlern groß, dass sie eine neue Bleibe bekommen.

Eigens für die Ringer des TVT ist ein Anbau entstanden: Laut den Architekten ist der Raum 28 Meter lang und 14 Meter breit. Er biete viel Platz zum Training. Und wenn ein Wettkampf auf dem Programm steht, so Aiblinger und Aiblinger, dann gehen die Ringer in die Dreifachhalle – wobei sie dann vielen Zuschauern Platz bieten können.

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