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Auch Lorenzo Griffin verlängert beim TVT

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Zum zweiten Mal binnen einer Woche kann der Basketball-Sportdirektor des TV Traunstein, Franz Buchenrieder (rechts), eine positive Personalmeldung verkünden. Nach Kenan Biberovic bleibt auch Lorenzo Griffin dem TVT erhalten. (Foto: Buchenrieder)

In der Erwartung einer baldigen Hallenöffnung stellen die TVT-Basketballer ihre Weichen für die Zukunft weiter. Wenige Tage nachdem Kenan Biberovic seinen Verbleib in Traunstein verkündet hatte, können die Verantwortlichen nun auch mit der Weiterverpflichtung von Lorenzo Griffin aufwarten.


Damit bleibt den Traunsteinern der Spielgestalters des Bayernliga-Teams sowie ein wichtiger Eckpfeiler des Trainerstabes erhalten. Nach seiner Rückkehr aus den Vereinigten Staaten wird der gebürtige Kalifornier im September mit gewohntem Enthusiasmus in die Basketball-Aktivitäten beim Turnverein einsteigen.

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»Ich bin sehr glücklich, auch im kommenden Jahr als Spieler und Trainer für den TVT aktiv sein zu dürfen«, sagte Griffin im Rahmen seiner Verlängerung. »Vor der abgelaufenen Saison hat man mich hier mit offenen Armen empfangen, was mich sehr gefreut hat«, ergänzte er.

Und auch auf dem Feld lief es gleich richtig gut für den quirligen US-Guard. Mit seiner spektakulären Ballbehandlung, seiner Körperbeherrschung im Abschluss und seinem Auge für den freien Teamkollegen spielte er sich schnell in die Herzen der Fans. Unvergessen bleibt etwa seine Glanzleistung zu Jahresbeginn gegen Jahn München, als er auch trotz Mehrfachbewachung nicht zu stoppen war und überragende 32 Punkte zum Sturz des damaligen Tabellenführers beitrug.

»Als Spieler im Bayernliga-Team war er einer der Erfolgsgaranten und Publikumsliebling der vergangenen Spielzeit«, bilanziert Franz Buchenrieder. »Neben seinen hervorragenden Scorer-Qualitäten – mit 347 Punkten sammelte er ligaweit die meisten Punkte – ist er in der Lage, den entscheidenden Pass zu spielen, starke defensive Akzente zu setzen, das Spiel zu kontrollieren und auch unter Druck sehr gute Entscheidungen zu treffen.« Gerade die passende Balance zwischen Teamplay und dem Vertrauen in die individuelle Offensivstärke ist es, die der TVT an seiner Nummer neun schätzt. »Für uns ist er derjenige, der im Spiel den entscheidenden Unterschied ausmachen kann«, lobt der Sportdirektor, »auch oder gerade dann, wenn es mal eng wird.«

Auch als Jugendtrainer sehr engagiert

Noch viel bedeutsamer als seine Topleistungen als Spieler ist jedoch Griffins leidenschaftliches Engagement als Jugendtrainer. Während er sich mit der männlichen U 16 bereits um die nächste Bayernliga-Generation kümmert, verwandelte er die ebenfalls mit Nachwuchskräften gespickten Herren II in nur wenigen Monaten vom Relegationsteilnehmer in ein Top-3-Team. »Mit seiner ruhigen Art vermittelt Lorenzo den jungen Spielern wichtiges technisches und taktisches Wissen und vermittelt auch Verständnis für den Basketball-Sport«, sagt Franz Buchenrieder, »ähnlich wie bei Kenan haben die Jugendlichen hier ein Vorbild an Gewinner-Mentalität vor sich, an dem sie sich Woche für Woche orientieren können. Denn er macht es ihnen von Spiel zu Spiel vor, was es heißt, dauerhaft Spielwitz und sehr gute Leistungen abzuliefern.«

Wenig überraschend waren es in der Corona-Zeiten dann auch die beiden US-Coaches in Reihen der Basketballabteilung, die als erstes Angebote für den Nachwuchs bereitstellten. Als die Bevölkerung Ende März dazu aufgefordert war, zuhause zu bleiben, versorgten Griffin und Biberovic die Basketball-Community über die Social-Media-Kanäle des TVTBB fast täglich mit neuen Home-Workouts. virtuelle Trainingseinheiten, bei denen die Jugendlichen per Videokonferenz mit ihren Teammitgliedern und den beiden Coaches verbunden waren, sollten folgen. Parallel nutzten beide die Gelegenheit, ihr Portfolio durch Online-Lehrgänge des Verbandes zu erweitern. Ab Herbst können dann alle Nachwuchs-Korbjäger aus der Region in den Genuss der besonderen Übungsformen von »Coach K« und »Coach Zo« gelangen. In sämtlichen Schulferien wird es mehrtägige Campangebote mit den beiden geben.

»Diese besondere Qualität in einem Traunsteiner Sportverein gibt es aber natürlich nicht geschenkt«, merkt Buchenrieder an. »Solch herausragende Übungsleiter mit Wettkampferfahrung oder wie im Falle von Jugendkoordinator Luis Pires das professionelle Know-how eines Pädagogen an Land zu ziehen, ist nicht dem Zufall oder etwa Glück geschuldet. Dies bedarf eines sehr positiven Umfelds in der Organisation und nicht zuletzt auch finanzieller Ressourcen, um dauerhaft in Traunstein Bestand haben zu können.«

Daher ist es für das Basketball-Programm des Turnvereins von entscheidender Bedeutung, die Organisation weiterzuentwickeln und die Unterstützung von Spendern und Sponsoren zu erhalten. Genau deshalb hat eine Gruppe von langjährigen Abteilungsmitgliedern – angeführt von Lorenz Fakler, Stefan Schwankner, Manfred Kösterke sowie Christoph Schnelle – im Sommer 2019 eigens einen Förderverein gegründet. Dessen Aufgabe ist es, über die Abdeckung des regulären Spielbetriebs hinausgehende wirtschaftliche Mittel für den TVTBB zu realisieren.

Partnerstruktur wächst ordentlich

Im Hintergrund kümmert sich Sebastian Kösterke um die PR sowie die Abwicklung des Marketings. Über das erste Jahr in der neuen Formation zieht er ein positives Fazit: »Unsere Partnerstruktur ist mittlerweile schon ganz ordentlich gewachsen. Am Zuspruch der Sponsoren sieht man, dass wir auch mit der Gesamtentwicklung der Abteilung auf dem richtigen Weg sind.« Vor allem der Grundgedanke der allumfassenden Nachwuchsförderung unter Anleitung von Experten kommt gut an. »Wir freuen uns aber natürlich auch über jeden neuen Partner, der dem TVTBB weiteren Rückenwind geben will«, so der Sportmanagement-Student, »mit einem innovativen und jungen Werbeumfeld ist bei uns einiges geboten.«

Bezüglich der Innovation auf dem Feld wird sich ab September dann auch wieder das Duo Lorenzo Griffin und Kenan Biberovic einbringen. Griffin teilt in seinem Ausblick die Einstellung des langjährigen Weggefährten: »Unfinished Business – wir sind noch nicht am Ende unserer Entwicklung! Ich denke, dass wir sowohl als Team aber auch als Gesamt-TVTBB zuletzt viele Schritte in die richtige Richtung gemacht haben. Sicher liegt aber noch einiges an Arbeit vor uns und ich freue mich schon darauf, die Herausforderung anzunehmen.« SK/FB