Jahrgang 2005 Nummer 35

Seit 30 Jahren Traunsteiner Ferienprogramm

Ein Beitrag zur Ausstellung des Stadtarchivs in der Alten Wache

Fahrt zum Salzbergwerk nach Berchtesgaden 1977

Fahrt zum Salzbergwerk nach Berchtesgaden 1977
Besuch der DLRG in Prien 1987, über die Jahre ein »Klassiker« bei den Ausflugsfahrten.

Besuch der DLRG in Prien 1987, über die Jahre ein »Klassiker« bei den Ausflugsfahrten.
Immer exotischer wird das Programm – da durfte 2004 der Bauchtanz auch nicht fehlen!

Immer exotischer wird das Programm – da durfte 2004 der Bauchtanz auch nicht fehlen!
Seit nunmehr 30 Jahren gibt es das Traunsteiner Ferienprogramm. Grund genug, Rückschau zu halten und die Entwicklung dieses zur Institution gewordenen Angebots der Stadt Traunstein, Kindern und Jugendlichen die Ferien zu Hause zu verschönern, Revue passieren zu lassen. Dies geschieht – neben diesem als Chronologie gestalteten Bericht – im Rahmen einer Ausstellung des Stadtarchivs, die bis zum 18. September in der »Alten Wache« des Traunsteiner Rathauses gezeigt wird.

Begonnen hatte alles am 28. April 1975 mit einer Sitzungsvorlage des damaligen Verkehrsamtsleiters Peter Faßbender, gerichtet an den Ausschuss für Kultur, Fremdenverkehr und Heimatpflege: »Unter dem Motto >Ferienspaß mit dem Traunsteiner Jugend-Freizeitpass< wurde ein Ferienprogramm für die Traunsteiner Jugend ausgearbeitet. Grundlage des Ferienprogramms bildet der >Ferienpass<, wie er als Muster in der Anlage beigefügt ist. […] Der Erwerb des Ferienpasses sollte 2 DM kosten und die nachfolgenden Vergünstigungen enthalten: 1. Für den Eintritt in das Städtische Schwimmbad wird 50% Nachlass gewährt. 2. Eine Runde Minigolf im Städtischen Schwimmbad ist frei. 3. Eine halbe Stunde Tischtennis im Städtischen Schwimmbad ist frei. 4. Auf dem Schulsportplatz und dem DJK-Platz findet in der Zeit vom 11. bis zum 18. August ein Fußballtraining statt. 5. Es wird die Möglichkeit zur Teilnahme an verschiedenen Ausflugsfahrten geboten […]. Der Ausschuss nahm einstimmig (7:0) von der Absicht des Ferienprogramms und von der Ausgabe eines Ferienpasses Kenntnis und erhebt keine Einwendungen.«

Unter den Teilnehmern am Fußballtraining wurde auch noch ein Fußball mit den Originalunterschriften des Europapokal-Siegers Bayern München verlost. Die Ausflugsfahrten gingen am 29. Juli 1975 zur Cowboy-Ranch nach Ebersberg und in den Wildpark Poing bei München, am 30. Juli nach Ruhpolding zu einer Wanderung auf den Hochfelln über die Bründlingalm, am 31. Juli in das Museum der Landespolizeischule Fürstenfeldbruck und an den Fliegerhorst Fürstenfeldbruck mit Flugzeugbesichtigung, am 5. August in das Wasserschloss und den Tiergarten nach Salzburg, am 6. August an den Chiemsee zu einer kombinierten Chiemseerundfahrt mit Bahn, Schiff und Bus und am 7. August nach München zum Olympiagelände und zur Feuerwehrhauptwache; der Unkostenbeitrag betrug zwischen zwei und vier Mark. 298 Kinder nahmen an diesem 1. Traunsteiner Ferienprogramm teil. Oberbürgermeister Rudolf Wamsler gab in der Stadtratssitzung am 7. August 1975 zu Protokoll, »dass der Ferienpass ein Volltreffer gewesen sei, auch wenn er für die Verwaltung eine große Belastung gebracht habe«.

Nachfolgend ein kurzer chronologischer Überblick über die Aktivitäten der letzten 30 Jahre:

1976: »Die großen Ferien stehen vor der Tür. Mit dem Ferienprogramm 1976 versuchen wir wieder, Abwechslung in die Ferienzeit zu bringen. Nachdem der Ferienpass mit seinen Ausflugsfahrten im vergangenen Jahr soviel Anklang gefunden hat, haben wir für 1976 das Programm etwas erweitert und einige neue Ausflugsziele mit aufgenommen.« (aus der Einleitung des Programmheftes)

1977: Am 12. Juli beschloss der Ausschuss für Kultur, Heimatpflege und Fremdenverkehr: »Im Monat August sollen insgesamt 10 Ausflugsfahrten stattfinden, wobei sich die einzelnen Teilnehmer mit einem Betrag von 3 DM bis 6 DM finanziell beteiligen, je nach Ziel und Alter.«

1978: »In letzter Zeit wurde von verschiedensten Seiten immer wieder eine Ausweitung des betreffenden Ferienprogramms angeregt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die meisten der angebotenen Fahrten sofort ausgebucht waren, d.h. die Nachfrage war größer als das Angebot. Grundsätzlich muss zur gesamten Aktion festgestellt werden, dass die Stadt Traunstein, neben verschiedenen Großstädten, einzigartig mit einem solchen Ferienprogramm in der gesamten Bundesrepublik dasteht«, so ein Bericht an den Ausschuss am 8. Februar. Der Ferienpass wurde auf Antrag der Stadträte Uwe Steinmetz und Karl Irber auch »an Kinder der Gemeinde Surberg, die die Volksschulen in Traunstein besuchen, ausgehändigt.«

1979: Neun Ausflugsfahrten und neben diesen erstmals Schlechtwetterziele wurden angeboten, so dass bei Regen keine Fahrten gestrichen werden mussten. Als »Regenziele« vorgesehen waren die Saline Bad Reichenhall, das Haus der Natur in Salzburg, die Burg Stein an der Traun und das Heimatmuseum Wasserburg.

1980: Folgende Regelung hatte sich endgültig etabliert: Der Ferienpass zum Preis von 3 DM konnte von allen volksschulpflichtigen Kindern des Stadtbereichs sowie von auswärtigen Kindern (Gäste) erworben werden, die sich während der Ferienzeit mindestens eine Woche in Traunstein aufhielten. Die Kinder der stadtnahen Ortsteile von Surberg durften gleichfalls teilnehmen, wobei die anfallenden Unkosten die Gemeinde Surberg trug.

1981: Acht Ausflugsfahrten wurden angeboten, unter anderem mit dem Bus nach Vilshofen zu einer Donauschifffahrt mit der »Agnes Bernauer« über die Kachlet-Staustufe nach Passau. Diese Fahrt bereicherte zuvor von Deggendorf aus bereits mehrfach das Programm.

1982: Erneut standen acht Ausflugsfahrten zur Auswahl; erstmals als Ziele dabei waren die Filmstadt Geiselgasteig (Bavaria Filmstudio) und das ZDF-Studio in Unterföhring. Im Angebot war auch der Besuch des Bundesligaspiels Bayern München - Fortuna Düsseldorf zum Preis von 9 DM. Erstmals wurde der Kinderflohmarkt ins Programm mit aufgenommen. Auch der TSV 1860 München hatte sich bereit erklärt, das Ferienprogramm der Stadt Traunstein zu unterstützen. Von der Möglichkeit, das Training der Lizenzspielerabteilung zu besuchen, wurde aber zunächst kein Gebrauch gemacht. Die Bayern hatten auch hier die Nase vorne.

1983: Erneut stiftete der FC Bayern München Freikarten für das Ferienprogramm – und wieder war Fortuna Düsseldorf der Gegner, im Gegensatz zum Vorjahr bei Flutlicht.

1984: Neu im Besuchsprogramm waren der Schneider-Jugendbuchverlag und der Tierpark Hellabrunn. Erstmals wurden während der gesamten Ferien montags und mittwochs bei schlechtem Wetter im Kulturzentrum im Stadtpark kostenlos Videofilme vorgeführt. Die WKV-Bank München stiftete 50 Frisby-Scheiben.

1985: »Das Traunsteiner Ferienprogramm wurde heuer zum 10. Mal durchgeführt. Es fanden sieben Fahrten statt, und man muss auch einmal sagen, dass sich die Verwaltung sehr viel Mühe gebe. Sie wolle dafür einmal Dankeschön sagen. Es sei sicher keine leichte Aufgabe für die Angestellten aus der Verwaltung z.B. mit 50 Kindern auf die Zugspitze zu fahren und die Kinder wieder heil herunterzubringen.« (Stadträtin Brigitte Panitz in der Stadtratsitzung am 14. November)

1986: Beim Besuch des Freizeitzentrums TRIMINI avancierte der damals 13-jährige Traunsteiner Wolfgang Huber zum Lebensretter. Aus einem »Sprudelbecken« mit einer Tiefe von 1,3 Meter zog er ein fünfjähriges Kind, das leblos am Beckengrund lag, aus dem Wasser und begann sofort mit der Wiederbelebung. Allein durch seinen Einsatz konnte das Kind gerettet werden. Wolfgang Huber wurde mit der Christopherus-Medaille ausgezeichnet.

1987: Dieses Mal kamen die »Löwen« zum Zug. Am 18. August wurde das Training des TSV 1860 München beobachtet, die Spieler anschließend von den Ferienkindern »interviewt«. Ebenfalls im Programm: Die Dasinger Cowboy-Ranch.

1988: Erstmals war die Westernstadt »No Name City« Ziel des Ferienprogramms. Höhepunkt dort war der Auftritt des legendären Cherokee-Indianers »Buffalo Child«, der kulturhistorische Vorführungen im indianischen Erdhaus präsentierte. 48 Kinder mit »Old (Reinhold) Steiger« und »Little (Wolfgang) Helldobler« schickten am 15. August eigens eine Grußkarte an den Oberbürgermeister, pardon »Häuptling« Rudolf Wamsler.

1989: Unter der Schlagzeile »Traunsteiner Ferienprogramm zu Ende. Über 500 Kinder nahmen an den Veranstaltungen teil. – Noch mehr Fahrten« berichtete am 7. September das Traunsteiner Wochenblatt: »Mit dem Traunsteiner Feriencup ging das Ferienprogramm 1989 zu Ende. Sieger des Feriencups, bei dem erstmals eine Stadtralley durchgeführt wurde, bei der die Ferienkinder u.a. Fragen um die Geschichte Traunsteins beantworten mussten, wurde der 12 Jahre alte Christoph Reiter aus Kammer. Nach der Stadtralley begaben sich die Kinder zu einem vom DTC-Traunstein organisierten Fahrrad-Geschicklichkeitsturnier auf dem Festplatz bei der Chiemgauhalle. Den Abschluss fand der Feriencup mit einem Überraschungsspiel und anschließendem Wettrutschen auf der Riesenrutsche im Traunsteiner Schwimmbad. […]«

1990: »Mayor« Fritz Stahl, gerade frisch zum Oberbürgermeister gewählt, war dieses Mal der Adressat von Grüßen aus der »Westerntown No-Name City«, abgeschickt von 46 Ferienkindern und den Betreuern Reinhold Steiger, Wolfgang Helldobler sowie dem Autor dieses Artikels, der die große Ehre hatte, erstmals von den Kollegen des Verkehrsamtes (die Jahr für Jahr diesen Job mit größter Findigkeit und Überzeugungskraft alle »stillen Reserven« der Stadtverwaltung nutzten und auch weiterhin nutzen) als Betreuer rekrutiert zu werden.

1991: Nachdem in den Jahren zuvor die Beziehung zu Surberg weitgehend »eingeschlafen« war, konnten Oberbürgermeister Fritz Stahl und Bürgermeister Rudolf Huber diese neuerlich mit Leben erfüllen: »[…] dürfen wir Ihnen mitteilen, dass grundsätzlich keine Einwände gegen eine Teilnahme sämtlicher Grundschüler aus dem Gemeindebereich Surberg am Traunsteiner Ferienprogramm 1991 bestehen«, so Stahl in einem Brief am 11. März an Huber. Seither sind die Surberger Kinder fester Bestandteil des Traunsteiner Ferienprogramms.

1992: Beim Besuch des Flughafens kam es zu einem Aufsehen erregenden Zwischenfall. Die routinemäßige Kontrolle an der Sicherheitsschleuse schlug bei praktisch allen Kindern an, und auf Geheiß der Beamten förderte jeder »Delinquent« Patronenhülsen, nicht etwa einer Spielzeugpistole, sondern echte vom Kaliber 9 Millimeter, zu Tage. Rekord waren 56 Patronenhülsen in den Taschen eines einzigen Kindes! Und zu allem Überfluss hatte ein weiterer Sicherheitsbeamter in der Zwischenzeit auch im Traunsteiner Bus weitere Munition sicher gestellt. Bevor aber die Lage sich dramatisch zuspitzte, war des Rätsels Lösung gefunden: Die Kinder hatten bei der zuvor angesetzten Visite der Bayerischen Bereitschaftspolizei das Training am Schießstand beobachten dürfen und dabei jede Menge leerer Patronenhülsen erbettelt. Ungeachtet dieser einleuchtenden Erklärung wurde – Vorschrift ist Vorschrift, und Sicherheit geht am Flughafen eben über alles – der gesamte Bus gefilzt. Für die Kinder war dies alles ein Riesenspaß, für die Sicherheitsbeamten ein gewaltiger Aufruhr und für die Betreuer eine gute Begründung für zukünftig fehlende oder früh ergraute Haare.

1993: Zu den regelmäßigen Zielen der Ferienfahrten hatte bislang der Franz Schneider Verlag in München gehört. Ab diesem Jahr mussten die Traunsteiner aus firmeninternen Gründen darauf verzichten. Dennoch, so war auch der lokalen Presse zu entnehmen, das »Ferienprogramm war ausgebucht«, und zwar »jede der acht Ausflugsfahrten […]. >Aus persönlichen Gesprächen weiß ich, dass unser Ferienprogramm sehr gut angekommen ist<, berichtete Oberbürgermeister Fritz Stahl. Rund 500 Kinder beteiligten sich und sprengten damit fast den vorgesehenen Rahmen der zehn Veranstaltungen. Ein Tischtennisturnier und ein Flohmarkt zum Auftakt mit 50 Ständen ergänzten die Busfahrten.«

1994: 324 Kinder beteiligten sich an den acht Ausflugsfahrten. Dazu wurden erstmals Sportwochen für Basketball, Klettern, Sportschießen, Tischtennis und Volleyball angeboten, die weitere 86 Kinder in ihren Bann zogen.

1995: »Früh aufstehen für den Ferienpass« musste man auch in diesem Jahr wieder, wie das »Traunsteiner Wochenblatt am 28. Juli anschaulich zu berichten wusste: »[…] >Um 8 Uhr schnell den Pass kaufen, für zwei Fahrten und den Volleyballkurs anmelden und dann ab zum Baden!< Wer sich das so vorstellte, gab sich allerdings einem Trugschluss hin. Erst einmal hieß es nämlich stundenlang anstellen. >Meine Freundin war schon um 4 Uhr da – die hat aber dann auch die Nummer eins gekriegt<, so die zwölfjährige Gabi. Das muss ja etwas ganz Besonderes sein, das die Kinder am ersten Ferientag so früh aus den Federn holt!«

1996: Immer Glück mit dem Wetter: »Wenn’s am Montag und am Mittwoch geregnet hat, war’s am Dienstag, wenn wir gefahren sind, garantiert schön«, freute sich damals Reinhold Steiger, der die Verantwortung für das Ferienprogramm von Wolfgang Helldobler übernommen hatte. Die Stadtbücherei steuerte einen Indianertag bei, an dem man Kultur und Welt der Ureinwohner der USA kennen lernen konnte; Geschichten, Mythen, Lieder, Tänze, Rituale wurden den 6- bis 12-Jährigen näher gebracht, und als Höhepunkt durfte jeder Teilnehmer sich seine eigene Indianertrommel basteln und auf dieser auch gleich seine ersten indianischen Rhythmen üben.

1997: Neben dem ermäßigten Eintritt in das »Erlebnis-Warmbad« gab es auch dessen coole T-Shirts mit dem Ferienpass ermäßigt für fünf DM an der Schwimmbadkasse zu kaufen. Als Neuheit wurden zwei Fahrten für behinderte Kinder mit Begleitperson zur Cowboy-Ranch nach Dasing bei Augsburg und in den Tierpark nach Hellabrunn mit in das Programm aufgenommen; leider wurden diese nicht wie gewünscht angenommen. Ebenfalls eine Premiere war das Zeltlager in Schützing am Chiemsee vom 11. bis 14. August.

1998: »Mit der Veranstaltung bei der Traunsteiner Feuerwehr ging das diesjährige Ferienprogramm der Stadt Traunstein zu Ende. Bis auf eine Fahrt waren laut Aussage von Gerhard Mauermann von der Stadt Traunstein alle Fahrten ausverkauft. Dies ist seiner Meinung nach ein Zeichen dafür, dass zum einen immer mehr Leute in den Ferien zu Hause bleiben und dass zum anderen das Ferienprogramm der Stadt eine immer größere Attraktivität gewinnt« (Traunsteiner Wochenblatt vom 7. September).

1999: »Zum zweiten Mal im Ferienprogramm fand eine Fahrt in den Erlebnispark nach Straßwalchen statt. Mit glänzenden Augen berichteten die Kinder bei der Heimfahrt von den Märchenpräsentationen in kaum gesehener Art. […]« (Traunsteiner Wochenblatt vom 28. August 1999).

2000: Auch das Traunsteiner Heimathaus beteiligte sich über viele Jahre am Ferienprogramm, zunächst nur mit freiem Eintritt für einen Besuch, in neuerer Zeit mit speziellen Angeboten. Im Jahr des Millenniums präsentierte es die Sonderausstellung »Von Sinnen«, in der all das erlaubt war, was sonst im Museum streng verboten ist. Man durfte tasten, riechen, schmecken, hören und natürlich sehen. Ein Internetcafé war Teil des Begleitprogramms.

2001: Immer umfangreicher wurde das Angebot. NUTS – die Kulturfabrik ergänzte es mit einem Kinder-Theater-Workshop, bei der BSW-Fotogruppe konnte man nicht nur lernen, wie die Profis zu fotografieren, sondern seine Schwarz-Weiß-Bilder auch gleich selbst entwickeln, bei Radio Chiemgau wurden »Jungreporter« in die Technik der Informationsvermittlung und Unterhaltung eingeführt.

2002: Neuheit in diesem Jahr – der Bayernpark bei Reisbach in Niederbayern mit Bayerns größter Trampolinanlage, Wildwasser-, Sommerrodel- und Achterbahn, Wildpark und herrlichen Blumenanlagen. Seither ist dieses Ausflugsziel einer der »Renner« im Traunsteiner Ferienprogramm. Eine weitere schöne Ergänzung war der Fotowettbewerb von Stadt und BSW-Fotogruppe, ausgeschrieben zum Thema »Ferien in meiner Heimatstadt Traunstein«. Die Ergebnisse wurden im Lichthof des Rathauses ausgestellt – eine große Ehre für die kleinen Fotografen, Verzeihung, Fotografinnen, denn von den zehn Kindern, die sich um die Preise bewarben, waren neun Mädchen!

2003: Seit inzwischen zehn Jahren ergänzten und bereicherten die Sportwochen das Ferienprogramm; erstmals dabei: Fußball für Mädchen, durchgeführt von der DJK Traunstein, dem einzigen Verein im Stadtgebiet, der Damenfußball anbietet. Weitere »Highlights« seit einigen Jahren – die Kurse im Schnorcheltauchen sowie Schnuppertauchkurse mit Sauerstoffflaschen.

2004: »Der Ferienpass ist ab sofort erhältlich« – so oder ähnlich titelt seit nunmehr drei Jahrzehnten gegen Ende des Schuljahres die lokale Presse. Und angesichts des ungebrochenen Interesses der »Kids« besteht die begründete Hoffnung, dass ein »prall gefülltes Ferienprogramm« auch in den nächsten 30 Jahren die Frage »Langeweile in den Ferien« wie folgt beantwortet: »Nicht mit dem Traunsteiner Ferienprogramm!«

FH



35/2005