Jahrgang 2019 Nummer 45

Als den Voglingern ein Licht aufging

Vor 100 Jahren gründeten fortschrittliche Bauern eine Elektrizitäts-Genossenschaft

Erster Stromleitungsbau in Vogling, um 1920. (Fotos/Repros: Vogling & Angrenzer)
Bau einer Trafostation, 1925.
Erstes Kraftfahrzeug, 1938.
Trafostation am Hochberg, während des Zweiten Weltkriegs.
Der damalige Bürgermeister Georg Huber.

Wenn man das Fortschrittsdenken des Menschen und die daraus resultierenden Ergebnisse im Zeitraffer betrachtet, könnte man es vereinfacht auf den kurzen Nenner bringen: »Vom Faustkeil zur künstlichen Intelligenz«. Ein Bereich, der ganz entscheidend zur Entwicklung des modernen Zeitalters in der Form beigetragen hat, so wie wir es heute durchleben, ist die Elektrizität. Mit der einsetzenden Industrialisierung in den 1830er Jahren begann sie ihren Aufschwung zu nehmen. Nachdem die Grundlagen erforscht und bekannt waren, konnten viele innovative Erfindungen umgesetzt werden. 1866 ließ Werner von Siemens seine alltagstaugliche Dynamomaschine patentieren, die dem Elektromotor letztlich zum Durchbruch verhalf. Kohlefadenlampen, später auch die gute, alte Glühlampe, lösten Kienspan, Kerzen und Petroleum als Lichtquelle ab. 1882 wurde erstmals Strom über 60 Kilometer von München nach Miesbach geleitet und man machte sich daran, Städte und Umland mit einer Infrastruktur zu versorgen.

Vor 100 Jahren regte sich auch unter den Bauern in der ehemaligen Gemeinde Vogling der Wunsch nach einer dauerhaften Stromversorgung. Ursprünglich waren es ja Mühlenbesitzer, die im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts begannen, die Wasserkraft zur Stromgewinnung zu nutzen. Seit 1885 wurde schon in Eisenärzt und seit 1890 in Untersiegsdorf dafür die Wasserkraft der Weißen Traun genutzt. Allerdings erschien den damals existierenden Überlandwerken ein Ausbau in den dünn besiedelten Gebieten zu unrentabel.

Erwerb der alten Höpflinger Mühle

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, als Versorgungsengpässe an der Tagesordnung waren, Wohnungen und Ställe sparsam beleuchtet werden mussten, stellten sich Voglinger Bauern auf die Hinterfüße und erwarben zum Kaufpreis von 70000 Mark die alte Höpflinger Mühle an der Roten Traun. Sie wollten endlich autark sein und ihren eigenen Strom produzieren.

Einer der Hauptprotagonisten war der Voglinger Bürgermeister Georg Huber, Bauer in Prüll, der dieses Projekt zielstrebig vorantrieb. Sein Hof war wie alle anderen Weiler bis dahin ohne jegliche Energieversorgung. Die eigene Muskelkraft sowie die der Dienstboten war gefragt und abends ging man hundemüde mit den Hühnern ›zu Bett‹.

Für die ersten Erwerbungen, einen Generator für die Mühle und ein 5 kV-Leitungsnetz, das die Genossenschaft in Zusammenarbeit mit einer Rosenheimer Firma errichtete, mussten die Mitglieder tief in die Tasche greifen. Doch die Idee, gleich mit Drehstrom und einem 5 kV-Netz zu arbeiten, zeugte von Weitblick und zahlte sich später noch vielfach aus. Die Finanzierung erfolgte zunächst nach einem Umlageverfahren, wobei die Zahl der installierten Glühlampen und die Stärke der aufgestellten Motoren als Grundlage dienten.

Als erster technischer Betriebsleiter wurde Max Rieß eingestellt. Von Beginn an betätigte sich die Genossenschaft als Arbeitgeber und stellte Monteure für Freileitungen und Elektroinstallation ein. Sie bildeten neben der Stromgewinnung die Basis für das wirtschaftliche Überleben.

Strom durften ausschließlich Mitglieder der Genossenschaft beziehen. Sie mussten sich außerdem verpflichten, alle Installationsarbeiten von der Genossenschaft durchführen zu lassen und Elektromotoren für die Landwirtschaft und das Gewerbe nur über dieselbe zu erwerben.

Zwei Bauern bürgten mit Hab und Gut

Inzwischen blieb in der Nachbarschaft das Engagement der Voglinger nicht unbeachtet: die »Angrenzer« Neukirchen, Molberting, Oed, Rudhart, Aich, Osterham, Reiten, Adelholzen, Scharam usw. meldeten ihrerseits Interesse an einem Anschluss an.

So kam es am 14. September 1919 im Gasthaus »Neue Post« in Siegsdorf zur Gründung der »Elektrizitätsgenossenschaft Vogling und Angrenzer«. Den Vorsitz hatte Lehrer Johann Brandner inne, die Protokollführung übernahm Max Rieß. Das Gründungsstatut, das 50 Mitglieder unterzeichneten, weist folgende Personen im Vorstandsgremium auf: Georg Huber, Bauer in Prüll, Michael Schrankl, Kaufmann in Vachendorf, Johann Brandner, Lehrer und erster Rechner, Albert Hoffmann, Gastwirt in Neukirchen. Dem Aufsichtsrat gehörten an: Otto Eccius, Direktor, Paulfischer, Mathias Bichler, Bauer in Osterham, Andreas Berger, Bauer in Scharam, Georg Mader, Bauer in Wald, Anton Scheiber, Rechenmacher in Neukirchen, Mathias Herzog, Schmiedmeister in Molberting, Felix Gimpl, Traundorf.

Was die Finanzen betraf, bewiesen besonders zwei Bauern ihren unerschütterlichen Mut zum Risiko: Georg Huber und der Kriegsheimkehrer Mathias Bichler. Sie bürgten in selbstloser Weise für die nicht unerheblichen Bankdarlehen und somit mit ihrem ganzen Hab und Gut.

Der Vorstand wurde ermächtigt, Anleihen bis zum Höchstbetrag von 200000 Mark aufzunehmen. Die Gründungsmitglieder zahlten ein Beitrittsgeld von zehn Mark. Die Vergütung für den Rechner sollte erst nach Ablauf des ersten Geschäftsjahrs vereinbart werden und zwar je nach dem Ergebnis und Umfang des Geschäfts.

Außerdem trat man dem Bayerischen Landesverband landwirtschaftlicher Genossenschaften als Mitglied bei. Die Eröffnungsbilanz schloss in Aktiva und Passiva mit 192443,82 Mark ab. Da kein Eigenkapital vorhanden war, bedeutete dieser Betrag zugleich die aufgelaufene Schuldensumme.

Noch im Gründungsjahr 1919 erfolgte die Trennung von der Rosenheimer Firma Drexler, so dass alle Freileitungs- und Installationsarbeiten mit eigenem Personal durchgeführt werden konnten. Am 31. Oktober schloss man einen Abgrenzungsvertrag zwischen dem EWerk Siegsdorf und der EG Vogling & Angrenzer.

Die Bilanz für das erste Geschäftsjahr 1919 gibt Aufschluss über die ziemlich hohen Investitionen, die allein in der Zeit vom September bis Dezember getätigt wurden. Das Anlagevermögen stieg auf rund 340000 Mark, wovon nur 10000 Mark durch Eigenkapital gedeckt waren. Die Mitgliederzahl war inzwischen auf 104 angestiegen.

Mit Torf beheiztes Dampflokomobil

1920 nahm man die Elektrizitätsgenossenschaft Bergen in das Netz Vogling und Angrenzer auf. Der Strompreis betrug damals 30 Pfennige pro kWh. Der im eigenen Wasserkraftwerk Höpfling erzeugte Strom reichte nun nicht mehr aus. Deswegen wurde ein mit Torf beheiztes Dampflokomobil eingesetzt, um genügend Strom liefern zu können. Bauern aus der Pechschnait lieferten den Torf als Brennstoff. Der Betrieb von Elektromotoren während der Lichtzeit war streng verboten und wurde mit 100 Mark Geldstrafe geahndet. Informanten über den Missbrauch erhielten sogar fünf Mark Belohnung. »Das hat nichts mit Eitelkeit oder Verrat zu tun«, heißt es in der betrieblichen Anweisung.

Erste Anzeichen der nahenden Inflation machten sich bemerkbar, so dass der Strompreis um das Fünffache erhöht werden musste und der Einsatz der Dampflok einen Aufpreis bedingte.

Als die Kapazitäten nicht mehr ausreichten, investierte man in einen 60 PS-starken Generator und erhöhte das Gefälle des Zulaufkanals und damit die Leistung.

Die Bilanz von 1920 wies einen Schuldenstand von 920000 Mark aus, dem ein Eigenkapital von nur 15000 Mark gegenüberstand. Angesichts dieser Zahlen musste der Verwaltungsrat schon ein sehr großes Selbstvertrauen an den Tag gelegt haben und äußerst mutig gewesen sein. Am Ende des Jahres gehörten der Genossenschaft 131 Mitglieder an.

20 Milliarden Mark für das Kilowatt

Eine neue Situation ergab sich in den Folgejahren 1921/22. Die Bewohner der Orte Wimpasing, Stocka, Alferting, Traundorf, Gastag, Linden, Daxlberg, Schweinbach und andere schlossen sich in der »Strombezugsgenossenschaft Schweinbach und Umgebung« zusammen und beauftragten Vogling & Angrenzer zur Stromlieferung. Da Verhandlungen mit der Stadt Traunstein und den Saalach-Kraftwerken in Reichenhall scheiterten, wurde ein Vertrag mit dem benachbarten Sägewerksbesitzer Josef Knerr in Höpfling ausgehandelt, der sich gegen eine Zahlung der Genossenschaft von 300000 Mark verpflichtete, das vorhandene Gefälle seines Kanals auszubauen. Herr Lange löste 1921 Max Rieß als Betriebsleiter ab. Erstmals stellte die Genossenschaft einen Rechner für die Büroarbeit ein, der später der erste Geschäftsführer des jungen Betriebs wurde. Den Vorsitz übernahm Mathias Herzog aus Molberting. Bilanzsumme und Anlagevermögen erhöhten sich ebenso wie die Strompreise, die auf dem Höhepunkt der Inflation horrende Werte erreichten. Musste man im Januar 1923 noch 720 Mark pro kWh berappen, erreichte das Kilowatt sage und schreibe zwanzig Milliarden Mark (!).

Nachdem die radikale Geldentwertung überwunden war, kam es 1924 zum Lieferungsvertrag mit der EG Bergen. Auch die erste Bilanz nach der Inflation wies erfreuliche Zahlen auf.

Am 1. Juni 1925 übernahm Wilhelm Stecher die Geschäftsführung, und es wurde beschlossen, dass das Versorgungsnetz zukünftig bei Gewittern nicht mehr abgeschaltet wird (!).

1927 rückte Elektromonteur Ernst Fernsebner zum Betriebsleiter auf. Diesen Posten behielt er bis zur Pensionierung 1964. In Anbetracht der günstigen Ertragslage konnten die Strompreise 1928 gesenkt werden. Im Gegenzug mussten sich die Mitglieder verpflichten, alle anfallenden Elektro-Installationen nur von der EG ausführen zu lassen. Bei Nichtbeachtung mussten zehn Prozent der Rechnungssumme des fremden Installateurs an die EG abgeführt und ein um fünf Pfennige pro Kilowatt höherer Preis bezahlt werden.

1929 fror die Traun zu

Infolge der großen Kälte im Januar und Februar fror die Traun auf einer weiten Strecke zwischen Siegsdorf und Traunstein zu. Die E-Werke in Siegsdorf und Höpfling konnten wegen des auftretenden Grundeises ihre Stromabnehmer nur notdürftig beliefern. Sie mussten ihre Kraftstromlieferung deutlich herabsetzen, wodurch mehrere Sägen in den Tälern der Weißen und der Roten Traun und die Kistenfabriken in Siegsdorf stillstanden bzw. nur eingeschränkt arbeiten konnten. Im Folgejahr begann die Zusammenarbeit mit dem Elektrizitätswerk Engelsberger in Siegsdorf, nachdem der Knerr-Vertrag gekündigt wurde. Durch zunehmende Zahlungsrückstände der Mitglieder machte sich die Weltwirtschaftskrise deutlich bemerkbar. 1934 mussten nun auch Mieter Mitglieder werden, um der Genossenschaft die Körperschaftspflicht zu ersparen.

Erhöhter Strombedarf durch die Belieferung der am Bau der Reichsautobahn beteiligten Baufirmen erforderte einen erneuten Vertrag mit dem E-Werk Knerr. Den Vorsitz des auf drei Posten verkleinerten Vorstands übernahm Mathias Bichler aus Osterham. Der Aufsichtsrat wurde auf sechs Mitglieder verkleinert.

Die von den Behörden 1936 durchgeführten Entschuldungsverfahren für Bauern und Landwirte hatten auch für die Genossenschaft Auswirkungen. In einigen Fällen mussten finanzielle Forderungen ganz oder teilweise gestrichen werden. Einen Verlust in Höhe von 3800 Reichsmark (RM) erlitt die Genossenschaft durch den Konkurs einer am Autobahnbau beteiligten Firma.

1938 konnte nach schwierigen Verhandlungen mit der OBAG ein Abgrenzungsvertrag geschlossen werden. Wegen der soliden finanziellen Lage und des immer größer werdenden Versorgungsgebiets musste erstmals ein Kraftfahrzeug gekauft werden. Man entschied sich für einen Opel mit Spezialaufbau zum Preis von 2050 RM. Mit den Gemeinden Vogling, Siegsdorf, Neukirchen und Eisenärzt wurden Zustimmungsverträge abgeschlossen.

Im September starb Geschäftsführer Wilhelm Stecher. Er hatte die Finanzen geordnet und die Genossenschaft bestens durch die schwere Wirtschaftskrise von 1929 bis 1932 geführt. Heinrich Effern trat 1938 die Nachfolge an.

Um mehr Kapazität zu erhalten, schloss man noch vor Kriegsbeginn 1939 mit dem E-Werk Knerr einen langfristigen Vertrag; eine weitere Maßnahme stellte der Verschmelzungsvertrag mit der Strombezugsgenossenschaft Schweinbach und Umgebung dar.

Mit Kriegsausbruch am 1. September 1939 begann eine äußerst schwierige Zeit, da viele Mitarbeiter während der Kriegszeit eingezogen wurden und dringend benötigtes Material nur schwer, zum Teil auch nur gegen Bezugsschein, bezogen werden konnte. So gesehen erwies sich 1940 die Entscheidung, erstmals drei Lehrlinge auszubilden, als richtiger Schritt, dem personellen Engpass wenigstens in Ansätzen zu begegnen.

Auch Rüstungsbetriebe wurden beliefert

Das 1936 erlassene Energiewirtschaftsgesetz erforderte von jedem EVU die Einführung von Grundgebührentarifen biszumJahr 1941, die nun an die Energieaufsichtsbehörde eingereicht werden mussten. Als Geschäftsführer Effern zum Militär eingezogen wurde, führten Betriebsleiter Fernsebner und Buchhalterin Maria Glockner die Geschäfte kommissarisch weiter.

1943 machte der mittlerweile stark zunehmende Strombedarf den Vertragsabschluss mit der OBAG nötig. Der Bau einer geplanten 20-kV-Leitung von Traunstein nach Höpfling verzögerte sich jedoch immer mehr, so dass als Provisorium eine 20-kV-Leitung vom Achthal her von der OBAG gebaut wurde, bei der sich die Genossenschaft mit 14000 RM beteiligte. Um den nach Bergen- Maxhütte verlagerten Rüstungsbetrieb Hurth mit Energie zu versorgen, mussten die E-Werke Knerr und Engelsberger auf Anweisung des Gebietslastverteilers im Verbund liefern.

Nach Kriegsende wurden die Verträge mit den Rüstungsbetrieben Dornier und Hurth gekündigt. 1947 führten die anhaltenden Probleme bei der Material- und Werkzeugbeschaffung zu einem ungewöhnlichen Beschluss: Genossenschaftsmitglieder, die Flachs anbauten, wurden zu einer Flachsspende aufgerufen, damit man davon Flaschenzugseile beschaffen konnte. Auch in der Stromversorgung gab es große Probleme, da das E-Werk Engelsberger fast keinen Strom mehr lieferte. Teilabschaltungen waren weiterhin unvermeidlich. Dafür ging es bei der Überholung des Versorgungsnetzes voran.

Am 2. Januar 1948 starb der Gründer der Genossenschaft Georg Huber, Bauer in Prüll.

Ein besonderes Ereignis dieses Jahres war die Währungsreform. Innerhalb zwei Tagen mussten alle Zähler abgelesen werden, damit das Stromgeld noch mit der Reichsmark verrechnet und einkassiert werden konnte. Die Eröffnungsbilanz zum 21. Juni 1948 wies folgende Zahlen aus: Anlagevermögen 43065 Deutsche Mark (DM), Umlaufvermögen 13814 DM.

1949 begann man damit, die bisherigen Eisenseile auf den Hochspannungsleitungen gegen Aluminiumseile auszuwechseln. Erstmals wurde eine sogenannte Stromgeldund Warenrückvergütung an die Mitglieder ausgeschüttet. Der bei der Währungsreform abgewertete Geschäftsanteil musste wieder auf zehn DM erhöht werden. 1950 feierte die Genossenschaft das 30-jährige Bestehen. In diesem Jahr gehörten ihr 420 Mitglieder an.

1951 wurde im Pletschacher-Kiosk in Siegsdorf ein kleines Ladengeschäft eröffnet. Die Kosten für Zählerreparaturen, die bisher die Abnehmer tragen mussten, übernahm nunmehr die Genossenschaft. Der Beschluss des Verwaltungsrats, ein neues Betriebsgebäude in Höpfling zu errichten, wurde in den Jahren 1955/56 in die Tat umgesetzt. Zudem übernahm man die Johannes-Nepomuk-Kapelle an der Höpflinger Brücke, die seitdem von der EVA betreut wird.

1958 zerstörte ein Hochwasser das Wehr, so dass die Stromlieferungen beider Knerr-Werke über längere Zeit ausfielen. Ersatz kam von der Firma Egginger, die Strom mittels Holzgasmotor produzierte. Der zweite große Neubau nach dem Krieg war 1961/62 eine zentrale Schaltstation. In der Zeit vollzog man den Wechsel zu den Isar-Amper-Werken (IAW).

1967 legte mit Mathias Bichler aus Osterham einer der Gründerväter sein Amt als Vorstandsvorsitzender nieder. Aufgrund seiner Verdienste wurde er mit der Raiffeisenmünze in Gold ausgezeichnet und zum Ehrenvorsitzenden der Genossenschaft ernannt.

Die Entwicklung ging rasant weiter. Um den wachsenden Stromhunger zu bewältigen, begann man in den 1970er-Jahren mit der Umstellung auf das 20 kV-Leitungssystem, bedingt auch durch die Erschließung des Feriendorfs Vorauf-Feichten mit 280 Ferienhäusern. Auch die Anzahl der Beschäftigten stieg stetig, so dass 1995 das neue Betriebsgebäude entstand, das mittlerweile durch eine Maschinenhalle und einen quadratischen Neubau für Büro- und Sozialräume erweitert wurde. Die Einweihung erfolgte im Rahmen des 75-jährigen Bestehens.

Die weitere Entwicklung des Energieunternehmens ist der umfassenden Chronik zu entnehmen, die zum Jubiläumsjahr erschienen ist.

 

Ludwig Schick

 

Quellennachweis: Festschrift EVA 1919 bis 2019, Maria Hasselberger, Wikipedia.

 

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