Jahrgang 2006 Nummer 42

Vor 100 Jahren kam Hubert Meier-Sökefeld zur Welt

Der berühmte Architekt und Maler lebte nach dem Krieg bis zu seinem Tod 1962 in Traunstein

Hubert Meier-Sökefeld

Hubert Meier-Sökefeld
»Alt-Traunstein«

»Alt-Traunstein«
Traunstein »Meine Schwiegermutter«

Traunstein »Meine Schwiegermutter«
In einem idyllischen Bauernhof in Ossendorf im Westfalenland kam Hubert Meier-Sökefeld am 23. Oktober 1906 zur Welt, umsorgt von liebevollen Eltern. Der Vater, ein musischer Schafzüchter von stattlicher Erscheinung, schrieb Gedichte. Die Mutter, eine schöne, hochgewachsene Frau, liebte besonders den Aufenthalt in der Kapelle und wurde dort oft vom Gesinde in meditativ-versunkener Haltung angetroffen. In dieses friedfertige, harmonische Umfeld hineingeboren, konnte sich Hubert voll entfalten. Nach einer glücklichen Kindheit besuchte er das Gymnasium »Marianum« in Warburg.

Die Studienzeit verbrachte er in Berlin. Er pflegte einen großen Freundeskreis. Nicht nur mit Kommilitonen gab es feierfröhliche Nächte, auch mit bekannten Schauspielern. In Berlin lernte er auch den berühmten Bildhauer Arno Breker kennen.

»Die Architektur ist die Mutter aller Künste«, rief bereits der Architekt des Römischen Imperiums, Vitruv, aus. Ganz sicher ist, dass Hubert Meier-Sökefeld sein Berufsziel erreicht hatte. Die markige Aussage des Architekten Claude-Nicolas Ledaux, im 18. Jahrhundert, wonach »Architekten die Titanen der Erde« sind war ihm sicher auch bekannt.

Seine Baumeister-Epoche konnte beginnen. 1934 brach er dann, als Architekt Hubert Meier, ausgestattet mit allen Attributen eines Erfolgsmenschen, zu einer Studienreise nach Bayern auf und machte Station in Dillingen. »Die vortreffliche Proportionierung der Stadtarchitektur« zog ihn magisch an.

Nach seiner Ankunft in Dillingen quartierte er sich im »Konvikt« ein, dem damals besten und renommier-testen Brauerei-Hotel des Landkreises. Sogleich begannen die Schicksalsgöttinen ihre Fäden zu ziehen. Er lernte seine, aus Traunstein stammende, spätere Frau Maria kennen. Er wurde in Dillingen sesshaft und schloss dort mit Maria den Bund fürs Leben. Bei seiner Hochzeit soll er gesagt haben: »Wegen einer einzigen Rose werde ich nun meinen ganzen Blumengarten aufgeben!« Er beherrschte ganz sicher jene »ars amandi«, jene geistreiche Liebeskunst, der wohl kaum ein eindrucksfähiges Gemüt widerstehen konnte.

In Dillingen und im übrigen »Schwaben-Lande« wurde er so bekannt, dass man ihn nur noch »Deutschland-Meier« nannte. Natürlich war er längst etabliert, mit eigenem Architekturbüro am Dillinger Schloss. Über mangelnde Aufträge konnte er sich nicht beklagen. Technische Zeichner wurden eingestellt und es entstand die Donausiedlung. Der Bau der »Risse-Villa« erregte in Fachkreisen Aufsehen.

Es folgten weiter ungezählte Bauten, auch öffentliche, die aufzuzählen hier nicht möglich ist.

Im Laufe der Zeit entstanden unzählige Freundschaften, die sich durch alle Bevölkerungsschichten zogen. Sein Charisma verzauberte Empfängliche und wirkte nachhaltig. Noch ein halbes Jahrhundert nach seinem »Fortgehen« konnte man in Schwaben noch hören, wie zum Teil mit glänzenden Augen und großem Respekt von ihm erzählt wurde. Er hatte auch die Angewohnheit, Wandmalereien zu hinterlassen, die man vielerorts noch heute finden kann. »Der Mensch, das Augenwesen, braucht das Bild«, sagte schon Leonardo da Vinci; und Hubert Meier-Sökefeld, dieses Kommunikationswesen, hat Spuren »gezeichnet«.

Sein Wirkungskreis, seine kreativen Kontakte weiteten sich immer mehr aus. In München fühlte er sich sofort ganz besonders zu Hause. Auch hier zeichnete er alle bedeutenden Bauten. Seine berufsbedingte Angewohnheit war es, mit Stift und Zeichenblock unterwegs zu sein. Zu seinen Attributen gehörte auch ein Klapphocker, den er unbekümmert, selbst in der Großstadt, einsetzte. Es wurde erzählt, dass er sich mit stoischer Gelassenheit auf dem Odeonsplatz niederließ, um die Theatinerkirche zu zeichnen. (Die Fußgängerzone gab es damals noch nicht und hupende Autos wurden ignoriert!) Es entstand eines der schönsten Bilder der Theatinerkirche mit weißblauer Straßenbahn, die vor dem Kriege diese Route fuhr. In München kam es zu außergewöhnlichen, weichenstellenden Begegnungen. Bei einem Atelierfest lernte Meier-Sökefeld auch Edgar Hanfstaengl, genannt »Puzzi« kennen. Er bot ihm an, in seiner renommierten Kunsthandlung am Stachus auszustellen. Diese erste, große Bilderpräsentation in München war sehr erfolgreich. Es folgten Ausstellungen im Haus der Kunst, das damals noch »Haus der Deutschen Kunst« hieß.

Das gepflegte Reisen gehörte zu seinen bevorzugten Tätigkeiten. Als Liebhaber deutscher Literatur und Kunst fuhr er jährlich auch nach Leipzig, um den für ihn so wichtigen Austausch zu pflegen. Primär natürlich, um Bücher zu erwerben.

Doch dann kam der 2. Weltkrieg, der auch ihn in die Wehrmacht zwang, wobei er durch sein Können und seine hervorragenden Beziehungen vor dem Schlimmsten bewahrt wurde. Zunächst wurde er als Architekt und Bauleiter nach Luxemburg beordert. Ein durchaus erträgliches Milieu, wie er selbst berichtete.

Als der Auftrag »Luxemburg« beendet war, wurde er als Kriegsmaler eingezogen. Er kam in den kalten Osten, nach Russland. Auch hier war ihm das Schicksal gnädig. Von höchster Stelle wurde er als Kriegsmaler verpflichtet. Eine privilegierte Position, die ihm – seiner Persönlichkeit entsprechenden – Freiraum sicherte und sein größtes Anliegen garantierte, niemals auf Menschen schießen zu müssen.

In Russland war er kontinuierlich von vier bewaffneten Soldaten, seinen getreuen Beschützern umgeben, um ungestört zeichnen zu können. Seinen liebenswürdigen Charakter konnte niemand brechen; auch keine Kriegshandlung. Fortuna stand ihm zur Seite. Der Raum Kiew wurde nun für längere Zeit sein Freilicht-Atelier. In der Stadt bekam er eine große Künstler-Werkstatt zugewiesen; Ausstellungen fanden positive Resonanz.

Das Meier-Sökefeld »Lawra-Bild« erschien in der ukrainischen Zeitung, die auch im ganzen deutschen Reich vertreten war. (Das »Dillinger-Schloss« wurde in der Frontzeitung abgebildet).

Es entstanden beachtliche Zeichnungen, die die Eigentümlichkeit der ukrainischen Landschaft sichtbar werden ließen und auch denen vermittelt werden konnte, die niemals vor Ort waren.

Der Russland-Krieg wurde immer härter, immer brutaler, die Entbehrungen nahmen unmenschliche Ausmaße an. Da die Versorgungslinie unterbrochen wurde, löste dies eine Hungersnot aus, die viele deutsche Soldaten nicht überlebten.

Gottlob war Meier-Sökefeld kerngesund, vermeintlich resistent. Dann endlich: 1944 Rückzug in die Heimat. Meier-Sökefeld landete erst einmal in einem Lazarett in Altenstadt bei Schongau. Vermutlich hatte er sich Erfrierungen zugezogen.

So ganz ohne Blessur hat wohl niemand – der an der Front war – diesen Krieg überstanden. Aber auch hier gab es wieder »Lichtblicke«, die das Meier-Sökefeld-Leben immer neu erhellten. Zu seiner Freude wurde er ganz in der Nähe der namhaften, romanischen Basilika Altenstadt einquartiert. Ein erhabenes Bauwerk von geradezu bombastischer, symmetrischer Schönheit, an dem ein Architekturmaler keinesfalls untätig vorübergehen konnte. Er zeichnete diese Basilika aus jeder Perspektive. »Der gute Gott von Altenstadt« soll bei Kunstinteressierten weit bekannt sein. Er war es sicher, der an diesem Ort ganz besondere Menschen zusammenführte und eine solidarische Kameradschaft entstehen ließ, um die Kriegswehen zu lindern. Er fuhr sogar mit dem Fahrrad zur Wieskirche und in Schongau wurden seine Bilder ausgestellt.

Ein neuer Lebensabschnitt begann 1946, mit dem Umzug nach Traunstein. Kaum hatte er sich mit dem geselligen Bohemien-Naturell dort eingerichtet, sehnte er sich nach Gesellschaft. Er begab sich sogleich auf die Suche nach einer Begegnungsstätte mit geeigneten Räumlichkeiten und nach Gleichgesinnten. Beides fand er. Meier-Sökefeld war in seinem Element und gründete den »Künstlerring-Chiemgau« in Traunstein. Eine überaus aktive Schaffensperiode begann. Wieder bildete sich ein intensiver, homogener Freundeskreis. Namhafte Maler und Schriftsteller trafen sich nun regelmäßig zu heiterem Beisammensein, Gedankenaustausch, aber auch zu konstruktiver Kreativität. Diese ideenreiche Wirkungsstätte zog immer mehr Künstler an. Der Kreis weitete sich und blieb nicht auf den Chiemgau begrenzt.

Die Stadt Traunstein erlebte neue Facetten, eine künstlerische Dimension, die Leichtigkeit in die bisher stabile Ordnung brachte. Eine schöpferische Aura umgab nun die »Stadt an der Traun«. Sie zog namhafte Menschen an. So kam eines Tages auch Friedrich Ulmer aus München in das Künstlerzimmer, um Meier-Sökefeld kennen zu lernen. Ein echter Glücksfall, wie sich sogleich erwies. Meier-Sökefeld plante die Herausgabe eines Buches mit dem Titel »Verklungene Großstadt-Romatik«. Sein Anliegen war es, Zeichnungen bedeutender deutscher Baudenkmäler, die bei Bombenangriffen zerstört oder beschädigt wurden, zu veröffentlichen. Es war geradezu eine glückliche Fügung, dass Meier-Sökefeld diese Bauten vor dem Krieg im Bild bewahren konnte. Den historisch-kulturellen Wert dieses Vorhabens erkannte Friedrich Ulmer – ein Botschafter deutscher Kultur, Meister der Hochsprache – sofort und bot an, das Vorwort zu schreiben. So entstand eine unvergleichlich wertvolle Dokumentation. Doch nicht nur gleiches Interesse verband die beiden Herren, auch eine tiefe Freundschaft. Zwei Kongeniae – in Geist und Erscheinung – saßen oft sundenlang im Erker des Traunsteiner Ateliers, in Gespräche vertieft.

Das Buch erschien und wurde ein außergewöhnlicher Erfolg. Seine Wirkung im Ausland, vor allem in Amerika, soll aufsehenerregend gewesen sein. Nun bereitete sich der Maler auf Ausstellungen vor. In einer gnadenlosen Nachkriegszeit kämpfte er mit Würde ums Überleben. Ellenbogen-Mentalität war ihm fremd. Die Freunde des Künstlerringes stützten sich gegenseitig. Eine solidarische Gemeinschaft trägt. Und vor allem: seine Maria war für ihn »stabilitas loci«, wie die Benediktiner sagen. Ein stabiler Ort. Und Heimat.

Die erste Geburtstagsfeier im Kreise der neuen Künstlerringfreunde beging er heiter, feuchtfröhlich, »à la Hubert« eben. Sein Optimismus gab ihm recht, er wurde mit Arbeit geradezu überschüttet. Ausstellungen fanden statt. Dann bekam er den Auftrag, für das »Rote Kreuz« – über einen längeren Zeitraum hinweg – ein Ratespiel ins Leben zu rufen. »Kennen Sie Bayern?«, mit Meier-Sökefeld-Bildern in der Zeitung. Die Originale waren zu gewinnen. Dieses Preisausschreiben hatte den tieferen Sinn, an Baudenkmäler heranzuführen und auch einer breiten Bevölkerungsschicht den Zugang zur Architektur-Malerei zu vermitteln. Der Erfolg war durchschlagend.

Inzwischen etablierten sich in Traunstein noch weitere Künstlergruppen. »Roter Reiter«, gegründet von Erwin Shoultz-Carrnoff (aktuelle Schreibweise) nahm seinen Wohnsitz auf der Weinleite. Viel diskutierte Künstlerfeste fanden statt. Ein Kreis naturalistischer Landschaftsmaler gruppierte sich um Eugen von Tarnoczy, einen kultivierten Ungarn, der stilvoll lebte. Die Beamten- und Garnisonstadt Traunstein wurde mit dieser Fülle sozusagen künstlerisch durchblutet.

Zum Bekanntenkreis Meier-Sökefeld gehörte auch Gabriele Münter, die zu den Ausstellungen – auch anderer Künstler – regelmäßig nach Traunstein kam und zeitweise sogar die Aufsicht übernommen haben soll.

Gabriele Münter gehörte der Künstlergruppe »Der Blaue Reiter« an, aus der die bedeutendsten Expressionis-ten des 20. Jahrhunderts hervorgingen. Ihr Haus in Murnau – heute Münter-Museum – war für die Einheimischen das »Russen-Haus«, seit Kandinsky dort einzog.

Gabriele Münter war als »Malweib« bekannt. Erst viele Jahre nach Kandinskys Tod (1944), konnte sie sich allmählich aus seinem Schatten befreien. Anerkennung der eigenständigen Malerpersönlichkeit und später Ruhm folgte. Heute wird sie ebenbürtig mit Marc und Macke genannt. Ob sie sich damals im Traunsteiner Künstlerzimmer auch zur Kollegen-Runde gesellte, ist nicht überliefert. Zweifelsohne steht aber fest, dass dieser Ort für viele Künstler zum Lieblings-Wohnzimmer, für manchen Junggesellen unter ihnen sogar zu einem Zuhause avancierte. Viel gefeiert und getrunken wurde hier. Meier-Sökefeld war aber niemals betrunken. Er hatte Contenance. Kleines Apercu: Ein Lokal wurde von ihm nicht betreten, er erschien!

Es gab Phasen der expressiven Arbeits-Intensität, ausgesprochene Schaffensperiodeen mit Gestaltungsdrang. Doch dann folgten auch Zeiten, die Meier-Sökefeld mit meditativem Nichtstun zubrachte. »Ich bin ja schließlich kein Schuster«, pflegte er dann zu sagen.

Meier-Sökefeld fand zwar auch – und ganz besonders – im tun Erfüllung, doch der Balance-Akt, das bewusste Ein- und Ausatmen, war das Geheimnis seiner harmonischen Persönlichkeit. Seinen Charakter-Grundzug könnte man so beschreiben: er hatte diese selbstverständliche Noblesse, ohne prätentiös zu sein.

Er fuhr manchmal nach Schongau, um einen Freund und Kompaniechef aus Kriegstagen zu besuchen, Franz Josef Strauß, der dort inzwischen Landrat war. Als Strauß dann Verteidigungsminister wurde, revanchierte er sich mit einem Besuch in Traunstein. Die Stadt hatte ereignisreichen Gesprächsstoff. Zwei starke Vollblut-Persönlichkeiten, die sich gegenseitig schätzten und befreundet blieben; zwei trinkfeste Naturen, die sich in ihrer Verschiedenartigkeit respektierten und mochten. Beide mit Loyalität ausgestattet.

Inzwischen erschienen Meier-Sökefeld-Postkarten in Serie, die begeisterten Absatz fanden. Meier-Sökefelds Tätigkeit war vielfältig. Buchillustrationen, Plakate, graphische Arbeiten. In seiner letzten Lebensphase befasste er sich mit der Vorbereitung für eine umfangreiche Ausstellung in Dillingen. Er kehrte also zurück in seine Schicksalsstadt, die Basis für sein ganzes Leben werden sollte. Diese Ausstellung, 1961, war ein sensationeller Erfolg. Doch zugleich wurde sie auch zum »Schwanengesang« eines Malers.

Für Meier-Sökefeld kam nun das letzte Lebensjahr seiner irdischen Existenz. Im Frühjahr 1962 kam er nach einem Zusammenbruch ins krankenhaus zu einem längeren Aufenthalt. Trotz seiner körperlich schlechten Verfassung war er aber guter Dinge und voll der Hoffnung, bald wieder daheim sein zu können. Für ihn, den ästhetischen Individualisten muss ein Krankenhaus-Aufenthalt – der erste in seinem Leben – ein Ort des Schreckens, Tantalusqual gewesen sein. Er konnte zwar immer wieder kurzfristig die Klinik verlassen, doch letztendlich blieb ihm der große Schmerz.

Dabei stand die Verwirklichung seines liebsten Planes bevor. Endlich wollte er wieder bauen, diesmal sollte es für den Eigenbedarf werden. Er erwarb ein ideales Grundstück auf der Wartberghöhe und freute sich über den Entwurf des Landhauses, auf dem »Olymp«. Es sollte das »non-plus-ultra« werden, eine Liebeserklärung an seine Familie.

Aber es kam anders. Ein tristes Krankenzimmer wurde sein letztes Zuhause. Als ihn seine Tochter an einem heißen Augusttag wieder einmal besuchte, bedeckt mit einem weißen, wagenradähnlichen Florentinerhut das Krankenzimmer betrat, war er immer noch zu Scherzen aufgelegt. Mit Blick auf meinen etwas skurrilen Sonnenschutz empfing er sie humorvoll mit den Worten: »Erzähl bloß keinem, dass du meine Tochter bist!« Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich rasch, die Leberzirrhose war in der Endphase ihres Zerstörungswerkes angelangt.

Der Todesengel beugte sich schon über ihn und befreite ihn am 16. August 1962 von seinem Leiden. Ein Künstlerleben war zu Ende gegangen. Ein ganz besonderer Mensch, von Unzähligen geliebt und verehrt, hatte diese Erde verlassen. Er lebte seine Ideale, war unbestechlich, niemals käuflich. Und er war mit der beglückendsten Eigenschaft ausgestattet, die ein Erdenbürger haben kann, er war ein Liebender.

1981 gab es in Traunstein die erste, große Meier-Sökefeld-Gedächtnis-Ausstellung – anlässlich seines 75. Geburtstages – zu der Franz Josef Strauß die Schirmherrschaft übernommen hatte. Die Ausstellung wurde ein voller Erfolg.

Im Jahr 1988 starb seine Frau Maria. Zuhause von ihren Töchtern abwechselnd umsorgt, blieb sie klar und diszipliniert bis zum letzten Atemzug. Sie starb – achtzigjährig – in Frieden. Beide fanden ihre letzte Ruhestätte im Waldfriedhof in Traunstein.

Bleibt noch anzumerken, dass in den Chiemgau-Blättern auf Seite 1 immer noch der Meier-Sökefeld-Titelkopf verwendet wird.





42/2006