Jahrgang 2010 Nummer 36

Hochgebirgsstraßen im Berchtesgadener Land

Rossfeldhöhenring- und Kehlsteinstraße

Rossfeldstraße –  Blick zum Untersberg und nach Salzburg

Rossfeldstraße – Blick zum Untersberg und nach Salzburg
Hoher Göll mit Purtscheller-Haus

Hoher Göll mit Purtscheller-Haus
Obere Ahornalm an der Rossfeldstrasse mit Blick zum Hohen Göll

Obere Ahornalm an der Rossfeldstrasse mit Blick zum Hohen Göll
Heute haben wir uns einen Ausflug in die Berchtesgadener Alpen vorgenommen. Die touristisch gut erschlossene Umgebung von Berchtesgaden bietet viele Möglichkeiten, Seilbahnen zu nutzen und auf gut ausgebauten Autostraßen an der Schönheit der Bergwelt einen angemessenen Anteil zu haben. Die Rossfeldhöhenringstraße, Obersalzberg und das Kehlsteinhaus sind in einem Tagesausflug mit dem Auto gut miteinander zu verbinden und versprechen dem sportlich nicht mehr so Ambitionierten eine Vielzahl unvergesslicher Eindrücke. Dazu kommt noch eine Begegnung mit der Geschichte des Dritten Reiches.

Die Rossfeldpanoramastraße, die höchste Gebirgsstraße Deutschlands

Die Rossfeldhöhenringstraße – so die offizielle Bezeichnung - erreichen wir von Berchtesgaden aus über die B 319, der wir bis zum Obersalzberg folgen. Vom dorti-gen Parkplatz aus führt die ausschließlich dem Busverkehr vorbehaltene Kehlstein-straße zum Kehlsteinhaus, dessen Besichtigung wir uns für den Nachmittag vorge-nommen haben. Die Rossfeldhöhenringstraße nimmt ebenfalls von Obersalzberg aus ihren Anfang. Die Südauffahrt führt an der Mautstelle vorbei zur Oberen Ahornalm. Der weitere Straßenverlauf folgt entlang der österreichischen Staatsgrenze, die wir mehrmals überqueren. Weiter geht es im Wesentlichen eben zum Parkplatz am Rossfeld. Von hier aus folgen wir der kurvenreichen Straße ins Tal, das wir in Oberau erreichen.

Die Rossfeldstraße ist in mehrfacher Hinsicht eine besondere Alpenstraße. Zunächst fällt auf, dass sie nach Erreichen der Scheitelstecke als Ringstraße wieder zu Tal führt, ohne Anschluss an eine überörtliche Straßenführung. Im Dritten Reich war geplant, die Rossfeldstraße über Hinterbrand zum Königsee weiterzuführen und als Deutsche Alpenstraße eine Verbindung bis zum Bodensee zu schaffen. Gleichzeitig mit dem Bau der Kehlsteinstraße 1938 konnte die Autostraße über das Rossfeld noch in den Kriegsjahren bis auf ein Teilstück von 800 m gebaut werden. 1953 – 56 wurde das fehlende Teilstück noch fertiggestellt. So ist die Rossfeldhöhenringstraße mit 16 km die höchste Gebirgsstraße in Deutschland. Mit Steigungen bis zu 13 % führt sie auf eine Höhe von 1 560 m.

Auf der Scheitelstecke des Rossfeldes verläuft ein Teil der Straße auf österreichi-schem Staatsgebiet. In einem Staatsvertrag zwischen Osterreich und der Bundesre-publik wurde festgelegt, dass Österreich die Straßenführung duldet und der Bund dafür den Straßenunterhalt übernimmt. Da ein überörtlicher Anschluss fehlt, wurde die Straße als Bundesprivatstraße eingestuft. Da nur ein eingeschränkter öffentlicher Verkehr zulässig ist, konnte für den Straßenunterhalt eine Maut erhoben werden.

Die Autofahrt über das Rossfeld ist besonders bei schönem Wetter ein Erlebnis. Versprochen ist eine grandiose Aussicht auf die das Berchtesgadener Tal umgebenden Berge und eine Brotzeit auf einer an der Straße gelegenen Alm. Dabei sollte man allerdings nicht an Kühe auf einer Almwiese und an eine Sennerin denken, die gerade dabei ist, in einem Kupferkessel die Milch für den Käse anzurühren. Die Almen haben sich schon längst auf den mit der Alpenstraße verbundenen Tourismus eingestellt.

Für die Busse sind großflächige Parkplätze angelegt. Das Angebot an Souvenirs ist vielseitig. Busreisen zur Rossfeldstraße und zum Kehlsteinhaus werden von den meisten Reisebüros der Umgebung angeboten. So ist es nicht verwunderlich, dass in der Saison Bustouristen in fast unüberschaubarer Zahl die Aussichtspunkte an den Parkplätzen belagern. In den Restaurants ist dann oft kein Platz mehr zu finden. Da ist in einem Bus auch ein lustiger Musikant mitgekommen, der mit seiner Ziehharmonika mit Liedern von den Bergkameraden und vom blauen Enzian für Stimmung unter den Mitreisenden sorgt. Das ist die eine Seite des touristischen Naturgenusses. Aber auch abseits des Touristenrummels ist auf dem Rossfeld an einem Wanderweg immer noch ein Platz zu finden, an dem man zur Ruhe kommen und sich den Reizen der Berglandschaft hingeben kann.

Dann ist es an der Zeit, das Bergpanorama näher zu betrachten und die Aussicht zu genießen, mit der zu Recht für einen Ausflug auf das Rossfeld geworben wird. Der Hohe Göll ist mit 2522 m der höchste, unmittelbar über dem Rossfeld aufragende Berg. Die fast senkrecht abstürzende Felswand scheint unnahbar und unbezwingbar. Offensichtlich geht von dem Berg eine fast magische Anziehungskraft auf die Menschen aus, da doch hinaufzusteigen, alles zu wagen und mit seinen Kräften bis an die Grenzen zu gehen. Während wir den Aufstieg zum Hohen Göll lieber erfahrenen Alpinisten überlassen, ist der Weg zum Purtscheller Haus vom Rossfeld aus für einen Bergwanderer als leichte Tour zu sehen. Im Jahre 1900 wurde das nach dem Alpinisten Ludwig Purtscheller benannte Alpenvereinshaus erbaut und 1909 baulich erweitert. Die deutsch-österreichische Grenze verläuft gerade durch die Gasträume des Hauses.

Die Dokumentation Obersalzberg, Erinnerungen an eine böse Zeit

Unsere Ausflugsfahrt über das Rossfeld endet in Oberau. Am Ende der Ortschaft erreichen wir die B 319, die links zum Obersalzberg und damit zum Ausgangspunkt der Rossfeldstraße führt. Dort finden wir gleich neben der Busabfahrt zum Kehlsteinhaus die Dokumentation Obersalzberg über die Geschichte des Obersalzberges und die NS-Diktatur. Da stehe ich nun eine Zeit lang vor dem Bauwerk, das unterirdisch über einen Zugang zu einer Bunkeranlage aus der Nazizeit verfügt, deren Gänge in die Ausstellung mit einbezogen sind. Augenblicklich kommt mir der Gedanke, auf die Ausstellung „Hitler am Obersalzberg“ doch lieber zu verzichten. Die eben erlebte Harmonie der Berglandschaft am Rossfeld mit den eindrucksvollen Bildern hat mich tief beeindruckt.

Ich ahne, was mich in der Ausstellung erwartet; die Erinnerung an das noch selbst erlebte Grauen. Bombennächte, Flucht und Vertreibung, in jugendlichen Jahren er-litten, sind nicht spurlos an mir vorübergegangen. Dem personifizierten Bösen sollte hier keine Referenz erwiesen werden. Dann kommt mir aber doch ein tröstliches Wort ins Gedächtnis: „Die Erlösung von erlittenem Leid heißt Erinnerung.“ Mit diesen Gedanken will ich versuchen, der vom Institut für Zeitgeschichte eingerichteten Ausstellung zur Geschichte des Obersalzberges und der NS-Zeit auch einen positiven Aspekt abzugewinnen.

Die Ausstellung ist didaktisch gut aufgebaut und zeigt in beinahe 1000 Fotos, Doku-menten, Film- und Tonaufnahmen den Obersalzberg zur Zeit Hitlers und die histori-sche Dimension der NS-Diktatur. Vor Hitler war der Obersalzberg ein Bergbauern-dorf, das schon um die Mitte des 19. Jahrhunderts vom Fremdenverkehr entdeckt worden ist. In dieser Zeit hat Mauritzia Mayer in der Pension Moritz ihre Gäste liebe-voll bewirtet. Zu ihnen gehörte auch der Schriftsteller Richard Voß, der in seinem Roman „Zwei Menschen“ der Wirtin als Judith Platter und dem Platterhof ein literari-sches Denkmal gesetzt hat.

Der hoch über dem Tal von Berchtesgaden gelegene Obersalzberg mit dem prächtigen Blick auf das einmalige Bergpanorama erschien schon in der Gründerzeit im ausgehenden 19. Jahrhundert vermögenden Leuten ein begehrter Platz für einen Wohnsitz. So wurden herrschaftliche Villen gebaut. Dazu gehörte auch das einem Industriellen gehörende Haus Wachenfeld, das Hitler 1928 gemietet und 1933 gekauft hat und zu seiner luxuriösen Residenz umbauen ließ. Es wurde als Berghof das Zentrum der Nazi-Siedlung am Obersalzberg. Der Journalist Dietrich Eckart hatte Hitler für die einmalige Lage des Obersalzberges begeistert.

Das Vorhaben Hitlers, auf dem Obersalzberg ein Machtzentrum zu errichten, wurde radikal umgesetzt. Die Grundstücke mit den alten Bauernhäusern und Villen wurden aufgekauft, teilweise indem auf die Besitzer mit Drohungen Druck ausgeübt wurde. Der Fotograf Hans Brandner, der sein Haus nicht hergeben wollte, landete im KZ. Nicht unweit vom Berghof wurde ab September 1936 die „Reichskanzlei Dienststelle Bischofswiesen“ eingerichtet. In der Nachbarschaft zum Berghof ließen sich Martin Bormann, Herrmann Göring und Albert Speer in relativ bescheidenen Häusern nieder.

Hitler am Obersalzberg
Die Bilder in der Dokumentation zeigen Hitler auf der Terrasse des Berghofes umgeben von jubelnden Kindern und fröhlichen Menschen. Das Trugbild war der Propaganda willkommen: Der Führer vor der Kulisse der Berge, naturverbunden und doch dem Volk nahe. Vielleicht ist der Rückzug Hitlers in die Berge als Flucht vor sich selbst zu deuten. Von der Ahnung um die Unmöglichkeit seines Vorhabens, die ganze Welt zu erobern und alles, was sich dem entgegenstellte, zu vernichten, aber auch getrieben von der Angst des Scheiterns suchte er in den Bergen einen Ort trügerischer Sicherheit. Einen Bunker ließ sich Hitler in den Berg bauen, der heute als Teil der Ausstellung genutzt wird.

Hitler war stolz auf seinen Berghof. In der Einrichtung war der zum Übermaß neigen-de Kunstgeschmack des Dritten Reiches zu erkennen. Marmorgetäfelte Wände, von Hitler bestellte Gemälde und überdimensional großes Mobiliar sollten dem Besucher einen Eindruck von der Bedeutung Hitlers vor Augen führen. Hitler empfing im Berghof mehrere Staatsgäste, mit denen er über die Gestaltung der Welt nach seinen Vorstellungen verhandelte. Mit dem österreichischen Kanzler Kurt Schuschnigg wurde am 12. Februar 1938 im Berghof das Berchtesgadener Abkommen ausgehandelt. Wie in vielen anderen Fällen war es ein Zwangsdiktat Hitlers, mit dem der Anschluss Österreichs an Deutschland vorbereitet wurde.

Der Obersalzberg wurde von den Nazis zum streng bewachten Sperrgebiet erklärt, das nur für geladene Gäste zugänglich war. Die Berchtesgadener hatten zu denen da oben ein höchst zwiespältiges Verhältnis. Natürlich gab es auch Linientreue mit dem Parteiabzeichen am Revers, die beim Einkauf beim Bäcker auf den Hitlergruß mit erhobener Rechten bestanden haben. Und die Bäckerin hat das auch mitge-macht, weil sie verkaufen und überleben wollte. Ansonsten sind die Nazis vom Obersalzberg den Berchtesgadenern fremd geblieben. Wenn noch spät am Abend eine Autokolonne mit verdunkelten Scheinwerfern zum Berg hinauffuhr, dann fühlten die Leute, dass sie unfreiwillige Zuschauer eines unheimlichen Schauspiels waren.

Hitlers Residenz versinkt im Bombenhagel
Viele ahnte es; und einige, die den verbotenen Schweizer Sender Beromünster in Deutsch hörten, wussten es, dass das Ende nahe war. Dann brach am 25. April 1945 die Apokalypse über den Obersalzberg herein. Bomber der Royal Airforce hatten 1300 Bomben als tödliche Fracht an Bord, mit denen die Brutstätte des Bösen in den Bergen ausgelöscht werden sollte. Und dann ist die Hölle über den Obersalzberg hereingebrochen. Ohrenbetäubender Lärm von den Einschlägen der Bomben hallte in den Bergen wider. Schwarze Rauchwolken zogen über das Land.

Unten im Tal haben die Menschen in der Stube oder im Keller Kerzen angezündet. Gebetet haben sie, dass sie der Herrgott vor dem Untergang bewahren möge. Ob es die Bomberpiloten waren, die mit ihrer tödlichen Fracht auch Berchtesgaden hätten in Schutt und Asche legen können oder ob der auch über den Bombenflugzeugen Mächtige das Gebet der Menschen im Tal erhört hat, wird wohl nicht mehr zu ergründen sein. Jedenfalls blieb Berchtesgaden vor den Bomben verschont.

Nach Kriegsende hielten die Amerikaner den Obersalzberg besetzt und verhängten, um Plünderungen zu verhindern, ein allgemeines Zugangsverbot. Der Berghof und die Villen von Göring und Bormann wurden gesprengt. Der Berghof wurde mit den angrenzenden Grundstücken im September 1949 rückwirkend zum 21. Juni 1948 auf das Land Bayern übertragen. Obwohl der Freistaat Bayern schon 1948 Eigentümer der Grundstücke geworden ist, war der Obersalzberg noch bis 1996 Erholungszentrum der amerikanischen Besatzer. Noch einmal geriet der Obersalzberg in die Schlagzeilen, als das 2005 vom Freistaat finanzierte Fünfsterne-Hotel „Inter Continental Berchtesgaden Resort“ Verluste einfuhr und im Strudel der Finanzkrise der BayernLB mitgerissen wurde.

Das Kehlsteinhaus, historischer Aussichtspunkt über Berchtesgaden
Zur Hitlers Alpenresidenz gehörte auch das Kehlsteinhaus. Auf der Spitze des Kehl-steins in 1 834 m Höhe war sie von den Architekten als krönender Abschluss der Alpenfestung gedacht. Am 20. April 1939 wurde das Kehlsteinhaus von der NSDAP dem Führer zu dessen 50. Geburtstag geschenkt. Als Zufahrt war die Kehlsteinstra-ße angelegt worden, die auf 6, 5 km einen Höhenunterschied von 700 m überwindet. Da sich nach dem Krieg zeigte, dass die Zufahrt zum Kehlsteinhaus für den individuellen Autoverkehr nicht geeignet war und das Parkproblem am Gipfel nicht lösbar erschien, wurde für die Kehlsteinstraße ein Pendelverkehr ab Obersalzberg mit Bussen eingerichtet.

Von der Bushaltestelle am Berg erreicht man in wenigen Minuten den Zugang zu dem in den Fels gesprengten Tunnel, der 3 m hoch, in 124 m zum Aufzug führt. Mit dem Aufzug gelangt der Besucher über eine Höhe von 124 m zum Eingang des Kehlsteinhauses. 30 Millionen Reichsmark hat der Bau, Tunnel und Aufzug einge-schlossen, gekostet. Das sind umgerechnet 150 Millionen €. Im Fahrstuhl werden wir noch einmal an die Prunksucht erinnert, die sich der Führer umgab. Die Wände des Aufzugs sind mit polierten Messingplatten und venezianischen Spiegeln ausgestattet. Die ausklappbaren Sitze sind mit Leder bezogen.

Wir stellen uns Hitler im Aufzug vor, in dem er von undefinierbaren Ängsten gepeinigt wird. Durch Zeugenaussagen ist überliefert, dass Hitler im Fahrstuhl einen Blitzeinschlag ebenso fürchtete wie einen Angriff von Flugzeugen oben am Teehaus, wie das Kehlsteinhaus seinerzeit genannt wurde. Hitlers psychopatische Persönlichkeit wurde nach seinem Suizid mehrfach wissenschaftlich untersucht mit dem Ergebnis, dass er die vom Wahn der Welteroberung getriebene Belastung psychisch nicht verkraften konnte und so unter schweren Wahnvorstellungen zu leiden hatte. Die Besuche Hitlers im Teehaus sind unter diesem Zeichen zu sehen. Vom September 1938 bis Oktober 1940 besuchte Hitler das Kehlsteinhaus wohl offiziell nur 14 Mal, während des Krieges nur ein Mal. So bleibt es fraglich, ob das als prunkvoller Repräsentationsbau errichtete Gebäude als sinnvolles Geschenk der Parteiführung an Hitler gesehen werden kann; offensichtlich wurde Hitler auch von seiner Umgebung falsch eingeschätzt.

Das Untergangsszenario des Obersalzberges hat das Kehlsteinhaus heil überstan-den. Die Piloten, die dem Angriff auf den Obersalzberg flogen, hatten auch den Auf-trag, das Kehlsteinhaus zu zerstören. Es war ihnen aber nicht gelungen, das Haus auf der Bergspitze punktgenau zu treffen. Zunächst von den Amerikanern beschlag-nahmt und 1949 formell an den Freistaat Bayern übergeben, wurde das Kehlstein-haus noch einmal vor der Zerstörung bewahrt, als in den 50er Jahren das bayerische Kabinett die Sprengung des Gebäudes plante. Dem Einsatz des Berchtesgadener Landrats ist es zu verdanken, dass der Plan nicht umgesetzt wurde. Der Grund für den Zerstörungsplan war die Sorge, dass sich im Kehlsteinhaus ein Kult ewig Gestriger etablieren könnte, dem man den Boden entziehen wollte. Dass diese Befürchtung nicht unbegründet war, zeigte der anfänglich blühende Handel mit Bildern aus der ehemaligen Nazizeit. Allmählich hat sich auch für dieses Problem durch die Ausstellung der Dokumentation eine Lösung ergeben.

So haben wir bei unserem Ausflug über die Rossfeldstraße und zum Kehlsteinhaus eindrucksvolle Bilder einer grandiosen Berglandschaft mitnehmen können. Wir sind dabei aber auch mit dem Bösen konfrontiert worden, mit dem wir eben leben müssen. So mag es am Ende der Tour ein ausgleichender Trost sein, wenn wir auf der Terrasse des Kehlsteinhauses die gewaltige Kulisse des Bergpanoramas des Berchtesgadener Landes genießen können, die sich bei weißblauem Himmel vor uns ausbreitet.

Dieter Dörfler


Verwendete Literatur:
Wikipedia Obersalzberg , Berghof, Kehlsteinhaus und Rossfeldhöhenringstraße
Dahm, Volker / Albert Feiber / Hartmut Mehringer / Horst Möller (Hrsg.): Die tödliche Utopie. Bilder, Texte, Dokumente, Daten zum Dritten Reich, München 2008.



36/2010