Jahrgang 2006 Nummer 24

Ein neues Kreuz auf dem Rauschberg

Es wird heute aufgestellt – Die offizielle Weihe erfolgt am 25. Juni

Hubert Geierstanger beim Anpassen der Kugeln an das neue Rauschbergkreuz.

Hubert Geierstanger beim Anpassen der Kugeln an das neue Rauschbergkreuz.
Das erste Bergkreuz wurde im Jahr 1933 auf dem Rauschberg aufgestellt. Die Predigt bei der Bergmesse hielt damals Kooperator Aug

Das erste Bergkreuz wurde im Jahr 1933 auf dem Rauschberg aufgestellt. Die Predigt bei der Bergmesse hielt damals Kooperator August Thomas.
Auf dem Rauschberg wird ein neues Kreuz zum gedenken an die Gefallenen der Gemeinde Ruhpolding aufgestellt. Es ist das insgesamt vierte Rauschbergkreuz. Das dritte Kreuz, das 1988 aufgestellt worden war, wurde vor Jahren bei einem Blitzschlag stark beschädigt. Daher entschloss sich nun der GTEV »D' Rauschberger-Zell«, ein neues Kreuz aufzustellen – und zwar am heutigen Samstag. Die offizielle Weihe des Kreuzes folgt am 25. Juni.

Das erste Rauschbergkreuz wurde nach überliefertem Wissen im Jahr 1933 von Josef Bichler vom Ortnerhof zusammen mit jungen Ruhpoldinger Burschen aufgebaut. Es hielt jedoch nur 18 Jahre, dann war es bereits in einem so schlechten Zustand, dass es erneuert werden musste. So wurde im Jahr 1946 vom GTEV »D' Rauschberger-Zell« das zweite Kreuz aufgestellt – einige der damals Beteiligten werden auch jetzt als Gäste wieder dabei sein. Dieses Kreuz hielt bis 1988, dann wurde zum dritten Mal ein Bergkreuz auf dem Rauschberg aufgestellt. Weil vor einigen Jahren der Blitz in dieses Kreuz eingeschlagen hat, wobei der Balken gespalten wurde, und weil auch die großen Kugeln stark beschädigt waren, war es unumgänglich, dass ein neues Kreuz aufgestellt wird. Es ist sechs Meter hoch, drei Meter breit und besteht aus Lärchenholz.

Das dafür notwendige Holz wurde im Dezember letzten Jahres geschlagen, »als der Mond günstig war«, wie Hans Pichler – er gehört in Sachen Rauschbergkreuz mit zu den »treibenden Kräften« – unserer Zeitung erklärte. »Hauptakteure« beim Anfertigen des neuen Kreuzes waren der Bildhauer Hubert Geierstanger, der Kunstschmied Ingo Schmucker und der Kirchenmaler Achim Friesdorf. In der Werkstatt von Hubert Geierstanger wurde das Kreuz gebaut, Ingo Schmucker fertigte die großen Kugeln aus Edelstahl an, die von Achim Friesdorf vergoldet wurden. Aufgestellt wird das Gipfelkreuz am heutigen Samstag ab 14 Uhr. Laut Hans Pichler wird es mit einem Pferdefuhrwerk vom Plenker-Kaser abgeholt und zum Gipfel gebracht, die letzten etwa 80 Meter muss es dann getragen werden. Offiziell geweiht wird das Bergkreuz am Sonntag, 25. Juni im Rahmen einer um 10 Uhr beginnenden Bergmesse. Zu dieser Bergmesse gibt es ermäßigte Preise bei der Rauschbergbahn. Sowohl zum Kreuzaufstellen als auch zur Weihe werden unter den Gästen einige der »Rauschberger« erwartet, die schon vor 60 Jahren dabei waren und selbst mit anpackten, als das zweite Rauschbergkreuz aufgestellt wurde: Nach Auskunft der Gemeinde sind als Ehrengäste fünf Kreuzaufsteller aus dem Jahre 1946 eingeladen – Sepp Gruttauer, Georg und Hans Soyer, Ernst Weiß und Robert Gschwendner.



24/2006