Jahrgang 2021 Nummer 34

Das Ende des zweiten Weltkriegs in Seeon und Nußdorf

Geistliche und Zeitzeugen berichten über die letzten Tage des Krieges und den Einmarsch der Amerikaner

Das Anwesen in Käs auf einem Bild des Westdeutschen Luftfoto Verlages am Bremer Flughafen. Käs war am 3. Mai 1945 Ziel eines Angriffs zweier amerikanischer Tiefflieger. Das Zuhaus wurde ein Raub der Flammen. Der letzte noch lebende Augenzeuge des Angriffs, der 94-jährige Peter Freiwang, erinnert sich, dass bei dem Brand sechs oder sieben Pferde und 60 bis 70 Hasen verendeten.
Peter Freiwang hatte gerade Heimaturlaub in Heimhilgen, als amerikanische Jagdflugzeuge das Nachbaranwesen in Käs beschossen. Freiwang lebt heute in Rosenheim.
Fronleichnamsprozession in Nußdorf in der Zeit der Hitlerdiktatur. Links im Hintergrund das umstrittene Heim für die Hitlerjugend.
Nach dem Krieg diente das Lager Herbsdorf bis zu 400 Heimatvertriebenen und Flüchtlingen als Unterkunft. Viele von Ihnen fanden in den 1950er Jahren in Traunreut eine neue Heimat.
Viele der Heimatvertriebenen und Flüchtlinge im Lager Herbsdorf waren Bauern. Sie bauten eine eigene Geflügel- und Schweinezucht auf. Bis zu 150 Schweine wurden gemästet und der Schlachttag war für die Bewohner ein richtiger Feiertag.

Wenige Wochen nach dem Ende des zweiten Weltkriegs vor 76 Jahren forderte das Erzbischöfliche Ordinariat von allen Ortsgeistlichen schriftliche Berichte über das Kriegsende in ihrer Pfarrei. Unter dem Eindruck der Kriegsschrecken und kurz nach dem Einmarsch der Amerikaner entstanden wertvolle Zeitdokumente. Das Ordinariat hat vor einigen Jahren sein Archiv mit diesen Schriften geöffnet, so dass sie nun von jedem eingesehen werden können. Nachdem wir zuletzt über das Kriegsende in Ising, Seebruck und Chieming berichtet haben, geht es heute um die Pfarreien Seeon und Nußdorf.

Alois Rauscheder war zu jener Zeit Pfarrer in Seeon. Er kannte seine Pfarrei und seine Schäfchen bestens, als die Nazis die Macht ergriffen. Seit 1924 war er Ortsgeistlicher, und gab im September 1945, wenige Monate nach Kriegsende, dem Erzbischöflichen Ordinariat seinen Bericht über die Vorgänge beim Einzug der Amerikaner in Seeon. Genauso beeindruckend wie dieser Beitrag sind die Aussagen von Peter Freiwang. Der heute 94-Jährige lebte in Heimhilgen und erlebte den Angriff auf den Nachbarhof in Käs mit. Pfarrer Rauscheder notierte eine Reihe bemerkenswerter Details über Selbstmörder, Verwundete und Diebstahlsdelikte in den Wochen vor und nach dem Einmarsch der Amerikaner. Hier Auszüge aus seinem Bericht in der damals gültigen Rechtschreibung. Die Zwischentitel haben wir nachträglich eingefügt:

Der Einmarsch der Amerikaner in Seeon vollzog sich insofern ruhig, als jeder Kampf unterblieb. Die anwesenden deutschen Soldaten gaben sich sofort gefangen. Die Kirchen: Klosterpfarrkirche Niederseeon, Bräuhausen, Ischl und St. Walburgis erlitten nicht den geringsten Schaden, ebensowenig die beiden Schulhäuser, auch der Gottesdienst wurde nicht im geringsten gestört. Vor dem Pfarrhof erschienen spät abends 40 Mann, um Quartier zu nehmen. Als sie überzeugt waren, daß sie am Pfarrhof stehen, verließen sie den Platz, der Pfarrhof hatte keine Einquartierung.

Dramatische Szenen im Bauernhof in Käs

Schlimmer wirkten sich die Tiefflieger-Angriffe aus. Ihr Ziel waren die Militärautos. Dabei kam der Bauernhof zum N.N. in Käs an der Straße nach Seebruck mit knapper Not aus der höchsten Gefahr. Das Zuhaus brannte ganz nieder. Das Wohnhaus mit angebauten Ökonomiestadel brannte auch schon, konnte aber vom Besitzer mit den Angehörigen noch gerettet werden. Im Hausgang suchten ca. 50 Volkssturm-Männer Zuflucht, nachdem sie das Gebäude mit ihren Autos umstellt hatten, ja dadurch das Gebäude in Gefahr gebracht hatten. Zur Rettung halfen sie in keiner Weise bei. Einer von diesen Männern wurde tödlich verwundet und starb im Lazarett Schloß Seeon.

Verschiedene Familien im Weinberg, Bräuhausen und auf dem Wege nach Niederseeon mußten ihre Wohnungen binnen einer Frist von einer Viertelstunde verlassen und sie den Amerikanern überlassen. Fahrräder wurden in verschiedenen Häusern weggenommen, besonders auch Uhren und Schmucksachen und Eßwaren. Man wußte nicht immer, ob von Amerikanern oder anderen Fremdländern. Auch durchziehende deutsche Soldaten sind nicht von Diebstählen, besonders von Fahrrädern nicht freizusprechen. Meßwein wurde hier nur eine Flasche mitgenommen. Bei Haussuchungen wurde in manchen Häusern sehr viel Unordnung verursacht. Neben beschlagnahmten Gegenständen wurden auch Privatgegenstände mitgenommen als Andenken. Die Leute geschreckt mit Pistolenvorhalten. Sehr bedauerlich ist die schonungslose Behandlung von Grundstücken, auf denen schönstes Gras und Getreide steht. Ersuchen um Schonung wurden mit den Bemerken abgetan: Seeon hat ohnedies nichts verspürt vom Kriege. Da denkt man an das Wort: »Deutschland muß sich selbst ernähren«. Doch im großen und ganzen ist die Haltung der Amerikaner gut. Selbst Essen wurde an einige Familien abgegeben.

3 Selbstmorde kamen auf dem Pfarrgebiete vor. 2 davon waren Evakuierte, welche in einem See den Tod suchten, angeblich, weil sie alles auf Hitler gehalten haben und jetzt so betrogen seien. Ebenso waren beide Mitglieder eines Leichenverbrennungsvereines. Ihre Körper wurden nicht aufgefunden, weil sie sich nach eigener Aussage Steine umgehangen haben. Der dritte Selbstmörder war ein Hauptmann, der unbemerkt weggebracht wurde. Gegen Süden, teilweise noch in der Pfarrei, sollen noch eine bedeutende Zahl von Leichen in den Wäldern herumgelegen sein, worüber keine weitere Gewißheit besteht. Die Pfarrei beklagt an Gefallenen 40 Mann. Nachträgliche Meldungen sind noch zu befürchten. An Vermißten 10. Gefangene gegen 40. Schwer Verletzte 6, davon ist einer durch im Körper verstreute Splitter gezwungen, im Beruf sich umzustellen.

Einmarsch der Amerikaner: Ein Mann gefallen, hier beerdigt. Ein weiterer Mann in Griesstätt tödlich verwundet, bis Seeon transportiert und in Roitham beerdigt. Beschädigt wurden etwa 5 Häuser durch Tiefflugangriff, ein Zuhaus eines Bauern brannte nieder, das Wohnhaus wurde mit großer Mühe gerettet. Manche Familien hatten die Besatzungstruppen ziemlich lange im Haus. Damit haben sich unliebe Freundschaften angebahnt. Haussuchungen waren öfter rücksichtslos. Uhren und Schmuckgegenstände gingen mit. Einzelne Plünderungen (vermutlich durch Polen) kamen vor.

Augenzeuge von 1945 berichtete über Tieffliegerangriff

Soweit Auszüge aus dem Bericht von Pfarrer Rauscheder. Er hat ja auch kurz den Angriff auf den Bauernhof in Käs geschildert. Heute lebt die Familie Freiwang in Käs. Angelika Freiwang ist eine Enkelin des damals betroffenen Bauern Nikolaus Mitterer. In Rosenheim lebt der 95-jährige Peter Freiwang, der nur ein paar Steinwürfe weiter, in Heimhilgen, daheim war. Von dort aus erlebte er den Angriff der beiden amerikanischen Jagdflieger auf Käs. Dort standen Militärfahrzeuge einer zurückweichenden Bodeneinheit der Luftwaffe. Freiwang erzählte am Telefon: »Bei uns in Heimhilgen waren auch 20 bis 25 Soldaten. Die konnten wir aber dazu bringen, ihre Fahrzeuge in der Tenne zu verstecken. Sonst hätt’s uns auch derwischt.« So aber nahmen die Amerikaner Käs ins Visier. Das Nebengebäude wurde in Brand geschossen und war nicht mehr zu retten.

Peter Freiwang: »Mit drei französischen Zwangsarbeitern bin ich rübergerannt und mit Millikannen haben wir am Dachstuhl gelöscht. Es war der 3. Mai, saukalt. Alle anderen Männer waren im Krieg. Drum musste ich Nachtwache halten. Da kam in aller Herrgottsfrüh auch noch ein Jeep daher. So ein Auto hatte ich noch nie gesehen. Ein Amerikaner. Was machst jetzt? Redst englisch mit ihnen oder stellst di bläd?« Der Peter stellte sich blöd und die Amis fuhren weiter Richtung Seebruck. Die Straße ging damals, anders als heute, mitten durch die Hofstelle.

Peter Freiwang hatte Heimaturlaub bekommen, nachdem er drei Monate im Lazarett gelegen war. In den Vogesen hatte ihn ein Granatsplitter am Rücken verletzt und in Mühlhausen wurde er an der Hand verwundet. Wenige Tage vor dem Angriff auf den Nachbarhof hatte er sich aufs Fahrrad gesetzt und wollte nach Traunstein fahren. Dort hätte er sich zurück zum Dienst an der Front melden sollen. Doch kurz hinter Ising Richtung Egerer nahm ihn ein Jagdflieger ins Visier. »Der hat aber nicht getroffen und bis der umgedreht hat, war ich im Wald. Die hatten einen ziemlich großen Wendekreis…« Was im Bericht von Pfarrer Rauscheder nicht steht, erzählte uns Peter Freiwang: »Drei Soldaten sind draufgegangen und sechs oder sieben Rösser.

In Käs war der 4. Mai immer ein besonderer Tag, erzählt Angelika Freiwang. Immer an diesem 4. Mai erinnerte ihr Vater beim Frühstück an das unglückselige Geschehen 1945 auf seinem Hof. Sie trägt diese Erinnerung tief in ihrem Herzen.

Heim für die Hitlerjugend in Nußdorf und Horchstation in Herbsdorf

In einem knappen Bericht schildert Pfarrkurat Josef Esterlechner das Kriegsende in Nußdorf. Demnach scheint es in der Gemeinde während der Zeit der Nazi-Diktatur keine besonderen Vorkommnisse gegeben zu haben. Heimatpfleger Josef Ippenberger haben wir es zu verdanken, dass man mehr über die Periode des NS-Regimes in der kleinen Gemeinde erfährt. In seinem 2013 herausgegebenen Heimatbuch geht er ausführlich auf jene Zeit ein und beleuchtet sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Darüber mehr im Anschluss an den Bericht von Pfarrkurat Esterlechner, den er wenige Wochen nach der Kapitulation verfasst und an das Erzbischöfliche Ordinariat gesandt hat. Wir drucken auch seinen Bericht in Auszügen in der damals gültigen Rechtschreibung ab:

Die katholische Pfarrkuratie-Gemeinde Nußdorf b. Traunstein hatte, abgesehen von der verhältnismäßig großen Zahl der Kriegsopfer an Soldaten, das große Glück, ziemlich unversehrt an den Auswirkungen des Krieges vorbeizukommen. Der Kriegs- und Einmarschbericht ist darum kurz zu fassen, und will als Einzelerscheinungen hervorheben: Bei einem Tieffliegerangriff in Hörpolding schwer verwundet, starb am gleichen Tage, den 17. April 1945, der in Hörpolding tätige Pfarrangehörige Bieringer Johann, von Aiging, 29 Jahre alt. Am 18. April 1945 bei dem Terrorangriff auf Traunstein schwer verwundet, starb an den Folgen (Wundstarrkrampf) am 26. April 1945 der Pfarrangehörige Haberlander Andreas im Alter von 34 Jahren.

Sachschaden: An der Kirche in Nußdorf einige Fenster durch Luftdruck zerstört — Kirche in Sondermoning unberührt! Pfarrhof ohne jeglichen Schaden! Schulhaus unbeschädigt! Dagegen fielen 17 Bomben in der nächsten Nähe eines Bauernhauses in Nußdorf, 300 m von der Kirche entfernt, ein und richteten Flurschaden und verhältnismäßig geringen Häuserschaden an. Einige Bomben, die in der Nähe von Herbsdorf, Ruhpoint und auf freies Feld fielen, richteten keinen großen Sachschaden, vor allem keinen Personenschaden an. Sonst kam die Pfarrgemeinde mit dem Schrecken davon.

Vorgänge beim Einmarsch der Amerikaner in der Seelsorgsstelle: Abgesehen von der seelischen Spannung, die beim Gerüchte, daß Traunstein und damit auch Nußdorf verteidigt würde, sich auslöste, kam Nußdorf heil weg. Die Bevölkerung hat unsere Soldaten in den kalten Tagen, da sie hier waren, in ihren Häusern und Scheunen untergebracht und ihnen Entgegenkommen gezeigt. SS, die durchzog, hat, wie erst geplant, doch anderweitig Quartier bezogen. Beim Einzug der Amerikaner fiel kein Schuß! Die Amerikaner haben den Ortsgeistlichen, sowie die Bevölkerung sehr anständig behandelt. Das Pfarrhaus blieb frei. Die Gottesdienstordnung erlitt keine Störung. Es kamen weder Kirchengebäude noch Häuser zu Schaden. Es kamen auch keine Soldaten oder Zivilpersonen ums Leben. Plünderungen an Kirchen und Pfarrhaus kamen nicht vor. Dagegen kam es zu Plünderungen durch Polen und Ostvölker in einzelnen Fällen und einzelnen Häusern, die zum Teil heute noch anhalten bzw. sich zu verstärken scheinen. Meßwein ist nicht abhanden gekommen.

Hitlerjugend bekam ein Heim in Nußdorf

Soweit der knappe Bericht des Geistlichen. Heimatpfleger Josef Ippenberger schildert im Heimatbuch unter anderem, wie die Hitlerjugend ein HJ-Heim in Nußdorf bekommen hat. Demnach genehmigte das Bezirksamt Traunstein den Bau eines solchen. Bereits 1936 hatte das NS-Regime die gesamte deutsche Jugend in der Hitlerjugend zusammengefasst. Jede andere Jugendorganisation war verboten. Treibende Kraft war der in Nußdorf tätige Hauptlehrer. Bald nach der Machtergreifung 1933 hatten die Nazis die Lehrer ins Visier genommen, um sie für ihre Zwecke einzusetzen. Fast alle Lehrer wurden auf die Parteilinie eingeschworen. Wer nicht mitmachte, verlor seinen Arbeitsplatz.

Der Gastwirt und Metzger Georg Selbertinger musste den Grund für das neue HJ-Heim zwischen Friedhof und Kirchenparkplatz an die Gemeinde abtreten. Der heutige Kirchenparkplatz war der Sportplatz für die Hitlerjugend. Die Nußdorfer, so weiß Ippenberger aus früheren Gesprächen mit Zeitzeugen, seien von der Hitlerjugend und dem Bau des Heimes alles andere als begeistert gewesen. Das ging soweit, dass Bürger einen Bombenanschlag auf das Auto des Lehrers verübten – angeblich aus Rache, weil er ihnen das HJ-Heim nicht für eine Hochzeit als Weinstube und Tanzsaal zur Verfügung gestellt hatte. Nach dem Krieg wohnte dort eine Flüchtlingsfamilie, obwohl es in dem Holzbau weder Wasser noch Strom gab. Bei einer öffentlichen Versteigerung fiel das Grundstück wieder in das Eigentum des ursprünglichen Besitzers zurück.

Das Lager in Herbsdorf – eine Keimzelle von Traunreut

Ein weiteres Kapitel der Nußdorfer Kriegsgeschichte ist das Lager in Herbsdorf. Hier richtete die Wehrmacht 1942 ein militärisches Sperrgebiet ein mit dem Ziel, ein Frühwarnsystem mit Hilfe von Funkmessgeräten gegen die anfliegenden Bomberverbände der Alliierten aufzubauen. Die zwei riesigen schwenkbaren Parabolantennen sollten die feindlichen Flieger auf 50 bis 60 Kilometer peilen und die Flugabwehrzentrale in München-Schleißheim informieren können. Zum Betrieb der Anlage brauchte man viel Personal, das in benachbarten Lagerbaracken untergebracht war. Diese dienten später auch als Lager für Ausländer, als Ausweichlazarett und schließlich als Unterkunft für Flüchtlinge und Heimatvertriebene – wenn man so will, eine Keimzelle des späteren Traunreut.

Lazarett und Zuflucht für Heimatvertriebene

Kurzzeitig wurde das Lager auch als Lazarett für verwundete Soldaten genutzt. Die Amerikaner hatten das Prinz-Ludwig-Heim an der Wasserburger Straße in Traunstein für den eigenen Bedarf in Beschlag genommen. Die Abteilung für Hautund Geschlechtskrankheiten wurde daraufhin nach Herbsdorf ausgelagert. Erst Ende 1946 konnten die Kranken nach Traunstein zurück. Als Ende 1946 das Flüchtlingslager in Grabenstätt aufgelöst wurde, kamen hunderte Heimatvertriebene nach Herbsdorf. Zunächst waren hier an die 300 Personen untergebracht. Als die Zahl auf 400 stieg, wurden zwei weitere Baracken errichtet. Sogar eine Lagerschule wurde eingerichtet, in der 1949/50 64 Kinder unterrichtet wurden. Pfarrer Josef Esterlechner hielt im Lager auch Gottesdienste. Die Flüchtlinge fügten sich gut ins Nußdorfer Dorfleben ein. Als 1950 ein Kirchenchor gegründet wurde, bestand dieser zur Hälfte aus Heimatvertriebenen und Flüchtlingen. Viele von Ihnen waren Bauern. Im Lager bauten sie eine eigene Geflügel- und Schweinezucht auf. Es wird berichtet, dass bis zu 150 Schweine gemästet wurden; dazu Gänse, Enten und Hühner.

Das Ende des Lagers Herbsdorf nahte, als mit einem staatlich geförderten Wohnungsbauprogramm in Traunreut Wohnblöcke errichtet wurden und im Rahmen einer »Umsetzaktion« 30 Familien neue Wohnungen bekamen. 1962 schließlich wurde das Lager endgültig geschlossen.

 

Klaus Oberkandler

 

34/2021