Jahrgang 2002 Nummer 21

Das adelige Geschlecht der Eckstetter

Georg Eckstetter war Chorherr und Dekan im Kloster Baumburg

Grabmal des Georg Eckstetter in der Klosterkirche Baumburg.

Grabmal des Georg Eckstetter in der Klosterkirche Baumburg.
Edelsitz »Prantstet« (Gemeinde Edling) um 1579 (Peter Weinerus, Blatt 18)

Edelsitz »Prantstet« (Gemeinde Edling) um 1579 (Peter Weinerus, Blatt 18)
Edelsitz Biburg um 1710 (Gemeinde Tuntenhausen), Kupferstich von M. Wenig.

Edelsitz Biburg um 1710 (Gemeinde Tuntenhausen), Kupferstich von M. Wenig.
Im Kloster Baumburg lebte von etwa 1518 bis 1559 der Augustinerchorherr Georg Eckstetter, der zuletzt als Dekan Stellvertreter des Propstes war. Sein Grabmal aus Rotmarmor befindet sich in der Klosterkirche an der Südseite des Langhauses vor dem Gitter neben einem Pfeiler. Beide auf dem Grabmal dargestellten Wappen verraten seine Herkunft von der adeligen Familie der Eckstetter zu Wasserburg, Brandstätt und Furtarn.

Die Eckstetter zu Wasserburg, Brandstätt und Furtarn

Die zunächst bürgerliche Familie der Eckstetter erscheint in Wasserburg erstmals mit einem Wilhelm Eckstetter. Ob diese Eckstetter aus dem Dorf Eggstätt (Landkreis Rosenheim) abstammten, konnte bisher trotz großer Bemühungen noch nicht bewiesen werden.

Die Eckstetter können in Wasserburg erst während des Übergangs der Innstadt vom Ingolstädter zum Landshuter Herzog nachgewiesen werden. Unter den Landshuter Herzögen wurden die Eckstetter wohlhabend, erhielten ein Familienwappen und traten in herzogliche Dienste. Die Beschreibung des Wappens der Eckstetter lautet: »In Schwarz ineinander zwei silberne Sparren nach dem vorderen Obereck gekehrt, im hinteren Obereck ein goldener Stern. Auf dem Helm zwei Hörner Schwarz - Silber übers Eck geteilt; die Decken Schwarz und Silber«.

Wilhelm I. Eckstetter, Bürger und Salzsender zu Wasserburg

Der Bürger Wilhelm (I.) Eckstetter legte den Grundstein für den Aufstieg seiner Familie. 1445 wird er noch als Kirchenpfleger der Stadtpfarrkirche St. Jakobus genannt. Eine Urkunde vom 9. März 1458 lässt aber schon erkennen, dass das Haus des Eckstetters in der »Salzsenntier-Zeil« (Salzsenderzeile) stand. Wilhelm Eckstetter hatte sich tatsächlich als Salzsender am Salzhandel beteiligt. Die Güldene Salzstraße von Reichenhall über Teisendorf, Traunstein und Truchtlaching führte schon seit der Errichtung der ersten Brücke zu Füßen der um 1137 gegründeten Hallgrafenburg in die Stadt Wasserburg. 1332 hatte Kaiser Ludwig der Bayer sogar festgelegt, dass alle für München bestimmten Salzfrachten den Inn nur zu Wasserburg überschreiten durften. Diese Regelung machte auch während des 15. Jahrhunderts die Salzsender reich.
Wilhelm Eckstetter war mit Barbara Ochsenberger verheiratet. Das Stadtarchiv Kufstein bewahrt das Testament der Eheleute Wilhelm und Barbara Ehsteter aus Wasserburg vom 14. April 1450 auf. Sie stifteten 14 Pfund Berner weiße Kreuzer Herrengilt aus dem Gut Vorder Hueb in der Thiersee, wovon Hansen und Klara Kamerer und ihrem Bruder Jakob ein Jahrtag und eine Spend gehalten werden sollten.
Wilhelm Eckstetter wird spätestens gegen Ende 1463 verstorben sein. Am 16. Januar 1464 verkauften die Witwe Barbara Egkhsteter und ihre Söhne Michael und Wilhelm (II.) Egkhsteter dem St. Veit Gotteshaus in Kufstein die Herrengült auf dem Gut Vorder Hueb um 9 Pfund Perner Pfennige. Den Kaufbrief siegelte der vest und weis Khilian Ochsenperger zu Wasserburg, vielleicht Barbaras Bruder.

Michael Eckstetter, Inhaber des Sitzes Brandstätt

Zwischen 1464 und 1485 ist Wilhelm und Barbaras Sohn Michael Eckstetter von Wasserburg nachweisbar. Er wird urkundlich als Ratsmitglied und 1480 bis 1482 sogar als Bürgermeister in Wasserburg bezeichnet. Anno 1483 gab Herzog Georg der Reiche dem Michael Eckstetter in Brandstätt (Gemeinde Steppach) den Neuerpauth Sitz sambt drei Gitter daselb zu Lehen. Dieser Vorgang bedeutet, dass die Familie in den niederen Adelsstand erhoben wurde.

1485 ist Michael Eckstetter verstorben. Sein Grabmal, das diese Jahreszahl aufweist, befindet sich in der spätgotischen Pfarrkirche St. Jakobus zu Wasserburg in der ersten Seitenkapelle des nördlichen Seitenschiffes der Kirche, links des Turmes. Die Arbeit wird dem Burghausener Steinmetz Franz Sickinger zugeschrieben, der den Epitaph schon 1475 hergestellt hatte. An den Ecken des Epitaphs sind die Familienwappen der Schlunt, Perckhauser, Reindl und Ochsenperger erkennbar, die Sippschaftswappen Tannhauser und Neuhauser befinden sich unter dem groß dargestellten Eckstetter-Wappen. Den Grabstein dürfte Michaels Sohn Wilhelm (III.) in Auftrag gegeben haben, da schon die Wappen von Wilhelms Frau (Tannhauserin) und deren Mutter (Neuhauserin) dargestellt sind.

Von Michael Eckstetters Bruder Wilhelm (II.) gibt es nur 1464 eine einzige urkundliche Erwähnung.

Wilhelm III. Eckstetter zu Brandstätt und Wasserburg

Seit 1501 lässt sich u.a. mit Wasserburger Gerichtsurkunden Wilhelm III. Eckstetter als Stadt- und Landrichter zu Wasserburg nachweisen. Am 25. Mai 1501 trat der Wasserburger Richter, der Veste Wilhelm Exsteter, als Siegelzeuge einer grundherrlichen Angelegenheit des Klosters Attel auf. 1503 gedenkhet Wilhelmb Eggstätter, Stadt- und Landrichter zu Wasserburg, des Hannsen Sinzenhovers, Pflegers zu Hohenburg, einer am Inn gelegenen Burg, die dem Stift Regensburg gehörte. Am 23. Oktober 1503 taucht Wilhelm Egksteter als Richter zu Wasserburg in einer Baumburger Klosterurkunde auf. Seine Tätigkeit als Landrichter kann durch verschiedene Urkunden noch bis 1508 verfolgt werden.

Vom 5. Januar 1508 datiert ein Revers des Wilhelm Egksteter über den ihm vom Herzog Albrecht IV. zu Lehen verliehenen und von seinem Vater Michael Egksteter ererbten, in der Herrschaft Wasserburg gelegenen Sitz Pranntstetten einschließlich dreier Güter. Auch ein Wasserburger Gerichtsliteral berichtet, dass 1508 Wilhelm Eckhstetter, Stadt- und Landrichter zu Wasserburg, Prantstett inne hatte. 1515 war er auch wieder zu Wasserburg wohnhaft. 1514 und 1518 wird der edle und weise Wilhelm Egksteter in Urkunden des Klosters Attel genannt. Der Sitz Brandstätt scheint noch bis 1524 der Familie Eckstetter verliehen gewesen zu sein, da erst 1524 mit Hannsen Straßperger von Wasserburg ein anderer Sitzinhaber genannt wird.

Wilhelm Eckstetter war seit 1496 mit Elsbeth Tannhauser zu Moosinning verheiratet; ihre Mutter war eine Neuhauser. Hier sind die Tannhauser zu Oberndorf im ehemaligen Gericht Rottenburg/Laaber gemeint. Von den Kindern des Wilhelm Eckstetter sind Sigmund, Georg, Hans und Anna überliefert; ein Andreas darf möglicherweise hinzugefügt werden. Sigmund hielt die Familientradition im Raum Wasserburg aufrecht.

Sigmund Eckstetter zu Furtarn

Sigmund Eckstetter konnte bisher in keiner amtlichen Tätigkeit für einen bayerischen Herzog nachgewiesen werden. Der Wohnsitz zu Wasserburg dürfte von ihm aufgegeben worden sein. Er heiratete zweimal: 1531 ehelichte er Cordula Perkhofer von Wasserburg, die im Kindsbett verstorben ist. 1540 vermählte sich Sigmund Egkstetter mit Maria Furtaler, die aus einer adeligen Familie zu Furtarn an der Isen (Gemeinde Lengdorf) stammte. Marias Eltern hießen Christoff Furtaller zu Furttern († 25. 10. 1554) und Ursula Eltsenpeck († 12. 2. 1553), deren Grabmal sich in der Marktpfarrkirche zu Isen befindet.

1550 soll Sig mund Pflegsverwalter im salzburgischen Tittmoning gewesen sein. Am 2. März 1551 stellte Sigmund Egkstetter einen Revers (Gegenbrief) aus über den ihm vom Herzog Albrecht V. zu Lehen überlassenen Sitz Brandstätt nebst dreier Güter. So kam der Edelsitz von Hannsen Strasperger wieder an den Eckstetter zurück.

1554 starb mit Christoff Furtaller der letzte aus dieser Adelsfamilie, die zu Furtarn bei Lengdorf an der Isen einen Sedlhof inne hatten. Seit 1532 war dieser Hof in zwei Sedlhöfe geteilt. Christoff Furtallers Schwester Justina († 1563), die mit Melchior Götzengrien vermählt war, saß auf dem unteren Sedlhof, und Christoff Furtallers Tochter Maria, Sigmund Eckstetters Ehefrau, erbte 1555 den oberen Sedlhof.

Die Hofmarken- und Edelsitzebeschreibungen des Gerichtsbezirks Erding nennen seit 1558 die Besitzverhältnisse in Furtarn: Ain Sytz, drei Hof unnd ain Mul gehört ain tails Trinswannt Götzgruener anderstails Sigmunden Egsteter. Tristrant Götzengrien († 1572) war ein Sohn der Justina Furtallerin und des Melchior Götzengrien.

1561 war Sigmund Eckstetter als Klosterrichter zu Attel tätig; 1568 ist er verstorben. Zum 6. Mai 1570 datiert ein Revers des Tristrant Götzengrienner zu Furtarn und Rosenberg als Vormund Sigmunden Eckstetters hinterlassener Kinder Wolf Christoph und Maria über den von Herzog Albrecht V. zu Lehen verliehenen Sitz Brandstätt nebst dreier Güter.

Der Chorherr Georg Eckstetter

Georg Eckstetter, ein Bruder des Sigmund Eckstetter, trat um 1518 in das Augustiner-Chorherrenstift Baumburg ein. Er erlebte Propst Wolfgang Viergold (Amtszeit 1517-1535, † nach 1549), die Administratur durch Dekan Gabriel Gessenberger († 1558) von 1531 bis 1536 und durch Wolfgang Griesstetter (1522-1541 Propst von Höglwörth, 1541-1567 Propst von Berchtesgaden) zwischen 1536 und 1538 und den Propst Stefan Toblhaimer (erwählt 1539, † 1578). Über das Leben und Wirken des Chorherrn Georgius Eckstetter ist nur bekannt, dass ihm Propst Wolfgang Viergold am 18. April 1533 die Baumburger Pfarrei Siezendorf in Niederösterreich zugewiesen hatte. 1558 war er bereits seit 40 Jahren Angehöriger des Chorherrenstifts Baumburg. Als Dekan war Georgius Eckstetter Stellvertreter des Baumburger Propstes und Archidiakons.

1559 starb im Augustiner-Chorherrenstift Baumburg der Dekan und Kanoniker Georgius Eckstetter. Das Rotmarmor-Epitaph (h = 119 cm; b = 82 cm) in der Baumburger Stiftskirche südlich vor der Empore stellt einen korpulenten Chorherren dar, bekleidet mit Superpelliceum (leinenes Chorgewand) und Almucia (Pelzcape) mit großen Troddeln. Einst befand sich der Epitaph im Boden der Sakristei, die mit der Kapelle des hl. Johannes des Täufers identisch war. Eine ausführliche Beschreibung des Grabmals befindet sich in der Arbeit »Die Inschriftendenkmäler im Augustiner-Chorherrenstift Baumburg« (Jahrbuch des Vereins für christliche Kunst in München e.V., 1993) von Frau Dr. Siegrid Düll, Traunreut.

Über Georgs Haupt befinden sich fünf Textzeilen in gotischen Minuskeln:

Obiit. Venerabilis. d(omi)n(u)s. dominus /
Dictus. Georgius. Eckstetter /
Decan(us) . et. Canonic(us) . huius. Eccl(es)ie /
Morte(m) . Obiit cuius. Anima. Rec /
Quiescat. in. pace. an(n)o. do(mini). 1559
Übersetzung:
Es starb der ehrwürdige Herr, Herr Georg, genannt Eckstetter, Dekan und Chorherr dieser Kirche. Er starb im Jahr des Herrn 1559. Seine Seele ruhe in Frieden.
Drei Textzeilen einer religiösen Inschrift auf jeweils umgeklappter Schriftrolle sind neben dessen Kopf angebracht:
O HOMO . / RECORTARE /
NOVISSIMA/ . TVA. ET [IN ET] ER(NV)M /
NON. PECABIS / . ECLESIASTICI. AM 7
Übersetzung:
O Mensch, denke an dein Ende, so wirst du in Ewigkeit nicht sündigen.
Dieses Bibelzitat stammt aus dem Buch Ecclesiasticus (= Jesus Sirach), Kap. 7, Vers 40.

Heraldisch rechts unten ist das Familienwappen der Eckstetter angebracht, das ineinander zwei schräg gelegte schmale Sparren zeigt, deren Spitzen zum rechten Obereck zeigen; im linken Obereck ist ein sechsstrahliger Stern platziert. Eigentlich müssten die Sparrenspitzen in das linke Obereck zeigen; da sich aber bei Grabsteinen die Wappen mit ihren Oberecken »begrüßen«, sind sie seitenverkehrt gerichtet.

Im linken Eck befindet sich das Familienwappen der Tannhauser (Danhauser) - drei übereinander liegende Vogelfänge (Greifenfänge); es weist auf die Herkunft der Mutter des Georgius Eckstetter hin und lässt ihn somit in die Genealogie einfügen.

Die letzten Eckstetter Wolf Christoph Eckstetter der Ältere

Wolf Christoph Eckstetter der Ältere, Sohn des Sigmund Eckstetters, hatte Ursula Heller, die Tochter des Mautners zu Wasserburg, Jakob Heller, geehelicht. 1619 wird die 62jährige Ursula Eckstetter als Witwe bezeichnet.

1577 verlieh Herzog Albrecht V. den Sitz Brandstätt einschließlich dreier Güter an Wolf Christoph Eckstetter, nachdem dieser seine Schwester Maria ausgezahlt (»hindan richtung«) hatte. 1580 stellte Wolf Christoph Eckstetter erneut einen Revers über den ihm von Herzog Wilhelm V. zu Lehen verliehenen Sitz Brandstätt nebst den drei Gütern aus. Der Sitz wird 1589 als gemauertes Haus beschrieben.

1584 verkaufte Wolf Christoph Eckstetter den Sitz Prandtstett an Hannsen Ligsalz, Mühlrichter zu München. Am 10. September 1585 stellte Hanns Ligsaltz zu Brandstätt einen Revers über den ihm vom Herzog Wilhelm V. zu Lehen verliehenen Sitz Brandstätt nebst drei Gütern aus, die er vom Wolf Christoph Eckstetter gekauft hatte. Schon zwei Jahre später erwarb Servatius Parth zu Kempfenhausen den Sitz. Am 20. Juni 1587 bewilligte Herzog Wilhelm V., dass Hanns Ligsalz den von Bayern zu Lehen rührenden Sitz Brandstätt nebst dreier Güter, den er von Wolf Christoph Eckstetter käuflich an sich gebracht hatte, weiter verkaufen darf.

1586 bat Wolf Christoph Eggstätter den pfälzischen Kurfürsten Friedrich IV. (1583-1610), ihm das Waltmaistersambt zu Waldherspach (Waldersbach am Regen in der Oberpfalz) zu überlassen.

Auch der Sitz in Furtarn an der Isen, der obere Sedlhof, war im Familienbesitz geblieben. Die Edelsitzebeschreibung des Gerichts Erding enthält zum Jahre 1580 folgenden Wortlaut: Wolf Egkhstetter hat zu Furtarn ainen Edlmannssiz unnd ainen Hof ist Preisingerisch Edlmanns Lehen darauf haben die Innhaber yederzeit Edlmansfreyhait gehabt.

Wolf Christoph Eckstetter weilte 1594 auf dem Reichstag zu Regensburg. Dort ereilte ihn der Tod. Den Sedlhof in Furtarn behielt seine verwitwete Mutter Maria Eckstetter, eine geborene Furthaler. Nach dem Tode der hochbetagten Maria Eckstetter empfing ihr Schwiegersohn Georg Muggenhover (»Münghover«) zu Stadl als Lehenträger seiner Frau Maria Magdalena und der Kinder seines verstorbenen Schwagers Wolf Christoph Eckstetter im Jahre 1603 den oberen Sitz Furtarn. 1605 konnte Hanns Christoph Götzengrien († 1621) durch Kauf des oberen Sitzes die beiden Sedlhöfe in Furtarn wieder vereinigen. Der Herrensitz war damals hölzern.

Ein Bruder Wolf Christoph des Älteren hieß Kaspar Eckstetter; er lebte als Benediktiner im Kloster Attel und war 1571/73 Benefiziat im Hl. Geist-Spital zu Wasserburg. 1571 hatte Kaspar Eckstetter ohne Wissen des Abtes Konrad von Attel beim Freisinger Bischof um die freigewordene Pfarrei Eiselfing nachgesucht, die er aber nicht erhielt.

Wolf Christoph Eckstetter der Jüngere

Seit 1619 kann Wolf Christoph der Jüngere urkundlich nachgewiesen werden; er war der letzte seines Stammes. Über ihn berichten die Archivalien leider sehr wenig. Er wird noch nach seinem Geburtsort Brandstätt benannt. Während der Jahre von 1627 bis 1630 hatte Wolf Christoph Eckstetter zu Brandstätt den Sitz Biberg (Gemeinde Tuntenhausen) im Gericht Schwaben zu Besitz. Wolf Christoph erwarb 1627 den Sitz Biburg von den Erben des Johann Baptist von Taufkirchen zu Höhenrain und verkaufte diesen 1630 an Albrecht Ligsalz, Bürgermeister zu München. Zum Sitz gehörten ein Sedlhof und ein kleines Häusl; die Niedergerichtsbarkeit und Edelmannsfreiheit erstreckte sich so weit Grund und Boden aneinanderstießen und der »Tachtropf« reichte. 1638 wurde zum »Siz Piburg« folgender Bericht verfasst: Herr Wolf Cristoph Eggstetter zu Prantstett seelig hat von dem Taufkhürcherischen Erben berierten Siz Piburg an sich gebracht, hernach Herrn Albrechten Ligsalzen auch nunmehr seelig gewesten Bürgermaisters in München verkhaufft, dessen Erben berierten Siz noch inhaben.

Über das Lebensende des letzten Eckstetters gibt es keine Nachrichten. Denkbar wäre ein Tod infolge der Pest, aber auch ein Tod als Kriegsteilnehmer im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges.

MS



21/2002