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Jahrgang 2009 Nummer 3

Wintersport in Grassau und im Achental

Vor über 80 Jahren wurde die Gründung des Ski-Clubs beschlossen – Teil I

25. Januar 1911 Rodelpartie Hochgern

25. Januar 1911 Rodelpartie Hochgern
Schlittenpartie circa 1930

Schlittenpartie circa 1930
1909 Wintersport in Marquartstein – Tailing

1909 Wintersport in Marquartstein – Tailing
Die Geschichte des organisierten Wintersports in Grassau begann mit der Gründung des Ski-Clubs am 29. April 1927 im Nebenraum des Gasthofs Weißbräu. Die durch Vinzenz Gnadl einberufene Versammlung hatte den Zweck, weitere Kreise für die Gründung eines Ski-Clubs zu interessieren. Nach Eröffnung des Treffens durch Apotheker Franz Schaaf vor 16 anwesenden Interessenten, darunter mit der Wirtin Anni Blösl auch eine Frau, setzte eine lebhafte Aussprache über Lebensfähigkeit, Zweck und Ziele des Vereins ein. Einstimmig wurde dann die Gründung des Ski-Clubs beschlossen.

Die Wahlen des Vorstandes ergaben folgendes Ergebnis: Apotheker Franz Schaaf Vorstand, Carl Jodleder Schriftführer, Josef Kaindl Kassier, Vinzenz Gnadl Hüttenwart, Karl Rutzmoser Beisitzer, Hans Grobe Beisitzer, Kaspar Ölkuch Beisitzer.

Rodeln

Aber bereits viel früher gab es eine Vielzahl von Wintersportaktivitäten im Tal. Insbesondere das Rodeln war sehr beliebt. Eine große Herausforderung war die Abfahrt vom Hochgernhaus.

Aber auch die Rodelpartien von der Hochplatten nach Niedernfels, vom Strehtrumpf nach Grassau und vom Adersberg nach Rottau waren sehr beliebt. So wurden in jedem Winter besonders auch im Fasching Rodelrennen abgehalten.

Am 16. Januar 1929 berichteten die Achentaler Nachrichten: »Ein Ereignis für Marquartstein brachte das zweite Rodelrennen am vergangenen Sonntag. Wohl an 200 Menschen kraxelten gegen Mittag dem Hochgernhaus zu und die Beteiligung am Rennen selbst war über die doppelte von dem ersten Rennen, die erfahrungsreiche, gute Leitung des Ganzen brachte Vertrauen und so kam diese große Beteiligung. Alles verlief glatt, ohne Unfall und die Veranstalter können sich einer recht guten Sache erfreuen.«

Fünf Jahre später berichteten wieder die Achentaler Nachrichten: »Unter großer Beteiligung fand am gestrigen Sonntag das Preisrodelrennen von der Strehtrumpfwirtschaft bis zum Hinterbichl statt. Vollbesetzt waren die Lokale der Bergwirtschaft. Fröhliche Stimmung herrschte überall besonders unter den Preisrodlern und Rodlerinnen. Um 3 Uhr standen circa 35 am Start und nun begann das Rennen. In einminütigem Start sausten die Fahrer über die äußerst gute Bahn dem Ziele zu. Eine große Menschenmenge, Jung und Alt, Groß und Klein, säumten die Rodelbahn. Großes Gelächter gab es oft, wenn so ein schneidiger Renner elegant die Kurve nehmen wollte und dabei nur zu oft mit dem Schnee Bekanntschaft machen musste. Mit tränenden Augen und schneebedeckte Gewändern kamen die Preisfahrer am Ziele an. Vielen war ihr erstes, vom Schlitten herunter bei den Preisrichtern zu fragen, wie lange die Fahrtzeit dauerte. Fröhliche und traurige Gesichter gab es oft auf die Antworten. Hernach fand im Gasthof zur Post bei bester Stimmung und gutem Auer-Tropfen die Preisverteilung statt. Nachstehend die Preisträger:

Herren: 1. Hoffmann Gg. 1 Min., 31 Sek., 2. Gaukler Michl, 3. Oberhorner Franz, 4. Raffl Georg, 5. Moritz Josef b. Straßenbrandl, 6. Gruber Andreas, 7. Riefer Anderl, 8. Kaindl Josef, 9. Maier Franz, 10. Anger J., 11. Pertl Franz, 12. Zusann Jakob, 13. Moritz Michl, 14. Gnadl Vinz, 15. Partholl Gg., 16. Rutzmoser Karl, 17. Münch Florian, 18. Nochl Xaver, 19. Moritz Hans, 20. Baumgartner Math., 21. Bosch Max, 22. Münch Sim. jun., 23. Sperrer Wolfgang, 24. Nochl (Schneider), 25. Huber Josef, 26. Bosch Ludwig, 27. Lechner Josef, 28. Fellner Georg sen., 29. Schmaus Hans, 30. Weidinger Josef jun.

Damen: 1. Reiter - Fellner 2. Hutterer - Fleindl.

Die ersten Preisträger erhielten schöne Fleischpreise und seidene Fahnen, alle übrigen erhielten Regensburger und der letzte einen Ehrenpreis. Rodel-Heil«.

Ein besonderes Ereignis stellte für Rottau jedes Jahr im Fasching das Rodelrennen vom Adersberg und das Skispringen dar: 13. Februar 1934 (Achentaler Nachrichten) »Rottau. Der gestrige Sonntag war für die hiesige Jugend ein richtiger Tag des Sportes. Schon mittags begann der Zuzug aus der näheren Umgebung mittels Skijöring und Teilingfahrten und eine große Menschenmenge sammelte sich am Kampfplatz. Zahlreiche Beteiligung war beim Rodelrennen vom Adersberg runter wo es lustige Stürze gab. Kurz vor 8 Uhr zogen die Springer unter Musikklängen zur Schanze und um 3 Uhr eröffnete Andreas Gruber das Springen. Darauf folgten die maskierten Springer, zum großen Gelächter der Zuschauer. Es wurden schöne Sprünge erzielt und auch die Jugend stellte sich in den Leistungen nicht zurück. Hernach war im Gasthof Praßberger die Siegerverkündigung dem sich abends ein Ski-Kranzl anschloß. Fröhlichste Stimmung herrschte im Saal und lustig wurde das Tanzbein bis zur letzt erlaubten Minute geschwungen. Es war eine schöne Veranstaltung deren Veranstalter stolz auf den Erfolg sein konnte.«

(Zum Rodelrennen wurde uns folgendes Gedicht einges.)
In Rottau beim Rodelrennen
gibt’s noch was zu bekennen.
In Adersberg beim Start
gings einem noch ganz hart.
Der Maxi spürt noch ein Bedürfnis
doch das wird ihm zum Verhängnis.
Das Fahren ging jetzt los
dem Maxi was in d’Hos’
es fing sogar ein bischen
der Schlitten an zu schwitzen
sogar die Farb vom Schlitten
hat drunter arg gelitten.
Und bei der letzten Kurv
da gabs noch einen Wurf
und hin bis an das Ziel
auf’m Bauch der Maxi will.
Lieber Freund jetzt laß dir raten
vor deiner Bude ist ein Garten
auf diesen schau zum Fenster raus
Und deine Entwässerung mach zu Haus.
K. M.

Tailing

Sehr beliebt, besonders bei den Gästen, war das Tailing. Dabei wurden mehrere zusammengehängte Schlitten von möglichst braven Pferden langsam durch die Landschaft gezogen. Der Name Tailing stammt aus dem Englischen und bedeutet eigentlich »Kupieren von Schafschwänzen« und bedeutet im übertragenen Sinne, dass die Schlitten wie ein Schwanz vom Pferd hinter sich her gezogen werden.

Eisstockschießen

Eine wichtige Wintersportart war auch das Eisstockschießen im Achental. So konnte man im Januar 1929 in den Achentaler Nachrichten lesen: »Überall in unserem Tal waren schöne Eisbahnen errichtet und vollauf besetzt. Wie in allen anderen Sportarten so wurden auch beim Eisschießen Leistungsproben durchgeführt, die oft zu einem erbitterten Kampf führten. Ein besonderer Wettstreit entstand zwischen den Mannen von Grassau und Schleching, aus dem Schleching als Sieger hervorging. Unterwössen wollte Kämpfe austragen zwischen Unter- und Oberdorf, Alt- und Jungmannschaften, die wegen dem Wettersturz aber nicht mehr zum Austrag kommen konnten. Marquartstein hatte 4-5 Bahnen besetzt und so rührte sich überall etwas. Vielleicht bringt die Zeit noch Tage, wo dieser schöne, gesunde Sport wieder zum Aufleben kommt.«

1934 konnte man lesen: »(Wieder die Meisterschaft im Eisschießen) Gestern Sonntag wurde für diesen Winter in Stock im Chiemsee die Meisterschaft der Chiemgau-Eisschützen bei einer Beteiligung von 100 Schützen in 25 Partien ausgetragen. Mit der höchsten Zahl von 61 Punkten haben unsere Grassauer Eisschützen zum 2. Mal die Chiemgau-Meisterschaft errungen. Als 2. beste Gruppe gewann Gstadt mit 54 Punkten und als 3. Eggstädt mit 53 Punkten. Unsere Schützen haben ihr großes Können als die Besten der Chiemgauer gezeigt und gratulieren wir hierzu.«

Die Begeisterung für das Eisstockschießen hält bis heute im Tal an und zeigt sich auch in der Vielzahl in Eigenregie während der kalten Jahreszeit angelegten Bahnen.

Ausbau der Wintersaison und Förderung des Skisports

1927 schloss der Fremdenverkehrsverein Grassau zur Förderung des Wintersports mit den Besitzern der Kaser auf den Grassauer Almen Pachtverträge ab. Diese sollten an Skivereine weitervermietet werden. Es handelte sich dabei um 9 Kaser mit Unterkunftsmöglichkeiten für 6 bis 20 Personen.

Die enge Verbindung zwischen dem Ski-Club und dem Fremdenverkehrsverein zeigte sich schon darin, dass Franz Schaaf, Hans Grobe und Carl Jodleder in beiden Vorständen vertreten waren.

Bereits zuvor hatten schon der Skiclub Grassau und der Skiclub »Wilde Bande in München« dort Kaser gemietet. Die enge freundschaftliche Verbindung zu dem Münchner Skiverein gab auch die Anregung zu der Gründung des Grassauer Vereins. Der Münchner Verein half zudem bei der Durchführung des ersten Skirennens auf den Grassauer Almen am 20. Februar 1927.

Am 19. Dezember 1928 berichteten die Achentaler Nachrichten: »Grassau. (Verkehrswesen). Am Samstag abends hielt die Vorstandschaft des Verkehrsvereins Grassau unter Einladung einiger Interessenten im Gasthof Sperrer eine Besprechung ab, die zunächst die Reklame für den Winter zu erledigen hatte und auch die Angelegenheit über Landesbühne regelte. Die Reklame über den Winter vor allem über Schneehöhe in dem bei uns in betrachtkommenden Skigelände wird von nun an wöchentlich zweimal durch die Verkehrszentrale in München und durch alle Reklamestellen der Deutschen Reichseisenbahn bekannt gegeben. Weiterhin wird in einer in allen Wintersportkreisen gut eingeführten Sportzeitschrift eine Reklame über unsere günstigen Ski-Gelände und allgemeine Lage erscheinen und damit der Winterverkehr eine Hebung erfahren. Auf Grund dieser Bekanntmachungen ist auch für den nächsten Winter ein Ski-Kurs mit anschließenden Sportsfeste in Aussicht gestellt. Aber auch für die allernächste Zeit, wahrscheinlich für 19. Januar ist ein Besuch unseres Ski-Geländes durch Münchener Akademische Schüler zugesagt, die sich tagsüber Skisportlich betätigen und am Abend einen Unterhaltungsabend veranstalten werden.«

Die Aktivitäten des Verkehrsvereins zeigten sich zum Beispiel im Januar 1929. In der Münchner Zeitung war folgender Hinweis im Wintersportteil zu lesen: »Grassau im Chiemgau, als Sommerfrische bekannt und beliebt, ist von einem vorzüglichen Skigelände umgeben, das bisher viel zu wenig beachtet wurde. Der Münchener Skifahrer erreicht das Gebiet in fünf Stunden günstiger Bahnfahrt (Strecke: München – Salzburg, Umsteigestation Übersee, Endstation Staudach, von da 20 Minuten zum Ort und eine Stunde zum Gelände). Dort ist in ständig an Skiclubs verpachtete Kasern Übernachtungsmöglichkeit geboten. Vereine und Schulen können Almen pachtweise erwerben und sich eigene Hütten errichten lassen. Auskünfte erteilen der Fremdenverkehrsverein und der Skiclub Grassau.«

Vor 80 Jahren war der Wintersport in Grassau besonders von einem Großereignis auf den Grassauer Almen geprägt, dem Ski-Wettlauf der Münchener Burschenschaften.

Schon im Vorfeld stimmten die Achentaler Nachrichten die Bewohner auf den Wintersport ein: »Seit manchen Jahren schon hat uns der Winter keine so schöne, weiße Decke mehr gebracht als heuer. Lustig fährt der Schlitten über das weiche Weiß im Tal, auf den Höhen aber zieht tiefe Furchen der Schneeschuh in die weißen Matten. Welch gesunder und kräftiger Sport, der alle Muskeln und der Lunge reinste, kräftige Bergluft in tiefen Zügen gibt. Das ist der Grund, dass die Städter über den Sonntag in unzähligen Scharen die Berge aufsuchen, um hier Erholung und reine Luft zu genießen. Besonders aber ist der Sport geeignet für die Jugend, die Muskeln zu stählen und das Herz zu stärken, aber auch um die schönen Gegenden in ihrer Winterpracht kennen zu lernen und damit ihr engeres Vaterland zu schätzen und zu achten.«

Am 19. Januar 1929 war dann der wichtige Tag gekommen, von dem der Verkehrsverein hoffte, dass damit der Wintertourismus deutlich belebt werden würde. Ausführlich berichteten am 23. Januar 1929 die Achentaler Nachrichten: »Grassau. (Ski-Wettlauf der Münchener Burschenschaften). Samstag, den 19. Januar 1929, abends 6 Uhr. Draußen an der Apotheke steht das Empfangs-Komitee, die verstärkte Musikkapelle und die Feuerwehr. Es ist bereits stockfinster geworden, denn die Züge haben große Verspätungen wegen der Schneeverwehungen. Plötzlich heißt’s: sie kommen! Die Feuerwehr setzt die bereitgehaltenen Fackeln in Brand, die Musik stellt sich in Reih und Glied und das Empfangskomitee tritt in Tätigkeit. Nach kurzer, herzlicher Begrüßung der Gäste, die Herr Dr. Wichera (Allemanniae) am Bahnhof in Staudach in Empfang genommen und nach Grassau geführt hatte, erfolgt der Einzug in die festlich beflaggte Ortschaft unter den schneidigen Marschweisen unserer vorzüglichen Musikkapelle. Und nun bekam man ein Bild zu sehen, wie es unser über 1000 Jahre altes, stilles Gebirgsdorf in dieser Art noch nie erlebte und das in seiner Farbenpracht wert gewesen wäre, von Künstlerhand auf Leinwand festgehalten zu werden. Der blutrote Schein der Fackeln beleuchtete magisch das Ganze. Voraus die glitzernden Instrumente der Musik, dann die große schwarz-rot-goldene Fahne, vom Sportwart Sporn (Cimbriae) schneidig geschwungen und dann ein ganzer Wald von Skiern. Stramm kamen sie daher mit ihren bunten Mützen und Bändern, die Allemannen und Arminen, die Cimbern, Danuben, und Guelfen, die Rhenanen und die Stauffen, im Ganzen über 200 Mann. Es war wirklich ein bezaubernd schönes Bild. Am Kriegerdenkmal wurde Halt gemacht zu einem kurzen, stillen Gedenken für die, die ihr Leben dem Vaterland gegeben haben. Die Musik spielte, wirklich schön und ausdrucksvoll, das Lied vom guten Kameraden, das Banner senkte sich, alle Häupter waren entblößt – ein weihevoller Augenblick. Kein Wunder, dass es in vielen Augen feucht wurde.

Unter Vorantritt der Musik ging es dann auf die »Post«, wo sofort mit der Quartierverteilung begonnen wurde. Dank der hervorragenden Arbeit des »Verkehrs-Vereins«, der diesen Teil des Festes übernommen hatte, klappte die Sache vorzüglich. Vor dem Hause hatte sich Herr Lehrer Schmuck mit seinen Schulbuben postiert, die den Gästen als Führer in ihre Quartiere diente.

Um 7 Uhr fanden sich die Herren wieder im Saal auf der »Post« ein, wo ihnen ein einheitliches Abendessen gereicht wurde, das namentlich auch wegen seiner Preiswürdigkeit sehr gelobt wurde. Um 8 Uhr begann dann eine gemütliche Abendunterhaltung, zu der sich auch zahlreiche Ortseinwohner eingefunden hatten, so dass der große Post-Saal gesteckt voll war. »Stimmung« war da! Studentische Gesänge wechselten mit Musikstücken und es war wirklich gemütlich. Als erster Redner des Abends begrüßte der Vorstand des Ski-Clubs Grassau, Herr Apotheker Schaaf, in kurzen, treffenden Worten die Gäste. Später ergriff Herr Rechtsanwalt Merkenschlager, der Vorsitzende des »V. a. B. Traunstein«, das Wort zu längeren Ausführungen über das Verhältnis des Studenten und des Burschenschafters im speziellen zum Sport. Nach ihm sprach der Sportwart der Burschenschaften, Herr Sporn (Cimbriae) einen überaus herzlichen Dank an ganz Grassau aus. Man empfand seinen Worten deutlich, wie der stimmungsvolle Empfang, die durchweg vorzüglichen Quartiere und die gemütliche Abendunterhaltung den Gästen gefallen hatten. Seine Worte kamen von Herzen. Nach weiteren Gesängen der Studenten und auch einigen Musikstücken stand plötzlich im vollen Dreß ein »Ski-Haserl« auf dem Podium: Frl. Ella Weidinger brachte ein von Herrn Kullmann verfasstes Gedicht »Ski-Heil« zum Vortrag und erntete stürmischen Beifall.

Während es im Saal noch weiterhin hoch herging, verrichtete nebenan im Musik-Zimmer im stillen der Sport-Ausschuß ernste, wichtige Arbeit. Die Starterliste für den nächsten Tag musste zusammengestellt werden, wobei sich das hocherfreuliche Ergebnis zeigte, dass nicht weniger als 86 Läufer »offiziell« zu starten wünschten. Kein Wunder, wenn man die prachtvollen Ehrenpreise (über 20 an der Zahl) betrachtete, die vorn am Musikpodium zur Schau gestellt waren. Sämtliche beteiligten Burschenschaften und deren Philisterverbände, sowie der »V. a. B. Traunstein« waren mit Ehrengaben vertreten. Von Grassau waren gegeben: ein Ehrenpreis von der Gemeinde, der nach Beschluß des Sportausschusses als Wanderpreis ausgetragen wird, ferner Ehrenpreise vom Ski-Club Grassau, vom Fremdenverkehrs-Verein Grassau, vom Gasthof zur »Post« und von Frau Eugeie Wichera.

Nachdem die Herren, die am nächsten Tage starten wollten, schon gegen 11 Uhr ihre Quartiere aufgesucht und nachdem ganz findige Biernasen beim Weißbräu den »Sebastiani-Bock« aufgestöbert hatten, gab’s etwas Platz im Post-Saal und rasch waren einige Tische hinausexpediert, so dass man tanzen konnte! Damit schließt der Chronist seinen Bericht über den Samstag, obgleich sich in dieser Nacht noch allerhand zugetragen hat, was eigentlich erwähnenswert wäre.«

Olaf Gruß

Teil 2 in den Chiemgau-Blättern Nr. 4/2009



3/2009