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Jahrgang 2009 Nummer 18

Eine Bergwanderung über den Untersberg

Ein von Sagen umwobener Berg mit der größten Eishöhle Deutschlands

Der Untersberg von Berchtesgaden aus

Der Untersberg von Berchtesgaden aus
Das Stöhrhaus am Berchtesgadener Hochthron

Das Stöhrhaus am Berchtesgadener Hochthron
Wallfahrtskirche Maria Gern

Wallfahrtskirche Maria Gern
Heute möchte ich Sie auf eine Bergwanderung über den Untersberg bei Berchtesgaden begleiten. Während man gewöhnlich auf einen Berg steigt, um den Gipfel zu erreichen, führt der Wanderweg über den Untersberg. Der Gipfel auf der bayerischen Seite ist der Berchtesgadener Hochthron, von dem der Weg über die geologisch interessante Karsthochfläche an der Mittagsscharte vorbei zum Zeppezauer Haus unterhalb des Salzburger Hochthrons führt.

Von Maria Gern zum Stöhrhaus

Ausgangspunkt unserer Bergwanderung ist Hintergern. Dabei sind wir unterwegs schon an der Kapelle Maria Gern vorbeigekommen, der wir eine kurze Einkehr gewidmet haben. Der um 1710 erbaute barocke Rundbau zeigt sich als liebevoll ausgestattete Barockkirche. Die reiche Stuckdekoration als Rahmen für die farbigen Bilder werden von den Sonnenstrahlen beleuchtet, um so ihren festlichen Glanz zu entfalten. Das vom heimischen Schnitzer Wolfgang Huber geschaffene Gnadenbild war schon in der Vorgängerkirche Mittelpunkt einer beliebten Wallfahrt.

Der als Tafelberg breit dahin gelagerte Untersberg beherrscht als Kontrast zu den steil in den Himmel aufragenden Felsspitzen des Watzmanns die Landschaft des Berchtesgadener Tales. Den Untersberg zeichnen einige Besonderheiten aus: Neben seinem geologisch bemerkenswerten Aufbau, dem auch ein weit verzweigtes Höhlennetz zu verdanken ist, bietet der zwischen den beiden Alpenvereinshäusern über die Karsthochfläche führende Wanderweg einen reizvollen Einblick in das Biotop, in dem Pflanzen und Tiere einen artgerechten Lebensraum gefunden haben.

Die Seilbahn von St. Leonhard aus erschließt auch dem nicht mehr einer ausdauernden Wanderung zugänglichen Bergfreund ein Wanderparadies, das auf bequemen Wegen nicht nur eine phantastische Aussicht bietet sondern immer wieder auch seltene Pflanzen entdecken lässt. Die an der Ostseite des Untersberges fast senkrecht abstürzende Felswand hat bei Freunden des alpinen Klettersports einen guten Ruf. Kletterrouten verschiedenen Schwierigkeitsgrades bis zur Stufe VI sind im Alpenvereinsführer verzeichnet.

Sagen vom Untersberg und vom Watzmann

Mit dem Untersberg ist auch eine Vielzahl von Sagen verbunden. Wie die meisten Sagen sind sie in der Zeit der Romantik am Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden. Für die Menschen dieser Zeit waren die Berge unheimliche, von überirdischen Menschen bewohnte Orte, die es am besten zu meiden galt. Lawinenabgänge, Steinschlag und die Heftigkeit von Gewittern, wobei der Donner an den Felswänden widerhallte, kündeten von den die Bergwelt beherrschenden unheimlichen Mächten.

So sind die dem Untersberg zugedachten Sagen im Zusammenhang mit der Watzmannsage zu sehen und zu erklären. Die Sage vom Watzmann erzählt von einem König, der ein grausames Regiment über sein Volk führte. Eines Tages begab sich der König mit seiner Frau und den Töchtern wieder einmal auf die wilde Jagd. Dabei hetzte er seine Pferde auf ein altes Mütterlein, das mit seinem Enkelkind vor seiner Hütte saß. In ihrer Todesnot verfluchte die Großmutter den König. Darauf erbebte die Erde unter Blitz und Donner. Der König wurde zusammen mit seiner Frau und seinen Töchtern zu Felsen verwandelt.

Die Sage erinnert daran, dass die Menschen, die sich von den Herrschern unterdrückt und ungerecht behandelt fühlten, diese in die unheimliche und unheilvolle Bergwelt versetzt sehen wollten. Fels und Stein sind tote Materie, die auf ewig nicht mehr zum Leben zurückkehrt. Wer weiß schon, an welche Herrscher die Erfinder der Watzmannsage gedacht haben? In dem seit 1156 reichsunmittelbaren Stift Berchtesgaden, dessen Fürstpropst keinem Landesherrn sondern nur dem Kaiser verpflichtet war, waren auch Landvögte am Werk, die von den Untertanen Abgaben mit Zwang erpresst haben.

Wenn so der Watzmann als versteinertes Mahnmal an den Leute schindenden Tyrannen erinnert, steht dem der Untersberg als Wohnsitz der guten und den Menschen wohl gesinnten Mächte gegenüber. So erzählt die Sage, dass Kaiser Karl im Untersberg schläft. Sein weißer Bart wächst um einen runden Tisch. Wenn der Bart den Tisch dreimal umrundet hat, die Raben nicht mehr den Berg umkreisen und wenn der dürre Birnbaum am Walser Feld wieder grünt, dann wird der Kaiser mit seiner Heerschar den Berg verlassen und seinen Schild an dem Birnbaum aufhängen. In der Schlacht am Walser Feld wird er das Böse in der Welt vernichten.

Schutz und Geborgenheit, die Sehnsucht aller Menschen, hat auch ein Hochzeitszug im Untersberg gefunden. Von den Untersbergwichteln wurden die Hochzeiter eingeladen, ihnen in das Höhlenreich des Berges zu folgen. Dort wurden sie mit köstlichen Speisen und mit Wein bewirtet. Danach fanden sie in den für sie eigens vorbereiteten Betten erholsamen Schlaf. Als sie erwacht waren, zeigten ihnen die Wichtel den Weg aus dem Berg. Aber draußen hatte sich die Welt verändert. Aus kleinen Büschen waren große Bäume geworden. In ihrem Heimatdorf fanden sie ihre Angehörigen nur noch in den Gräbern auf dem Friedhof. Der Kern der Sage erinnert an die Erzählung von den Siebenschläfer, die in einer Höhle versteckt, eine unendlich lange Zeit verschliefen und sich in einer veränderten Welt nicht mehr zurechtfanden. Eine Erklärung ist wohl in dem Bild zu finden, das für die Ewigkeit steht, die Menschen nach dem Ende seiner Erdentage erwartet.

Darauf, dass der Untersberg als heiliger, von guten Mächten behüteter Ort gesehen wurde, deutet auch die Sage hin, in der von den kleinwüchsigen Zwergen in Mönchskutten erzählt wird. Sie sollen nächtens die St. Salvatorkirche in Prien aufgesucht und dort eine heilige Messe gelesen haben. Auch diese Sage sieht den Untersberg als heilsbringenden Ort. Die Mönche vom Untersberg tragen das in der Eucharistie verborgene Heil in die Welt hinaus, um es den Menschen im Land mitzuteilen. So sind die beiden Berge, der Watzmann und der Untersberg, zu Symbolen für die guten und die bösen Mächte in dieser Welt geworden, mit denen die Menschen im Tal von Berchtesgaden zu leben hatten. Die bedrohlichen Felszacken des Watzmanns sahen sie im Kontrast zu den im Untersberg verborgenen guten Mächten.

Ein Hüttenabend im Stöhrhaus

Mit diesen Gedanken zu den Sagen vom Untersberg und ihrer möglichen Deutung sind wir von Hintergern zunächst durch den Bergwald gewandert und haben auf dem Stöhrweg allmählich an Höhe gewonnen. Unterwegs hat uns ein Unimog überholt, der bis zur Materialseilbahn fährt, um das Stöhrhaus mit dem Nötigsten zu versorgen. Von der Talstation der Materialseilbahn windet sich der Wanderweg in unendlichen Serpentinen am Rande der Felswand aufwärts, die von mehreren Aussichtskanzeln aus einsehbar ist.

Schweißtreibend und anstrengend ist der Aufstieg schon; aber nach dreieinhalb Stunden von Hintergern aus ist dann das Stöhrhaus erreicht. Das Stöhrhaus der AV-Sektion Berchtesgaden in 1973 m Höhe ist mit 16 Betten und einigen Nachtlagern für die jungen Leute ein gemütliches Haus. Wer sich dazu entschließen kann, wird eine Nächtigung im Stöhrhaus bestimmt nicht bereuen. Da ist am Abend, wenn die Tagesgäste das Haus verlassen haben, jene andere, in keinem Gasthaus im Tal erfahrbare Atmosphäre zu spüren. Die Kletterer berichten von ihren Abenteuern im Fels, während andere, über einer Karte gebeugt, die Tour für den nächsten Tag vorbereiten. Hier setzt sich niemand alleine an einen Tisch, was schon der beengten Räumlichkeit wegen nicht angebracht ist. Jeder redet hier zwanglos mit seinem Nachbarn und spürt dieses gemeinsame die Menschen Verbindende, was vielleicht auch auf die einsame Lage des Hauses in der Bergeinsamkeit zurückzuführen ist. Da wird alles mit einem anderen Maß gemessen; selbst die Erbsensuppe mit Wiener schmeckt hier oben besser als zu Hause.

Vielleicht kommt dann auch noch ein Bergfreund auf die Idee, einmal vor die Hütte zu gehen und den Reiz der nächtlichen Umgebung auf sich wirken zu lassen. Am Nachthimmel funkeln die Sterne, die Konturen der Berge stehen wie geheimnisvolle Schattenrisse am Horizont und im Tal erscheinen die Lichter der Häuser als Zeichen der Geborgenheit der Menschen im Tal. Wer in einer sternklaren Nacht den Zauber der Berglandschaft auf sich wirken lässt, wird sich auch nicht dem Schauspiel des Sonnenaufgangs am Morgen verschließen. Diese feierlichste Stunde, die schon Goethe in seinem Faust beschrieben hat, ist hier oben, wenn nur das Wetter mitmacht, nachzuempfinden.

Namenserklärung von Hütten und Bergen

Den Hüttenwirt frage ich noch nach einer Erklärung für den Hausnamen. »Eduard Stöhr«, erzählt er »war in Eisenach Textilfabrikant. Durch großzügige Spenden hat er den Ausbau des nach ihm benannten Weges und des AV-Hauses gefördert.« Und weil ich schon so neugierig war, hat mir der Wirt auch eine Erklärung für den Namen des Untersberg mit auf den Weg gegeben. Das Wort »Untarn« oder »Untern« werde im bayerischen Dialekt für die Mittagszeit gebraucht. Von Salzburg aus gesehen, stehe die Sonne zur Mittagszeit genau über dem Untersberg. Das habe er jedenfalls so im Internet nachgelesen. Ob es stimme, wisse er dann auch nicht. Sicher sei er dagegen, dass der »Untersperch« erstmalig in einer Urkunde des Salzburger Erzbischofs Konrad IV. 1306 urkundlich erwähnt wurde. Er habe sich eine Kopie der Urkunde besorgt, die er interessierten Gästen gerne zeige.«

Zum Schluss überraschte mich der Wirt noch mit einer Erklärung des Namens »Hochthron«, der eben nicht wörtlich zu nehmen sei. Thron sei vom lateinischen Wort »traps« abzuleiten, das im bayerischen Dialekt als »tram« gebräuchlich und für den Firstbalken eines Hauses stehe. Auch diese Erklärung habe er nicht erfunden, sondern dem Internet entnommen. Der Name erinnerte mich an die Sage, die den Untersberg als Wohnstätte geheimnisvoller, dem Menschen wohlgesinnter Mächte sieht. Kein Wunder also, dass der Berg mit einem Haus verglichen wurde, dessen Dach von Firstbalken abgeschlossen ist.

Mit der Seilbahn zum Zeppezauer Haus

Vom Stöhrhaus aus wandern wir über die alpine Karstlandschaft des Untersberges zum Zeppezauer Haus. Der Name Moritz Zeppezauer erinnert an den Vorsitzenden der österreichischen Alpenvereins-Sektion Salzburg. Er hat sich um den Bau des 1912 errichteten Alpenvereinshaus verdient gemacht. Schon zwei Jahre nach dem Neubau wurde das Haus durch einen Brand zerstört und mit tatkräftiger Unterstützung Zeppezauers wieder aufgebaut. Übrigens ist die Benennung der beiden AV-Häuser eine Seltenheit. Trotz aller Verdienste der beiden Namensgeber sind die beiden Häuser nicht ihr Eigentum. Sie gehören vielmehr einer AV-Sektion und damit der Gemeinschaft der Bergfreunde. Ein Vergleich mit anderen, nach Städten benannten AV-Häusern, lässt die Benennung der beiden Häuser am Untersberg doch als Ausnahme erscheinen.

Bei einer Einkehr im Zeppezauer Haus wird der Unterschied zum Stöhrhaus augenscheinlich. Wenn uns dort die urige, von den Bergsteigern bestimmte Atmosphäre beeindruckte, wird im Zeppezauer Haus das Erscheinungsbild von Touristen be-stimmt, die eben die Seilbahn benutzt haben, um die Aussicht und die Schönheit der Bergwelt zu genießen. Da begegnen wir Frau Gramminger, die sich ihr Dirndl und die neuesten der Mode angepassten Schuhe erst gestern in Salzburg erstanden hat. Auf die Seilbahngäste ist auch die Speisekarte abgestellt. Und weil die Seilbahn einen beschwerlichen Abstieg entbehrlich macht, kann man an der Theke auch die heimischen Schnäpse sorglos probieren.

Der von Hintergern aus aufgestiegene Bergwanderer, der die Tour über das Stöhrhaus und die Mittagsscharte hinter sich hat, mag sich hier oben etwas als Außenseiter vorkommen; aber negativ sollte er deswegen die Szenerie im Zeppezauer Haus nicht betrachten. Das Erschließen der Berge durch Seilbahnen macht schon deswegen Sinn, weil so auch vielen Menschen die Möglichkeit geboten wird, die Schönheit der Berge zu genießen, was ihnen sonst versagt geblieben wäre.

So vertrauen auch wir uns der Gondel der Seilbahn an, nicht nur um den bei einem Abstieg zu erwartenden Schmerz in den Kniegelenken zu vermeiden; Das Schweben der Gondel über dem wild zerklüfteten Steilhang des Untersberges verbunden mit einem ständig wechselnden Ausblick auf das Tal der Salzach vom Markt Schellenberg bis Salzburg sowie auf die Berchtesgadener Alpengipfel ist von besonderem Reiz.

In der an einem Drahtseil geführten Kabine finden bis zu 50 Personen Platz. Da mag dem einen oder anderen schon einmal ein mulmiges Gefühl beschleichen, das sich bei einem Blick in die Tiefe auch zur Angst steigern kann. Vielleicht ist es dabei ein tröstlicher Gedanke, dass die Sicherheit der Seilbahnen im Gebirge höchsten technischen Anforderungen entspricht. Die 1961 eröffnete Seilbahn von der Talstation St. Leonhard zum Geiereck am Zeppezauer Haus überwindet in einer Fahrzeit von 8,5 Minuten einen Höhenunterschied von 1320 m. Das in der Talstation mit einem Gewicht von 80 Tonnen fixierte Stahlseil, das aus 259 Drähten besteht, hat ein Eigengewicht von 48,7 Tonnen. Zwischen der Talstation und dem ersten Stützpfeiler in 1100 m Höhe hängt das Seil auf einer Länge von 1548 m frei durch.

Von der Talstation St. Leonhard ergibt sich eine Vielzahl von Möglichkeiten, zum Ausgangspunkt der Tour in Hintergern zurückzukehren.

Die Schellenberger Eishöhle

Bei unserer Tour über den Untersberg haben wir die Schellenbergr Eishöhle ausgespart, weil man ihren Besuch einer eigenen Bergtour vorbehalten sollte. Die Eishöhle ist von der Bergstation der Untersberg-Seilbahn auf bequemen Fußweg zu erreichen. Der direkte Anstieg zur Eishöhle führt vom Marktschellenberg aus über die mit Bergwald bestandene Westseite des Untersberges zur Toni-Lenz-Hütte am Eingang der Höhle. Der Name erinnert an den Hüttenwirt, der 1936 die Bewirtschaftung der Hütte übernommen hat. Toni Lenz hatte seinen Ruf seinen Schmankerln zu verdanken, von denen der Kaiserschmarrn besonders hoch geschätzt wurde

Die Eishöhle war um 1800 von Hirten und Jägern entdeckt worden. 1826 ist sie in einer offiziellen Karte verzeichnet. 1879 wurde der Zugang zur Höhle durch Wege erschlossen, bis 1923 die Schauhöhle allgemein zugänglich gemacht wurde. In den Sommermonaten ist die Eishöhle im Rahmen einer Führung zu besichtigen. Mit Karbidlampen ausgerüstet, begeben sich die Besucher auf die etwa eine dreiviertel Stunde dauernde Führung. Die Eismassen innerhalb der Höhle, die auf 60 000 m3 geschätzt werden und stellenweise bis zu 30 m dick sind, sind circa 3000 Jahre alt. Die Höhle hat eine Gesamtlänge von 3621 m. Nur 500 m sind davon als Schauhöhle begehbar.

Nach dem schweißtreibenden Anstieg haben wir an der Toni-Lenz-Hütte Rast gehalten und die Talsicht genossen, um uns auf die Führung in die eisige Höhlenwelt vorzubereiten. Im Lichtschein der Karbidlampen erleben wir dann bei der Führung eine ungewöhnliche mystische Welt. Der die Höhle allseitig umschließende Eispanzer wurde vom Rhythmus vom Schmelzen und Frost zu vielfältigen, bizarren Formen gestaltet. Zu Eis erstarrte Wasserfälle lösen spitz zulaufende Nadeln und turmartig sich verjüngende Eisgebilde ab. Die Stille wird nur vom unregelmäßigen Herabtropfen des Schmelzwassers unterbrochen. Es ist eine unwirkliche, der Eishöhle eigene Atmosphäre, die Gedanken an eine urzeitliche Welt aufkommen lassen.

Es liegt nahe, dass die Hirten, die auf der Suche nach ihren Schafen die Höhle entdeckt haben, sie mit sagenhaften Gestalten besiedelt gesehen haben. So versuchen auch wir, in den vom Hauptführungsweg abzweigenden Gängen und Nischen das Versteck der Wichtel zu finden, die eine Hochzeitsgesellschaft in den Berg gelockt hatten. An der einer Tisch ähnlichen Eisformation glauben wir in einer wulstigen Form den Bart von Kaiser Karl zu erkennen. So können wir uns ein wenig in die Vorstellungswelt unserer Vorfahren hineinversetzen, die die bizarren Eisformen mit mystischen Bildern im Zusammenhang brachten.

So ist der Untersberg nicht nur ein empfehlenswertes Ziel für eine lohnende Bergwanderung; die mit dem Untersberg verbundenen Sagen und die bizarre Welt der Eishöhle werden auch die Bergfreunde ansprechen, die sich für die Geheimnise dieser Welt noch aufgeschlossen sehen.

Dieter Dörfler

Benutzte Literatur:
Zimmermann
Oberbayerisches Wanderbuch 2
Internet:
http://de.wikipedia.org/wiki/untersberg
http://de.wikipedia.org/wiki/Schellenberger Eishöhle
http://www.groedig.net/de-groedig-bei-salzburg-untersberg.shtml



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