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Jahrgang 2008 Nummer 40

Die Ehrenbürger der Stadt Traunstein

Ein Beitrag zur Enthüllung der Ehrentafel im Rathaus

Die Gemeindeordnung gibt in Artikel 16 den Kommunen das Recht, verdiente Persönlichkeiten durch die Verleihung des Ehrenbürgerrechtes besonders auszuzeichnen:

(1) Die Gemeinden können Persönlichkeiten, die sich um sie besonders verdient gemacht haben, zu Ehrenbürgern ernennen.

(2) Die Gemeinden können die Ernennung zu Ehrenbürgern wegen unwürdigen Verhaltens widerrufen; der Beschluss bedarf einer Mehrheit von zwei Dritteln der stimmberechtigten Mitglieder des Gemeinderats.

Die Ernennung zum Ehrenbürger verleiht keine besonderen Rechte, noch begründet sie besondere Pflichten. Sie erschöpft sich in der Befugnis des Ehrenbürgers, diese Ehrenbezeichnung zu führen. Trotz dieser im Vergleich zu anderen Rechten sehr geringen Rechtswirkung ist das Ehrenbürgerrecht insofern ein »echtes« Recht, als es die Ehrenbürgerwürde einer bestimmten Gemeinde in rechtlich verbindlicher Weise der Person eines bestimmten Rechtsträgers zuordnet. Es setzt die Rechtsfähigkeit des zu Ehrenden voraus, kann daher nur zur Lebzeiten verliehen werden und besteht nach dem Tod des Trägers (und der damit verbundenen Beendigung der Rechtsfähigkeit) nicht weiter. Die Verdienste des Beliehenen müssen sich auf die Gemeinde beziehen, welche die Anerkennung verleiht, deren Mitglied oder Bürger er aber nicht zwingend sein muss.

Die Ehrenbürger der Stadt Traunstein werden in chronologischer Reihenfolge aufgeführt. Die einzelnen Einträge nennen die biographischen Daten zur Person, Datum und Wortlaut des Ratsbeschlusses (in Anführungszeichen) sowie – ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit – weitere herausragende Verdienste, Auszeichnungen und sonstige Besonderheiten.
Ein eigenes Kapitel bilden die Ehrenbürger der ehemals selbständigen und inzwischen zur Stadt gehörenden Gemeinden Au, Haslach, Hochberg, Kammer und Wolkersdorf. Abschließend werden die Ehrenbürgerrechtsverleihungen in der Zeit des Nationalsozialismus behandelt.

Franz Haselbeck



40/2008