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Jahrgang 2016 Nummer 49

»Die Beitragsleistung ist an sich eine freiwillige«

Das Winterhilfswerk der Nationalsozialisten – Aus der Reihe »Wöchentlicher Anschlag«

»Dein Opfer – Deine schönste Weihnachtsfreude«, um 1935 (Plakat Nr. 4049); farbiger Bildausschnitt, Schrift rot; 21 x 29,5 cm.
Werbung für die Weihnachtssammlung des WHV, 1934. (Chiemgau-Bote v. 5. 12. 1934, S. 2)
Quittungskarte für die WHV-Sammlung, 1933. (Stadtarchiv Traunstein, Büttner-Chronik, Bd. 1, S. 253)
Speicherentrümplung zugunsten des Traunsteiner Winterhilfswerks, 1934. (Stadtarchiv Traunstein, Bü 154)
Werbepostkarte des Winterhilfswerks, 1937. Immer wieder fanden Kinder Verwendung, um die Botschaften der Nazis zu transportieren. (Stadtarchiv Traunstein, Bü 231)
Johann Gräßel, um 1948. (Stadtarchiv Traunstein, Fotosammlung)

Ein lachender Knabe, ein kleines Spielzeug-Schaukelpferd zwischen seinen Knien eingeklemmt, unter einem strahlenden Christbaum: Was für ein schönes Bild für die beginnende Adventszeit. Jedoch – Vorsicht ist geboten. Denn das Plakat, das uns hier begegnet, ist eindeutig der Nazi-Propaganda zuzurechnen. Drei ins Auge springende Faktoren belegen dies klar und deutlich. Erstens der zeichnerische Stil – ein Christbaum, auf einem Steinsockel überhöht, dazu ein blonder, makellos gewachsener, perfekt gekleideter »Musterknabe«, wie er sich ähnlich auf zahlreichen NS-Veröffentlichungen findet. Solche (natürlich stets blonden) Buben und Mädchen wählte auch der »Führer« mit Vorliebe aus, um sich mit ihnen ablichten zu lassen; Fotos, die im ganzen Reich verbreitet wurden, um Hitler als kinderlieb und fürsorglich darzustellen. (Einen ähnlichen Zweck verfolgten bezeichnenderweise die Aufnahmen mit seiner Schäferhündin »Blondie«.) Zweitens der Umstand, dass der Knabe gerade dabei ist, eine Münze in eine Spendenbüchse des »Winterhilfswerks des Deutschen Volkes« zu stecken. Und drittens die deutlich ablesbare Signatur des ausführenden Künstlers, dessen Biografie diesen Beitrag einleiten soll.

Felix Albrecht, Grafiker und Kunstmaler, wird am 6. Juli 1900 in Darmstadt geboren. Er besucht die Volksschule in Mittweida / Sachsen, danach das Realgymnasium in Chemnitz bis zur Untersekunda. 1917 meldet er sich als Freiwilliger an die Front, 1919 wird er als Feldwebel in Wien entlassen. Er besucht zunächst das Technikum Mittweida und von 1925 bis 1927 die Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Am 27. Mai 1927 wird Albrecht, der 1925 zunächst der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) beigetreten war, Mitglied der NSDAP. Für Joseph Goebbels entwirft er zahlreiche Propagandapostkarten und Wahlplakate. Es folgt der Eintritt in die SA und im April 1930 in die SS, wo man ihn wenige Monate später zum Ehrensturmführer ernennt. Im Februar 1935 übernimmt die Reichsleitung der NSDAP, Abteilung Hauptamt für Volkswohlfahrt, sein Berliner Atelier. Fortan arbeitet Albrecht mit zwölf Angestellten in fünf Räumen am Maybachufer (Ortsteil Neuköln). In zweiter Ehe heiratet er am 6. Juli 1935 Erna Friedel. Am 7. September 1944 wird er zum SS-Hauptsturmführer der Reserve befördert.

Im Mai 1945 gerät Albrecht in sowjetische Gefangenschaft, aus der er 1949 entlassen wird. 1958 fertigt er von Briefmarkenentwürfen (»Die Welt sieht auf Berlin«; »Wehrmacht 1945«), die er im Auftrag des SS-Hauptamtes im Januar 1945 hergestellt haben will, die aber nie zur Ausgabe kamen, klischeereife Vorlagen. Von ihnen gibt er Drucke in Auftrag und bietet diese im Handel und bei Auktionsfirmen als Originale an. Aufgrund dieser Fälschungen(1) erhebt die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am 7. Februar 1964 Anklage wegen fortgesetzten Betrugs. Zu einer Verurteilung kommt es nicht. Dem Ehepaar wird wegen einer Ordnungswidrigkeit lediglich eine Geldstrafe von 500 Mark auferlegt. Felix Albrecht stirbt am 27. Juni 1980 in Berlin.(2) Zahlreiche seiner für die NSDAP entworfenen Plakate sind im Internet abrufbar. Sie lassen an seiner Einstellung zum Nationalsozialismus keinen Zweifel.(3)

Kommen wir nun zum Winterhilfswerk (WHW). Als Nothilfeaktion sollte es rasch sichtbare Erfolge bei der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und Armut vorweisen. Nach seiner Gründung im September 1933 nahm es als Organisation und im Spendenaufkommen gewaltige Ausmaße an. Die Hausund Straßensammlungen während der Wintermonate machten es zu einer der bekanntesten Erscheinungen im NSRegime, die den Alltag prägte. Etwa 8000 verschiedene Abzeichen in Millionenauflage wurden von Oktober 1933 bis März 1943 in unterschiedlichsten Ausführungen und Materialien zu den monatlichen Kollekten und bei sonstigen lokalen Anlässen herausgegeben und verkauft. Das der Aufsicht des Propagandaministeriums unterstehende WHW erreichte jedoch weitaus höhere Einnahmen über Sach-, Steuer- und Geldspenden, die von Einzelpersonen, Firmen oder Verbänden geleistet wurden. Eintopfsonntage(4), Lotterien und Kulturveranstaltungen, die vom Deutschen Roten Kreuz, der Wehrmacht und anderen Organisationen durchgeführt wurden, komplementierten die angestrebte Mobilisierung der Volksgemeinschaft.(5)

Wie überall im Land war auch bei uns die Werbung für das neue Hilfswerk in den lokalen Zeitungen unübersehbar und, im Nachhinein betrachtet, aufdringlich. Im »Chiemgau-Boten«, dem NS-Kampfblatt der Traunsteiner Nationalsozialisten, erschien am 29. Oktober 1933 folgender Aufruf: »Schwer lastet noch große Not auf breiten Schichten des deutschen Volkes – auch in der Stadt Traunstein, so sehr durch tatkräftige Maßnahmen der Regierung schon fühlbare Erleichterungen, insbes[ondere] auf dem Gebiete der Arbeitsbeschaffung, eingetreten sind. Noch muß ein Neuntel der Bevölkerung Traunsteins aus öffentlichen Mitteln laufend unterstützt werden. Da bedeutet der herannahende Winter für die zahlreichen Bedürftigen unserer Stadt, für langjährig erwerbslose Familien, für Alte und Gebrechliche, für Kranke sowie für mangelhaft ernährte und bekleidete Kinder eine harte, schwere Sorge. Unsere Pflicht als Angehörige einer nationalen Volksgemeinschaft und als Christen der Tat ist es, nach dem Gebote des Führers an der Linderung der Not unserer darbenden Volksgenossen nach besten Kräften mitzuhelfen, uns zu einer großen Notgemeinschaft zusammenzuschließen und persönliche Opfer im Dienste der Nation zu bringen.

Die heute im Rathause zusammengetretene Arbeitsgemeinschaft der Traunsteiner Winterhilfe(6) übernimmt die Aufgabe, im Rahmen der von der Landesleitung erlassenen Vorschriften eine Winterhilfsorganisation für die Stadt Traunstein durchzuführen, die den lokalen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung trägt und auf den bestehenden, bewährten caritativen Einrichtungen unserer Stadt aufbaut; sie will den Notleidenden mit Lebensmitteln – und zwar den Familien mit rohen Lebensmitteln, den Alleinstehenden mit gekochten Lebensmitteln in Volksküchen –, mit Brennmaterial, mit Kleidern, Wäsche und Schuhen, mit einer Wärmestube und einer besonderen Kinderspeisung helfen. Zu diesem Zwecke will die Arbeitsgemeinschaft Lebensmittel- und Brennmaterialsammlungen auf dem Lande bei den ihr vom Bezirksamte [Landratsamt] zugewiesenen Nachbargemeinden, Kleider-, Wäsche- und Schuhesammlungen sowie Geldsammlungen in der Stadt veranstalten.

Die Geldsammlung (vom 25. Oktober 1933 bis 30. April 1934) soll unter Vermeidung jeglicher Zersplitterung durch nebeneinanderlaufende Sondersammlungen einheitlich durch eine einzige monatliche Listensammlung von Haus zu Haus – unter periodischer Veröffentlichung des Ergebnisses – vor sich gehen. Jede andere Geldsammlung durch einzelne Kooperationen ist ausgeschlossen und verboten. Auch Wohltätigkeitsveranstaltungen werden im Allgemeinen nicht genehmigt werden. Ferner ist eine Rabattsparmarkensammlung mit Rücksicht auf die Belange der ortsansässigen Geschäfte nicht geplant. Lediglich ein Verkauf von Winterhilfe-Lotterielosen und billige Straßensammlungen (jeweils am ersten Sonntag eines jeden Monats) sind außerdem nach Vorschrift vorgesehen, um auch dem Geringst-Besoldeten Gelegenheit zu einem Winterhilfe-Beitrag zu geben.

Bei dieser grundsätzlichen Zusammenlegung auf eine große, monatliche Geldsammlung wird von allen Einwohnern mit festem Einkommen ein Monatsbeitrag von zwei bis fünf Prozent (je nach der Familienbelastung und auch progressiv abgestuft nach der Höhe der Einkünfte) vom jeweiligen Monatseinkommen erwartet. Die Beitragsleistung ist an sich eine freiwillige. Grobe Säumigkeit hierin müßte jedoch bei Persönlichkeiten, welche nach ihren Einkünften zu Opferspenden irgendwie in der Lage sind, als Nichtverbundenheit mit der Notgemeinschaft unseres Volkes aufgefaßt werden und die entsprechenden Folgen nach sich ziehen.«(7)

In seiner ersten Sammelperiode verzeichnete das Traunsteiner Winterhilfswerk Geldspenden in einer Gesamthöhe von annähernd 18 500 Mark. »Insgesamt 1090 opferwillige Volksgenossen haben 540 Haushaltungen mit rund 1200 Köpfen das Durchhalten in harter Winterszeit ermöglicht; wöchentliche Lebensmittelverteilungen, tägliche Milchzuweisung an kinderreiche Familien, Volksküche und Wärmestube konnten durch diesen Opfergeist aufrecht erhalten werden.«(8) Eine gute Sache, möchte man meinen. Nicht zu überhören jedoch ist der drohende Unterton, der den Aufruf begleitete. Freiwilligkeit war nur scheinbar gegeben. In Wirklichkeit wurden Spenden in einer gewissen Höhe erwartet – und für das Nichtbefolgen dieser Vorgaben unverhohlen mit Konsequenzen gedroht. Und was passierte, wenn man sich der staatlich verordneten Wohltätigkeit widersetzte, zeigt der Fall Johann Gräßel.(9)

»Am vergangenen Samstag und Sonntag stellten sich eine große Anzahl Kameraden der SA sowie der politischen Organisationen dem Winterhilfswerk zur Verfügung. Treppauf und treppab klopften sie an die Türen und verkauften überall ihre Abzeichen, den goldenen Schlüssel, sowie das Abzeichen aus Holz mit dem goldenen Adler. Wohl sehr wenige dürften sich um den Kauf dieser Abzeichen herumgedrückt haben. Sehr viele gerade der ärmeren Bevölkerung und viele, die es selbst sehr notwendig hätten, daß ihr Einkommen oder ihre Rente entsprechend erhöht würden, haben trotz der eigenen Not, wenn auch schweren Herzens, 20 Pfennig übrig gehabt, um ebenfalls wieder mitzuhelfen, die Not der noch Ärmeren zu steuern. Wenn man nun glaubt, daß die Sammler, die ja für ihre Tätigkeit nichts erhalten, überall wenigstens anständig empfangen wurden, so stimmt das nicht. Einer machte eine Ausnahme, nämlich der im Beamtenverhältnis stehende städtische Leichendiener Johann Gräßel.

Dieser Mann, der ein Bruttoeinkommen von nahezu 200 Mark besitzt, beschimpfte die Sammler und wies ihnen die Tür mit den Worten: Ihr mit eurem Schwindel! Er beschimpfte hiermit nicht nur die Sammler, sondern nannte auch das Winterhilfswerk des Führers ein Werk des Schwindels. Der Stadtrat Traunstein war auf Grund dieser Tatsache gezwungen, einmal ernstlich vorzugehen und hat diesen Mann sofort seines Dienstes enthoben. Ein entsprechender Bericht wurde dem Innenministerium übergeben, das über die endgültige Amtsentlassung entscheiden wird. Es ist ein Skandal, wenn Menschen, die ihr sicheres Auskommen haben, sich in dieser Weise auslassen. Es ist ein Verbrechen an den Volksgenossen, die der Unterstützung in den kommenden Wintermonaten bedürfen. Wir verlangen den Ausschluß dieses Menschen aus dem Berufsverband sowie aus eventuell anderen Vereinen und Verbänden. Mit diesen Worten hat er sich außerhalb der Volksgemeinschaft gestellt und muß nun entsprechend behandelt werden.«(10)

Gräßel gab die Äußerung zu, betonte aber, sie nur derb-scherzhaft und keinesfalls ernst gemeint zu haben. Noch am gleichen Abend hätte er zudem ein Zeichen erworben. Inständig beteuerte er seine Treue zum neuen Staat und zum Führer. Allein, es half nichts. Er wurde als »Saboteur des Winterhilfswerks« öffentlich gebrandmarkt und am 3. Dezember 1934 unverzüglich vom Dienst suspendiert. Die SA beantragte zudem »Schutzhaft für diesen Burschen. [...] Seit der Machtübernahme grüßt er wohl notgedrungen mit dem deutschen Gruß«, sei aber ansonsten ein suspektes Individuum.

Nun aber kam dem schwer Bedrängten zugute, dass er sich im I. Weltkrieg als Feldzugsteilnehmer ausgezeichnet hatte. Er war dabei an Malaria erkrankt, was ihn gesundheitlich immer noch beeinträchtigte. Sogar maßgeblichen Stellen innerhalb der Partei ging die Bestrafung daher zu weit. »So kann ich dem in der ersten Erregung gefaßten Beschluß des Stadtrates niemals zustimmen. Wenn der dort eingenommene Standpunkt Allgemeingut würde, würden wir die so mühsam geschaffene Einheit eher zerreißen, als nach dem Willen des Führers noch fester zusammenfügen. Bestimmt würde der Führer, der [...] im Frontsoldaten den ersten Bürger des Staates sieht, im vorliegenden Fall anders handeln.« Die der Stadt vorgesetzten Dienststellen, das Bezirksamt sowie die Regierung von Oberbayern, lehnten seine Entlassung ebenfalls ab. Sie »geht über das Maß einer entsprechenden und geeigneten Sühne für dessen Verhalten gegenüber den Winterhilfswerk- Sammlern hinaus und dürfte sich deshalb kaum aufrecht erhalten lassen.« Nach monatelangem Hin und Her setzte das Bezirksamt am 23. April 1935 den »Beschluß außer Wirksamkeit«. Der Stadtrat sowie der NS-Ortsgruppenleiter und 2. Bürgermeister Albert Aichner sahen sich zum Einlenken gezwungen. Gräßel wurde mit einer Disziplinarstrafe in Höhe von 300 Reichsmark belegt, zahlbar in Raten zu 25 Mark, durfte aber seiner Arbeit wieder nachgehen.(11) Er hatte Glück gehabt, Glück, das vielen anderen damals fehlte und gegen die das Terrorregime der Nazis seine ganze Härte und Brutalität zeigte.

Es liegt auf der Hand, dass viele Zeitgenossen, die vom Elend der frühen 30er Jahre gezeichnet waren und schwer an Hunger, Kälte und Arbeitslosigkeit litten, das Winterhilfswerk als einen Segen empfanden. Man darf jedoch eines dabei nie außer Acht lassen. Die Nazis waren keine Wohltäter. An den Menschen lag ihnen nichts. Sie hatten das WHV einzig und allein gegründet, um ihre Macht zu festigen. Und sie erzielten den gewünschten Erfolg. »Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung begrüßte das NS-Regime freudig oder arrangierte sich zumindest schnell mit den neuen Verhältnissen.«(12) Ihr wahres Gesicht zeigten Hitler und seine Schergen spätestens sechs Jahre später, als sie ihr Volk in einen grausamen Krieg schickten, der Millionen Opfer forderte und an dessen Ende maßlose Trauer und Zerstörung standen.


Franz Haselbeck


Anmerkungen:
(1) Studio Albrecht Blöcke - Briefmarken alle falsch; URI: <http://www.ebay.de/gds/Studio-Albrecht-Bloecke-Briefmarken-alle-Falsch-/10000000018826227/g.html> (16.09.2016).
(2) Vgl. Wolfgang Maassen, Wer ist wer in der Philatelie – Albrecht, Felix; URI: <http://www.bdph.de/index.php?id=455&type=98&tx_whoiswho_pi1%5BshowUid%5D=30&tx_whoiswho_pi1%5-BshowArea%5D=a&tx_whoiswho_pi1%5Bpointer%5D=1&cHash=a190006c6d> sowie Allbuch – Die Neue Enzyklopädie: Albrecht, Felix; URI: <http://de.allbuch.online/wiki/Albrecht,_Felix> (beide 15.09.2016).
(3) Eine umfassende digitale Sammlung seiner Arbeiten bietet das Portal »Galleria d’Arte Thule«; URI: <http://galleria.thuleitalia.com/felix-albrecht/> (16.09.2016); vgl. dazu Typographie des Terrors. Plakate in München 1933-1945; URI: <http://www.muenchner-stadtmuseum.de/sonderausstellungen/archiv/2012/typographieterror.html> (15.09.2016).
(4) An einem Sonntag der Monate Oktober bis März waren die Bevölkerung und die Restaurants auf Anordnung der Reichsregierung verpflichtet, nur einfache Eintopfgerichte zu verzehren oder anzubieten, deren Preis pro Kopf eine halbe Reichsmark nicht überschreiten sollte. Der Differenzbetrag zu einer normalen Sonntagsmahlzeit sollte dem WHW gespendet werden.
(5) Leicht überarbeitet nach LeMO (Lebendiges Museum Online): Das Winterhilfswerk (WHV), URI: <https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/ns-organisationen/winterhilfswerk.html> (15.09.2016).
(6) Die Zusammenkunft datiert auf den 10. Oktober; die Arbeitsgemeinschaft bestand aus: der Stadt Traunstein, vertreten durch den 1. Bürgermeister Dr. Georg Vonficht, der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV), vertreten durch den »Kreiswalter« [Fritz] von der Osten, dem Bezirksamt, Arbeitsamt, Evangelischlutherischen Stadtpfarramt, der Kreisleitung der NSDAP, Ortsgruppenleitung der NSDAP, NS-Frauenschaft, NSKriegsopferversorgung, dem Evangelischen Frauenverein (vertreten durch Karoline Weigand und Stadtrat Hans Wimmer), Frauenverein vom Roten Kreuz (vertreten durch Antonie Teufl und Oberverwalter Otto Bischlager), der Führung der SA und des Stahlhelms Traunstein, dem Bezirksarzt, Katholischem Stadtpfarramt, der Landwirtschaftsstelle, Kreisleitung der NS-Frauenschaft, NS-Bauernschaft und dem Katholischen Caritasverein.
(7) Chiemgau-Bote Nr. 251 v. 29.10.1933, S. 5.
(8) Bekanntmachung v. 24.3.1934; Zeitungsausschnitt, nicht bezeichnet, in: Stadtarchiv Traunstein, Büttner-Chronik Bd. 1, S. 291.
(9) Johann Gräßel, *27.6.1891 in München, Gärtner- und Hausgehilfe, verheiratet mit der Traunsteinerin Maria Botzenhart (1892-1974); 1920 Diensteintritt bei der Stadtverwaltung, seit 1.2.1927 städtischer Leichendiener im Beamtenverhältnis, †
8.4.1965 als »städt. Leichendiener i[m] R[uhestand]«.
(10) Chiemgau-Bote Nr. 278 v. 4.12.1934, S. 6.
(11) Stadtarchiv Traunstein, Nachlass Büttner, Heft 70 (vorletzte Seite), und Personalakt Gräßel, PA 322.
(12) Wie Anm. 5.

 

49/2016