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Jahrgang 2008 Nummer 27

Die Bau- und Entstehungsgeschichte des AKG

Schülerheim für Knaben – Städtische Oberrealschule für Mädchen – Teil I

Prospekt der städtischen Anstalt an der Herzog-Friedrich-Straße, aufgelegt im Jahr der Erbauung 1891. (Sämtliche Abbildungen ent

Prospekt der städtischen Anstalt an der Herzog-Friedrich-Straße, aufgelegt im Jahr der Erbauung 1891. (Sämtliche Abbildungen entstammen den Beständen des Stadtarchivs Traunstein.)
Das erste Traunsteiner Schülerheim im »Weißbräu« Scheibenstraße 6, dem nachmaligen Vereinshaus, geht zurück auf eine private Grü

Das erste Traunsteiner Schülerheim im »Weißbräu« Scheibenstraße 6, dem nachmaligen Vereinshaus, geht zurück auf eine private Gründung.
Schüler im Brausebad, ca. 1918

Schüler im Brausebad, ca. 1918
»Als im Frühjahr 1949 das Klassenzimmer der Abiturientinnen an die Berufsschule abgetreten werden mußte, nahm ich kurzentschlossen mit den Schülerinnen Tische und Stühle und zog in das »Schülerheim« um. Im 2. Stock des Schulheims in der Herzog-Friedrich-Straße, früher Städt. Schülerheim, jetzt als »Medloc« von der Besatzungsmacht benützt, standen mehrere Räume leer. Empörung über mein Verhalten bei der Besatzungsmacht und bei der Stadtverwaltung, Drohungen – aber die Klasse blieb, und andere folgten. Stadt, Staat, Besatzungsmacht verhandelten miteinander. […]

Der erste Stock blieb bis August 1952 von der Besatzungsmacht belegt, damit sich dort täglich zwischen 7 und 8 Uhr circa 100 englische Soldaten auf der Durchreise von Kärnten waschen konnten. Waschbecken reihte sich an Waschbecken im Gang und in den Sälen.

Im Frühjahr 1953 begannen die baulichen Veränderungen. Im September 1953 war es dann möglich, sämtliche Klassen im Gebäude in der Herzog-Friedrich-Straße unterzubringen, eine große Wohltat für Lehrer und Schülerinnen.«

So schildert Centamaria Back, Oberstudiendirektorin i. R. und Leiterin des Annette-Kolb-Gymnasiums von 1954 bis 1971, in der Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Schule deren Anfänge im Gebäude an der Herzog-Friedrich-Straße 6.(1) 2008, fast 60 Jahre nach der »gewaltsamen Okkupation«, verlässt das Gymnasium zugunsten des Neubaus an der Güterhallenstraße ein Gebäude, das seit mehr als einem Jahrhundert weder aus dem Erscheinungsbild noch der Geschichte der Stadt Traunstein wegzudenken ist.

Das Prottengeyersche Knabeninstitut in der Scheibenstraße

Zum besseren Verständnis ist es zunächst notwendig, sich zeitlich zurück in das ausgehende 19. Jahrhundert und räumlich den Kniebos hinab in die untere Stadt zu begeben. Im Oktober 1877 hatte dort im Haus Nr. 224 am Vorberg, heute Scheibenstraße 6, im vormaligen Gasthaus »Zum Weißbräu«, dem späteren Vereinshaus, der aus Graz stammende Georg Prottengeyer (auch: Prottengeier) mit Billigung der Stadt und der Regierung von Oberbayern, Kammer des Inneren, ein privates Pensionat für Realschüler eröffnet.

Prottengeyer – »no jokes about names«, dennoch: ein Name wie geschaffen für den Spott der Schüler –, ein pensionierter Real- und Handelsschullehrer, der sich mit »Professor« anreden ließ, startete sein Unterfangen mit neun sogenannten »Zöglingen« u. a. aus Rosenheim, Bad Tölz und München, die sich einer strengen »Haus- und Disciplinarordnung« zu unterwerfen hatten:

»§1 Sämtliche Zöglinge stehen im Winter um 6 Uhr und im Sommer um 5 Uhr morgens auf und versammeln sich 15 Minuten später, gewaschen und angekleidet, zum Morgengebet im Studiersaal.«(2)

Trotz dieser dem Anschein nach absoluten Disziplin gelang es dem österreichischen Professor nicht, sein Institut zu etablieren. Die Zahl der Schüler, die fast durchweg (mutmaßlich bezahlte) »Zubringer« von weiter auswärts her vermittelten, überschritt die 20 kaum, die Resonanz in der näheren Umgebung ging gegen Null. Bald schon wurden verschiedene Unzulänglichkeiten bei der Führung des Schülerheims bekannt, Eltern beschwerten sich über falsche Versprechungen, die ihnen Prottengeyer in Bezug auf den schulischen Erfolg ihrer Kinder gemacht hatte, und die Realschule stand der Zusammenarbeit ohnehin kritisch gegenüber.

Kurz gesagt, die Probleme gingen weit über die Ebene der Gerüchteküche hinaus, und so war es nicht verwunderlich, dass der Münchner Ministerialrat von Eckart bei seiner am 23. und 24. Mai 1881 durchgeführten Visitation zwar ordentliche Räumlichkeiten und eine durchaus ansprechende Verpflegung vorfand, sich aber insgesamt zu der Feststellung genötigt sah: »Das Ergebnis ist kein günstiges!« Trotzdem hätte »ein Pensionat für Realschüler in Traunstein eine gute Zukunft und könnte für die Realschule selbst von großem Werthe sein, wenn ein solches Institut in vertrauensvoller Leitung wäre. Das würde sich am besten erzielen lassen, wenn das Institut ein städtisches wäre […].«(3)

Zöglinge in städtischer Obhut

Mit seiner Einschätzung lag der Münchner Ministerialbeamte ohne Zweifel richtig. Zum Angebot der aufstrebenden Schulstadt Traunstein gehörte seit 1877 die sechsklassige Realschule mit dem Lehrziel, »eine höhere bürgerliche Bildung auf sprachlich-historischer und mathematisch-naturwissenschaftlicher Grundlage zu gewähren«,(4) die Bemühungen um die humanistische Bildung sollten 1901 mit dem Bezug des selbstständigen Progymnasiums (seit 1934 »Vollanstalt«) an der Ecke Rosenheimer-/Leonrodstraße von Erfolg gekrönt werden, und für die weiterführende Bildung der »Höheren Töchter« sorgte seit 1895 das Institut der Englischen Fräulein in Sparz. Ein »Städtisches Schülerheim für Knaben« hätte diesen Kanon bestens ergänzt, zu diesem Entschluss kamen auch die Stadtväter und handelten nach einer Phase kurzen Nachdenkens danach. Sie bewogen die Höllbräuwitwe Walburga Huber als Eigentümerin des Hauses Scheibenstraße 6, den Pachtvertrag mit dem umstrittenen »Pädagogen« nicht zu verlängern; statt dessen trat die Stadt selbst ab 1882 dessen Nachfolge an.

»Schüler der hiesigen k. Realschule in volle Verpflegung und gewissenhafte Beaufsichtigung zu nehmen, einen entsprechend guten Fortgang in den Lehrgegenständen der Schule zu befördern und durch eine religiös-sittliche Erziehung für die Gesamtausbildung mitzuwirken«(5) – diesen Vorgaben wurde, den pädagogischen Maßstäben der Zeit entsprechend, auf die noch näher einzugehen sein wird, das nunmehr »Städtische Realschul-Pensionat Traunstein« unter der Leitung des königlichen Reallehrers Johann Niklas(6) ab Beginn des Schuljahres 1882/83 nicht nur gerecht, es entwickelte sich vielmehr innerhalb kürzester Zeit vom Problemfall zum Erfolgsmodell.

Die große Zahl von Neuanmeldungen erforderte schon bald die Teilanmietung eines weiteren, in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen, Gebäudes,(7) und sogar dessen Aufstockung zog man für kurze Zeit in Erwägung. Allerdings favorisierte man nach längeren Diskussionen, u. a. in Anbetracht des baulichen Zustandes der gepachteten Realitäten, der unglücklichen Verteilung der Schüler auf zwei Häuser, des Fehlens eines geeigneten Freigeländes und der insgesamt schulisch eher abseitigen Lage, einen Neubau. Zu viele Schüler aus ganz Bayern mussten nur wenige Jahre nach der städtischen Übernahme abgewiesen werden, ein Umstand, der zum Handeln zwang und selbst in der Berichterstattung der überregionalen Presse Beachtung fand.

Ein Bauplatz – geeignet wie kein anderer

»Der mit jedem Jahre sich mehrende Andrang von Zöglingen zum hiesigen städtischen Realschul-Pensionate veranlaßt die Stadtgemeinde zu dem längst projektirten Bau eines eigenen Hauses für diese Anstalt und wurde denn auch dieser in gemeinschaftlicher Sitzung der städt. Kollegien vom 26. Nov. [richtig ist der 28. November (1889); Anm. d. Verf.] beschlossen. Die Anmeldungen für das laufende Schuljahr betrugen […] 100, wovon aber nur 72 Zöglinge aufgenommen werden konnten. Diese sind in zwei getrennten gemietheten Gebäulichkeiten untergebracht, was für die Dauer kaum zulässig sein dürfte. Der Neubau erfordert incl. Einrichtung einen Kostenaufwand von 180 000 M[ark]. Der Bauplatz ist städt. Eigenthum. Obige Summe erfordert bis zu ihrer Abzahlung 9900 M[ark] Annuitäten und Zinsen, welche durch Erträgnisse des Pensionats gedeckt werden. Der von den beiden städt. Kollegien hierfür gewählte Bauplatz am sogen. Bruderhaus-Anger an der Hauptstraße zum Bahnhof eignet sich […] für den beabsichtigten Zweck wie kein anderer.«(8)

Auf diesem Grundstück an der nachmaligen Herzog-Friedrich-Straße verwirklichte man das Projekt unter der technischen Leitung von Josef Polz(9) in den Jahren 1890/91 nach Plänen des Traunsteiner Baumeisters Lorenz Strobl.(10) Am 20. September 1891 »wurde das neue Realschulpensionats-Gebäude seitens der Stadtgemeinde an den Herrn Pensionatsvorstand k. Reallehrer Niklas in feierlicher Weise übergeben«. Von nun an konnten Interessenten den verschiedenen, periodisch neu aufgelegten Werbebroschüren folgende Beschreibung des Städtischen Schülerheims (mit geringfügigen Abweichungen) entnehmen:

»Das Gebäude befindet sich im sogenannten Villenviertel der Stadt, hat eine gesunde, freie Lage und ist mit allen neueren hygienischen Einrichtungen ausgestattet. Im Erdgeschoß sind außer Wirtschaftsräumen die Bäder, die Schuhkammer sowie der Trockenraum und die Wäschekammer eingebaut. Zu ebener Erde dienen der große Speise- und Theatersaal, sechs Musik- und ein Sprech- und Besuchszimmer, ferner zwei Nähstuben für die Zwecke der Zöglinge. Die Schlafsäle, fünf an der Zahl, sind im ersten, ein sechster im zweiten Stockwerk untergebracht. Sie empfangen Luft und Licht von Süden und Osten. Die drei Studiersäle befinden sich im zweiten Stockwerk; sie sind nach Osten gerichtet und dem Tageslärm und seinen Störungen möglichst entrückt. Drei Kranken- und das Instruktionszimmer, sämtliche auf der Südseite, schließen sich an, aber so, daß die Krankenräume völlig isoliert sind. In den breiten, hellen und luftigen Gängen befindet sich die Kleiderablege. Ein großer Spielhof, eine gedeckte Kegelbahn, ferner ein ausgedehnter Garten, umsäumt von mächtigen Fichten, dienen als Tummel-, Unterhaltungs- und Freiluftspielplatz. Sämtliche Räume, einschließlich der Gänge und Aborte, werden durch eine Niederdruckdampfheizung erwärmt und ventiliert. Das ganze Gebäude ist mit Doppelfenstern versehen; die Höhe der Räume beträgt 4 Meter, die der Fenster 2,10 Meter.«(11)

Dummheit ist aussichtslos

Die angesprochene Kegelbahn, bereits 1892 angedacht, wurde schließlich 1910 errichtet. Zu diesem Zeitpunkt nahm das Heim bereits nicht mehr nur die Schüler der »sechskursigen Realschule mit Handelsabteilung« auf, sondern ebenso die Absolventen des neu gegründeten Progymnasiums. Schon 1895 hatte man eine Frequenz von 122 »Vollzöglingen und Externen« verzeichnet, was in etwa der durchschnittlichen Belegung in den kommenden gut drei Jahrzehnten entsprechen sollte.

Um das Wohlergehen ihrer Schützlinge kümmerten sich neben dem Direktor und Heimleiter vier als Lehrsamtskandidaten ausgebildete Präfekten, ein Instruktor sowie 14 Dienstboten (zwei männliche und 12 weibliche), davon fünf in der Küche Beschäftigte, vier Zimmermädchen, eine Krankenpflegerin und vier Personen für sonstige Hausarbeiten.(12) Bedingungen für eine Aufnahme waren: »1. Christliche Religion; 2. Vollendung des 8. Lebensjahres für Volksschüler, die sich zum Eintritt in die Mittelschule (Realschule oder Progymnasium) vorbereiten wollen; 3. gute Betragensnote; 4. ärztliches Gesundheitszeugnis nach den angegebenen Gesichtspunkten. Ausgesprochene Bettnässer werden nicht aufgenommen.«(13)

Die Kosten für das Pensionat beliefen sich auf jährlich 500 Mark (1910) bzw. 750 Mark (1918), 1940 schlugen sie mit circa 650 Reichsmark zu Buche.(14) Dafür wurde den Knaben eine »volle Verpflegung« geboten – Frühstück nebst Pausenbrot, Mittagstisch, Vesper- und Abendbrot –, deren umfassende Dokumentation in den schriftlichen Unterlagen heute noch einen guten Eindruck hinterlässt und die selbst in wirtschaftlich schwieriger Zeit keinerlei Anlass zu Klagen gab.

Bemerkenswert war für den Beginn des 20. Jahrhunderts auch das umfassende sportlich-spielerische Angebot: »Im Winter ist Gelegenheit zum Schlittenfahren und Schlittschuhlaufen geboten. Im Sommer besuchen die Zöglinge bei günstiger Witterung täglich die städt. Schwimmschule und Badeanstalt und erhalten dortselbst unentgeltlich Schwimmunterricht, während sie im Winter wöchentlich einmal das Brausebad des Institutes benützen.«

»Mens sana in corpore sano« war, so scheint es, die Devise, wobei die musische Erziehung keinesfalls vernachlässigt wurde – »zur Erlernung des Klavier-, Violin- und Zitherspielens, des Cellos und Basses sowie des Flöten-, Klarinette- und Trompetenblasens ist Gelegenheit geboten. Musiklehrer stehen zur Unterrichtserteilung zur Verfügung.«(15)

Und zu guter Letzt stellt sich zumeist auch der gewünschte schulische Erfolg ein: »Das Jahresziel erreichten 10 Zöglinge, d. i. 7 %, nicht. Dieses Resultat muß als günstig bezeichnet werden, zumal das Schülermaterial zum Teil recht schwach ist.«(16) Etwaige Misserfolge lagen somit in der Natur der Sache und waren nicht zu vermeiden, denn: »Dummheit, der schwerste Fall, wo nämlich wenig und das wenige verkehrt aufgefasst oder der Zusammenhang der Gedanken trotz eingehender Erklärung nicht begriffen wird, ist aussichtslos.«(17)

Von einer Misshandlung kann keine Rede sein?

Dieser letzte Satz bietet eine gute Gelegenheit, um den Blick ein wenig auf die damals gängigen Methoden der Erziehung und Pädagogik zu lenken. »Die Erziehung wird in familiärem Geiste und nach religiös-sittlichen Grundsätzen geleitet, wobei auf die Aneignung eines höflichen und offenen Wesens, gefällige Umgangsformen, Reinlichkeit und Ordnungsliebe unermüdet gesehen wird.«(18) Soweit der schöne Schein der Theorie – die Praxis sah leider nicht selten ganz anders aus: »[…] haben sich ausgetretene Zöglinge wie deren Eltern über die Behandlung (unstatthafte körperliche Züchtigungen) beklagt, die ihnen im Institut, insbesondere durch einzelne Präfekten, zuteil geworden sei.«(19)

Selbstverständlich ist die Behandlung von Kindern und Heranwachsenden mit den heutigen, gesellschaftlich vorgegebenen Maßstäben weder zu vergleichen noch zu verstehen. Gehorsam, »Zucht und Ordnung« standen im Vordergrund und wurden durchgesetzt – wo erforderlich, mit Gewalt – und dies beileibe nicht nur in der Zwangsgemeinschaft des Internats, sondern auch im klassischen Sozialverband der Familie. Somit ist der nachfolgende Vorfall keineswegs als bedauerliche Ausnahme, sondern als traurige Regel einzuordnen, die allerdings schon damals nicht von jedermann gut geheißen wurde:

»Nach Mitteilung des Herrn Sicherheitskommissärs Popp wurde Anzeige erstattet, daß im Städt. Schülerheim ein Zögling so gezüchtigt worden sei, daß die Leute auf der Straße stehen blieben u. der Zögling krank darniederliege. Zur Steuer der Wahrheit diene folgendes: Der Schüler H. aus Altötting hatte hier unter falschen Angaben bei einer ihm bekannten Frau Geld entliehen (ca. 450 M) und das Geld in einer Konditorei vernascht. [Die beginnende Hochinflation erklärt den hohen Betrag; Anm. d. Verf.] Als die Eltern hievon Kenntnis bekamen, fuhr der Vater hierher und züchtigte den Knaben im Sprechzimmer des Schülerheims bei offenem Fenster. (Das Zimmer ist gegen den Hof gelegen.) Von einer Mißhandlung kann keine Rede sein; der Knabe verließ ohne zu weinen das Zimmer. Frau Hipper, welche die Bestrafung des Knaben durch seinen Vater hörte, weil eben die Fenster offen waren, stand im Garten u. äußerte laut ihren Unwillen über die Bestrafung des Knaben, der schrie, um seinen Vater milde zu stimmen. Ich ersuche die Anzeigerin dahin zu verwarnen, daß sie eine unrichtige Darstellung des Vorfalls verbreitet u. so den Ruf des Schülerheimes schädigt.«(20)

Franz Haselbeck


Teil 2 in den Chiemgau-Blättern Nr. 28/2008




Anmerkungen:
(1) Centamaria Back, Schulgeschichte von 1947–1971, in: Festschrift »50 Jahre Annette-Kolb-Gymnasium«, Traunstein 1988, (S. 15).
(2) Stadtarchiv Traunstein (weiter: StA TS), A 240/7-2: Gründung und Betrieb eines Realschulpensionats im Haus Nr. 224 (später Scheibenstraße 6) durch den Lehrer Prottengeyer 1877–1882.
(3) StA TS, A 240/7-3: Übernahme des Schülerheims durch die Stadt 1881–1882, Geschäftsgang 1881–1904.
(4) Anton Kasenbacher, Traunstein. Chronik einer Stadt in Wort und Bild, Grabenstätt 1986, S. 137.
(5) Prospekt über das Städtische Realschul-Pensionat Traunstein, aus: StA TS, wie Anm. 3.
(6) Johann Nepomuk Niklas, * 12. Mai 1847 in Lauingen, † 14. Juli 1912 in Traunstein, kgl. Reallehrer; Ehrenbürger der Stadt Traunstein mit Beschluss vom 3. Juni 1907 anlässlich seines Rücktritts »in Würdigung und Anerkennung der vielen Verdienste um die Hebung und Leitung der Anstalt während einer 25-jährigen erfolgreichen Tätigkeit«.
(7) Es handelte sich dabei um das Haus Nr. 218 des Färbers Franz Domayer, heute: Scheibenstraße 18.
(8) Münchner Bote für Stadt und Land, 51. Jahrgang, Nr. 283 vom 3. Dezember 1889.
(9) Josef Polz, (* 1864 in Siegsdorf, zeitweise in Traunstein am »Haslacher Fußweg« wohnhaft, später nach München verzogen), Bautechniker; arbeitete oft mit seinem bekannteren Bruder Sebastian (* 23. September 1860 in Siegsdorf, † 11. November 1943 in Traunstein, Baumeister und Architekt) zusammen. Auf Planungen der Gebrüder Polz gehen u. a. viele der ab ca. 1890 entstandenen (Jugendstil-)Villen in den westlichen Außenbezirken der Stadt zurück.
(10) StA TS, A 622/24-11/1 dokumentiert umfassend die Baugeschichte des Realschulpensionats 1886–1973; eine exakte, umfassende Auswertung kann im beschränkten Rahmen dieses Beitrags nicht geleistet werden und bleibt späteren Forschungen vorbehalten.
(11) Broschüre »Das Städtische Schülerheim in Traunstein. Sein Zweck und seine Arbeitsleistung«, Traunstein 1918, S. 6 (StA TS, GL 558).
(12) Personalstand 1922, aus: StA TS A 240/7-5.
(13) Wie Anm. 13, S. 22.
(14) Angaben der verschiedenen Werbebroschüren, in: StA TS, A 240/7-15.
(15) Wie vor.
(16) Zitiert aus Jahresbericht 1921/22, in: StA TS A 240/7-10.
(17) StA TS, A 240/7-8: Instruktion für die Präfekten 1913.
18) Zitiert aus Werbebroschüre ca. 1908, in: StA TS, A 240/7-15.
(19) Sitzungsprotokoll des Magistratskollegiums vom 25. September 1905, in: StA TS, A 240/7-4.
(20) Stellungnahme des Direktorats des Städtischen Schülerheims an der Stadtrat vom 14. Juli 1922, in: StA TS, A 240/7-11.



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