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Jahrgang 2012 Nummer 38

Auf der Fraueninsel: »Von der Poesie nicht eine Spur«

Historische Reiseberichte über den Chiemsee aus den Anfängen des Tourismus Mitte des 19. Jahrhunderts

Mit seiner Karikatur »Eine friedliche Belagerung« macht sich Carl Stauber 1874 über den alljährlichen Andrang von Künstlern auf der Fraueninsel lustig.
Historische Zeitungsanzeige über Dampfschifffahrten auf dem Chiemsee aus dem Jahr 1869.
Heinrich Noé findet, dass Grabenstätt gar nichts Besseres hätte passieren können, als restlos abzubrennen.

Wer heute den Chiemgau als Reise- oder Ausflugsziel wählt, befindet sich in zahlreicher Gesellschaft: Rund vier Millionen Übernachtungen kann die Region jährlich verbuchen, dazu noch etliche Millionen Tagestouristen.

Winkt dann noch ein Besuchermagnet wie die letztjährige Landesausstellung auf der Herreninsel mit mehr als einer halben Million verkaufter Karten, wimmelt und wuselt es um und auf dem Chiemsee. Denn zu den Ausflüglern, die sich die Inseln anschauen, kommen ja noch etliche Badegäste, Segler, Radfahrer und Spaziergänger.

Wer einmal im Hochsommer bei strahlendem Sonnenschein in Gstadt oder Prien einen Parkplatz sucht, um sich dann in eine scheinbar unendliche Menschenschlange an den Dampferanlegestellen einzureihen, kann sich kaum vorstellen, was Reisende der »ersten Generation« über den Chiemsee berichten:

Von einer verschlafenen Herreninsel, Ortschaften, in die noch kaum ein Fremder seinen Fuß gesetzt hat, Unterkunftsmöglichkeiten, die an einer Hand abzuzählen sind, ist da die Rede – und einem verschlafenen Bauernkaff, dessen einzige Rettung es gewesen sei, einer Feuersbrunst zum Opfer zu fallen – doch davon später mehr. Die ersten Beschreibungen über den Chiemsee, die über rein statistische Informationen hinausgehen und damit unter den Begriff »Reiseführer« fallen, sind ab Mitte des 19. Jahrhunderts im Buchhandel zu finden. Zum Glück findet sich darunter so mancher Autor mit scharfem Auge und spitzer Feder, der seine Schilderungen in beinahe kabarettistischer Form präsentiert.

Friedrich Brinkmann zum Beispiel lässt in seinem Buch »Studien und Bilder aus Süddeutschem Land und Volk«, so manchen Kommentar vom Stapel, mit dem er bei heutigen Tourismusleitern garantiert auf der Abschussliste landen würde. Über die Fraueninsel schreibt er: Der Großteil der Insel werde von den mächtigen Klostergebäuden dominiert. »Von dem Reste ist etwa die Hälfte mit den Häusern und Gärten des hier herangewachsenen Fischerdorfes bedeckt, die allerdings mit ihren Galerien, Blumen und Obstbäumen sich recht malerisch ausnehmen, aber dem hierher kommenden Fremdling, falls er mit dem Entschlusse gelandet ist, hier einige Wochen zuzubringen, die Brust nicht wenig beklemmen und ihm die verzweiflungsvolle Frage abpressen: »Aber, du lieber Himmel! wo soll ich denn in dieser Enge die Luft finden, um zu athmen.« Wohin er seinen Fuß auch gesetzt habe, immer sei er auf Mauern, Häuser, Zäune, ans Land gezogene Nachen, aufgespannte Netze oder den See gestoßen. Und wenn der Urlauber sich dann zur Erholung in sein »in den höchsten Tönen gerühmtes Quartier« zurückziehen wolle, bekomme er zwar etwas Gutes zu essen und zu trinken, aber von der »Poesie«, deren auch ein Wirtshaus fähig sei, nicht eine Spur: »Die Gaststube ist vollgepfropft von Fischern der Insel, von Bauern aus der Umgegend, die des Klosters wegen hergekommen, von Sommerfrischgästen, von Eltern oder Verwandten einiger der vielen im Kloster als Zöglinge lebenden Mädchen, welche diese besuchen, von flüchtigen Touristen und von der Colonie der Maler. Jetzt wird dem Ankömmlinge doch etwas schwül zu Muthe«, jammert Brinkmann und fügt hinzu, dass er sich nach den schönen Beschreibungen das alles so ganz anders gedacht und von feierlicher Stille und völliger Einsamkeit, ganz getrennt vom Leben der Welt, geträumt habe. In Wirklichkeit wiederhole sich hier nur eine Erfahrung, die er schon oft erlebt habe: »Um die Gegenstände in ihrem poetischen Lichte zu erblicken, müssen wir uns in einer gewissen Entfernung von ihnen halten. So wie wir ihnen zu nahe kommen, schwindet der magische Duft.«

Der enttäuschte Autor suchte sein Heil deshalb in einer baldigen Flucht auf die Herreninsel, wo er dann tatsächlich die Ruhe vorfindet, die er sich zuvor so vergeblich gewünscht hat. Wenn der eine oder andere sich jetzt wundert, wie es einem Reisenden gelingen kann, ausgerechnet auf der Herreninsel in völliger Abgeschiedenheit Urlaub zu machen: Brinkmanns Bericht stammt aus dem Jahr 1862. Zu dem Zeitpunkt regierte in Bayern noch König Max II., sein Sohn Ludwig, der zwei Jahre später nach dem überraschenden Tod seines Vaters den Thron bestieg, kaufte die Herreninsel, erst im Herbst 1873, um dort eines seiner »Märchenschlösser« zu errichten. Davor war die Insel zum Großteil mit Wald bedeckt und an Bauwerken gab es nur die Gebäude des ehemaligen Klosters, das nach der Auflösung als »Schloss« bezeichnet wurde. Als Brinkmann die Insel besuchte, war ein Flügel davon mit Unterkünften für Urlauber ausgestattet. Im Gegensatz zur Fraueninsel fand er über dieses Quartier nun versöhnlichere Worte: Der freundliche Wirt tue wirklich alles, um die Wünsche seiner Gäste zu erfüllen und der riesige Garten mit den unzähligen Rosenstöcken, dazu das Grün des Waldes, liefere nun endlich die Atmosphäre, die er auf der Fraueninsel so vergebens gesucht habe.

Doch mit der Beschreibung des Urlaubsziels – Idyll hin oder her – war es auch damals in den Reiseführern noch nicht getan. Schließlich musste der Besucher erst einmal dorthin gelangen. Vor dem Bau der Bahnstrecke München - Salzburg 1861 war die Post der einzig öffentliche Verkehrsbetrieb für Langstrecken. Von München aus führte die Route der Kutschen an den Chiemsee über Rosenheim nach Prien, das um 1840 noch ein »großes Dorf mit 2 ansehnlichen Gasthöfen« war. Von dort gelangte man in einer halben Stunde zu Fuß zum Landungsplatz der Dampfer, »mit der besten Gelegenheit den interessanten Chiemsee zu befahren«, dessen Größe ihm den Namen »das bayerische Meer« verschafft habe. Nach dem Überqueren des Chiemsees wartete in Arlaching bei Seebruck ein Stellwagen, mit dem man die Fahrt in Richtung Traunstein fortsetzen konnte. Was sich in den Führern recht unproblematisch liest, war in Wirklichkeit weit umständlicher als heutzutage, und das nicht nur der geringen Geschwindigkeiten damaliger Transportmittel wegen. Denn die Plätze in der normalen Postkutsche waren begrenzt; wer in Gesellschaft reiste oder terminlich gebunden war, musste vorher reservieren oder mit der Extrapost, dem Taxi früherer Zeiten, reisen. Doch auch die musste vorab bestellt werden. Der Fahrpreis errechnete sich dann pro Station. Und noch ein weiterer Umstand musste berücksichtigt werden:

Kurgäste, die zum Beispiel vom nahe gelegenen Wildbad Adelholzen aus einen Ausflug auf Chiemseeinseln planten, konnten nicht einfach die kürzeste Strecke von Adelholzen nach Feldwies nehmen, sondern mussten einen Umweg an die Ostseite des Sees in Kauf nehmen. Aber nicht etwa, weil es in Feldwies keine Boote für die Überfahrt auf die Inseln gab. Das Problem stellte sich schon vorher und zwar in Form einer nichtvorhandenen Straße. Wer nicht zu Fuß gehen wollte, musste deshalb sein Gefährt zuerst nach Chieming lenken, und von dort mit dem Dampfschiff auf die Inseln zu fahren. Wenigstens war dort dann schon mit einem Parkplatz vorgesorgt: Seine »Equipage«, so erfuhr der Reisende, konnte er bis zur Rückkehr beim Wirtshaus am See abstellen.

Auf der Schifffahrt von Chieming zu den Inseln hatte der Reisende dann genügend Zeit, sich der weiteren Lektüre zu widmen. Gäste aus Adelholzen hatten dabei sicher meist den Führer ihres Gastgebers, Georg Mayr, im Gepäck, in dem u. a. nachzulesen ist, dass der Chiemsee 1845 das erste Mal mit einem Dampfschiff befahren worden sei und zwar vom Zimmermeister Wolfgang Schmid aus Feldwies, der sein Schiff selbst gebaut habe. Vier Jahre nach dieser Jungfernfahrt verfügte der Chiemsee in den Sommermonaten bereits über einen Linienverkehr zwischen Chieming und Prien. »Morgens fährt man [von Chieming] mit diesem Dampfschiffe bis zur Fraueninsel, von hier lässt man sich, nachdem man sich umgesehen, in einem kleineren Schiff nach der eine halbe Stunde entfernten, einem Grafen Hunolstein gehörenden Herrninsel führen, besieht dort die ehemaligen Klostergebäude mit dem als frühere Kirche mit Frescogemälden gezierten Bräuhaus und musterhafter Oekonomie von schönen Gartenanlagen umgeben, und macht hier Mittag, wenn man sich in dem guten Gasthause zu Frauenchiemsee nicht schon ein Essen mit schmackhaften Seefischen bestellt hat. Mit der zweiten Fahrt des Dampfschiffes kehrt man wieder nach Chieming zurück,« empfiehlt Mayr seinen Lesern.

Mit dem Bau der Bahnstrecke München - Salzburg kehrte sich die Bedeutung der Orte am Chiemseeufer um: Nun waren es die Dörfer an der Westseite, die schnell und bequem zu erreichen waren. Doch nicht nur in den Reiseführern bekam die Eisenbahn bald einen gewichtigen Stellenwert. Auch in der schöngeistigen Literatur entwickelte sich die Fahrt im Zug zum allseits beliebten Szenario, das nicht nur Ludwig Thoma zu amüsant-bösen Erzählungen inspirierte.

Heinrich Noé (1835 -1896), von Beruf Hofbibliothekar in München und einer der beliebtesten Autoren für Reiseführer der damaligen Zeit, zeichnet in seinem Werk »Bayerisches Seenbuch« 1865 die Skizze einer Bahnfahrt von München nach Rosenheim: Überall im Zug herrsche ungezwungene Munterkeit, hübsche Mädchen würden allseits geneckt, Bekanntschaften rasch geschlossen und ein eben hereingekommener Mitreisender spiele die schönsten Almenländler auf seiner Ziehharmonika, während im anderen Verschlag des Coupés ein Spaßvogel eine unmögliche Jagdgeschichte erzähle. Wahrscheinlich wäre Noé bei seiner weiteren Schilderung ebenso wie seine späteren Leser bald in geruhsamen Dämmerschlaf versunken, der den Bahnreisenden unweigerlich zu überkommen droht, hätten nicht zwei Herren in Schwarz, deren Kommentare »ungefragt durchs Abteil hallten«, ihn aus seinem dösigen Zustand gerissen: »Ganz hinten aber, und Gott sei Dank hinlänglich entfernt, schimpfen einige sächsische Pastoren in ihrem unerquicklichen Dialekt über die frivole Lust des Reisens, die heut zu Tage in die Kinder der Welt gefahren sei. Dabei verzehrt der eine ein Stück Huhn aus seiner Reisetasche und der andere spricht von den schönen Tagen, die er noch kennt, wo die Postkutsche von »Dräsn« nach »Leipsisch« zwei Tage gebraucht habe. Die Herren kommen mir in dieser Gesellschaft und Umgebung vor, wie die flatternde Vogelscheuche im grünen Garten,« befindet Noé. Der promovierte Literaturwissenschaftler mit einem Faible für Botanik hat insgesamt wohl ein etwas irritiertes Verhältnis zu religiösen Angelegenheiten, denn auf seiner Tour um den Chiemsee findet er immer wieder Missstände, die seiner Ansicht nach allein in übertriebener Frömmigkeit wurzelten. Er empört sich nicht nur über die dauernden Prozessionszüge, die seine Spaziergänge kreuzten, mit denen die Leute nur von der Arbeit abgehalten würden. In Grabenstätt will er einen direkten Zusammenhang von übertriebener Frömmigkeit und der abgestanden Luft in den Wohnstuben ausgemacht haben: »Dem Orte ist nämlich das größte Glück widerfahren, das einem Gebirgsdorfe begegnen kann: es ist abgebrannt. Wenn ich sage Glück, so glaube ich das buchstäblich nehmen zu dürfen. Es mag freilich im ersten Augenblick viel Jammer und Elend mit einer solchen Katastrophe verknüpft sein, aber das wird sicherlich ausgeglichen.« Grabenstätt sei vor dem Unglück, wie alle Orte östlich des Chiemsees, ein schmutziges Dorf mit windschiefen Holzhäusern gewesen, die so niedrig gebaut waren, »dass in deren Gemächern ein schlank gewachsener Mensch nicht aufrecht stehen kann, und deren Deckbalken dem Eintretenden drohen.« Aber noch weit schlimmer sei die Unart der Einheimischen gewesen, sich im miefigen Dunkel ihrer Häuser zu verkriechen: »Es ist unmöglich, den Bauern im Bauernhause an frische Luft zu gewöhnen; er lässt die Lucken seiner Hütte fest zu. 'Ich bin draußen genug in der Frischen', sagt er. Die Mitwirkung des atmosphärischen Sauerstoffs bei der Blutbildung wird ihm nicht gelehrt. Er sieht alt und abgestanden aus. Er und seine Generation wären eine andere, wenn er statt in die Kirche zu gehen, das Fenster aufmachen würde.« Jetzt sei das abgebrannte Grabenstätt mit den neuen Steinhäusern ein wahres Schmuckstück – und der Mief sei auch endlich verschwunden. Zum Glück für alle Bauerndörfer weiß Noe noch eine Alternative zu Feuersbrünsten, um rückständigen Gegenden mit dem Geist der Zeit vertraut zu machen: Auch der »Weltverkehr« mit fremden Sommergästen bringe die nötige »Reibung ihrer Individuen« und damit nach und nach die Veränderung in deren Lebensweise. Immerhin: Eine gewisse Geschäftstüchtigkeit ist den im Fremdenverkehr tätigen Einheimischen nicht abzusprechen.

Als Noé im Gasthof in Chieming – der mit dem Parkplatz für die »Equipagen – für seine Übernachtung dreimal mehr bezahlen muss als ein anderer Gast resümiert er – erstaunlich gelassen: »Im Prunkzimmer des Gasthauses zu Chieming ruht sich’s gut auf üppigem Pfühl. – Silbergeschirre und wächserne Christuskindlein, ausgestopfte Thiere und hochrothe Äpfel schauen von den Etageren des »schönen « Gemaches, in welchem dein Fuß auf schweren Teppichen wandelt. Hier werden auch nur »schöne« Herren hereingelegt, während minder schöne, wie z. B. der pfälzische Besenhändler, der vorhin unten zechte, in eine Kammer gewiesen wird, in der mindestens »Zähneklappern« waltet. Freilich bezahlt der schöne Herr auch achtzehn, der nicht schöne dagegen nur sechs Kreuzer für sein Lager.«

Ob er das »hereingelegt« wohl wörtlich gemeint hat? Heute hat es der Reisende – der Form nach – einfacher: Dank vorgegebener Standards kann er zumindest in Deutschland schon bei der Buchung einer Reise einigermaßen abschätzen, was ihn im Hotel seiner Wahl erwartet. Vor 150 Jahren, als das, was man heute »Tourismus« nennt, noch in den Kinderschuhen steckte, mussten sich sowohl Gastgeber wie auch Gäste erst nach und nach miteinander arrangieren – und auf ganz neue Zielgruppen einstellen. Hoteliers und Wirte sahen sich nun auch zunehmend Gästen aus der bürgerlichen Schicht gegenüber, die sich nicht jeden Luxus leisten konnten. Aus deren Sicht wiederum war erst einmal Wissen über die Gepflogenheiten – und Fallstricke – auf Reisen gefragt.

Ein weitsichtiger Autor und Buchhändler erkannte, dass die frischgebackenen Weltenbummler jemanden brauchten, der sie quasi »an der Hand nahm«: Seit seinem ersten Reiseführer über den Rhein 1832 hat sich der Name des Autors innerhalb weniger Jahrzehnte zum Markenzeichen entwickelt: Karl Baedeker (1801 - 1859) erkannte, dass Reisen nur dann ein positives Erlebnis ist, wenn der Gast vorab weiß, was ihn in der Fremde erwartet. Baedekers Absicht war, dem Urlauber »die unbehagliche, oft ganz unsichtbare Bevormundung der Lohndiener und Führer, der Kutscher und Wirthe fern zu halten, ihm be hülflich zu sein, auf eigenen Füßen zu stehen, ihn frei zu machen, und ihn so zu befähigen, mit frischem Herzen und offenen Augen alle Eindrücke in sich aufzunehmen, « wie er im Vorwort seines Deutschlandführers 1869 schreibt.

Dem Reisenden wiederum machte er deutlich, dass die Behandlung durch den Wirt und dessen Personal sehr vom eigenen Auftreten abhänge: »Wer mit schweren Koffern reist, mit viel Lärm und Ansprüchen ankommt, Zimmer und Betten tadelt, Speisen und Getränke nicht nach seinem Geschmack findet, und am Ende mit einer »Tasse Thee« sich begnügt; wer hundert Bedürfnisse hat und zur Befriedigung derselben jedesmal die Schelle in Bewegung setzt, darf sich gar nicht beklagen, wenn er für das Zimmer den doppelten oder dreifachen Preis zahlen muss.«

Seit den Anfängen des Tourismus mag sich in der Welt des Reisens viel verändert haben, die Empfehlungen des Herrn Baedeker erscheinen aber auch im Jahr 2012 noch genauso aktuell wie damals, egal, ob man seinen Urlaub in fernen Gefilden oder am Chiemsee verbringt.

 


Susanne Mittermaier

 

38/2012