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Jahrgang 2011 Nummer 45

Veränderungen in der Landwirtschaft zwischen 1927 und 1964

Seminararbeit am LSH Marquartstein zum Thema Industrialisierung im 19. Jahrhundert – Teil II

Bestellung der Wiesen Der Grassamen wurde, wie zuvor beschrieben, zusammen mit Hafer ausgebracht. Auf das zuvor angeebnete Feld wurde der Samen mit der Hand gesät und daraufhin gewalzt. Im Sommer, wenn man den Hafer erntete, hatte der Grassamen schon ausgetrieben.

Die Wiesen wurden meist nur zweimal im Jahr gemäht und den dritten Schnitt, die »Feldwoad«(37) oder »Herbstweide«,(38) grasten die im Herbst von der Alm kommenden Tiere ab. Aus dem ersten Schnitt wurde Heu und ein kleiner Teil Silage gemacht. Der zweite, das sogenannte »Grummet«,(39) wurde nur zu Heu verarbeitet.

Ein Teil der Wiesen diente als Streuwiesen. Diese wurden im Herbst gemäht und ähnlich wie Heu gewendet, jedoch länger getrocknet, so dass Material zum Einstreuen für den Stall entstand.

Ursprünglich wurde das Gras mit einer Sense gemäht, doch schon im Jahre 1927 schnitt man die Wiese mit einem Mähbalken,(40) »Krupp No.3«, der umgerüstet bis 1974 benutzt wurde.(41)

Zur Verarbeitung zu Heu gab es zwei Möglichkeiten. Die erste konnte nur bei beständig gutem Wetter angewandt werden. Dabei wurde das Gras mehrere Tage immer wieder mit einem Gabelheuwender, ebenfalls von Krupp, gewendet, so dass es trocknen konnte.(42) Später verwendete man hierzu einen Kreiselheuer. Sobald das Gras getrocknet war, wurden Reihen mit einem Schwadenrechen gebildet, was das Aufladen des Heus erleichterte.

Bei der zweiten Methode wurden »Hifen«(43) aufgestellt. Dazu rammte man Stöcke mit seitlichen Zinken, sogenannten »Hifeln« in den Boden und wickelte das Gras um diese. Der Vorteil dieser Methode war, dass das Gras nicht immer gewendet werden musste und es auch bei unbeständigem Wetter trocknete. Das Heu nahm man mit der Hand wieder von den »Hifeln« ab, legte es in einer Reihe auf den Boden und stapelte die Stöcke daneben.

1927 wurden die gebildeten Reihen noch mit Heugabeln auf einen Wagen geladen. In den folgenden Jahren kaufte man einen Heuaufleger, durch den die Arbeit erheblich schneller durchgeführt werden konnte, jedoch sehr unangenehm war, da zwei Personen auf dem Wagen stehen mussten, um das Heu zu verteilen, während es über ein Förderband auf diesen fiel.

Zum Lagern ist das Heu in die »Heurem«(44 45) über der Tenne gekommen. Dort gabelte man es mit Heugabeln hinauf. Verwendet wurde es ausschließlich zur Fütterung der Tiere.

Beim »Silieren«(46; 47) liefen die selben Arbeitsschritte ab, jedoch wurde das Gras nur einmal gewendet und einen Tag getrocknet.

Eingefahren wurde es ähnlich wie das Heu, jedoch verwendete man nicht den Heuaufleger, sondern gabelte das Gras mit der Hand auf den Wagen, bis der Ladewagen erfunden wurde, der sowohl Heu als auch feuchteres Gras auflegen konnte. Der Ladewagen wurde jedoch erst 1970 erfunden.

Auf dem Hof lud man das Gras in Hochsilos. Zuerst auch mit der Hand, später mit einem von Motoren betriebenen Gebläse. In diesen Silos musste man das Gras verteilen und platt treten, bevor die nächste Fuhre kam.

Die Arbeit in diesen Silos war ziemlich gefährlich, da sich in diesen durch Gärung Gase bildeten.

Wenn das Vieh Ende September von der Alm kam, wurden die Wiesen eingezäunt und man ließ den dritten Schnitt von den Tieren abweiden. Dies geschah bis ca. Mitte Oktober. Die Kühe wurden täglich zum Melken in den Stall getrieben.

Dauerweiden hatte man um 1927 nur ein Tgw. für die Arbeitspferde.(48) Doch als die Milchproduktion wichtiger und die Milchkühe nicht mehr auf die Alm gebracht wurden, zäunte man zehn Tgw. für die Kühe ein.

Almwirtschaft

Auf der Alm musste lange Zeit die meiste Arbeit mit der Hand verrichtet werden. Dort lebte den Sommer über die Sennerin mit Rindern, Schweinen, Schafen, einem Geißbock und allen Pferden, außer drei bis vier Arbeitspferden, die auf dem Hof benötigt wurden. Der Auftrieb fand Anfang Juni, der Abtrieb Ende September statt.(49) Die Aufgabe der Sennerin war es, dafür zu sorgen, dass die Tiere genug zu fressen hatten und auf der richtigen Weide standen. Pferde und Kühe grasten auf verschiedenen Weiden, wobei sogar die tragenden Pferde von Fohlen und die Kälber, Kalbinnen und Kühe voneinander getrennt waren. Wenn eine Weide abgegrast war, trieb man die Tiere in die nächste. Die Schweine wurden in einem Pferch in der Alm untergebracht. Unabhängig von der Weideneinteilung waren lediglich die Schafe und der Geißbock, der nur gehalten wurde, weil man glaubte, dass er alle Krankheiten auf sich zog und somit die anderen Tiere gesund blieben. Zusätzlich musste die Sennerin die Kühe melken und die Milch zu Butter und Käse verarbeiten. Dazu wurde die Milch zentrifugiert, um den Rahm zu gewinnen, welcher anschließend zu Butter weiterverarbeitet wurde. In der Regel ist Milch mit Rahm zu Käse verarbeitet und Magermilch und Molke an die Schweine und Kälber verfüttert worden. Ab der Beschaffung des Primus, des ersten Traktors, vereinfachte sich der Transport von Lebensmitteln und von auf der Alm benötigter Gegenstände.

»Die Alm wurde 1950 neu errichtet, mit eigener Kraft- und Stromversorgung versehen und neue Zufahrtswege für Motorfahrzeuge angelegt. Außerdem wurde eine neuzeitliche Bewirtschaftung mit Weideunterteilung und entsprechender Düngung eingeführt. Nach Abschluss dieser Maßnahmen diente die Alm oft als Musteralm.«(50)

Forstwirtschaft

Holz wurde vom späten Herbst bis ins späte Frühjahr geschlagen.(51) Man fuhr mit an Pferde gespannten Schlitten auf die Alm und schnitt dort das Holz entweder mit einer Wiegensäge oder schlug es mit der Axt.

Ab ca. 1961 benutzte man eine Motorsäge. Die Schlitten wurden jedoch weiterhin verwendet und an den Traktor gehängt, da bei dem hohen Gewicht der Baumstämme die Achsen eines Wagens gebrochen wären. Nach dem Schlagen wurde das Holz ins Sägewerk gefahren.

Düngung

Die Düngung der Felder war essentiell, da ohne diese nicht viel gewachsen wäre. Um das Jahr 1927 wurde auf natürliche Art, das heißt, mit Jauche und Mist, aber auch künstlich gedüngt. Den Mist, teilweise vermischt mit Torf- und Gartenerde, lud man auf einen Gummiwagen(52) und brachte ihn aufs Feld. Dort wurden Haufen gebildet, indem man mit der Mistharke den Dünger herunter kratzte und danach mit der Mistgabel verteilte. Die erste Maschine zum »Mistbreiten« gab es erst um 1965. Die Jauche wurde mit einem Jauchefass ausgebracht. Natürlich gedüngt wurden Wiesen, Kornäcker und Hackfrüchte. Kunstdünger streute man zuerst mit der Hand, später fanden Kastenstreuer Verwendung. Diese bestanden aus einer Kiste, an die zwei Räder und unten zwei Siebe angebaut waren. Die Siebe wurden von den Rädern angetrieben, so dass die Menge an Dünger dosiert werden konnte. Als Kunstdünger verwendete man 1927 Kalisalz und Thomasmehl, jedoch wurden auch Versuche mit Kalkammonsalpeter und Nitrophoska III durchgeführt. Den meisten Handelsdünger setzte man auf der Alm ein,(53) da dort der Naturdünger entfiel, bzw. bei der Beweidung gleich auf den Wiesen blieb.

Viehwirtschaft – Pferdezucht

Die Pferdezucht war die Haupteinnahmequelle des Hofes. Gezüchtet wurde die Pinzgauer Rasse, auch Noriker genannt.(54) Die Arbeit mit Pferden war ausschließlich Männerarbeit.(55) Auf dem Großrachlhof gab es immer um die acht Pferde und vier bis fünf Fohlen pro Jahr. Maximal vier Arbeitspferde waren den Sommer über am Hof, der Rest stand von Juni bis September auf der Alm. Die Pferde fütterte man mit Stroh, Grummet, Heu und Hafer. Außerdem weideten sie im Sommer auf der Alm oder auf einer Weide neben dem Hof. Fohlen wurden zusätzlich mit Magermilch ernährt.(56)

Im Februar oder März kamen die Fohlen zur Welt. Zwei oder drei Tage vor der Geburt musste die trächtige Stute im Stall bleiben. Dort wurde immer wieder Fieber gemessen. Wenn die Temperatur fiel, war das ein Anzeichen dafür, dass das Fohlen bald kommt. Nach der Geburt musste man bei dem Fohlen bleiben, bis es stand und den ersten Stuhlgang hatte. Das erste Jahr waren die sogenannten »Jährlinge«(57) auf der Alm. Danach wurden sie abgerichtet, so dass man sie einspannen und Maschinen ziehen lassen konnte. Die meisten wurden jedoch am Fohlenmarkt verkauft. Pferde waren sehr teuer und deswegen lohnte sich die mühsame Arbeit mit ihnen. Doch mit dem Aufkommen der Traktoren, sank die Nachfrage nach Pferden, bis schließlich 1964 die Pferdezucht aufgegeben und die letzten Tiere verkauft werden mussten.

Rinderzucht und Haltung

Die Rinder züchtete man vor allem aus Gründen der Selbstversorgung, aber auch zur Mistproduktion. Die Arbeit mit Rindern war den Frauen überlassen.(58) 1927 standen auf dem Großrachlhof »2 Zuchtstiere, 15 Kühe, 7 Kalbinnen und 7 Kälber«(59) der Pinzgauer Rasse.(60) Ab 1960 stellte man auf das »Deutsche Fleckvieh«(61) oder auch »Simmentaler«(62) um, da Ende der 50er Jahre in der Gegend eine Tuberkulose-Epidemie ausbrach. In Folge dessen erkrankten auch die Rinder am Großrachlhof an Tuberkulose und mussten geschlachtet werden. Das Deutsche Fleckvieh hingegen ist robuster und weniger anfällig, deshalb erfolgte die Umstellung auf diese Rasse.

Ebenso wie die anderen Tiere standen die Kühe den Sommer über auf der Alm. Daher ernähren sie sich einen Teil des Jahres von Gras, den anderen Teil wurden sie mit Heu, Stroh, Silage, Grummet, sowie einem Sud aus Runkelrüben gefüttert.

Zusätzlich erhielten sie Kraftfutter für bessere Milchleistung. Die Fütterung fand morgens und abends statt. Die Kälber wurden immer vier bis fünf Wochen natürlich gesäugt.(63)

Die Geburt der Kälber war im Vergleich zur Pferdezucht unproblematisch. »Die Abkalbzeiten sind vielfach der Herbst und das zeitige Frühjahr.«(64)

Im Jahr 1927 wurde eine Genossenschaftsmolkerei in Grassau gegründet, (65) bei der die Landwirte, vor allem im Winter, die Milch abliefern konnten und dafür den »jeweilige[n] Münchner Rampenpreis für »tiefgekühlte Frischmilch, ab 3 Pf [pro Liter] für Arbeit, Transport und Kosten«(66) erhielten. Erst ab diesem Zeitpunkt wurden Probemelkvorgänge eingeführt,(67) um die Milchleistung der Kühe zu überprüfen. In den 50er Jahren wurde eine Melkmaschine angeschafft, durch die sich die Zeit für das Melken verkürzte. Die Rinderzucht rückte aber erst ab 1964 ganz in den Vordergrund, da von dem Zeitpunkt an nicht mehr der Verkauf von Pferden, sondern die Milchproduktion die Haupteinnahmequelle des Hofes darstellte. Deswegen wurde auch die Zahl der Rinder mit der Zeit erhöht und wurden immer weniger Milchkühe auf die Alm getrieben.

Schweinehaltung

An Schweinen hielt man meist ein bis zwei »veredelte Landschweine«,(68) die man von Züchtern kaufte. Diese dienten nur zur Selbstversorgung. Den Sommer über waren sie auf der Alm und im Winter am Hof. Als Jungtiere wurden sie meist mit Molke und Magermilch gefüttert. Später vermischte man diese Abfallprodukte mit gekochten Kartoffeln oder Speiseabfällen. Vor dem Schlachten verfütterte man an die Schweine noch Mais oder das sogenannte »Ausputz«,(69) ein minderwertiges Getreide.(70)

Schafhaltung

Während der Sommermonate wurden zwischen vier und fünf »bayerische Zaupelschafe«(71) gehalten. Die Schafe weideten, wie die meisten Tiere, den Sommer über auf der Alm, wo sie frei herumlaufen konnten. Im Herbst schlachtete oder verkaufte man sie. Später wurde am Hof ein separater Stall für die Schafe eingerichtet, in dem sie die Wintermonate verbrachten. In diesem Zeitraum wurden sie mit Heu gefüttert. Einmal im Jahr wurden sie geschoren, meist Anfang Juni. Zuerst wusch man die Tiere, damit die Wolle sauber war. Danach wurde jedoch noch ein paar Tage gewartet, bis sich der natürliche Fettfilm der Wolle wieder hergestellt hatte. In diesen Tagen achtete man besonders darauf, dass die Wolle weiß blieb und nicht verdreckte. Danach wurde die Wolle gesponnen und weiterverarbeitet. Ab ca. 1964 wurden keine Schafe mehr gehalten.(72)

Hühnerzucht

Das Geflügel wurde nur zum Zweck der Selbstversorgung gezüchtet und gehörte zu der »rebhuhnartigen Italienerrasse«.(73) Gefüttert wurden die 25 bis 30 Hühner mit Gerste, Hafer und Mais. Dies hat sich im Zeitraum von 1927 und 1964 nicht geändert. Die Legeleistung wurde nicht überprüft.(74)

Arbeitskräfte und Arbeitsverhältnisse

Auf dem Großrachlhof arbeiteten 1927 sieben Arbeitskräfte, davon vier Familienmitglieder, zwei Mägde und eine Sommersennerin. Der Lohn, den die fremden Arbeitskräfte zu dieser Zeit erhielten, war relativ hoch, da durch die Landflucht und die besseren Verdienstaussichten im industriellen Bereich, gute Arbeitskräfte rar waren. Mägde erhielten 25 bis 30 Mark im Monat, Knechte acht bis zehn Mark pro Woche. Der Lohn konnte bar ausgezahlt werden oder in Naturalien, als sogenannter »Dung«.(75; 76) Fremde Arbeitskräfte kosteten einen Landwirt jedoch mehr als nur den Lohn. Es musste zusätzlich für die Verpflegung gesorgt, für fest angestellte Arbeitskräfte die Unterkunft gesichert, sowie alle »sozialen Lasten«(77; 78) getragen werden. Bei einem Verkauf von Pferden bekamen die Knechte »Stallgeld«,79 die Mägde bei einem Verkauf von Rindern. Darüber hinaus erhielt die Sennerin, wenn sie alle Tiere gesund von der Alm wiederbrachte, das »Kranzgeld«.(80)

Während der Ernteperiode stellte der Landwirt häufig Tagelöhner ein, die jeden Tag 3 Mark verdienten. Handwerker kosteten »neben der Beköstigung 4 - 5 Mark pro Tag«.(81; 82)

Ab 1951 arbeiteten nur noch Familienmitglieder und Lehrlinge am Hof. Es waren immer ein bis zwei Auszubildende am Hof, die jedoch nur ein Jahr blieben und dann, wie heute noch üblich, in einen anderen Betrieb wechselten.

Gearbeitet wurde im Winter von 5 bis 18 Uhr und im Sommer von ungefähr 4 bis 18.30 Uhr.(83)

Fazit

Am Beispiel des Großrachlhofes kann man zwei große Folgen der Industrialisierung bezüglich Landwirtschaft erkennen. Zum einen die leichter werdende Arbeit durch den Einsatz von Maschinen. Nur als Beispiel die besseren Transportmöglichkeiten für Lebensmittel auf die Alm, die Kartoffelsetzmaschine, die einem drei Arbeitsschritte abnahm oder die Melkmaschine, mit der die Zeit für das Melken erheblich verkürzt werden konnte. Zum anderen aber auch das Problem, dass Züchter von Arbeitspferden ihr Hauptgewerbe umstrukturieren mussten und wie im Fall des Großrachlhofes auf Milchviehhaltung umstiegen.

Meiner Meinung nach überwiegen die Vorteile der Industrialisierung eindeutig. Vor allem auch weil sie notwendig war, um die wachsende Bevölkerung zu ernähren. Die Produktion von Lebensmitteln wurde aber nicht nur durch die höhere Leistung der Traktoren und landwirtschaftlichen Maschinen gesteigert, sondern auch durch die künstliche Düngung. Klar ist, dass die Landwirte mit Traktoren nicht nur die Produktion steigerten, sondern auch den Eigenbedarf verringerten, da zum einen weniger Pferde als auch Menschen auf dem Hof waren. Entgegen wirkt hinsichtlich dieses Faktors die steigende Zahl an Rindern.

Es stellt sich aber noch die Frage, warum die Umstellung so schnell erfolgte. Sicherlich führte der Mangel an Nahrungsmitteln, zum einen bedingt durch die schnell wachsende Bevölkerung, zum anderen durch die Kriegsjahre zu diesem Faktum. Ein weiterer Aspekt, der die Mechanisierung in der Landwirtschaft beschleunigte, war die Landflucht. Dabei ist nicht sicher festzustellen, ob die Arbeitskräfte durch die Industrialisierung in die Städte abwanderten und aufgrund des Fehlens von Arbeitern die Mechanisierung in der Landwirtschaft einsetzte oder ob es so war, dass zuerst Maschinen in die Landwirtschaft eingeführt wurden, die Arbeitskräfte überflüssig machten und als Folge dessen Arbeiter in die Städte abwanderten. Hinzu kam der Umstand, dass durch die Kriegsjahre insgesamt schon ein Mangel an Arbeitskräften herrschte, der die Mechanisierung weiter voran trieb. Meines Erachtens hat das Zusammenspiel dieser sich zum Teil gegenseitig begünstigenden Faktoren zu der schnellen Mechanisierung der Landwirtschaft geführt.


Anna Sichler


Teil 1 in den Chiemgau-Blättern Nr. 44/2011 vom 5. November 2011


Quellennachweise:

37 Zitat: Interview: Josef Sichler
38 Zitat: Interview: Maria Sichler
39 Zitat: Interview: Josef Sichler
40 Begriffserklärung: Mähbalken
41 SG: GuB, siehe Abkürzungsverzeichnis
42 SG: GuB, siehe Abkürzungsverzeichnis
43 Zitat: Interview: Maria Sichler
44 Zitat: Interview: Maria und Josef Sichler
45 Begriffserklärung: Heurem, siehe Anhang
46 Zitat: Interview: Josef Sichler
47 Begriffserklärung: Silieren siehe Anhang
48 SG: GuB, siehe Abkürzungsverzeichnis
49 SG: GuB, siehe Abkürzungsverzeichnis
50 Zitat: SG: GeGro, Seite 4, siehe Abkürzungsverzeichnis
51 SG: GuB, siehe Abkürzungsverzeichnis
52 Begriffserklärung: Gummiwagen
53 SG: GuB, siehe Abkürzungsverzeichnis
54 SG: GuB, siehe Abkürzungsverzeichnis
55 GemGr: BT, siehe Abkürzungsverzeichnis
56 SG: GuB, siehe Abkürzungsverzeichnis
57 Zitat: Interview: Maria Sichler
58 GemGr: BT, siehe Abkürzungsverzeichnis
59 Zitat: SG: GuB, Viehstand, siehe Abkürzungsverzeichnis
60 SG: GuB, siehe Abkürzungsverzeichnis
61 Zitat: Interview: Josef Sichler
62 Zitat: Interview: Josef Sichler
63 SG: GuB, siehe Abkürzungsverzeichnis
64 Zitat: SG: GuB, Rindviehzucht und -Haltung, siehe Abkürzungsverzeichnis
65 ChB: GroGr, siehe Abkürzungsverzeichnis
66 Zitat: SG: GuB, Rindviehzucht und -Haltung, siehe Abkürzungsverzeichnis
67 SG: GuB, siehe Abkürzungsverzeichnis
68 Zitat: SG: GuB, Schweinehaltung, siehe Abkürzungsverzeichnis
69 Zitat: Interview: Josef Sichler
70 SG: GuB, siehe Abkürzungsverzeichnis
71 Zitat: SG: GuB, Schafhaltung, siehe Abkürzungsverzeichnis
72 SG: GuB, siehe Abkürzungsverzeichnis
73 Zitat: SG: GuB, Geflügelhaltung, siehe Abkürzungsverzeichnis
74 SG: GuB, siehe Abkürzungsverzeichnis
75 Zitat: SG: GuB, Arbeiter- und Arbeitsverhältnisse
76 Begriffserklärung: Dung, siehe Anhang
77 Zitat: SG: GuB, Arbeiter- und Arbeitsverhältnisse, siehe Abkürzungsverzeichnis
78 Begriffserklärung: soziale Lasten, siehe Anhang
79 Zitat: SG: GuB, Arbeiter- und Arbeitsverhältnisse, siehe Abkürzungsverzeichnis
80 Zitat: SG: GuB, Arbeiter- und Arbeitsverhältnisse, siehe Abkürzungsverzeichnis
81 Zitat: SG: GuB, Arbeiter- und Arbeitsverhältnisse, siehe Abkürzungsverzeichnis
82 SG: GuB, siehe Abkürzungsverzeichnis
83 SG: GuB, siehe Abkürzungsverzeichnis
84 Zitat: SG: GuB, Arbeiter- und Arbeitsverhältnisse, siehe Abkürzungsverzeichnis
85 Zitat: http://www.kulturgemeinschafttornesch. de/Texte/Windfege.htm; 1.11. 2010 sowie Interviews mit Maria und Josef Sichler

Begriffserklärung

Angeforstet: Recht für bestimmte Anlagen benötigtes Holz vom Staat zu verlangen.
Ausputz: bayerisch: Minderwertiges Getreide.
Bife: bayerisch: Erdhaufen mit darin wachsenden Kartoffeln.
Dung: »Dieser besteht gewöhnlich aus einem Arbeitskleid, ein Paar Hemden und Schürzen, ein Paar Schuhen und Socken, einem Weihnachtsgeschenk und bei Antritt der Arbeitsstelle dem bekannten Drangeld.«(84)
Gummiwagen: Wagen mit gummibereiften Rädern.
Grummet : Der zweite Schnitt des Grases.
Heierl: bayerisch: Harke zur Unkrautbekämpfung.
Heurem: bayerisch: Ort zur Aufbewahrung von Heu, Grummet, Stroh und Getreide.
Korn: bayerisch: Roggen.
Mähbalken: Wiesen- oder Getreidemähmaschine; Ein Mähbalken mit zwei einander entgegen gesetzten Messern wird durch die Bewegung der Räder angetrieben. Messer müssen oft geschärft oder ausgetauscht werden.
Schälfurche: Seichte Ackerfurche im Sommer; für Zwischenfrüchte.
Schnittholz: Bauholz.
Silieren: Herstellen von Silage.
Soziale Lasten: Soziale Abgaben für Kranken-, Unfall-, und Rentenversicherung.
Tagwerk: Ein bayerisches Tagwerk entspricht 3407 m².
Tenne: Einfahrt zur Heurem.
Unterfahrtsraum: Mannshoher Raum für die Aufbewahrung von Wagen und Maschinen.
Wagenremise: Raum für die Aufbewahrung von größeren Wagen und Maschinen.
Wagnerholz: Holz zur Herstellung von Wagen, aber teilweise auch zum Verkauf an Wagner.
Windfege: »Diese Maschine erzeugt mit rotierenden Flügeln einen Luftstrom, um das leichte Spreu und andere Verunreinigungen von den schwereren Getreidekörnern zu trennen.«(85)

Abkürzungsverzeichnis

ChB: GroGr: Der Großrachlhof in Grassau – ältester Erbhof Bayerns in: Chiemgau-Blätter Unterhaltungsbeilage zum Traunsteiner Tagblatt, Nummer 14 vom 7. April 1979.
GemGr: BT: Maria Anna Willer, Maria Adersberger, Josef Adersberger: Die Geschichte der Marktgemeinde Grassau Brauchtum und Tracht in Grassau und Rottau, Hrsg. Marktgemeinde Grassau, Grassau, 2010, S. 230 - 236.
SG: GuB: Sichler Georg, Kreislandwirtschaftsschule Traunstein: Gutsbeschreibung Grassau II.Kurs, Traunstein, 1928/29.
SG: GeGro: Sichler Georg: Reichssender München: Die Geschichte des Grossrachlhofes von Grassau, o.O, o.J.
Tgw.: Tagwerk.
Ztr.: Zentner.

Literaturverzeichnis

Der Großrachlhof in Grassau – ältester Erbhof Bayerns, in: Chiemgau-Blätter Unterhaltungsbeilage zum Traunsteiner Wochenblatt, Nummer 14, vom 7. April 1979

Sichler Georg: Reichssender München: Die Geschichte des Grossrachlhofes von Grassau, o.O, 1932

Sichler Georg, Kreislandwirtschaftsschule Traunstein: Gutsbeschreibung Grassau

II.Kurs, Traunstein, 1928/29

Maria Anna Willer, Maria Adersberger, Josef Adersberger: Die Geschichte der Marktgemeinde Grassau Brauchtum und Tracht in Grassau und Rottau, Hrsg. Marktgemeinde Grassau, Grassau, 2010, S. 230 – 236

http://www.kulturgemeinschaft-tornesch.de/Texte/Windfege.htm; 1.11.2010

http://www.poettinger.at/img/landtechnik/collection/histor/heuauflader_hq.jpg



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