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Jahrgang 2010 Nummer 38

Franziska Hager – Lyrikerin und Heimatschriftstellerin

Der Todestag der Trägerin des Ehrenrings der Stadt Traunstein jährt sich heuer zum 50. Mal

Franziska im Alter von ca. 18 Jahren.

Franziska im Alter von ca. 18 Jahren.
Die Familie Hager, ca. 1894; in der Mitte die Eltern, daneben (links) Katharina, rechts Kreszenz, oben (von links) Rosa, Franzis

Die Familie Hager, ca. 1894; in der Mitte die Eltern, daneben (links) Katharina, rechts Kreszenz, oben (von links) Rosa, Franziska, Adolf, Anton, Heinrich, Hans und Josephine.
Franziska Hager als Lehrerin inmitten einer sichtlich mit Hauswirtschaft beschäftigten Mädchenklasse.

Franziska Hager als Lehrerin inmitten einer sichtlich mit Hauswirtschaft beschäftigten Mädchenklasse.
Am 31. März 1959 verlieh Oberbürgermeister Josef Kößl erstmals den mit Satzung vom 15. Januar desselben Jahres gestifteten Ehrenring der Stadt Traunstein an Franziska Hager »für ihre Verdienste um Sitte und Brauchtum […] sowie in Würdigung ihres kulturgeschichtlichen Werkes über den Chiemgau und ihrer meisterhaften Schilderung von Volk und Landschaft ihrer Heimat«. Dieser Beitrag soll an die heute weitgehend vergessene Lyrikerin und Heimatschriftstellerin erinnern, die zu ihrer Zeit als »Klassikerin des Chiemgaus« apostrophiert wurde und vor 50 Jahren, am 17. September 1960, verstarb. Er ist die gekürzte Version eines längeren Aufsatzes, der für das Buchprojekt »Literatur im Chiemgau« verfasst wurde. Verschiedene Autoren stellen darin in einer Reihe von Porträts Schriftsteller(innen) vor, die im Chiemgau lebten oder leben. Voraussichtlich im November 2010 wird das Ergebnis der Öffentlichkeit präsentiert.

Biographie

Franziska Hager erblickt am 27. Juni 1874 als zweites Kind des Lehrers Anton Hager und seiner Frau Katharina, geborene Wensauer, in Traunstein (Frühlingsstraße 3) das Licht der Welt. Wenige Wochen später tritt der Vater eine neue Stelle in Prien an. Inmitten von acht Geschwistern (fünf weitere werden zwischen 1875 und 1884 geboren, zwei entstammen der ersten Ehe des Vaters mit der Lehrerstochter Josefine Dettendorfer) verbringt sie eine arme, jedoch unbeschwerte Kindheit. Sie selbst sieht sich als »Buamadeandl«, das keinem Streich abgeneigt ist; die wenigen bekannten Fotos hingegen zeigen das Kind bzw. den Teenager nachdenklich, ernst, fast zerbrechlich.

Die musische Ader wird ihr in die Wiege gelegt: Der Vater (1834–1918) – in seinen ‚besten Jahren’ eine barocke Gestalt, lebenslustig, aus listigen Äuglein lachend – ist ein aus kinderreichen Verhältnissen stam-mender Niederbayer, gelernter Gürtler, dann spätberufener Lehrer. Am Seminar in Linz unterrichten ihn Adalbert Stifter und Anton Bruckner. Der feinsinnige Musiker und Komponist leitet in Prien den Kirchenchor, in Traunstein ist er Ehrenmitglied der Liedertafel. Die Mutter (1839–1921) – ernst, schmal, gezeichnet von der Sorge um die große Familie – wächst als Tochter eines oberbayerischen Bezirksarztes auf. Unter Josef Rheinberger studiert sie am Konservatorium in München, arbeitet anschließend als Musiklehrerin. Die hervorragende Sängerin und Pianistin spielt die Orgel an den drei Priener Filialkirchen und wird als Dialektdichterin geschätzt. Dr. Josef Wensauer (1809–1878), der aus dem bayerischen Wald stammende Großvater mütterlicherseits, erlangt Bekanntheit als Dichter der Ballade »Der Fischer vom Arbersee«. Der »Wensauerplatz« in München-Pasing erinnert an den »roten Doktor«, der 1848 gegen Lola Montez agitiert. Schließlich ist noch Alois Wensauer zu nennen, ein Bruder der Mutter, Leiter des Chors an der Oper in Mannheim. Talent in Hülle und Fülle…

1889 bis 1893 besucht Franziska das Lehrerinnenseminar in Aschaffenburg, die (seit 1875) erste staatliche Lehrerinnen-Bildungsanstalt im Königreich Bayern, anschließend wird sie in Prien Praktikantin, dann Hilfslehrerin in Bernbeuren, bevor sie ab 1895 an verschiedenen Münchner Schulen eingesetzt wird, verbunden mit einem häufigen Wohnungswechsel. 1897 legt sie den »Staatskonkurs«, das 2. Staatsexamen, ab, 1899 erhält sie den Beamtenstatus auf Lebenszeit zugesprochen, doch bereits fünf Jahre später wird sie aufgrund ihrer – laut eigener Aussage – »tuberkulösen Veranlagung als großmütterliches Erbe« zunächst zeitlich, 1922 dann endgültig pensioniert. Am 8. Oktober 1904 zieht sie von München nach Waldhausen (bei Schnaitsee). Es folgt ab April 1905 ein kurzzeitiger Aufenthalt in Traunstein, bevor sie am 28. März 1906 in die Landeshauptstadt zurückkehrt. Die Wohnung in der Hopfenstraße 3 (ab 1908) wird während des Krieges zum Treffpunkt von Literaten, Journalisten, Historikern, Philosophen und Künstlern. Ihr Onkel Johann Evangelist Hager, Lehrer in Eggstätt, und dessen Freund Franz von Kobell dürften sie in diese ‚Szene’ eingeführt haben. »Ruhe und Stille im Heim gilt ihr als oberstes Gesetz. Trotzdem sie im kleinen, intimen Zirkel geradezu ausgelassen und stürmisch fröhlich sein kann, gibt sie sich in ihrem tiefen Drang zur Einsamkeit hin, der fast bis zur Menschenscheue geht. Weite Wanderungen zu Fuß und auf dem Rad macht sie ohne mit ihrer Umgebung oft auch nur ein Wort zu sprechen. Sie hängt dabei ihrer Gedanken- und Ideenwelt nach, bis sich alles verdichtet und rundet und das Werk vor dem geistigen Auge entsteht, das sie schier mühelos dann am Schreibtisch endgültig gestaltet. Altruistin reinsten Wassers, ist sie von einer vorbildlichen Hilfsbereitschaft für jede Nöte ihrer Mitmenschen, gewissenhaft bis zum Äußersten in ihrer Pflichterfüllung kennt sie im Maße ihrer Arbeit keine Beschränkung in der Zeit, keine Müdigkeit, keine Sonntagsruhe.« (Michael Georg Conrad)

Zu ihrem Mentor, der die literarischen Ambitionen weckt und fördert, wird der Schriftsteller und Heimatforscher Franz Xaver Osterrieder, ihr späterer Lebensgefährte. (* 27. April 1869 in Abendsberg, schenkt seiner Vaterstadt 1927 das Heimathaus, wird 1929 dort Ehrenbürger; Bruder von Sebastian Osterrieder 1864–1932, Bildhauer, genannt »Krippenwastl«, der die Weihnachtskrippe wieder neu entdeckt und zur Blüte bringt.) Einer Heirat der beiden steht das seit 1880 gültige Zölibat für Lehrerinnen entgegen – zumindest anfangs. Später hat es sich dann wohl ‚nicht mehr ergeben’, darüber wurde zur damaligen Zeit, anders als heute, weder gerne noch viel geredet. Oder war auch ein pensioniertes ‚Fräulein’ noch zur Ehelosigkeit verdammt? Vier Gesänge (1. Mein Herze hat sich aufgetan 2. Rosen vom frischen grünen Hag 3. Viel ungesungene Lieder 4. Über den Wolken, Unsterblicher), von Wilhelm Mauke vertonte Gedichte für eine Singstimme und Klavier, erscheinen 1923 expressis verbis »Franz X. Osterrieder in Freundschaft zugeeignet«, der Einband mit einem Herz verziert. Georg Unterbuchner erwähnt einmal beiläufig, dass die »Dichterin, […] erst vor wenigen Jahren ihren Lebensgefährten durch den Tod verloren hat«. Jedenfalls wohnt Franziska Hager ab 1920 gemeinsam mit Osterrieder zunächst in der Herrnstraße 27, ab 1930 in der Blumenstraße 42.

1917 tritt sie mit dem Drama »Die Priesterin« erstmals an das Licht der Öffentlichkeit, 1918 folgt der Gedichtband Vom Tische des Lebens, 1919 mit Abigail ein weiteres Drama. Die Oper Thamar, vertont von Wilhelm Mauke, wird am 26. November 1922 in Stuttgart uraufgeführt. Ihre wichtigsten Werke aber, die ihren Ruf als Heimatschriftstellerin begründen, entstehen in den 1920er und 30er Jahren: 1923 »Der Dorfschullehrer« und, den Faden aufnehmend, 1929 »Die Schulmeisterkinder«, die Autobiographien ihrer Kinder- und Jugendjahre, 1927 die kulturgeschichtliche Schrift »An der Herdflamme der Heimat«, auch betitelt mit »Der Chiemgau«. Ein Bayernbuch den Deutschen. Ihr daran anschließendes Hauptwerk »Meine Erde« tippt sie 1934 bis 1943 »mit diesem einen Finger am Küchentisch in langen, langen Nächten«. Zum großen Bedauern vieler Bewunderer findet das zweitausendseitige Typoskript keinen Verleger, das Original übergibt sie der Bayerischen Staatsbibliothek.

Am 17. April 1944 werden Hager und Osterrieder nach Traunstein evakuiert. Wenige Tage später ist, »wer in unserem Haus im Luftschutzkeller war“, tot! Am 10. September 1945 zieht das Paar wieder nach München. Franz Xaver Osterrieder verstirbt am 29. Oktober 1949. Fortan lebt Franziska Hager in der Brecherspitzstraße, einer kleinen Seitenstraße in Giesing unweit des Ostfriedhofes, bescheiden und weitgehend zurückgezogen. Den Rücken kehrt sie ihrer Geburtsstadt jedoch nicht; regelmäßig besucht sie Traunstein »gelegentlich meiner alljährlichen Herbstwallfahrt in den Chiemgau« und hält heimatkundliche Vorträge in der Zieglerwirtsstube des Heimathauses.

In einem Gespräch mit Annette Thoma lässt Franziska Hager, »ein hochbetagtes kleines Frauerl«, ihr Leben Revue passieren, nicht ohne sich über den Amtsarzt zu amüsieren, der ihr mit seiner Fehleinschätzung ihrer – tatsächlich zeitlebens labilen – Gesundheit einen mehr als fünf Jahrzehnte währenden, vorgezogenen Ruhestand verschafft hatte, mit genügend Zeit und Muse, um ihrer Passion zu frönen: »So bin i halt a Schulfräulein worn. No ja! D’Schul war mei Leben. I hab die Kinder gern ghabt, und d’Kinder ham mi gern ghabt. Und zum Schreiben hat d’Zeit aa no glangt. Bis nachher a ganz gscheiter Amtsdoktor gmeint hat, mei Husten hätt was mit der Lung z’tun. Na hamms’ mi pensioniert. Aber unser Herrgott [dem sie seit den frühen Jugendtagen vertraute, wenn sie auch »zuweilen mit ihm bockte«; Anm. d. Verf.] hat’s ausgschmiert und hat mi bis übern Achtzger naus derhalten. Und nacha hat halt mei ganze Zeit dem Schreiben ghört.« Als Mitarbeiter des Rundfunks [u.a. wiederum Annette Thoma; Anm. d. Verf.] sie vor ihrem 85. Geburtstag zu einem Gespräch aufsuchen, versprechen diese, beim Abschied alles Gute wünschend, zum 90. Geburtstag wiederzukommen. Schlagfertig meinte sie: »Ja! Wanns es Leben no habts!«

Humor und Lebenswillen waren das Markenzeichen ihrer späten Jahre, beim Versuch, die Neunzig noch zu vollenden, helfen ihr auch diese im Alter seltenen Tugenden nicht. Franziska Hager verstirbt am 17. September 1960 in München und wird vier Tage später im Traunsteiner Waldfriedhof, begleitet von einer kleinen Trauergemeinde, beigesetzt. In seinen Gedenkworten hob Oberbürgermeister Wilhelm Steger »die Einfachheit, Bescheidenheit und die christliche Demut hervor, die das Kennzeichen dieser großen Frau gewesen sind. Mit tiefer Liebe zur Heimat, zum Brauchtum und zum heimatlichen Volk hat sie sich ein Leben lang als Forscherin und Schriftstellerin gemüht.« Allerdings – »wichtige amtliche Stellen glänzten“, so Georg Unterbuchner, »durch ihre Abwesenheit“. Das Vergessen hatte bereits eingesetzt.

Spuren im Chiemgau

Spärlich sind sie, man muss nach ihnen suchen, aber es gibt sie noch. Da wäre zunächst einmal Franziska Hagers letzte Ruhestätte, das Familiengrab im Traunsteiner Waldfriedhof. Den Mietvertrag hat sie selbst noch im Mai 1960, nur wenige Monate vor ihrem Ableben, bis (zunächst) 1995 verlängert. Lange vergriffen und nicht mehr neu aufgelegt worden sind ihre Bücher, sicher hat sie noch so mancher in seiner Bibliothek oder im großelterlichen Nachlass am Dachboden, bestimmt oft, ohne davon zu wissen. Wer ihre Werke lesen möchte, der muss sich ins Heimathaus oder Stadtarchiv begeben. Dort sind sie nahezu vollständig vorhanden, darunter das unveröffentlichte Opus magnum Meine Erde, eine Fundgrube, aus der sich zumindest von Zeit zu Zeit noch der ein oder andere brave Heimatforscher gewinnbringend bedient. Im Museum wartet zudem ein Großteil ihres Nachlasses darauf, wissenschaftlich ausgewertet zu werden. Die Villa Hager, ihr Elternhaus in Traunstein (Ludwig-Thoma-Straße 5) und nach wie vor in Familienbesitz, steht heute unter Denkmalschutz. Anton Hager ließ das »Rosenschlößl«, ein zweigeschossiger, spätklassizistischer Walmdachbau inmitten eines parkähnlichen Gartens, 1873/74 selbst entwerfen und errichten. Mit Frau und Kindern bewohnte er es nach seiner Pensionierung 1901 bis zu seinem Tod. Eine Bronzetafel mit dem Kopf der Dichterin als Relief, vom Landkreis gewidmet, wurde 1974 zu ihrem 100. Geburtstag enthüllt. An der Eingangsseite links (vom Betrachter) neben dem Fenster eingemauert wird sie von außen kaum wahrgenommen. In die Liste der Traunsteiner Ehrenringträger hat die »Klassikerin des Chiemgaus« 1959 Eingang gefunden, als erste überhaupt, der diese Auszeichnung zuteil wurde. Zu einer Straßenbenennung konnte sich die Große Kreisstadt dabei nicht durchringen; Prien, das Dorf ihrer Kindheit und Jugend, schon. Dort wurde am 4. Mai 1979 zusammen mit der Straße, an der diese liegt, auch die neu gebaute Grund-, Haupt- und Förderschule nach Franziska Hager benannt. Auf der Homepage kann man sich, illustriert mit interes-santen Bildern, vortrefflich über ihre Geschichte, die ihres Vaters und seiner Schule informieren – im Internet der erste Treffer, ‚googelt’ man ihren Namen. Auch Eggstätt kann mit einer »Lehrer-Hager-Straße« aufwarten. Sie erinnert allerdings an Franziskas Onkel, Johann Evangelist Hager. Womit wir das Ende der Fährte schon erreicht haben.

Literarische Bedeutung

Franziska Hagers ‚Karriere’ als Schriftstellerin begann spät, im reifen Alter von 40 Jahren. Und sie begann als Dramatikerin, als »Dichterin des Weibesschicksals“. So charakterisiert sie Michael Georg Conrad, ihr Biograph und Förderer, und auf ihre frühen, fast völlig vergessenen Werke trifft dies ohne Zweifel zu. Ohne ‚Frauenrechtlerin’ zu sein, dieser Begriff wäre zu hoch gegriffen, er würde der Gesamtpersönlichkeit nicht gerecht, thematisiert sie die Rolle der Frau in Geschichte und Gegenwart im Konflikt mit den von der männlich dominierten Gesellschaft vorgegebenen Normen und Werten. Dies mag nun sogar diejenigen überraschen, die ansatzweise mit ihren heute noch bekannten Büchern vertraut sind. Aber wer aufmerksam liest, der spürt sehr deutlich, dass auch im Dorfschullehrer oder den Schulmeisterkindern neben der Autobiographie das Leben der Mutter im Mittelpunkt steht. Eigene, dem Gatten überlegene Begabung und berufliche Ambitionen zurückstellend, fügt sich Katharina Hager in die ihr von der bürgerlichen Gesellschaft zugewiesene Rolle – oder muss sich fügen. Klaglos und sich aufopfernd erfüllt sie ihre Pflichten als (Haus-)Frau. »O Mutter! Allzeit hast du gehungert! Waren darum deine Lippen so schmal, und gruben sich darum jene Furchen in dein geliebtes Antlitz, an denen mein fragender Kinderblick so oft staunend auf- und niederglitt?“ (Die Schulmeisterkinder, S. 9)

Obwohl »die Lyrik das ganze Wesen unserer Dichterin durchdringt und auch ihr episches Werk entscheidend beeinflusst« (Conrad), sind nur wenige Gedichte Franziska Hagers erschienen. Diese jedoch sind von bleibender Schönheit, sie offenbaren das sichere Beherrschen des poetischen Handwerks und sprachliches Einfühlungsvermögen:

Viel ungesung’ne Lieder,
die ruhn in meiner Brust
und harren ihrer Stunde,
die sie ins Leben ruft.
In breiten Melodien
durchziehen sie mein Herz
und ihre Harmonien
vereinen Lust und Schmerz.
Willst du die Lieder haben
zum Eigentum für dich.
Nimm mich in deine Arme
und lieb und küsse mich.

In den 1920er und 30er Jahren war ‚die Hager’ bekannt, keine Berühmtheit, aber hochgeschätzt, nicht nur im Chiemgau, in München oder Oberbayern, nein, deutschlandweit. Wohlwollende Kritiken, Presseberichte und Rezensionen waren ihr treue Begleiter: »Die Aufführung [der Oper Thamar; Anm. d. Verf.] war eine Ruhmestat des Stuttgarter Landestheaters«. Stilistisch vollzog sie nun den Wandel, der sich mit dem Dorfschullehrer schon angedeutet hatte: »Der Typ des Kulturpioniers im kleinen, wie er sich gerade im deutschen Schulhaus, der Heimatstätte Schuberts, Bruckners, Regers, zu entwickeln pflegt und dem vornehmlich die deutsche Musik manches zu danken hat. So einen stillen Kulturpionier in seinem Tun und Treiben mit allem kleinbürgerlichen Drum und Dran zu belauschen, gibt Franziska Hagers Schilderung Gelegenheit.« (Dresdner Nachrichten) – »Ihre Herdflamme der Heimat war Familienlesebuch bei uns, seit es uns Josef Hofmiller in den Zwanzigerjahren auf den Weihnachtstisch gelegt hatte mit den Worten: ‚Das Buch müßte jede Familie zwischen Inn und Salzach besitzen.’ Es war das handliche, aufschlußreiche Heimatbuch über Franziska Hagers geliebten Chiemgau.“ (Annette Thoma)

Fortan galt sie als Heimatschriftstellerin, und sie wollte das wohl auch sein. Ab 1934 arbeitet sie zehn Jahre lang an Meine Erde, einer umfassenden Kulturgeschichte des Chiemgaus, die nie veröffentlicht werden sollte. Sie behandelt im 1. Band die »Urzeit bis zu den Städtebildern«, in Band 2 den »Gau und seine Bewohner in Geschick und Leben« und abschließend, aufgeteilt auf zwei Teilbände, den »Chiemgau im Spiegel seines Brauchtums«, wobei hier dem praktischen bäuerlichen Leben insgesamt ein breiter Raum gewährt wird. Über Franziska Hagers literarische Bedeutung sind die ‚Stürme der Zeit’ hinweggefegt und haben sie verblassen lassen. Aber mit ihren letzten beiden Werken hat sie der Nachwelt Quellen der Volkskultur und der Volksbräuche, nicht der gerne dafür gehaltenen Volkstümelei, hinterlassen, die bleiben und ihren Wert nicht verlieren werden: »Zum Glück hat der Chiemgau in Franziska Hager eine großartige Erblasserin alter Überlieferungen. Sie hat die Traditionen des Gaues von Kindesbeinen an miterlebt, mitgelebt und schließlich zu Papier gebracht. Sie fühlte sich zeitlebens umwunden von einem bunten Strauß kirchlicher und weltlicher Jahresbräuche. Ein Bannkreis, der ihr heilig und unumstößlich war.« (Albert Rosenegger)

Heimatdichtung unterm Hakenkreuz

Unklar, sich einer eindeutigen Beurteilung entziehend, bleibt ihre Rolle im 3. Reich, sie lässt Raum für Spekulation und Interpretation. Hager selbst sah sich mit Schreibverbot belegt: »Dafür aber wurde ich aus allen literarischen Vereinigungen hinausgeworfen, erhielt polizeiliches Verbot, noch etwas zu schreiben, zu veröffentlichen, Druckverbot, Verbot von Lesungen anderer aus meinem Schrifttum, Verlagsverbot und ich weiß nicht, was sonst noch alles. Also mundtot gemacht.«

Doch schon die von ihr angeführte Begründung verwundert: Sie habe in der Herdflamme der Heimat be-hauptet, »das auf die kirchlichen Feiertage fallende bäuerliche Brauchtum [sei] ein Relikt der frühzeitlichen Götterverehrung«. Kulminationspunkt wäre ihr 60. Geburtstag gewesen, als »verschiedene literarische Vereinigungen bei der politischen Polizei um Erlaubnis zu einem Festabend nachsuchten« und abschlägig beschieden wurden. Tatsächlich hatte ein solcher Festabend sehr wohl stattgefunden, ausführlich in der Presse gewürdigt – und veranstaltet von der Münchner Frauengruppe des RDS (= Reichsverband Deutscher Schriftsteller), einer Unterabteilung der Reichsschrifttumskammer, und der NS-Kulturgemeinde! Danach aber werden ihr nur noch wenige Kränze geflochten. Am 17. April 1935 berichtet die Münchener Zeitung über die Schenkung des ersten Manuskriptbandes von Meine Erde an die Handschriftensammlung der Bayerischen Staatsbibliothek, »von einer wahrhaften Dichterin mit ihrem Herzblut geschrieben«. Und 1938 erwähnt der Völkische Beobachter eine Lesung Hagers aus ihrem frühen Drama Die Priesterin.

Die Blut-und-Boden-Propaganda der Nazis hätte die bekannte Heimatdichterin mit dem Hang zum Naturalismus und ihrem »Bekenntnis zur heimatlichen Scholle«, soviel steht fest, nur allzu gerne für sich vereinnahmt. Darauf eingelassen hat sie sich letztendlich nicht. Anfängliche Sympathie mag vorhanden gewesen sein, sie mündete im passiven Mitläufertum, im stillen Weiterleben innerhalb der gegebenen Verhältnisse. Der Krieg und dessen auch für sie persönlich schreckliches Ende desillusionierten sie endgültig. Ihre späte, nicht immer die Fakten wiedergebende Sicht der Dinge mag zum Teil ihrem hohen Alter geschuldet sein, man mag sie auch als schamhafte Distanzierung einordnen; ein aufschlussreiches Zeitdokument hat man, kritisch gelesen, jedenfalls vor Augen:

»Indessen hatte ich den ersten Band meines Chiemgauwerkes vollendet. Was nun? Nun erbot sich ein Jugendfreund von mir, […] mein Chiemgaumaterial, und es war ein reichlicher Pack, auf dem Heuboden des Hauses, in dem er wohnte, zu verbergen, von wo ich mir zur Weiterarbeit am Werke in Zwischenräumen immer wieder Material holte. Im Jahre 43 war das Werk vollendet. Durch Vermittlung meines vorerwähnten Jugendfreundes verbarg der Jagdverwalter des Schlosses Hohenburg […; bei Lenggries; Anm. d. Verf.] das Werk im Schlosskeller. Und auch das war ein Glücksfall. Im Jahre 1944 warf eine Bombe das Haus, in dem ich heimte, vollkommen in Schutt. Ich verlor meine sämtliche schriftliche Habe, meine Bücher und überhaupt bis zum letzten Faden alles. Das Werk aber blieb gerettet, und beim Einmarsch der Amerikaner erhielt ich es […] anstandslos ausgehändigt.«

Verstummt ist sie nach dem 2. Weltkrieg zwar keineswegs, publiziert aber hat sie, mit Ausnahme kleinerer Aufsätze, nicht mehr. Über die Gründe darf spekuliert werden. Der Tod ihres Lebenspartners 1949 wird eine Rolle gespielt haben, ebenso die Enttäuschung, Meine Erde, ihr Lebenswerk, nicht gedruckt – und damit nicht ausreichend wertgeschätzt – zu sehen, sicher die Last der Jahre, die ihren Tribut forderte. Es blieben die späten Ehrungen, denen man sich bekanntermaßen, und das lag ihr fern, irgendwann nur noch durch das rechtzeitige Ableben entziehen kann. Es blieb die aufrichtige Bewunderung in ihrer Heimat, die Aufnahme in den Künstlerring Chiemgau als dessen Ehrenmitglied, blieben Freundschaften mit Rudolf Alexander Schröder, Georg Unterbuchner und vielen anderen. Vor allem aber blieb, was Professor Hans Ludwig Held, Kulturbeauftragter der Stadt München, schon vor mehr als acht Jahrzehnten feststellte: »Franziska Hager ist eine der wenigen Dichterinnen, die in das Volk eingegangen sind.«

Ich habe ja nichts mir für meine Stadt Traunstein zum Verdienst gemacht

Wie schon eingangs erwähnt, erhielt Franziska Hager am 31. März 1959 den Ehrenring der Stadt Traunstein am »schönsten Tag ihres Lebensabends« verliehen. Das Bundesverdienstkreuz am Bande war ihr bereits am 20. Januar 1958 zuerkannt worden, die Marktgemeinde Prien zog am 27. Juni 1959 nach und ernannte zu ihrer Ehrenbürgerin.

Franziska Hager war die erste in der Reihe der Persönlichkeiten, »die sich durch ausgezeichnete Leistungen auf kommunalem, kulturellem, wirtschaftlichem, technischem oder karitativem Gebiet um die Stadt Traunstein oder den gesamten Chiemgau besonders verdient gemacht und dadurch zum gemeinen Wohle der Stadt in hervorstechendem Maße gewirkt« hatten und der daher explizit diese Auszeichnung zuteil wurde. (Ehrenbürger erhalten den Ehrenring nicht als gesonderte Auszeichnung, sondern zusätzlich.) Der entsprechende Akt enthält vor allem die Korrespondenz der Autorin mit Oberbürgermeister Josef Kößl und offenbart eine weitere Seite Hagers: Sie war eine fleißige, stilsichere, witzig-humorvolle und zum Teil auch ironische Briefeschreiberin.

»Anmit überreiche ich Ihnen zu treuen Händen die Abschrift meines Werkes ‚Meine Erde’, Kulturgeschichte des Chiemgaus – nicht zur Benützung und Besichtigung durch die Öffentlichkeit – sondern für das Archiv der Stadt Traunstein, da das Original des Werkes, das sich in der Handschriften-Sammlung der Bayerischen Staatsbibliothek zu München befindet, erst einige Jahrzehnte nach meinem Tode für die Öffentlichkeit frei wird. Ich füge an, daß es sich um kein wissenschaftliches Werk handelt, da mir hiezu die humanistische Vorbildung gefehlt hätte, sondern um eine aus rein völkischer Intuition gewordene Niederschrift.«

Diese am 20. September 1958 erfolgte Schenkung war vermutlich der letzte Anstoß für die Verleihung des Ehrenrings, und am 18. Oktober 1958 hatte der ‚Beschenkte’, Oberbürgermeister Josef Kößl, für Franziska Hager die »freudige Mitteilung«, sie sei als erste Trägerin des neu geschaffenen – eigentlich erst im Stadium der Erschaffung befindlichen – Ehrenrings der Stadt Traunstein »in Aussicht genommen«. Dabei bat er die 85-jährige in etwas ungelenkem, dafür sehr bestimmten Beamtendeutsch, »sich [von München aus!] zu Herrn Goldschmiedemeister August Perchermeier in Traunstein, Maxstraße 5, zu begeben, damit er das Maß für den Ring feststellen kann«. Weitaus eleganter und schlagfertig war ihre Antwort:

»Noch nie in meinem Leben hat mir die Formulierung eines Briefes Beschwerden gemacht, wie in diesem heutigen Fall. Ja, die ‚freudige Mitteilung’ habe ich ohne weiteres wie einen köstlichen Trunk in mich aufgenommen. Aber, ich habe neben den drei genannten Herren ja nichts für meine Stadt Traunstein mir zum Verdienst gemacht! Wie soll ich da bestehen? […] Und nun zum zweiten Teil: Herr Oberbürgermeister, ich bin kein grünes Füchslein mehr, sondern ein längst überständiges, altes Semester, und, weil ich mein Leben so sehr liebe, heißt es für mich in allen Fällen gesundheitlich Maß halten, ohne in der weiten Welt herum zu flanieren. Darf ich mir das Maß für den in Frage kommenden Finger nicht bei einem hiesigen Goldschmied der Einfachheit halber nehmen lassen und Ihnen zuschicken, wenn ich mir auch bei jedem Besuch alle Auslagenfenster in der Traunsteiner Stadt genauestens beschaut habe? Nachdem ich, neugierig wie ich nun einmal bin, so halbert auch unter die Gichtbrüchigen mich eingereiht habe, käme eventuell als untadeliges Exemplar der Ringfinger meiner linken Hand in Frage, und so könnte ich mit meiner Geburtsstadt gleichzeitig Verlobung feiern. Also, bitte, teilen Sie mir mit, ob ich mir das Fingermaß hier nehmen und Ihnen oder Herrn Perchermeier übersenden darf.«

Wer hätte eine solche Bitte schon abschlägig bescheiden wollen oder können? Es geschah wie gewünscht, und so konnte am 1. April 1959 die Heimatzeitung berichten: »Quicklebendig, keinesfalls einer Fünfundachtzigjährigen gleichend, dankte Frau Hager für die ihr zuteil gewordene Ehrung; mit ihr, so dünkte uns, saß ein Stück Alt-Chiemgau neben dem Oberbürgermeister von Traunstein, der gerade ihr und ihrem Wirken besonders herzliche Worte widmete. Traunstein hat allen Grund, auf diese seine Tochter stolz zu sein. Wie arm wären wir, stünde uns nicht gerade in ihren Büchern ein immer neuer Quell lebendigster Erinnerung vor Augen! Diese Ehrenring-Verleihung ehrt die Stadt und die Stadtväter, die ihn schufen und überreichen ließen.«

Zwei Lese- oder Kostproben

Rauchen war verboten: 1. Weil es Vater in den Augen weh tat. 2. Wegen dem Geld. 3. Wir haben doch geraucht. Von den spanischen Röhrln und von den dünnen Stengeln einer bestimmten Blumensorte in unserem Garten sind wir mit der Zeit zu den Zigarren übergegangen. In der Ofendurchsicht von unserem Kinderzimmer sind sie gelegen, die von Besuchern abgelegten, angerauchten Stumpen. Oft noch ganz warme.

Der Säckler Meier hatte neue irdene Tabakspfeifen bekommen, das Stück um zehn Pfennige. Da machten wir einen Pfeifenklub. Unterm Hüttldach vom Summerer haben wir die Pfeifen aufgehoben. Und auf dem Hüttldach vom Summerer haben wir in ihnen unseren Zigarettentabak geraucht. Schlecht ist uns nicht geworden. Aber der Mutter ist schlecht geworden, wenn sie was gerochen hat. Und dann haben wir gelogen. Hat aber nicht geholfen.

»Marsch, her da, alle miteinander!« Und weil es der Mutter immer pressiert hat, haben wir uns schnell in die Reihe gestellt und auch gleich die Mäuler aufgerissen. Mutter ging von einem zum andern und steckte ihre Nase einem jeden in den Mund hinein. Dann hat sie beim Ersten vorne angefangen, und beim Letzten hat sie aufgehört. Mit dem Prügeln. Dieses summarische Verfahren hat uns mit der Zeit aufgereizt. Da kam die Rettung.

Wie unser Toni wieder einmal von der Präparandenschule in Rosenheim in die Vakanz heimgekommen ist, da sagte er schon gleich beim Aussteigen aus dem Zug ganz geheimnisvoll zu mir: »Du, ich hab was!« Und was hat er gehabt? Ein kleines rundes Blechschachterl hat er gehabt, »Caschnu« hat er gesagt, heißt es, mit einem winzigen runden Schuberl über einem winzigen Löchlein. Wenn man das Schuberl auf die Seite geschoben hat, ist ein kleines Kügerl herausgefallen. Das hat man langsam im Mund zergehen lassen. Und dann hat man nur mehr vom Kügerl gerochen.

Dann sind wir wieder auf dem Hüttldach vom Summerer gesessen. Den Rauch von unseren Tabakspfeifen haben wir wieder übers Eck geblasen, zum Schulhaus. Haben dazu lange Nasen gemacht. Recht war’s nicht, aber gefreut hat’s uns!
(Franziska Hager, Die Schulmeisterkinder. Vom Leben um ein Dorfschulhaus. Verlag Josef Kösel & Friedrich Pustet, München 1929, S. 62–63)

Nirgends auf dem Land ist der Gottesacker so liebend betreut, so mitten im Leben des Dorfes und in das Herz des einzelnen gestellt und von so rührender Schönheit wie im Chiemgau.

Schon bei der eisernen Kirchhofstüre, die sich knarrend in ihren Angeln dreht, beginnt das Wachsen und Blühen vom ersten schüchternen Märzenveilchen und der weißen Narzisse bis zum letzten Röschen am entlaubten Monatsrosenstock, Melodien von Blumen, Orgien von Farben, ein einziger prangender Friede. Auf schwellenden grünen Polstern wiegt der weiße Steinbrech auf schwankenden Stielen Hunderte und Hunderte von zarten Blütenkelchen; ganze Beete von weißen und roten Federnelken stehen in ambrosischem Duft; heiß und einsam brennt die Feuerlilie, in hohen Büschen legen die weißen Lilien ihre Keuschheit über einen jungfräulichen Schläfer, auf Randsteinen breitet sich wohlig der gelbe Steinbrech hin, die Zentfolie entfaltet die hundert Blätter ihrer duftenden Rose, fliegende Herzen schaukeln in weltlicher Luft, aus blauen Sternen schaut das Immergrün oder Sinngrün, gelbe und braune Schnapperln wärmen in der Sonne die samtenen Pantöffelchen unserer lieben Frau, großäugige Aurikeln staunen verwundert in das Leben, Strohblumen knistern und rascheln, wenn der Wind durch sie streicht, und der glanzgrüne Buchs steht aufrecht und steif wie ein schweigender Wächter. Manchmal steht auf der bröckelnden Kirchhofmauer mit herrischem Fuß eine himmelschlanke Königskerze, und fast jeder Grabhügel hat in einem runden Schüsselchen oder in einer alten Blechdose Blumen aus dem Hausgartl drüben beim Backofen, vom Blumenstock am Fenster oder tiefblaue Vergißmeinnicht vom Rand des heimatlichen Baches. Diese Blumen werden jeden Sonntag erneuert.

An der Gottesackermauer oder beim Kircheneingang steht ein kapellenartiger Raum, das »Painhaus«, im Volksmunde das »Boanahaus«. In Reihen ist dort über- und nebeneinander geschichtet, was die Gräber wiedergeben von dem, was sie empfangen: Arm- und Beinknochen, übereinandergekreuzt, und Totenschädel in allen Arten und Größen. Meist tragen diese auf der Stirn in lapidarer Eindringlichkeit Vor- und Zunamen und das Datum des Todestages. In einem viereckigen Glaskästchen, vom Dorfschreiner primitiv zusammengefügt, sah ich so einmal Frau und Mann beieinander, auf dem Schädel Name und Todestag verzeichnet, um die Stirne den Kranz ihrer Überwindung in zierlichen grünen Lorbeerblättchen aufgemalt, und als Inschrift des Beinhauses las ich:

»All Köpf sind zeichnet biß auf ein,
Schreib drauf dein Namb,
Er ist der dein.«
Schon aus er älteren Steinzeit kennen wir Funde von Schädeln aus Begräbnisstätten, und die Beinhäuser unserer Gebirgsdörfer sind Reste eines überaus alten Volksbrauches. Mit Vorliebe versah man in den Zeiten der Zahlenlotterien solche Totenschädel mit Zahlen, die man dann in der bestimmten Hoffnung auf Gewinn in der Lotterie setzte. (Franziska Hager, An der Herdflamme der Heimat. Heimatbücher-Verlag Müller & Königer, München 1927, S. 198–199)

Franz Haselbeck


Literatur:
Michael Georg Conrad: Franziska Hager. Ein Lebensbild der Frau und Künstlerin, München 1924.
Otto Maußer: Franziska Hager, die Klassikerin des Chiemgaus. Zum 70. Geburtstag der Chiemgauer Heimatdichterin, in: Traunsteiner Zeitung, Nr. 149 v. 27. Juni 1944.
Paul Mayer: Die Hüterin der Herdflamme der Heimat. Die Heimatschriftstellerin und Dichterin Franziska Hager wurde vor 100 Jahren in Traunstein geboren, in: Chiemgau-Blätter, Nr. 26 v. 29. Juni 1974.
Albert Rosenegger: Vom Brauchtum in und um Traunstein, in: Traunstein. Streifzug durch eine liebenswerte Stadt, Traunstein 1998, S. 50–57.
Willi Schwenkmeier: Franziska Hager, in: Traunstein. Streifzug durch eine liebenswerte Stadt, Traunstein 1998, S. 83.
Georg Unterbuchner: Franziska Hager. Ein Gedenkblatt zu ihrem 80. Geburtstag, in: Chiemgau-Blätter, Nr. 25 v. 20. Juni 1953.
Georg Unterbuchner: Franziska Hager – Ein Leben für die Heimat, in: Heimatbuch des Landkreises Traunstein, Bd. III/3, Traunstein (1964), S. 213–214.
Hans Ziegler: Stimmen zu Franziska Hager, in: Jexhof-Hefte. Frauen schreiben: G`schichten vom Land. Schriftstellerinnen und das ländliche Milieu. Hg. von Reinhard Jakob, Fürstenfeldbruck 2008, S. 138–143.


38/2010