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Tennis-Verband zu Verbot: »Undifferenzierte Maßnahme«

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Hallentennis
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Tennisbälle liegen in einer leeren Tennishalle. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Der Bayerische Tennis-Verband (BTV) hat das Hallensport-Verbot im Freistaat als »undifferenzierte Maßnahme« bewertet. »Die Kurzfristigkeit der Maßnahme ist nicht nachvollziehbar und sorgt zu Recht für enormen Unmut an der Basis«, heißt es am Freitag in einem Schreiben von BTV-Präsident Helmut Schmidbauer. »Die ehrenamtlich tätigen Funktionäre in den Tennisvereinen werden durch solche Maßnahmen noch stärker an Belastungs- und Motivationsgrenzen geführt.«


Die Staatsregierung hatte Donnerstagnacht verkündet, dass wegen der Corona-Krise von Freitag an so gut wie alle Indoor-Sportstätten in Bayern geschlossen bleiben. Hintergrund für diese Neuregelung ist eine Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs. Dieser hatte unter Verweis auf das Gleichheitsprinzip die bisherige Schließung von Fitnessstudios aufgehoben, weil auf der anderen Seite sonstige Sportstätten für Individualsport geöffnet seien.

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»Es handelt sich in unseren Augen um eine undifferenzierte Maßnahme aufgrund eines ungewünschten Gerichtsurteils«, kritisierte Schmidbauer. »Tennishallen müssen schließen, damit auch die Fitnessstudios geschlossen bleiben!? Ein Einzel-Tennisspiel in einer belüfteten Halle bei Einhaltung der Abstandsregeln stellt kein Risiko dar und ist mit der Aktivität zahlreicher Personen in einem Fitnessstudio nicht vergleichbar.«

Schmidbauer forderte von der Bayerischen Staatsregierung, »dass nicht alle Sportarten wegen eines einzelnen in Mithaftung genommen werden, sondern in der Beurteilung eine differenzierte Vorgehensweise nach den Kriterien des Infektionsschutzes erfolgt«.

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Mitteilung BTV

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