Selbsttest-Ergebnisse aus Schulen nicht zentral erfasst

Eine Flüssigkeit wird auf einen Corona-Selbstteste gegeben
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Eine Flüssigkeit wird auf einen Corona-Selbstteste gegeben. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Illustration Foto: dpa

München (dpa/lby) - Seit fast einer Woche drehen Schüler in Bayern massenhaft Corona-Test-Stäbchen in der Nase herum - wie viele dieser Selbsttests positiv waren, wird allerdings nicht zentral erfasst. »Wir erheben keine Zahlen zu den an den Schulen durchgeführten Selbsttests«, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums in München. Da ein positiver Test lediglich ein Hinweis auf eine mögliche Infektion sei und zur Bestätigung noch ein PCR-Test außerhalb der Schule erforderlich sei, würde das Ministerium auf den »enormen Verwaltungsaufwand« verzichten, den eine statistische Erfassung der Ergebnisse bedeuten würde.


Die Testpflicht in Schulen gilt seit Montag. Vor allem Lehrerverbände waren dagegen auf die Barrikaden gegangen, weil sie ihre Gesundheit in Gefahr sehen und den Organisationsaufwand kritisieren.

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Das Ministerium sieht den Anlauf positiv. »Bislang hat das Testkonzept an bayerischen Schulen funktioniert«, sagte der Sprecher. »In den allermeisten Fällen lief die Durchführung demnach ohne Schwierigkeiten. Gerade zu Beginn war es normal, dass noch Aufklärungs- und Erklärungsbedarf bestand.« Man gehe davon aus, dass sich die Durchführung rasch einspielen werde, wenn dies nicht bereits ohnehin schon der Fall sei.

Nach den dem Kultusministerium vorliegenden Daten waren zum Stand Dienstag rund 1760 (0,11 Prozent) Schüler in Bayern aufgrund eines bestätigten positiven Corona-Tests vom Unterricht befreit.

© dpa-infocom, dpa:210416-99-224552/2

Ministerium zu Selbsttests


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