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ZDF-«Auslandsjournal»: Antje Pieper neue Moderatorin

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Antje Pieper
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Antje Pieper folgt auf Theo Koll beim ZDF-«Auslandsjournal». Foto: Rico Rossival/ZDF Foto: dpa

Mainz (dpa) - Das ZDF-«Auslandsjournal» hat von diesem Mittwoch an ein neues Gesicht: Antje Pieper (45) übernimmt die Moderation von Theo Koll.


Für die bisherige Leiterin des ZDF-Studios in Rom stehen die Beiträge nach wie vor im Mittelpunkt: «Die Welt entdecken, einen hintergründigen Blick auf das Geschehen werfen, Zuschauern die Welt näher bringen, das werde ich nicht ändern», sagte sie der Nachrichtenagentur dpa in Mainz. «Es wird vielleicht optisch ein anderer Eindruck sein, wenn ich da bin.»

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Das Interesse der Zuschauer an Auslandsthemen aufrechtzuerhalten, liegt nach Ansicht der Moderatorin an der Redaktion - die ein eingespieltes Team sei - und an den Korrespondenten, die ihren eigenen Blick auf das Geschehen hätten: «Durch diese Sendung hat man Zeit, einen Blick in den Hintergrund zu geben, persönliche Geschichten zu erzählen und vielleicht wieder Verständnis füreinander zu wecken», sagte Pieper. In ihrer ersten Sendung geht es nach ZDF-Angaben um Israel, Russland und um Golfballtaucher in den USA. Am 23. Juli widmet sich ein «Auslandsjournal spezial» der Türkei.

Pieper sammelte ihre ersten journalistischen Erfahrungen beim Bayerischen Rundfunk. Später war sie Moderatorin des Superchannel in Italien, des «Disney Clubs» in der ARD und der ZDF-Kindernachrichten «logo». 1999 wurde sie Redakteurin und Reporterin der Hauptredaktion Innenpolitik im ZDF. Von 2000 bis 2005 moderierte sie den «Länderspiegel», danach leitete sie das ZDF-Studio Rom und berichtete auch aus Griechenland. «Insofern liegt mir als ehemaliger Korrespondentin diese Sendung natürlich sehr am Herzen.»

Der Gründer des «Auslandsjournals», Rudolf Radke, beklagte im vergangenen Jahr zum 40-jährigen Jubiläum der Sendung, dass Fernsehbeiträge oft zu sehr auf Unterhaltung getrimmt sind. Pieper sagte: «Natürlich versucht man, möglichst spannende Geschichten zu finden. Ich glaube aber, dass sich die Sehgewohnheiten in den Jahren geändert haben.» Außerdem stehe die Sendung in Konkurrenz zu mehr Sendern als früher. «Dass wir versuchen, die Qualität weiterhin hochzuhalten, steht außer Frage.»