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Umfrage: Königliches Baby soll später normal arbeiten

London (dpa) - Die britische Öffentlichkeit will das «Royal Baby» später ein echtes Arbeitsleben führen sehen: In einer Umfrage des Instituts Ipsos Mori für den «Evening Standard» sprachen sich 65 Prozent der Befragten dafür aus, dass der künftige Monarch Erfahrungen in einem normalen Beruf sammeln solle.

Royal Baby
England freut sich auf das Royal Baby, doch viel Briten wollen, dass es später normal arbeitet. Foto: Andy Rain Foto: dpa

Viele Mitglieder der Familie Windsor nehmen bisher lediglich Repräsentationspflichten wahr.

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Einige der britischen Royals stehen in Großbritannien wegen ihrer laxen Berufsauffassung in der Kritik. So musste Prinz Andrew seinen Posten als Außenhandelsbeauftragter der Regierung räumen - er war als «Airmile-Andy», also als Spesenritter verschrien.

Sein jüngerer Bruder Edward soll nur dank seiner königlichen Kontakte eine funktionierende Firma aufgebaut haben. Und Thronfolger Prinz Charles steht seit Jahren wegen seines Steuergebarens im Kreuzfeuer.

Die Umfrage umreißt auch die Erwartungen, die das Volk an die Erziehung des Kindes hat. So sind nur 10 Prozent der Meinung, es sollte auf eine staatliche Schule gehen. 70 Prozent sind der Meinung, es sei «einfach unmöglich», dass das Königskind ganz normal aufwachse.

Insgesamt zeigen sich die Briten mit der Monarchie zufrieden: 77 Prozent bezeichnen sich als Monarchisten. Nur 2012, im Jahr des Diamantenen Thronjubiläums von Queen Elizabeth II., war die Zustimmung mit 80 Prozent noch höher.

Inzwischen akzeptieren die Briten sogar Prinz Charles als künftigen König. Nur noch 14 Prozent glauben, er sollte in der Thronfolge ausgelassen werden und das Zepter direkt an seinen Sohn William weitergeben.

1997, nach dem Tod seiner Ehefrau Diana, und 2005, nach der Heirat mit Camilla, war eine Mehrheit der Briten gegen Charles als König.