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Trauer um Rosemarie Fendel

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Rosemarie Fendel
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Die Schauspielerin Rosemarie Fendel ist gestorben. Foto: Ursula Düren Foto: dpa
Rosemarie Fendel
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Die Schauspielerin Rosemarie Fendel (1974). Foto: Werner Baum Foto: dpa
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Rosemarie Fendel (2003). Foto: Wolfgang Langenstrassen Foto: dpa
Rosemarie Fendel
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Rosemarie Fendel (r) mit ihrer Tochter Susanne von Borsody während der Dreharbeiten zu «Theodor Chindler» (1978). Foto: Karl Staedele Foto: dpa
Rosemarie Fendel ist tot
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Rosemarie Fendel (r) und ihre Tochter Suzanne von Borsody standen 2003 für den ARD-Film «Mensch Mutter» gemeinsam vor der Kamera. Foto: Ursula Düren Foto: dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Noch im Januar spielte sie im ZDF-Dreiteiler »Das Adlon« die Erzählerin. Jetzt herrscht Trauer um Rosemarie Fendel. Im Alter von 85 Jahren starb die aus zahlreichen Film- und TV-Produktionen bekannte Schauspielerin am Mittwoch nach kurzer schwerer Krankheit in ihrem Haus in Frankfurt.


Das bestätigte Fendels Berliner Management Goldschmidt am Donnerstag. Die Charakterdarstellerin war als große Dame der alten Schule bekannt. Auf die Nachricht von ihrem Tod reagierten Weggefährten bestürzt.

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»Rosemarie Fendel war eine Grande Dame der deutschen Film- und Fernsehgeschichte«, sagte ZDF-Fernsehspielchef Reinhold Elschot in einer Mitteilung. Sie gab einer Vielfalt von Charakteren ihr Gesicht und überzeugte die Zuschauer in Komödien und Melodramen gleichermaßen.« Der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor sagte in einer Mitteilung: »Sie war eine der ganz großen Schauspielerinnen, die ihrer Berufung bis zu ihrem Lebensende nachgehen konnte.«

Fendels Werk lebe in ihren Rollen weiter, die sie mit großer menschlicher Wärme und Authentizität verkörpert habe, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) laut Mitteilung. »Ihr Gesicht hat die Fernseh- und Bühnenwelt über Deutschlands Grenzen hinaus geprägt.«

Die in Metternich bei Koblenz geborene Fendel wurde in Film und Fernsehen vor allem durch Rollen in der Literaturverfilmung »Trotta« (1972) sowie in den Komödien »Ödipussi« (1988) und »Schtonk« (1992) bekannt. Sie trat auch in der Serie »Der Havelkaiser« (ARD) und im ZDF-Klassiker »Der Kommissar« auf sowie in den Reihen »Der Staatsanwalt« (ZDF), »Polizeiruf 110« (ARD) und »Pfarrer Braun« (ARD).

Ihr Debüt hatte Fendel 1946 an den Kammerspielen in München gegeben. Später holte Gustaf Gründgens sie nach Düsseldorf ans Schauspielhaus. Es folgten Auftritte in Darmstadt, München und Frankfurt am Main und Arbeiten als Synchronsprecherin: Elizabeth Taylor, Jeanne Moreau und Annie Girardot verlieh Fendel ihre Stimme.

Rosemarie Fendel war bis 1962 verheiratet mit dem Regisseur Hans von Borsody (83) - aus ihrer Ehe ging Suzanne von Borsody (55) hervor, die ebenfalls Schauspielerin ist. Rund sechs Jahre lang hatte Fendel nach der Geburt ihrer Tochter ihre Arbeit als Schauspielerin unterbrochen. Sie spielten auch gemeinsam, zum Beispiel im ARD-Film »Mensch Mutter« 2003.