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Stuttgarter Staatsgalerie zeigt Leben Edvard Munchs

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Munch-Ausstellung
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«Geschrei» von Edvard Munch. Foto: Marijan Murat Foto: dpa
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Evard Munch, Selbstbildnis (mit Knochenarm), 1895. Foto: Marijan Murat Foto: dpa
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Edvard Munch, Weib mit rotem Haar und grünen Augen. Die Sünde, 1902. Foto: Marijan Murat Foto: dpa

Stuttgart (dpa) - Krieg, Einsamkeit, Angst: Das Leben Edvard Munchs steht im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung in der Staatsgalerie Stuttgart.


Sie zeigt bis 6. Oktober rund 60 Werke des vor 150 Jahren geborenen norwegischen Malers und Grafikers. In der Schau unter dem Titel »Edvard Munch in Stuttgart. Vom ersten Kuss bis in den Tod« ist auch ein weltweit einmaliger Abzug des ursprünglich »Geschrei« genannten Bildes »Der Schrei« auf violettem Papier zu sehen.

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Einige Werke sind zudem in verschiedenen Versionen zu sehen. »Ein Motiv war eigentlich nie zu Ende für ihn«, sagte Kuratorin Corinna Höper über den Expressionisten (1863-1944). Eine von vier Versionen des fertigen Gemäldes »Der Schrei« hatte im vergangenen Jahr für fast 120 Millionen Dollar (rund 90 Millionen Euro) bei einer Auktion in New York den Besitzer gewechselt.

Der Stuttgarter Abzug lässt auch einen Blick auf das Leben Munchs zu, denn auf der Rückseite hat der frühere Besitzer, ein Kaffeeunternehmer, Tagebuchnotizen Munchs abgeschrieben. »Ich stand da, zitternd vor Angst und ich fühlte, wie ein langer unendlicher Schrei durch die Natur ging«, schrieb Munch zu der Entstehungsgeschichte des Motivs.

Auch an vielen anderen Stellen der Ausstellung sind persönliche Erläuterungen Munchs zu lesen. Munch habe 1500 Briefe und rund 12 000 Blätter mit literarischen und autobiografischen Notizen hinterlassen. »Das ist mit ein Grund, dass wir ihn in der Ausstellung auch selbst sprechen lassen«, sagte Kuratorin Corinna Höper dazu.

Außerdem wird auch Munchs Besuch in der Landeshauptstadt im Jahr 1923 erläutert, genauso wie der Briefverkehr mit Otto Fischer, dem damaligen Direktor des Museums der bildenden Künste. Einige Werke sind zudem in verschiedenen Versionen zu sehen. »Ein Motiv war eigentlich nie zu Ende für ihn«, sagte Höper.

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