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Starke Frauen: Filmfest München mit Caroline-Link-Film eröffnet

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Regisseurin Caroline Link
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Talentierte Frauen im Fokus: Links Roadmovie eröffnet das 31. Filmfest München. Foto: Andreas Gebert Foto: dpa

München (dpa) - Mit dem Film «Exit Marrakech» der Oscar-Preisträgerin Caroline Link ist am Freitagabend das 31. Filmfest München eröffnet worden. Festivalleiterin Diana Iljine hob vor den rund 1200 Ehrengästen die Bedeutung der Frauen für das Kino hervor.


Bis zum 6. Juli zeigt das Festival rund 170 Filme aus aller Welt, darunter viele deutsche Produktionen. Neu sind in diesem Jahr Sonderreihen für TV-Serien und für Computerspiele. Stargast ist der Schauspieler Michael Caine. Das Filmfest ehrt den 80-jährigen Briten am Montag mit dem Cine Merit-Award für sein Lebenswerk.

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Iljine sagte: «Jim Morrison, der Frontman der Doors, hat einmal gesagt: "Film ist eine Kunst, die von Männern für Männer gemacht wird".» Dies habe sich grundlegend geändert. Das beweise das Festival-Programm mit einer ungewöhnlich hohen Zahl an Filmen von und mit außergewöhnlich talentierten Frauen. Filmemacherinnen wie Link seien das beste Beispiel. Links Roadmovie erzählt mit großartigen Bildern, wie sich ein Vater und sein Sohn auf einer Reise durch Marokko wieder annähern.

Bayerns Medienminister Thomas Kreuzer (CSU) machte auf das sechs Millionen Euro schwere Sonderprogramm der Staatsregierung aufmerksam, das 2013 und 2014 für internationale Koproduktionen zur Verfügung steht. «Damit setzen wir ein deutliches Zeichen: Internationale Produktionen sind bei uns herzlich willkommen», sagte Kreuzer. «Wir bieten ausgezeichnete Rahmenbedingungen für alle Kreativen, die sich der Filmkunst verschrieben haben.»

Mit einem brennenden Stuntman protestierten Filmschaffende in der Innenstadt unterdessen gegen die Arbeitsbedingungen in ihrer Branche. «Vom Glamourfaktor sind die meisten Film- und Fernsehschaffenden weit entfernt», kritisierte das Aktionsbündnis «Es brennt». Diese Missstände beträfen die Menschen hinter den Kulissen ebenso wie die Stars im Rampenlicht. «Seit Jahren stagnieren oder sinken die Honorare und Gagen, gleichzeitig werden aber immer mehr Leistungen verlangt.» Berufsverbände und Gewerkschaften forderten deshalb angemessene Bezahlung und die Einhaltung der Regelungen zum Arbeitsschutz. Hinter dem Aktionsbündnis stehen der Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler, der Verband Deutscher Drehbuchautoren und die ver.di Filmunion. 

Auch die Filmmusik hatte in diesem Jahr wieder ein eigenes Forum beim Kongress «filmtonart» am Freitag im Bayerischen Rundfunk. Gäste waren unter anderen die Schauspieler Meret Becker und Florian David Fitz und Liedermacher Konstantin Wecker.

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Aktion Es brennt