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Starke Frau, starker Film: «Gloria» aus Chile

«Gloria»
Die Endfünfzigerin Gloria (Paulina Garcia) lernt Rodolfo (Sergio Hernandez) kennen. Foto: Alamode Film Foto: dpa

Berlin (dpa) - Sie tanzt, sie flirtet - doch wenn Gloria am Ende des Abends nach Hause kommt, macht sie einen einsamen, verlorenen Eindruck.


«Gloria» ist die Titelheldin im Spielfilm des Chilenen Sebastián Lelio («La Sagrada Familia») - einer gelungenen, gefühlvollen Gratwanderung zwischen Lebenslust und Melancholie, Komik und Tragik. Gloria ist 58, geschieden und die Kinder sind längst aus dem Haus. Die zierliche Frau mit der altmodischen Riesen-Brille träumt noch einmal von der großen Liebe. Sie hat einen holperigen Weg zu neuem Selbstwertgefühl vor sich - doch sie gibt nicht auf. Lelio erzählt seine Geschichte nicht als schrille Torschlusspanik-Komödie. In einer vom Jugendwahn beherrschten Gesellschaft ist «Gloria» eine bittersüße, mit leichter Hand inszenierte Tragikomödie mit Tiefgang.

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Gloria, Chile/Spanien 2012, 110 Min., FSK o.A., von Sebastián Lelio, mit Paulina García, Sergio Hernández

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