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Maazel in München: Philharmoniker feiern neuen Chef

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Lorin Maazel
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Lorin Maazel ist der neue Chefdirigent der Münchner Philharmoniker. Foto: Andreas Gebert/Archiv Foto: dpa

München (dpa) - Einstand für den Maestro: Star-Dirigent Lorin Maazel hat am Donnerstagabend sein erstes Konzert als Chef der Münchner Philharmoniker bestritten. Nach der Aufführung von Gustav Mahlers neunter Symphonie gab es stürmischen Applaus vom Publikum und Blumen vom Orchester.


Die Begrüßung übernahm die Autorin und Literaturkritikerin Elke Heidenreich, die an die erste Aufnahme erinnerte, die sie von Maazel gehört hat, und einen anonymen Dirigentenkollegen in seiner Einschätzung Maazels zitierte: »Der ist eine Insel, etwas ganz Einmaliges, etwas ganz Besonderes.« Mit ihm als Chefdirigenten werde das Münchner Publikum seine Lieblingsstücke »wieder neu, wieder anders hören«.

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Seit fast 70 Jahren steht Maazel, der einst als Wunderkind galt, am Pult. »Er kennt alle Musik, kennt sie in allen Variationen.« Seine Erfahrung sei für die Philharmoniker von unschätzbarem Wert. Im Übrigen werde ein Dirigent erst ab dem Alter von 60 Jahren richtig gut.

Der 82-Jährige Maazel hat die Nachfolge Christian Thielemanns angetreten, der nach Querelen um seine Vertragsverlängerung an die Sächsische Staatskapelle Dresden gewechselt war. Maazel hat einen Drei-Jahres-Vertrag in München unterschrieben.

An seinem zweiten Konzertabend an diesem Freitag sollte er mit seinem Orchester ein Wagner-Bruckner-Programm spielen. Mit genau einem solchen kehrt auch Thielemann an diesem Wochenende nach München zurück. Als Chef der Sächsischen Staatskapelle wird er am Sonntag wieder in der Philharmonie am Pult stehen.

Münchner Philharmoniker

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