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Kulturvolksfest eröffnet Ruhrfestspiele

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Beginn der Ruhrfestspiele
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Das Foyer des Festpielhauses in Recklinghausen ist als Gewölbe aus goldenener Folie verkleidet. Foto: Roland Weihrauch Foto: dpa
Beginn der Ruhrfestspiele
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Bergleute beteiligen sich an der 1. Mai- Kundgebung zu Beginn der Ruhrfestspiele. Foto: Roland Weihrauch Foto: dpa

Am Tag der Arbeit beginnen die Ruhrfestspiele in Recklinghausen - eines der ältesten und renommiertesten Theaterfestivals in Europa. Das Leitmotiv lautet »Poesie und Politik«.


Recklinghausen (dpa) - Vor der Hochkultur kommt das Volksfest - das ist Tradition bei den Ruhrfestspielen. Mit Musik, Akrobatik und Straßentheater ist das renommierte Theaterfestival am Mittwoch eröffnet worden. An diesem Samstag ist dann die erste große Theaterinszenierung zu sehen.

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Bis zum 9. Juni zeigen die Ruhrfestspiele in Recklinghausen 90 Produktionen und 210 Veranstaltungen mit Theater, Kabarett, Tanz, Lesungen, Musik und Zirkus. Der neue Intendant Olaf Kröck hat das Motto »Poesie und Politik« gewählt. Im ersten Jahr nach dem Aus des Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet umfasst sein Programm Rück- und Ausblicke.

Die erste Theateraufführung an diesem Samstag (4. Mai) rückt die Festspielstadt Recklinghausen ins Rampenlicht. In »What is the City but the People« präsentieren mehr als hundert Menschen aus der Stadt mitten auf dem Rathausplatz ihr Schicksal. Die einstündige Inszenierung ist eine Mischung aus Installation, Konzert und Theater.

Anschließend zeigen prominente Regisseure wie der 94 Jahre alte Brite Peter Brook neue Arbeiten. Mehrere Inszenierungen des Mülheimer Theatermachers Roberto Ciulli sind zu sehen. Die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller spricht mit dem Literaturkritiker Denis Scheck. Mit Theateraufführungen sind das Schauspielhaus Hamburg, die Münchner Kammerspiele und das Berliner Ensemble zu Gast. Schauspieler wie Caroline Peters, Dietmar Bär und Charly Hübner lesen vor großem Publikum.

Die Ruhrfestspiele sind eines der ältesten und renommiertesten Theaterfestivals in Europa. Sie gehen auf einen Tausch von Kohle gegen Kunst im kalten Nachkriegswinter 1946 zurück.

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