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Kirmesboxbude lädt zum Schlagabtausch

Hannover (dpa) - Es ist ein Stück alter Kirmestradition: Auf dem Schützenfest in Hannover (noch bis 7.7.) steht wieder eine Boxhalle, in der jedermann in den Ring steigen und seine Kräfte messen kann.

Kirmesboxer in Hannover
Ring frei für jedermann: Auf dem Schützenfest in Hannover fordern trainierte Boxer zum Kampf auf. Foto: Sebastian Kahnert Foto: dpa

Wer bei seinem Kirmesbummel eine faustdicke Herausforderung sucht, kann es etwa mit «Siggi aus Schweinitz», einem 31-jährigen Boxroutinier aus Polen, aufnehmen. Auf ihn ist ein Kopfgeld von 400 Euro angesetzt - dieses erhält derjenige, der ihn in zwei Runden k.o. schlägt. Und manchmal muss es tatsächlich ausgezahlt werden.

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Wer sich mit dem Profi anlegen will, darf kostenlos in den Ring. Eintritt bezahlt das Publikum, das die Streithähne anfeuert. Die meisten Gegner seien keine trainierten Boxer, erklärt Siggi. Ihnen gehe es um die Gaudi - mit entsprechend sanfter Hand wehre er ihre Schläge ab. Abends ab 20 Uhr bis in die Nacht um 1 Uhr geht es in der Boxhalle rund, neben Siggi stehen je nach Gewichtsklasse vier faustfitte Kollegen parat. Mit boxerfahrenen Schützenfestbesuchern lässt Siggi es auch auf drei, vier Runden im Ring ankommen.

Leider geht der Schlagabtausch auch manchmal schief - vor ein paar Tagen erlitt einer der Kollegen einen offenen Kieferbruch. Alle Teilnehmer werden vorher in die Boxregeln eingewiesen, Trunkenbolde sind tabu.