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Joko und Klaas thematisieren Übergriffe gegen Frauen

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Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf
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Die Moderatoren Joko Winterscheidt (l) und Klaas Heufer-Umlauf kommen 2018 zur Verleihung der 54. Grimme-Preise. Foto: Henning Kaiser/dpa Foto: dpa

Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf haben bei ProSieben wieder 15 Minuten freie Sendezeit erspielt und sie diesmal genutzt, um ein Schlaglicht auf sexuelle Übergriffe gegen Frauen zu werfen.


Berlin (dpa) - Die Autorin und Journalistin Sophie Passmann führte in dem ab 20.15 Uhr gezeigten Beitrag - im Auftrag von Joko Winterscheidt (41) und Klaas Heufer-Umlauf (36), wie sie sagte - durch eine fingierte Kunstausstellung namens Männerwelten, um verschiedene Facetten des Themas anzusprechen.

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»Es wird hart, es wird bitter und für manche kaum zu glauben, aber wir müssen da jetzt gemeinsam durch«, sagte Passmann zu Beginn. Anschließend ging es etwa um Genitalbilder (Dick Pics), die viele Frauen im Internet ungefragt von Männern zugeschickt bekommen. Sie finde dies »einfach unter aller Sau« und »verstörend« sagte dabei die Moderatorin Palina Rojinski im Gespräch mit Passmann. »Das grenzt an virtuellen Missbrauch.« Fernsehmoderatorin Jeannine Michaelsen, Rapperin Visa Vie und Model Stefanie Giesinger trugen Hasskommentare vor, mit denen sie in sozialen Netzwerken beleidigt worden sind. Schauspielerin Collien Ulmen-Fernandes und Entertainerin Katrin Bauerfeind präsentierten außerdem übergriffige Chatverläufe.

»Das werden heute die wohl speziellsten 15 Minuten, die wir je gesendet haben. Nichts für schwache Nerven«, hatte Klaas Heufer-Umlauf den Beitrag bei Twitter angekündigt. In ihrem gemeinsamen Twitter-Account schrieben Joko und Klaas mit Blick auf die Corona-Pandemie: »Fast die Hälfte aller Frauen in Deutschland wurde schon einmal sexuell belästigt. Auch in den aktuellen Krisenzeiten dürfen andere wichtige Themen nicht untergehen.«

Die beiden haben mit ihrer Sendung »Joko & Klaas Live« bereits mehrmals Aufsehen erregt. Hintergrund ist die Show »Joko & Klaas gegen ProSieben«, bei der sie beiden gegen ihren Arbeitgeber antreten und sich 15 Live-Minuten zur besten Sendezeit erspielen können - laut ProSieben eine Viertelstunde Fernsehen, bei der vorher niemand weiß, was passiert.

Bereits zum Show-Auftakt im Mai 2019 hatten Winterscheidt und Heufer-Umlauf ihre gewonnene Sendezeit nicht - wie womöglich von vielen Zuschauern erwartet - für Klamauk genutzt. Stattdessen gaben sie drei Menschen Raum, um über die Themen Flüchtlingshilfe, Obdachlosigkeit und Kampf gegen Rechtsextremismus zu sprechen.


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