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Heidi Klum und Seal: Aus für «Traum-Scheidung»

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Heidi Klum und Seal
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Heidi Klum und ihr Noch-Ehemann Seal machen seit Wochen Schlagzeilen. Fotos: Henning Kaiser/Joe Castro Foto: dpa

Köln (dpa) - Am Anfang sah es nach einer Scheidung mit Vorbild-Charakter aus. Heidi Klum und Seal hatten zwar nach eingehender Gewissenserforschung festgestellt, dass sie sich auseinandergelebt hatten, wollten sich aber weiter liebhaben. Sehr sogar. Das beteuerten sie, als sie ihre Trennung Anfang des Jahres öffentlich machten.


Inzwischen wird es doch etwas ungemütlich, der Takt der Schlagzeilen nimmt zu.

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Vergangene Woche veröffentlichte die Boulevardzeitung «Daily Mail» heimlich gemachte Fotos, die Heidi Klum mit ihren Kindern und ihren Eltern Günther und Erna am Strand zeigen. Dabei ist auch ein Mann, der aussieht wie ihr Bodyguard. Einmal legt er ihr die Hand auf die Schulter, einmal sie ihm. Für die Zeitung ist die Sache damit klar: Keine Frage, es ist «the look of love».

Mit diesen «Enthüllungen» konfrontiert, sagte Noch-Ehemann Seal vor einer Kamera des Online-Portals «TMZ»: «Schaut mal Jungs, das passiert nun mal, wenn sich zwei Menschen trennen. (...) Ich erwarte ganz bestimmt nicht, dass Heidi plötzlich eine Nonne wird.» Soweit sehr vernünftig, aber dann folgt eine ganz kurze Pause, in der wohl ein kleines Teufelchen in ihm die Oberhand gewinnt und er noch einmal nachlegt: «Ich hätte mir gewünscht, dass Heidi ein bisschen mehr Klasse gezeigt und wenigstens gewartet hätte, bis wir getrennt sind.»

Was ist von diesem Ausfall zu halten? «Klassischer Fall von narzisstischer Kränkung», sagt Psychotherapeut Borwin Bandelow von der Universität Göttingen. Falls sich Heidi tatsächlich gerade anderweitig orientieren sollte, müsse ein narzisstischer Popstar wie Seal dies fast zwangsläufig als tiefe Demütigung empfinden.

«Bild am Sonntag» hat sich unterdessen bei Heidis Vater Günther nach ihrem aktuellen Beziehungsstatus erkundigt. Worauf dieser antwortete, der Mann, von dem da jetzt die Rede sei, gehöre quasi zur Familie. «Als ihr Bodyguard schläft er auch bei uns. Machen Sie daraus, was Sie wollen, aber machen Sie keinen zu großen Mist.» Am Donnerstag erschien «Bild» mit der Titelschlagzeile: «Heidi Klum und ihr Bodyguard - Also doch!» Die Fotos, die dazu gezeigt wurden, könnten allerdings genauso gut die Schlagzeile «Also doch nicht!» illustrieren.

Und Heidi selbst? Heidi, von Alice Schwarzer einmal als «kaltschnäuzige Scharführerin» tituliert, lässt alle Provokationen an sich abperlen. Einziger öffentlicher Kommentar bisher: «Seal hat sich weiterentwickelt und ich ebenso.» Bedeutet «Weiterentwicklung» in diesem Fall «neue Beziehung»? Heidis Büro in ihrem Heimatort Bergisch Gladbach lehnt erhellende Äußerungen dazu ab.

Warum interessiert sich überhaupt alle Welt für diese Trennung? «Das ist ganz normal», analysiert Professor Bandelow, Autor des Buches «Celebrities: vom schwierigen Glück, berühmt zu sein». «Man sieht dann eben: Die Stars haben denselben Stress wie wir. Und gerade Heidi Klum war ja immer die Superperfekte, die saubere Heidi. Und dass es bei der auch nicht ohne schmutzige Wäsche abgeht, das beruhigt das Publikum ungemein.»

Bericht in der «Daily Mail»

Video mit Ausfall von Seal gegen Heidi